Diskussion:Archiv.2011/AG Bedingungsloses Grundeinkommen

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Eine bedingungslose Grundabsicherung aller Bürger ist Voraussetzung für Datenschutz und eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. Wir leben in keiner Tierwelt, in der man sich überall Behausungen graben, einander fressen darf. Wer gegen eine bedingungslose Grundabsicherung ist, ist gegen Datenschutz und gegen eine freiheitlich-demokratische Grundordnung. http://www.anwaelte-gegen-hartz4.de/politiker_grundeinkommen.php http://www.anwaelte-gegen-hartz4.de/gewerkschaft_grundeinkommen.php

Ohne euch den Optimismus nehmen zu wollen: Ich glaube nicht, dass das Parteiprogramm werden kann, da das ein zu kontroverses Element ist und die Partei unnötig spaltet. Ihr könntet euch aber Modelle überlegen, wie kernthemenfremde Themen von Piraten öffentlichkeitswirksam unterstützt werden können, ohne dass sie in ein Wahl- oder Parteiprogramm kommen müssen. --Trias 23:18, 13. Aug. 2009 (CEST)

Ich sehe das ein wenig anders, ob es Programm wird oder nicht entscheiden ja auch nicht wir sondern die Mitglieder selbst. Klar ist es ein kontroverses Thema..aber warum sollte das die Partei spalten? Ich finde es wichtig das wir das Thema zumindest diskutieren. Unser Sozialsystem in Deutschland benötigt eine Reform. Aber an H4 schrauben oder am Rentensystem ist immer so eine Sache, warum nicht das ganze mit einem BGE überflüssig machen? Ich bin jedenfalls gespannt auf Diskussionen auch mit Gegnern, die sich allerdings auch hier erstmal einlesen müssen. --TheMoler 00:27, 13. Aug. 2009 (CEST)
hm, ja, Optimismus... Für ein Parteiprogrammänderung braucht ihr eine 2/3-Mehrheit. Und ich persönlich weiß nicht, ob ich für einen solchen Antrag stimmen würde, auch wenn mir die Idee des BGE sympatisch ist. Das nur mal so als Warnung/Tipp für die Zukunft ;) --Trias 01:08, 14. Aug. 2009 (CEST)
Ohne drüber zu reden wird sich keine einzige Meinung ändern, also frisch ans Werk und Konzepte ausarbeiten :D --Justus 02:21, 14. Aug. 2009 (CEST)
Es ist oft auch eine Frage der Vermittlung, grad bei so einem Thema ist die Argumentation wichtig. Ich denke es würde viele unserer Probleme mit dem Sozialsystem zu nichte machen. Wir leben nunmal in einer Konsumgesellschaft, menschliche Arbeit wird weniger werden, das ist nunmal ein Fakt. Maschinen übernehmen manuelle Arbeit und das ist auch gut so. Das war und ist schließlich das Ziel der Industrialisierung. Daher denke ich das es nicht sinnvoll ist, an dem alten System "rumzuschrauben". Die Zeit schreitet voran unser Sozialsystem geht aber z.B.: mit H4 in die andere Richtung. --TheMoler 14:22, 14. Aug. 2009
Es kommt nur auf die Definition von Arbeit an. Ich denke, dass jeder mehr als genug Arbeit hat. --Excogitation 16:05, 14. Aug. 2009 (CEST)
Stimmt Excogitation darüber sollte man auch nachdenken. Ich sehe es z.B. auch als Arbeit an wenn jemand etwas für die Gesellschaft macht. Nur wird das nicht honoriert... --TheMoler 16:29, 14. Aug. 2009

Es ist eine unnötige Verkürzung, das Thema BGE nur im Zusammenhang mit HartzIV (und gar dem Datenschutz) zu diskutieren. Denn das sieht tatsächlich etwas nach "Herumschrauben" am überkommenen Sozial(hilfe)system aus. Das gehört in das Kapitel 'Vergangenheitsbewältigung der Industriellen Zivilisation'. Dass in der Zukunft 'weniger Arbeit' (=weniger reproduktive und ergo mechanisierbare Tätigkeit) nötig sein wird, ist erstens unvermeidlich und zweitens wünschenwert.

Viel wichtiger ist aber: Wie können die Menschen leben, die ihre - nunmehr frei gewordene - Zeit einer nicht-mechanisierbaren, weil nicht-reproduktiven, sondern inventiven und "kreativen" Tätigkeit widmen wollen, wenn sie sie - wg. reormiertem Urheberrecht z. B. - nicht an ein (reproduzierendes) Kapital verkaufen können oder wollen? Denn solche Leute werden wir uns nicht nur vermehrt ('objektiv') leisten können, sondern werden sie uns auch vermehrt leisten MÜSSEN. Dafür sollten sie aber ('subjektiv') von etwas leben können.

Siehe hierzu: http://www.piratenpartei.de/node/3/21234#comment-21234

Die eigentliche Stärke der BGE-Idee ist nicht, dass sie den hinterlassenen Unrat der Industriegesellschaft aufräumen hilft, sondern dass sie die sachlichen Grundlagen für eine neue (mediale, digitale, virtuelle...) Zivilisation vorbereitet.