Diskussion:AG-Rat/Regelentwurf Neufassung
Es wird in Kürze einen Entwurf geben, der von mehreren LVs mitgetragen wird, der ld-kompatibel angelegt ist und damit in wesentlichen Punkten konträr zu dem hier gezeigten Entwurf ist. Liquid democracy ist das in der Entwicklung befindliche Online Voting Tool der Piraten, dass es jedem Piraten ermöglichen wird, direkt an der politischen Meinungsbildung teilzunehmen. Auch das Thema Online Wahl wird in diesem Zusammenhang behandelt. Deshalb sieht der Alternativentwurf der ld-AG vor, AGs in ihrer Freiheit nicht zu beschneiden und ld-kompatible Schnittstellen zu ermöglichen. Der jetzige Entwurf ist leider zu sehr nach Topdown-Prinzipien aufgebaut und missachtet die OpenSource-Vorstellungen der Piraten.
Aber lasst euch nicht dadurch abhalten den Privatentwurf von Arvid zu diskutieren. Arvid hat keine mehrheitsfähige Unterstützung im AG-Rat und fährt hier in einem privaten Beiboot seine eigene Linie. Nur so als Hinweis. --RP 10:32, 27. Okt. 2009 (CET)
Mein Vorschlag greift die Kritik an dem vorhergehenden Entwurf weitgehend auf. Inwiefern er LD-Prinzipien entgegen steht, würde ich gerne aufgezeigt bekommen. Auch, wüßte ich gerne, welche dieser LD-Prinzipien für die Arbeit bereits vollständig umsetzbar sind und inwieweit dies erforderlich und nützlich für die Arbeitsgemeinschaften ist. Es geht darum, jetzt Regeln einzuführen, nach denen die Arbeitsgemeinschaften sinnvoll Arbeitsergebnisse in die Partei tragen können. Deswegen legt mein Entwurf den Schwerpunkt auf den Test der Regeln für einen begrenzten Zeitraum, mit der Möglichkeit, die Testergebnisse in die Formulierung der notwendigen Satzungsänderung einfließen zu lassen.
Sollte dieser Entwurf irgendwelchen, bis dahin umgesetzten Prinzipien, entgegenstehen, wird das in der Testphase festgestellt werden und entsprechend behandelt.
Arvid Doerwald 11:29, 27. Okt. 2009 (CET)
Wahl zum AG-Rat
Wenn die Wahl für die AG-Räte proportional sein soll, dann gibt es Probleme mit Punkt 3 (Wahl von Ersatzräten) und Punkt 4 (Forderung, dass alle AG-Mitglieder zu unterschiedlichen Landesverbänden gehören sollen).
Bei Punkt 3 ist die Frage, warum ein Ersatz nötig wird. Für Situationen, in denen ein Original-Ratsmitglied gesundheitsbedingt ausfällt, könnte der ja selber seinen Stellvertreter bestimmen (aus Gründen der Transparenz am besten schon beim Antritt zur AG-Ratswahl). Falls ein Ratsmitglied aber aus der Partei austritt oder rausgeschmissen wird, ist ein anderer Mechanismus notwendig. Für proportionale STV-Methoden gibt es die Countback-Lösung: Die ausgefüllten Wahlzettel von der letzten Wahl werden recyclet, der ausgeschiedene Kandidat gelöscht und ein Wahlzettel vom Stimmgewicht her eventuell abgewertet basierend auf den davon unterstützten Kandidaten, die einen Sitz erhalten haben.
Falls eine auf STV basierende abgespeckte Wahlmethode benutzt wird, wie ich sie im Thread Entwurf von Regeln für den AG-Rat1 beschrieben habe, bei der jeder Kandidat eine Rangliste erstellt und die Wähler einen Kandidaten nur ankreuzen und seine Rangliste mit den erhaltenen Stimmen multipliziert wird, müsste beim Countback die Rangliste des rausgeworfenen Kandidaten ignoriert werden.
Bei Punkt 4 ist das Proporzproblem offensichtlich: Verschiedene Bundesländer haben verschiedene Zahlen an Einwohnern und Piraten. Es können natürlich für verschiedene Bundesländer verschiedene Zahlen festgelegt werden, aber soll sich das an der Einwohnerzahl oder der Piratenzahl orientieren? Was auch immer da genommen wird, der Proporz ist nur grob. Es können aber für verschiedene Jahre verschiedene Zahlen genommen werden, so dass der regionale Proporz über längere Zeit genauer ist.
STV-Methoden können auch für solche Beschränkungen modifiziert werden, siehe STV with constraints. Kurze Erklärung: Bei STV wird die Auswertung der Ranglisten über mehrere Auszählungsrunden gemacht, bei denen Kandidaten einen Sitz erhalten oder rausfliegen. Regionale Beschränkungen würden bei der Auszählung Grenzwerte setzen, wie viele Kandidaten aus einer Region einen Sitz erhalten dürfen (wenn im Verlauf der Auswertung das Maximum einer Region erreicht ist, fliegen alle anderen Kandidaten aus der Region raus) und wie viele Kandidaten bei der Auszählung rausgewurfen werden dürfen (wenn im Verlauf der Auswertung so viele Kandidaten einer Region rausfliegen, dass die Region am garantierten Minimum anlangt, erhalten alle verbliebenen Kandidaten aus der Region einen Sitz). Es sind also keine nach Bundesländern separierten Wahlen notwendig.
Das klingt alles sehr kompliziert, wenn man aber die abgespeckte Version benutzt machen die normalen Wähler nur ein Kreuz, was problemlos per Hand ausgewertet werden kann und der Teil mit der etwas komplizierten Berechnung kann per Computer erledigt werden und von Interessierten anhand der veröffentlichten Ranglisten der Kandidaten, der erhaltenen Kreuze und der veröffentlichten Berechnungsregeln nachvollzogen werden. --R.H. 13:42, 27. Okt. 2009 (CET)