Christen in der Piratenpartei

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Christen in der Piratenpartei

Weil Gott sich in Jesus Christus uns Menschen zuwendet, sind wir gerufen, uns unseren Mitmenschen zuzuwenden.

Wer sind wir:

Wir sind Piraten. Wir sind Christen. So wie jeder Pirat durch seine Weltanschauung beeinflusst wird, so wollen auch wir unseren Glauben nicht an der Garderobe abgeben, wenn wir uns politisch in der Piratenpartei engagieren. Aus dem darin vorhandenen Spannungsfeld von sich teils ergänzenden und teils konkurrierenden Ansichten ergibt sich ein Potenzial für eine Kreativität, das wir gerne zum Nutzen der Partei einsetzen wollen.

Was wir wollen:

Wir wollen innerhalb und außerhalb der Partei Steine des Anstoßes sein – nicht in der Absicht, Konflikte zu fördern oder zu vertiefen, wohl aber in der Hoffnung, das Nachdenken über die ethischen Grundlagen politischen Handelns anzustoßen, für zivilgesellschaftliches Engagement zu werben, Missverständnissen vorzubeugen und so bei der Konfliktprävention mitzuwirken. Auch wollen wir gegen gezielt antireligiöse Strömungen klar Stellung beziehen und das Grundrecht auf ungestörte und auch öffentliche Religionsausübung für alle verteidigen.

Die Aussage 'Religion privatisieren!' bedarf der Interpretation. Wir treten wie andere Piraten für die Trennung von Staat und Kirche ein, jedoch soll dies nicht darin gipfeln, dass gläubige Christen wegen ihrer Kultur oder ihrer Werte diskriminiert werden. Die Piraten stehen dafür, dass jeder Mensch seine persönliche Weltanschauung haben und leben darf, begrenzt nur durch die jeweilige Freiheit anderer. Deshalb möchten wir auch klare Grenzen ziehen, wenn Christen sich in der Piratenpartei Vorurteilen ausgesetzt sehen.

Werte:

Da die Religion wichtiger Bestandteil des öffentlichen Diskurses ist, diskutieren wir in der Partei die religiös fundierten Werte unserer Kultur im Rahmen einer postsäkularen, multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft und entwickeln diese im Hinblick auf die neuen gesellschaftlichen Bedürfnisse weiter.

Dies gilt umso mehr, als die tradierten christlichen Grundwerte den Grundpfeilern piratiger Politik sehr nahe stehen: Nachhaltiges, gemeinschaftliches, soziales und gewaltfreies Handeln in Eigenverantwortung als ethischer Grundsatz, zusammengehalten durch das Prinzip der Wahrung der Menschenwürde und des Friedens.

Unsere christliche Überzeugung stellt eine Antriebskraft dar, sich an diesen Themen zu beteiligen. Sie steht nicht in Konkurrenz zu Überzeugungen anderer, die gleiche oder ähnliche Werte verteidigen. Wir wollen uns vielmehr in dem Streben für die gemeinsame Ziele einreihen.

Aggressiv-undemokratische Positionen und Handlungen, die die freie Entfaltung der Persönlichkeit, die persönliche Würde und die körperliche sowie geistige Unversehrtheit gefährden oder beeinträchtigen, lehnen wir entschieden ab, besonders wenn sie religiös motiviert daherkommen.

Es gibt Fälle, in denen christlicher Glaube ein klares Nein erfordert: Bei allen Themen, die menschen- und lebensverachtende Tendenzen aufweisen. Gleichsam ergibt sich ein ebenso klares Ja zu lebens- und entwicklungsfördernden Perspektiven. In der persönlichen Hinwendung von Jesus Christus zu den Armen und Benachteiligten und seinem gleichwertigen Verhalten jedem gegenüber; in seinem Ausbrechen aus den Kreisläufen von Gewalt und Gegengewalt, von Hass, Neid und Missgunst, auch in der Einstellung 'Gott mehr zu gehorchen als den Menschen' finden wir Motive für ein Handeln in Nächstenliebe und dem Streben nach Gerechtigkeit und Vergebung.

Als Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen und Denominationen wollen wir keine von diesen in den Vordergrund rücken, sondern uns an dem gemeinsamen Ideal orientieren: Jesus Christus.

Unterzeichnende

  1. Jmueller 20:46, 30. Apr. 2012 (CEST)
  2. Cruel 20:49, 30. Apr. 2012 (CEST)
  3. Aracis 21:33, 30. Apr. 2012 (CEST)
  4. Matti.her 22:24, 30. Apr. 2012 (CEST)
  5. Sören 23:49, 30. Apr. 2012 (CEST)
  6. Leibowitz
  7. Bussela 01:28, 1. Mai 2012 (CEST)
  8. Morcel 07:10, 1. Mai 2012 (CEST)
  9. Bastel 10:44, 1. Mai 2012 (CEST)
  10. Elli-0815 13:13, 1. Mai 2012 (CEST)
  11. Jbenno 13:49, 1. Mai 2012 (CEST)
  12. FrauMaja 20:06, 1. Mai 2012 (CEST)
  13. Kai Gödde 20:50, 1. Mai 2012 (CEST)
  14. Anders 20:55, 1. Mai 2012 (CEST)
  15. Rainer Klute 20:56, 1. Mai 2012 (CEST)
  16. HerrFriedlich 20:59, 1. Mai 2012 (CEST)

Unterstützende

  1. Universalist +1 von einem säkularen agnostischen Atheisten
  2. ChaosKind 20:45, 1. Mai 2012 (CEST) ebenfalls Atheist finde ich die Sache gut und wichtig.
  3. Yorvik 20:59, 1. Mai 2012 (CEST)+1 ebenfalls Atheist
  4. Hatch 21:01, 1. Mai 2012 (CEST)
  5. Ungebeten 21:23, 1. Mai 2012 (CEST)
  6. Aloxo 21:54, 1. Mai 2012 (CEST) beinahe Pastafari
  7. Neil Brainstrong 22:24, 1. Mai 2012 (CEST) Atheist/Materialist/Physikalist - Pro Religionsfreiheit, Pro Meinungsfreiheit, Pro Gewissensfreiheit!
  8. Fredo allein dass sich hier die Christen nach 2000 Jahren überkonfessionell einig sind, zeigt, dass Ihr Glauben nicht in "Konkurrenz" zu Überzeugungen als Pirat steht. Respekt für die Formulierung des Textes. Bin strikt gegen Ausgrenzung, nur weil jemand Überzeugungen hat, die religiös bedingt sind, solange sich das mit dem Grundgesetz deckt. Ist für mich was sehr Grundlegendes bei Piraten.
  9. Ch n 23:25, 1. Mai 2012 (CEST)
  10. --Stefan51278 00:16, 2. Mai 2012 (CEST)
  11. Vinz (weil wir dringend einen sachlichen Diskurs über Religion und Kirchen brauchen)
  12. -- Klischeepunk 00:25, 2. Mai 2012 (CEST) (Weil ich den Ansatz voll und ganz unterstütze.)
  13. Silent-Bob

Gegner

  1. Alex Religion egal welche hat in Parteien / Staat nichts zu suchen!
  2. Ali Religion hat Privatsache zu bleiben. Ihr schreibt das ihr gegen Antireligiöse Stellung bezieht. Ich als Atheist fühle mich angegriffen. Auch der letzte Satz ist blanker Hohn gegen alle nicht Christen.
  3. Yuuki83 Zu viel schlechte Erfahrungen mit Religion und damit verbundener Ausgrenzung gemacht, als dass ich dies je unterstützen könnte!
  4. Haindl
  5. wopr Glaubensrichtungs-agnostisch sein wollen und unsern Jesus als Ideal haben? Sehr weitsichtig, warum Jeses von mehreren 1000en? Liste von Göttern
  6. sam_mumm Politische Entscheidungen müssen auf rationaler Basis getroffen werden. Esoterik und Religion sind hier fehl am Platz (-> Privatsache).
  7. Sebastian Politik und Religion sollte man strengstens trennen. #ausgründen
  8. Jonathan Maurer Eine klare und strikte Trennung von Staat und Religion, ganz gleich welche, ist für mich unabdingbarer für eine demokratische Politik.