Bundesparteitag 2011.2/Antragsfabrik/Sonstiger Antrag 006

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Version vom 24. Oktober 2011, 19:46 Uhr von Skjall (Diskussion | Beiträge) (Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen)
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Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Sonstiger Antrag (im Entwurfsstadium) für den Bundesparteitag 2011.2.

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Antragstitel

Löschung Facebook Seite

Antragsteller
Antragstyp

Sonstiger Antrag

Antragstext

Es wird beantragt, den Betrieb der Facebook Fanpage der Piratenpartei Deutschland einzustellen, da dieser nicht länger mit den Wertmaßstäben der Partei zu vereinbaren ist; gegen Bundesdatenschutzgesetz und Telemediengesetz verstößt.


Antragsbegründung

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) kommt nach einer technischen und rechtlichen Analyse der Facebook Dienste zu dem Ergebnis, dass diese Angebote gegen das Telemediengesetz (TMG) und gegen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verstoßen. Bereits seit Längerem ist die unzureichende Information über die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Facebook in der Kritik. Das ULD vertritt nunmehr ausdrücklich die Ansicht, dass weder die Nutzungsbedingungen noch die Datenschutzrichtlinien von Facebook den Einsatz der sogenannten Social Plugins legitimieren. Darüber hinaus führe Facebook eine datenschutzrechtlich unzulässige Reichweitenanalyse (Webtracking & Webanalyse) sowohl auf der eigenen Plattform als auch plattformübergreifend über Social Plugins durch. Zudem finde eine umfassende, persönliche Profilbildung statt.

Facebook hat Anfang September bei einer Stellungnahme im ULD und im Innen- und Rechtsausschuss des Kieler Landtags die Position vertreten, für Fanpages nur nach irischem Datenschutzrecht verantwortlich zu sein.

Weitherhin sieht das LG Berlin (Beschluss v. 14.03.2011, 91 O 25/11) in der Verwendung des sogenannten "Like" Buttons einen Verstoß §13 TMG.

Nach Artikel 12 der Europäischen Datenschutzrichtlinie hat jeder EU-Bürger das Recht auf Herausgabe der gespeicherten Daten. Hierzu müssten sich Nutzer der Fanpage allerdings nach Irland wenden, wo Facebook seinen Sitz hat, und ebenso in der Kritik ist.

http://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1

"Auf Druck von Datenschutzaktivisten wie Europe vs. Facebook werfen die Dubliner Datenschutzbehörden dem Konzern unter anderem vor, gelöschte Nutzerdaten nicht ordnungsgemäß von den Servern verschwinden zu lassen." com-magazin.de 30.09.2011 http://www.europe-v-facebook.org/DE/Datenbestand/datenbestand.html

"Als "starkes Stück" kritisierte er (*Bundesdatenschutzbeauftragter Schaar), dass selbst gelöschte Daten nicht wirklich gelöscht würden, sondern quasi unsichtbar auf den Servern eines Anbieters erhalten blieben." stern.de 29.09.2011

"In der Netzpolitik forderte (*unser Parteivorsitzender) Nerz eine grundlegende Reform des Urheberrechts und einen sinnvollen Rahmen für eine Datenschutzregelung etwa in Sozialen Netzwerken wie Facebook." tagesschau.de 05.10.2011

Ausreichender Schutz existiert in Sachen Facebook also bislang gerade nicht. Wir wollen diese unabsehbar ferne Reform nicht abwarten und in Verantwortung für Besucher und Freunde die Datenauslieferung stoppen!

"Facebooks Datensammelwut ist mit deutschem Datenschutzrecht nicht in Einklang zu bringen. Gerade die politische Einstellung ist eine besonders schützenswerte Information, und wir wollen nicht der Käse in Facebooks Datenfalle sein", äußerte sich bereits treffend der Landesverband Schleswig-Holstein der Piratenpartei im Zuge der Abschaltung seiner Fanpage. http://www.piratenpartei-sh.de/pressemitteilungen-mainmenu/18-pressemitteilungen/426-piraten-wollen-nicht-der-kaese-in-facebooks-datenfalle-sein.html

"Facebook missachtet europäisches Datenschutzrecht!" http://piratepartei.lu/node/401

Verbraucherzentrale Bundesverband: "Facebook missachtet Datenschutz Wem der Schutz persönlicher Daten wichtig ist, sollte wechseln" http://www.vzbv.de/start/index.php?page=presse&bereichs_id=&themen_id=&mit_id=1289&task=mit

http://www.zdnet.com/blog/facebook/facebook-sued-for-violating-wiretap-laws-with-tracking-cookies/4687

Wir wollen die Vernachlässigungen des Datenschutzes, immerhin eines unserer Kernthemen, bei Facebook nicht länger mit einer Fanpage fördern. Wir stellen die Nutzung von Social Media ausdrücklich nicht generell in Frage und sind davon überzeugt, durch entschlossenes Handeln an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Wir lieben Internet, wir lieben Social Media - nur eben nicht wie Facebook das praktiziert.


Datum der letzten Änderung

24.10.2011



Anregungen

Bitte hier Tipps zur Verbesserung des Antrages eintragen.

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Diskussion

Bitte hier das Für und Wider eintragen.

korbinian spricht von Datenschutz Populismus: ich würde mir mehr Sachlichkeit wünschen. Das Gegenteil ist richtig: hier für Werte einzustehen, nämlich unser Kernthema Datenschutz, ist angesichts 750 Mio FB Nutzern und nunmehr 30.000 sog. Freunden der Piratenpartei Fanpage alles andere als populär! Ihr könnt entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Datenschutz vs. Popularität, beides geht nicht bei den Fanpages.--Spearmind 17:59, 7. Okt. 2011 (CEST)

@Florian Nein wir wollen ausdrücklich keinen Endnutzer zwingen einen Dienstleister zu meiden. Darum geht es nicht. Hier geht es um die Verantwortung einer Partei die für den Datenschutz steht wie keine andere. Die Aufklärung der Nutzer wird Facebooks Missbrauch der Daten in keinster Weise stoppen. Facebook handelt (unzureichend) nach irischem Recht, jeglicher Prozess müsste dort ausgefochten werden (@Dienstleister in die Pflicht nehmen). Bei Iran/PP SH Vergleichen gehts deutlich unter die Gürtellinie. Bei objektiver Betrachtung werden Facebooks Rechtverstösse offenkundig. Wir lieben Internet, wir lieben Social Media - nur eben nicht wie Facebook das praktiziert. https://pod.geraspora.de/u/piratengifhorn --Spearmind 12:33, 8. Okt. 2011 (CEST)

Wie wäre es, den neu angelegten Diaspora-Account stärker in den Vordergrund zu holen? Ich nutze zur Zeit für meinen privaten Account die Nachrichtenweiterleitung an Facebook und Twitter. Ähnliches liese sich doch auch für das Parteiprofil machen... dann könnte man von der kontroversen Löschung Abstand nehmen und trotzdem mit gutem Beispiel vorangehen (auch Medienwirksam mit PM und so). Jedenfalls kommt für mich eine gänzliche Löschung, schon aus Gründen der Aufklärung über das Thema, nicht in Frage! --SBartsch 16:34, 24. Okt. 2011 (CEST)

Pro/Contra-Argument: ...

  • Facebook sammelt und behält dauerhaft wesentlich mehr Daten, als die meisten Nutzer ahnen. Das ist auch unter Piraten nicht wirklich vertieft, wie die Kommentare in diversen Threads belegen. Die Mehrheit glaubt, das im Griff zu haben.
  • Wo klären wir auf? Tun wir das wirklich? Oder ist das nur ein Wunsch, der das eigene Gewissen, ob dieser Doppelmoral, betäubt?
  • Wollen wir in den Chor der "Volksverteidiger" (CDU, FDP...) einstimmen, die nun glauben, für Facebook in die Bresche springen zu müssen, weil "die Piraten im Netz ja soviele Stimmen holen" und weil in SH Firmen betroffen sind?
  • "Wer sich bei Facebook anmeldet, macht das freiwillig"
    • Ist es das, wofür wir Piraten sind? "Die Pläne dafür liegen immerhin seit mehr als 50 Jahren auf Alpha Zentauri und hätten jederzeit eingesehen werden können"

Das hört man öfters: jeder ist doch für sich selbst verantwortlich/selber schuld; "gesellschaftlicher Standard". Wir sollten uns schon Gedanken machen, unter welchem Stern unsere Kinder aufwachsen. https://apps.facebook.com/werdemissbambi/teilnehmer/gina Genau da geht es um die Verantwortung derer, die es besser wissen sollten, die wissen dass FB nicht alternativlos ist, die sich das Kernthema Datenschutz auf die Fahnen schreiben. Wir können davon ausgehen, dass sich die Mehrzahl der Nutzer nie ernsthaft mit deren TOS beschäftigt hat. Nein mit Aufklärung, selbst für sich verantwortlich, ist es eben nicht getan, FB wird weiter tagtäglich sämtlich greifbare Nutzerdaten verknüpfen und gewinnbringend verkaufen. Von deren Verkaufseite wird keine irische Datenschutzbehörde näheres erfahren. Gegenstimme 16 ist bezeichnend für ein Desinteresse an sachlicher Auseinandersetzung.--Spearmind 02:43, 23. Okt. 2011 (CEST)


Pro/Contra-Argument: ...

Vom Gefühl her finde ich die Seite gut und wichtig und ich habe mich derzeit dazu entschlossen Facebook zu benutzen. Intuitiv regt sich in mir ein Gefühl "bevormundet" zu werden, wenn man mir (als Nutzer davon) die Seite "wegnimmt". Gleichwohl finde ich es wichtig sich mit dem Thema zu befassen. Für mich läuft es daher vorallem auf folgende Fragen hinaus:

  • Will/kann/darf die Piratenpartei OFFIZIELL hier eine Seite mit Informationen anbieten oder muss das ggf. inoffiziell geschehen. Denn was ich ausschließen kann ist, dass ich einfach so aufhöre Facebook zu benutzen oder dass es keine politischen Infoseiten mehr gäbe die von/mit/als Piraten erkennbar wären.
  • Hat es eher Vor- oder Nachteile wenn die Piraten offiziell in Facebook erscheinen. Derzeit teile ich gerne Infos und Links um habe durchaus den Eindruck vielen Bekannten die Partei damit auch inhaltlich näher bringen zu können und als thematisch relevant zu verdeutlichen. Gleichzeitig kann man sich (bei vielen Dingen in Facebook) fragen, wieso man eigentlich IN Facebook Themen diskutiert mit denen man Facebook als kritisch klassifiziert. Das wirkt wirklich etwas schizophren zum Teil.
  • Inwiefern kann man Benutzern nicht selbst die Wahl lassen ohne sie zu bevormunden oder ihnen Dinge zu verbieten (im Sinne von Verbot/Entzug der Seite). Ich halte das für sehr kritisch und macht mir die Sache sehr unsymphatisch. Gleichzeitig würde ich Alternativen vorzuziehen, nämlich umfangreiche Informationen darüber was hier passiert oder was schlecht ist, sodass ich besser selbst entscheiden kann. Ich habe den Eindruck, dass den Piraten die Selbstbestimmung von Menschen wichtig ist, also sollten wir unsere Energie zunächst darauf fokusieren diese Selbstbestimmung zu ermöglichen, anstatt Möglichkeiten zu beseitigen:
    • Mehr Infos über und auf der Facebook Seite
    • Soweit wie möglich Verzicht auf Funktionen die als kritisch angesehen werden
    • Anbieten und Aufzeigen von Alternativen undzwar für das Gesamtthema (also Social Network) und Anbieten von guten gleichwertigen Informationsquellen dort
    • Zurückfahren der Facebook Präsenz, falls es als kritisch angesehen wird und stärken von alternativen Möglichkeiten, jedoch mit Referenzen/Hinweisen dorthin
  • Soll die Piratenpartei in einem faktisch wichtigen, wenngleich auch umstrittenen/problematischen, Medium wie Facebook tatsächlich einfach fehlen und nicht mehr stattfinden? Ist das nicht auch eine Flucht vor dem Thema? Wie wirkt es auf Andere wenn in einem wichtigen Bereich ihres Lebens eine an sich attraktive Partei einfach nicht aufzufinden ist? Beraubt man sich damit nicht auf der Möglichkeit in die Kommunikation und Diskussion einzusteigen mit Menschen die Facebook bisher zu unkritisch sehen?
  • Könnte man die Seite auf Facebook nicht vielleicht eher als eine Art Informationssendung für den Untergrundwiderstand im Feindesland ansehen?
  • Müssen wir als Piratenpartei nicht erkennen, dass wir hier an einem weitaus grösseren Grundproblem knabbern und eine effektive Lösung nur langfristig möglich ist indem wir mithelfen gute Facebook Alternativen mit aufzubauen?

Kuef 14:26, 24. Okt. 2011 (CEST)

Pro/Contra-Argument: ...

Unterstützung / Ablehnung

Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen

  1. Andena Nicht Löschen, sondern Stilllegen
  2. Landpirat "Das ist für mich eine Gewissensfrage."
  3. maach
  4. Tux- -- "Guter Draht zum Bürger" auf die Gefahr hin, unsere Glaubwürdigkeit zu verspielen. Sind uns Stimmen wichtiger als Datenschutz? Wenn ja: Seit wann?
  5. Fellbaerchen Auf der einen Seite Datenschutz propagieren und auf der anderen Seite einer Datenkrake mit seiner Anwesenheit Glanz verleihen. Geht garnicht :(
  6. majo
  7. Draugr
  8. Wolfgang Dudda
  9. Antaris Eine Partei hat auch Vorbildfunktion (Stichwort: Glaubwürdigkeit). Sonst sind wir m. E. wie die kath. Kirche, die nur Gutes fordert aber in der eigenen Orga viel Schlimmes vertuscht und wenn es rauskommt sagt: "ok, das war nicht so toll, aber wir tun ja auch viel Gutes". Vgl. auch jetzige Regierung, welche die Gewalt eines Regimes verurteilt und dann Panzer an eben dieses Regime liefert. Soll dieses Vorgehen dadurch gerechtfertigt werden, dass man über die Gefahren von Panzern aufklärt? Den Service einer Orga zu nutzen, die gg. Gesetze verstößt ist m. E. tabu! @Roland: Cool, dann melden wir uns jetzt bei JEDEM Network an u. machen überall mit -und ich werfe meinen Müll auf die Straße, weil "Naja, ich bin ja nur EINER von 82Mio., das Bisschen Müll schadet ja nix.
  10. Jamasi lieber stillegen mit großem Warnhinweis und Aufruf zum Wechsel des Netzwerkes z.B. zu Diaspora.
  11. Wolfgang Z. Steht im Widerspruch zur Selbstverwaltung der eigenen Daten, was ja von den Piraten gefordert wird.
  12. ᛏᛅᚾᛘᛅᚱᚴᛅᛦ ᛬ ᛒᚢᛏ Wir liefern sogar einen Ansporn für Interessenten, den kriminellen Datenkraken zu benutzen ☠
  13. Guru Ich bevorzuge allerdings Jamasis Vorschlag einer Stillegung mit Aufklärungshinweisen
  14. AlexL (bin aber voraussichtlich nicht auf dem BPT)
  15. LikedeelDie Betreuung der Social Media Sektion Facebook sollte klar im Kontext unserer Kernthemen wie bsp. Selbstbestimmung der Daten und Datenschutz/datensparsamkeit sein. Wenn sich ein Privatmensch dazu entschliesst (wie auch ich) Facebook zu nutzen und einen Haufen Datengeschenke in die USA zu machen ist das seine persönliche Entscheidung, die will und ich werde ich auch nicht in Abrede stellen. Was NICHT klargeht ist, dass Leute die diesen Konditionen nicht zugestimmt haben (ja es gibt leute die Facebook nicht nutzen) und unsere Facebook-Seite besuchen nun abgefischt werden und zwar durch unser Zutun (sie wollte sich über die PIRATEN informieren). Das ist bedenklich, daher der Antrag. Als Social-Media Experte sollten unsere Herzblut-Admins der Seite lieber die Herausforderung annehmen und eine ähnlich Reichweite datenschutzkonformer anbieten (diaspora?).Man könnte hier ein Zeichen setzen als Nutzende Partei im Internet, glaubt ihr das sich zu dem Thema was bewegen wird wenn alle mit den Schultern zucken ? Wir würde bis zur Bundestagswahl alle anderen Parteien zu diesem Thema vor uns hertreiben können, wir könnten eine Social Media Idee, die nicht dem Abfischen von Daten dient helfen publik zu werden...

Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen

  1. System Statt sich selbst zu löschen lieber über die Gefahr von Facebook aufklären.
  2. Christoph B., was der System sagt! Facebook ist ein guter Kanal zum Bürger, so etwas darf man nicht ignorieren...
  3. Fuchsbeuter
  4. --Korbinian 01:58, 7. Okt. 2011 (CEST) depublizieren ist kacke. der antrag ist reiner datenschutz-populismus
  5. Kungler 09:33, 7. Okt. 2011 (CEST) was System sagt
  6. Steven Maaß
  7. Graf von Krähenburg siehe System
  8. Silentium Über Facebook über Facebook aufklären und Fanpage weiterhin betreiben. / Superidee. "Willkommen auf unserer Facebookseite. Facebook ist böse! [gefällt mir] Tux-
  9. Monarch 19:15, 7. Okt. 2011 (CEST) Don't be evil ;)
  10. Qwertzu 01:23, 8. Okt. 2011 (CEST) Wer sich bei Facebook anmeldet, macht das freiwillig. Das Piratenprofil zu löschen ist Symbolpolitik und verändert gar nichts. Übrigens sind wir die deutsche Partei mit den meisten "Mag ich", deshalb sollte man sich wegen der hohen Anfrage eher intensiver um den Account kümmern, statt ihn zu löschen.
  11. Roland Jetzt wird es albern. Ich denke ein nicht unwesentlicher Anteil der Benutzer von Facebook wissen, dass über Sie Daten massiv gesammelt werden. Das macht aber google auch. Was schlägst Du vor: die Piratenpartei darf über google nicht mehr gefunden werden? Einsprünge über google werden mit 404 beantwortet?? Chrome Benutzer werden komplett ausgesperrt???
  12. Florian Anstatt den Wortlaut von Gesetzen und Verordnungen durchzuboxen - und dabei den Sinn gelegentlich aus den Augen zu verlieren - sollte man sich doch eher darauf konzentrieren, (a) den Sinn durchzusetzen und ggfs. (b) den Wortlaut von zu verbessern, wenn dieser mit dem Sinn nicht optimal übereinstimmt. Zu (a) sollte meine ich die Piratenpartei darauf hinwirken, dass die FB-Nutzer über den Umfang der Datenerhebung, -Verarbeitung und -Speicherung informiert werden. Dass kann durch Informationskampagnen der Partei bewerkstelligt werden, oder indem Facebook dazu gebracht wird, datenschutzkonform den Nutzern die geforderte "freiwillige Einverständniserklärung nach umfassender Information" abzuverlangen. Ich halte es für grundlegend falsch, die Endnutzer von Amtswegen unter Androhung maximaler Bußgelder mit Problemen zu konfrontieren, die sie mehrheitlich nicht verstehen, um sie so dazu zu zwingen, einen Dienstleister zu meiden, der ohne Frage datenschutzrechtlich mindestens bedenklich handelt. (Nur) der Dienstleister müsste in die Pflicht genommen werden. Zu (b) will ich an dieser Stelle gar nichts schreiben. Ob die Datenschutzgesetzgebung zu modernisieren wäre ist ein ganz eigenes Thema. Übrigens habe ich im Kopf am 6.10. in dem Titel der heise.de-Meldung "Trotz Zensur gibt es im Iran 17 Millionen Facebook-Nutzer" unweigerlich "Iran" durch "Schleswig-Holstein" ersetzt und mich gefragt, wie viele FB-Nutzer sich in unserem schönen Land noch über Herrn Weichert hinwegsetzen. Mir ist so schnell kein passendes Wort eingefallen, das das zweite Wort im Titel gut passend ersetzen könnte.
  13. AndreR: Gerade hier in der Gegend erreichen wir potentielle Neumitglieder gerade über Facebook, da in der Provinz Dienste wie Twitter kaum bis gar nicht genutzt werden.
  14. Robert Stein Ich denke, die Piraten sind selbstbestimmt udn intelligent genug, selbst zu entscheiden, in wie weit solche Social Networks benutzt werden sollen. Ein ausgesprochenes Verbot beschneidet die Freiheit.
  15. Dragonstar Völliger Blödsinn. Am Piratenwesen soll die Welt genesen oder wie? Facebook ist, ob es einem passt oder nicht, zu einem Standard in der Gesellschaft geworden, was Social Networks angeht. Hier nicht präsent zu sein als Partei, mit welcher eine hohe Internetaffinität assoziiert wird, finde ich absurd. Datenschutzvorstellungen, wie sie momentan existieren lassen sich zukünftig global eh nicht durchsetzen und einen Boykott zu starten, welcher Menschen Hoffnungen macht, dass sich die Welt zukünftig nach deutschem Datenschutzstandard richten wird, halte ich für eine Täuschung des Wählers. Aufklärung ist angesagt und dann die Menschen selber entscheiden lassen, ob sie ihre Daten bei Facebook aus der Hand geben wollen.
  16. --Mixit 16:30, 21. Okt. 2011 (CEST) Dann hoffe ich für die Antragssteller, dass sie keine Computer haben die: von Kindern hergestellt wurden, Gifte enthalten, zu billigem Lohn hergestellt werden.... ich hoffe mein Anliegen ist klar.
  17. Tharon 17:15, 22. Okt. 2011 (CEST)
  18. SocialCapitalist 13:50, 24. Okt. 2011 (CEST) mir fehlen die Worte
  19. Sonnyboy93 13:54, 24. Okt. 2011 (CEST)
  20. Moepimike 13:57, 24. Okt. 2011 (CEST)
  21. HankArus 13:57, 24. Okt. 2011 (CEST) Wie schon oben gesagt, Datenschutzpopulismus.
  22. motorradblogger OMG wie realitätsfremd kann man denn bitte sein? Facebook ist ein Tool. Wir sollten es bedienen, weil es von den Bürgern genutzt wird. Seht es doch einfach als "Der Feind [Piraten] in meinem Bett [Facebook]" und gut.
  23. Marco.horstmann 14:01, 24. Okt. 2011 (CEST) Man kann es auch übertreiben, alle wollen kostenlose Inhalte, aber keiner wills bezahlen, d.h. ist ein Anbieter wie Facebook auch zu so einem Konzept gezwungen.
  24. Mike Herbst 14:03, 24. Okt. 2011 (CEST)
  25. MichaKiai 14:04, 24. Okt. 2011 (CEST)
  26. Mexxer
  27. J.Aufzug meiner meinung nach ist die seite eine gute möglichkeit für jeden der interesse an der partei hat sich eine erste meinung zu bilden und unkompliziert kontakt aufnehmen zu können.... ich denke anderseits auch das es wichtig ist über die vorgehensweise von facebook zu informieren und sich kritisch damit auseinander zu setzen
  28. JanusPiratBY - Der Sachverhalt ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Denke Aufklärung reicht hier völlig.
  29. Johannes Loepelmann
  30. e4c5 : Argument 16 hier sticht und ist auch nicht unsachlich, wie oben behauptet. Mit dieser Logik dürften sich die Piraten auch nicht mehr wählen lassen, denn das gegenwärtige System ist bekanntlich korrupt. Ich denke es wäre besser, hier auf eine juristische Änderung hinzuarbeiten, nur ist das im gegenwärtigen euopäischen Kontext schlicht unmöglich, denn es lassen sich eben keine nationalen Regelungen für internationale Firmen durchsetzen, wie es scheint. Oder? Tja, eben deshalb. Es macht keinen Sinn, sich hier zu beschneiden, das führt nur in die Isolation. Dabeibleiben und prägen, das ist die einzige konstruktive Chance.
  31. Krisch 14:34, 24. Okt. 2011 (CEST) Ich selbst benutze FB nur sporadisch, aber es spielt im Leben vieler Menschen eine wichtige Rolle - gerade bei unserer Zielgruppe. Wenn wir Kontakt zu den Bürgern halten wollen, müssen wir Schnittstellen bieten. FB ist dafür ein wichtiger Kanal.
  32. Lutoma – Ich widerspreche: Nicht unsere Facebookseite, sondern dieser Antrag widerspricht unserer Philosophie vollkomen, weil er nur ein populistische Schnellschuss ist. Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass irgendjemand seine Facebookseite wegen uns löscht? Und selbst wenn wäre das nur plumpe bevormundung (gegen die wir, by the way, auch sind).
  33. Sivizius 14:45, 24. Okt. 2011 (CEST) : die, die die FB-Seite der Piraten nutzen und diese "abonniert" haben, sind Piraten und Sympathisanten. Ich gehe daher davon aus, das jene mit den Prinzipien und Methoden von FB vertraut sind, also selbst wissen, dass FB zwar Datenschutzrechtlich ein Problemkind ist, aber man deshalb selbst auch achten muss, was man über sich oder andere Preis gibt. Die Piratenpartei gibt so also eine Möglichkeit der Information und Erreichbarkeit, aber auch der Aufklärung von Nutzern von FB auf. Denn es ist eben nicht nur FB das Problem, sondern auch die Mentalität der Nutzer/Bürger, die selbst redlich sind und auch nichts einzuwenden haben, wenn irgendeine Regierung solche Daten erheben würde. Ich halte den Antrag eher für Kontraproduktiv. Wir haben derzeit keine Möglichkeit gegen FB vorzugehen. Es stört FB überhaupt nicht, wenn irgendein FB-Auftritt irgendeiner Partei aus irgendeinem kleinen, fernen Land, verschwindet. Es stört FB eher, wenn irgendwelche Seiten eine sehr, sehr große Masse an Nutzern dazu bewegen, nur das nötigste Preis zugeben und bewusst mit FB umzugehen. Man erreicht mehr, wenn man den FB-Auftritt ausbaut, die Nutzer erreicht und diese aufklärt darüber, was FB wirklich macht und was Datenschutzrechtlich möglich ist, also nicht nur FB allein verteufelt, es gibt schließlich noch andere Seiten im Web. Man darf nicht nur die Gefahren des Internets sehen, wie es manche andere Parteien proklamieren, sondern auch die Möglichkeiten. Wer nur die Gefahren aufzeigt, schürt auch Angst und das sollte auch klar sein, was das bedeutet. Entschuldigt, wenn das zu lang war...
  34. -- Keldrin 14:46, 24. Okt. 2011 (CEST) Viel besser als Löschen wäre Aufklärung. Ein kurzer Text, warum keine Neuigkeiten über FB mehr verbreitet werden und ein Link auf eine Wiki-Seite mit einer Linksammlung zum Thema FB und Datenschutz.
  35. PietSahat Auch ich bin dagegen. Es wurde schon ein paar mal gesagt und ich kann mich nur anschließen. FB ist mittlerweile ein Teil der Gesellschaft und wir gehören ebenfalls dazu. Wir sollten uns dort nicht selber ausgrenzen. Hierbei muss man ganz einfach abwägen. Und da wir nunmal mehr erreichen wenn wir mit den Leuten über FB kommunizieren anstatt uns dort fernzuhalten, sollte die Seite bleiben. FB wird es weiterhin geben. Die werden genau so weitermachen, ob wir dort weg sind oder nicht. Aber wir können somit wenigstens die Leute, die dort sind, aufklären und ihnen helfen nicht in jede FB Falle zu tappenund Ihnen aufzeigen was man machen kann und was man eher nicht machen sollte. FB alternativen kann man auch ohne Probleme auf FB empfehlen.
  36. Tigrimus kann mich meinen Vorpostern nur anschließen.
  37. MichaelSchulze Ich bin dagegen. Im Prinzip wurde schon alles gesagt. Sich zurückzuziehen wäre reiner Datenschutz-Populismus und beschneidet durch Ausschluß eines Kerninformations- und Kommunikationsmittels unserer Zeit die Informationsverbreitung und Werbung für die Piratenpartei in unverhältnismäßigem Ausmaß. Lieber drin bleiben, aufklären und auf eine Besserung der Gesamtsituation hinarbeiten.
  38. Caladan Lieber über FB über FB aufklären.
  39. Sebastian Nerz Wir wollen uns als Partei dem Diskurs mit den Menschen stellen. Um möglichst viele Menschem zu erreichen, müssen wir dort mit ihnen reden wo sie sind. Deshalb gibt es Infostände, Webseiten, Facebook-Profile, etc. Jedes Einzelne davon verbessert die Erreichbarkeit der Piratenpartei - und gerade diesen Austauschen zwischen Menschen und Politik wollen wir ja fördern. Auch er ist Teil politischer Transparenz. Daher definitiv gegen eine Löschung der Facebookseite der Piratenpartei.
  40. KollegeJansen
  41. -- [[Benutzer:Boomel]] 15:53, 24. Okt. 2011 (CEST) Als Administrator des Auftrittes meine subjektive Sicht: Wenn wir die Menschen nicht dort abholen, wo sie sich befinden (u.a. facebook) haben wir keine Chance auf Aufklärung und welche Alternativen (Diaspora etc.) existieren. Sollte der Antrag so beschlossen werden, ziehe ich die Konsequenzen und werde passives Mitglied. Ein Angebot kann ich allerdings machen: Jeder der diesen Antrag befürwortet und Material hat um auf die Gefahren und Folgen aufmerksam zu machen, möge mir eine Nachricht (mail twitter etc.) zukommen lassen welche dann auch gespreaded wird.
  42. Webrebell
  43. Jagstpirat
  44. Midhir73 Verantwortungsvoll FB nutzen ist besser als sich zu verweigern.
  45. Crackpille 16:41, 24. Okt. 2011 (CEST)
  46. Piratenpanda 16:47, 24. Okt. 2011 (CEST)
  47. SBartsch Lieber eine Weiterleitung aus Diaspora einrichten, siehe Diskussion oben.
  48. Uncut Verantwortungsvoll FB nutzen ist besser als sich zu verweigern / Sehe ich auch so.
  49. Aleks Lessmann
  50. Piratixxx Also, man kann sachlich die Vor- und Nachteile erwähnen. Ich bin für einen Erhalt der FB-Seite sicherlich auch mit dem Ziel direkt über diese Plattform zu berichten und Hilfestellung und/oder Tipps gegen die "kleinen Fallen" zu geben. Man darf doch auch ein Auto fahren und die Vor- und Nachteile mit Interessierten Diskutieren.
  51. So einen, und das meine ich jetzt nicht beleidigend sondern bierernst, Schwachsinn von hab ich ja noch nie von einem Piraten gelesen. Da sag ich mal Zensur, Depublizierung, Unglaubwürdigkeit. Wir reden hier ständig vom mündigen Bürger und dann kommt da so ein lächerlicher Antrag daher. --Skjall 20:46, 24. Okt. 2011 (CEST)

Piraten, die sich vrstl. enthalten

  1. Scriptor
  2. Kuef
  3. ...