Diskussion:Bedingungsloses Grundeinkommen/Umsetzung

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Der Artikel müsste stärker gegliedert werden, um die verschiedenen Modelle besser gegenüberzustellen. Was auf keinen Fall passieren darf ist, dass - wie im Forum - die Erbsenzähler die Artikel unlesbar machen. Man sollte sie direkt auf weiterführende Seiten verweisen, bzw ihnen Links anbieten, wo sie sich ausbreiten können. Pepre 20:20, 18. Okt 2006 (UTC)

Mehrwertsteuern als einzige Steuer unmöglich

Mehrwertsteuern bei ungedeckter Papierwährung als einzige Steuern können nicht funktionieren, da sie sich nur auf die Währung beziehen und nicht auf die physikalische Welt. Die Steuern dürften dann kaum höher sein, als zur Kostendeckung des Papiergeldsystems notwendig. Ausführlichere Erklärung von mir: [1] --R.H. 13:19, 29. Okt 2006 (UTC)

ist fuer micht leider nicht so ganz verstaendlich :(
im grunde soll doch nur die steuer, statt bei der produktion etc., beim konsum erhoben werden. wuerde mich freuen, wenn du leicht verstaendlich erklaeren koenntest, wieso das nicht gehen sollte. -- Mauk 13:51, 29. Okt 2006 (UTC)
Ich halte eine Kombination aus Mehrwert- und Tobin-Steuer für sinnvoll. Evtl. könnte man zusätzlich noch über eine "Bodensteuer" für Landbesitzer nachdenken. Ein Modell, was auf mehr als einer Säule steht ist vermutlich krisenfester. --Jamasi 15:26, 29. Okt 2006 (UTC)
Stellt euch vor, es wäre für alle Firmen legal, Dinge direkt gegen Dinge zu tauschen oder gegen eine eigene private Währung. Oder stellt euch vor, es wäre nicht legal, aber die Überwachung wäre so mangelhaft, dass es aufs selbe hinausläuft, wie wenn diese zwei Dinge legal wären. Das habe ich im Link erst hinterhergeschoben, das gehört aber an den Anfang. Die Argumentation von mir war wohl auch etwas überzogen. Also stellt euch das einfach als Extremfall vor, und je schlechter das Steuersystem überwacht wird, desto näher kommt man dem beschriebenen Extrem.
Das Geld ist aus Papier. Es gibt keine Garantien vom Staat, dass man beim Staat 1000 Punkte in der Währung gegen eine bestimmte Menge Gold oder so tauschen kann. Es ist also kein Gutschein für irgendwas. Das sind also nur bunte, halbwegs fälschungssichere Papierfetzen. Wie können die Wert haben? Antwort: Dadurch, dass der Staat garantiert, an der Gesamtgeldmenge nicht x-beliebig rumzuschrauben, sondern sich an der produzierten Gesamtgütermenge zu orientieren. Das klingt erst mal machbar.
ABER: Der Staat braucht auch Steuern. Wieso braucht der Staat Steuern? Um Kram, wie Polizei, Schulen, Krankenhäuser zu bezahlen. Also der Staat braucht genaugenommen nicht Papierfetzen, sondern Kram. Wenn er zu mir sagt: "Ich nehme dir Papierfetzen, um mir damit Kram von dir zu holen", dann wedelt doch der Schwanz mit dem Hund.
Ich frage mich, was will ich dann mit den Papierfetzen, wenn mir der Staat davon ohnehin welche wegnimmt? Die Frage wird umso bohrender, je höher die Abgaben sind. Ich glaube, ich versuche dann eher, Kram zu besitzen. Allen Kram, außer Papierfetzen. Wenn ich tausche, dann Sache gegen Sache oder Sache gegen Privatwährung gegen Sache oder Sache gegen Ehrenwort auf eine Sache in der Zukunft vor ehrenwerten Zeugen im Steuerhinterzieherklub . Jedenfalls werde ich soviel wie möglich vermeiden, eine Sache gegen Staatswährung zu tauschen, um dann wieder die Staatswährung gegen eine andere Sache zu tauschen. Denn da ist zweimal die Steuer drin, die Abgabe von staatlichen Papierfetzen auf Tauschgeschäfte von Sachen gegen staatliche Papierfetzen. Und wenn ich mich mal dazu herablasse und doch die staatlichen Papierfetzen annehme, dann bitte ohne Steuern. Das will ich sehen, wie der Staat mich dabei erwischt, einem anderen die Haare gegen Bares zu schneiden. Ich habe nämlich keinen Grund, dem Staat das mitzuteilen. Derjenige, dem die Haare geschnitten werden, ebenfalls nicht, denn ich gebe was von dem Vorteil der Steuerhinterziehung an ihn ab. Und das geht bei vielen anderen Serviceleistungen auch.
Andersherum geht es gut: Wenn der Staat sagt: "Ich greife mir alle Grundstücke. Alles meins. Hahaharrr. Du kannst die aber mieten für die Papierfetzen, die ich selber ausgebe" dann ist alles in Butter (für den Staat zumindest). Solche Steuern auf Sachbesitz-Zeit geben der Währung Wert, während Steuern auf die Währung selbst der Währung Wert nehmen. --R.H. 20:08, 30. Okt 2006 (UTC)
wie ich es verstanden habe: die mehrwertsteuer kann nur erhoben werden, wenn legal gegen staatswaehrung getauscht wird, laesst sich also umgehen.
durch illegales handeln laesst sich jede steuer umgehen.
tauschhandel oder eigene waehrungen sind doch nicht illegal. das hoert sich bei deiner einleitung so an (stellt euch vor, es waere legal... [ist es denn nicht?]).
das problem ist nur, jemanden zu finden, der die eigene waehrung annimmt. ich wuerde dir nicht gegen r.h.-dollar verkaufen (wo ist der gegenwert? wo ist die sicherheit?).
tauschhandel ist auch etwas realitaetsfremd. du wirst vielleich beim bauern fuer brot milch bekommen aber wie willst du ein auto ertauschen? und was soll der auto-hersteller seinen zulieferern und arbeitskraeften bieten? autos?
wenn ich dich falsch verstanden habe bitte ich um aufklaerung. -- mauk 11:27, 31. Okt 2006 (UTC)
Das Illegale festzustellen ist verschieden schwer für verschiedene Besteuerungsmethoden. Ganz allgemein ist Besteuerung der folgenden Art sehr einfach und sicher für den Staat: Der Staat hat ein Monopol auf irgendwas möglichst wichtiges und gibt oder verleiht das nur im Tausch gegen Staatswährung, sehr gutes Beispiel ist Verleihung von Bodenbesitz.
Im großen Umfang sind Tauschhandel und eigene Währungen durchaus illegal. Wikipedia zu Tauschkreisen. So wie auch heimlich Schnapsbrennen und viele andere Methoden, den Steuern zu entgehen. Je höher die entgangenen Steuern (und beim Einzelsteuervorschlag ist von 50% Mehrwertsteuern die Rede) und je schlechter die Überwachung der Einhaltung , desto härter werden die Geschnappten bestraft.
Wie realitätsfremd etwas ist, hängt ganz von der Realität ab. Was direkten Tauschhandel Sache gegen Sache angeht, hängt die Attraktivität davon von der Attraktivität der Alternative Sache gegen Währung gegen andere Sache ab.
Da würde sich die Realität durch den Götz-Werner-Plan deutlich ändern. Bei Erhöhung der MWST auf 50% und Senkung der Besteuerung von Sachbesitz auf 0% würde der Tauschhandel eine ganze Ecke attraktiver werden.
Die Antwort auf alle anderen Fragen kann gegeben werden damit, dass eine bestimmte Sache die Funktion einer alternativen Währung übernimmt; eine Sache, die der Funktion von Währung von sich aus bereits sehr nahe kommt. Die Sache sollte möglichst gut messbar, fälschungssicher, haltbar und transportierbar sein. Zum Beispiel Gold. --R.H. 17:55, 13. Nov 2006 (UTC)

Grundeinkommen für Kinder

Im Artikel wird die Möglichkeit erwähnt, das für Kinder weniger Grundeinkommen gezahlt wird. Das sollte man unter keinen Umständen tun.

Kinder mögen theoretisch weniger essen und (evtl., das weiss ich aber nicht) pro Kleidungsstück weniger kosten. Kinder können aber auch nicht arbeiten, d.h. für sie hat das Grundeinkommen eine höhere Bedeutung, außerdem benötigen sie öfter neue Kleidung, hinzu kommen beispielsweise Ausgaben für die Bildung. (Mit Bildung meine ich nicht nur Schulbücher, Stifte und Hefte, sondern auch nicht von der Schule vorgegebene Bücher, Internetzugang, ...)

Es ist erstrebenswert, das Familien nicht benachteiligt, sondern gefördert werden. Außerdem sollte am besten für alle Kinder die Möglichkeit bestehen, ihr Potenzial auszuschöpfen, und ich denke durch ein relativ hohes Grundeinkommen für alle Kinder könnte man den Einfluss von Unterschieden bei den Einkommen der Eltern zumindest mildern. --Subw 12:08, 21. Dez. 2008 (CET)

- Kinder sollten den selben Betrag erhalten oder bei der (negativen) Einkommensteuer eben entsprechend 2.000€ statt 1.000€ Freibetrag (das sind nur Beispielwerte). So hätte eine alleinerziehende Mutter, nach den Beispielen, 1.000€ bei keinem Einkommen und bei einem 400€-Job hätte sie 1.200€ Netto-Einkommen. --Magicalfruit 20:45, 22. Jun. 2009 (CEST)