Bundesparteitag 2010.1/Planung/Struktur/Abstimmungen
Dies ist eine Seite des Struktur-Teams. In den Brainstorming- und Diskussions-Abschnitten darf jeder Pirat schreiben (und kennzeichnet seinen Beitrag bitte mit Usernamen und Datumsstempel (vier Tilden)), in den anderen Abschnitten nur Leiter Struktur-Team.
Inhaltsverzeichnis
Ausgangssituation: Viele Anträge, wenig Zeit
Derzeit haben wir etwa 300 Anträge, wobei bei den sonstigen Anträge noch welche dazukommen können. Allerdings werden sich manche Anträge dadurch erledigen, dass ein anderer, damit inkompatibler Antrag angenommen wurde. Rechnen wir mal mit 300 Anträgen: Würde das Auszählen eines Antrags im Schnitt 1 Minute dauern, so würde alleine der "Abstimmungsmarathon" (Stimmkarten heben und auszählen) 5 Stunden dauern. Diskussion und GO-Anträge kommen da noch dazu. Grund genug, den kompletten Vorgang mal gründlich zu durchdenken.
Offene Abstimmungen
Brainstorming über Offene Abstimmungen
Zwei Stimmkarten
Es werden Stimmkarten in unterschiedlichen Farben ausgegeben (z.B. rot und grün). Die eine Farbe symbolisiert die Zustimmung, die andere die Ablehnung. Somit müssen (bei gewöhnlichen Abstimmungen) nur einmal Stimmkarten gehoben werden. Explizite wie implizite Enthaltungen werden nicht gezählt.
- Können wir gern ausprobieren, bei der größe der Veranstaltung wirds dann halt schwieriger zu raten ;) ob es eine Mehrheit gibt oder nicht. Daher müssen wir uns zumindest bewusst sein, dass wir die Kartenutzung während der Versammlung noch umstellen können falls Zweifarbigkeit sich als unpraktikabel herausstellt. ValiDOM
- Mit 20 Jahren Parteitagserfahrung würde ich sagen: Bei Zweifarbigkeit (zumindest solange die Farben näherungsweise gleich auffällig sind) ist das Ergebnis leichter zu erkennen als bei serieller Abstimmung. Knappe Ergebnisse müssen ohnehin ausgezählt werden. Aber ja, es ist beruhigend, dass man das jederzeit umstellen könnte. Michael Ebner 16:38, 19. Apr. 2010 (CEST)
Lokale Wahlhelfer
Wahlhelfer werden benötigt, wenn offene Abstimmung ausgezählt werden sollen.
Die Wahlhelfer sitzen an vorher reservierten Plätzen im Saal bei den Sitzreihen, für die sie zuständig sind. Jeweils ein Wahlhelfer ist für die linke oder rechte Saalseite und dort jeweils drei bis fünf Reihen zuständig.
Halbe Sitzreihen werden 14 Plätze haben, diese lassen sich in etwa 20 Sekunden auszählen. Für die Aufsummierung und elektronische Meldung der Ergebnisse sollten 30 Sekunden ausreichen.
Bei einem Wahlhelfer pro drei Tischreihen kann man mit etwa 1:30 Minuten rechnen, bei einem Wahlhelfer pro fünf Tischreihen mit etwa 2:10 Minuten.
Standardmässig Meinungsbild
Was beim LPT.1 Baden-Württemberg vorgestern und gestern sehr geholfen hat: Standardmässig wird erstmal ein Meinungsbild eingeholt. Unstrittige Anträge mit überwältigender oder gar huntertprozentiger Mehrheit werden dann u. Umständen gar nicht diskuttiert.
Reihenfolge wählen lassen
Ein Problem ist auch die Festlegung der Reihenfolge in der die Anträge diskutiert werden. Wichtige Anträge und Anträge bei denen bereits großer Konsens herrscht sollten zuerst behandelt werden.
Dazu könnte man eine Übersicht aller eingegangenen Anträge (großer Meinungsbildzettel) direkt bei der Akkreditierung ausgeben. Über diese Wahlzettel könnte dann abgefragt werden, welche Anträge für wichtig befunden werden. Außerdem kann sofort ein Meinungsbild vor einer Diskussion eingeholt werden.
Der Meinungsbild-Zettel sollte etwa so aussehen:
ID des Antrags - Titel des Antrags - Antragsteller - Wichtig / Unwichtig - Zustimmung / Ablehnung
Die ausgefüllten Meinungsbild-Zettel werden sofort ausgefüllt, abgegeben und ausgewertet (viel Arbeit - großes Team) und kategorisiert:
| Wichtig | Unwichtig | |
|---|---|---|
| Zustimmung | 1 | 3 |
| Ablehnung | 2 | 4 |
Die Zahlen geben die Reihenfolge an, in der die Anträge dann verhandelt werden sollen. --VolkerB 23:32, 19. Apr. 2010 (CEST)
Diskussion über Offene Abstimmungen
Hier Diskussionsbeiträge ergänzen
Abstimmung mit großem Stimmzettel
Brainstorming über große Stimmzettel
Es könnten große Stimmzettel ausgeteilt werden, auf denen sich alle Anträge abstimmen lassen, mit den Optionen
- Ja
- Nein
- Enthaltung
- Wir müssen darüber reden (als Zusatzoption)
Wir müssen darüber reden
Der große Vorteil eines solchen Verfahrens ist, dass man Anträge, über die ohnehin klarer Konsens oder Dissens herrscht, sehr schnell entschieden bekommt. Die Diskussion kann vorab auf den Wikiseiten geführt werden.
Wenn jedoch ein bestimmter Anteil von Piraten der Ansicht ist, dass dieses Thema noch der Diskussion bedarf, dann wird das Abstimmungsergebnis verworfen, der Punkt auf die Tagesordnung gesetzt und nach der Diskussion (meist offen) darüber abgestimmt.
Die entscheidende Frage ist, ab welcher Schwelle ein Abstimmungsergebnis verworfen und der Antrag auf die Tagesordnung gesetzt wird. Teilweise wird hier argumentiert, man könne dies wie einen GO-Antrag auf Ende der Debatte und sofortige Abstimmung werden. Dies verkennt jedoch, dass hier dann keine inhaltliche Gegenrede möglich wäre. Teilweise wird argumentiert, der parteiinterne Minderheitenschutz würde eine Schwelle von maximal 5% erlauben. Dann könnte passieren, dass die weit überwiegende Mehrheit der Anträge doch diskutiert und abgestimmt werden müsste.
Vorab ausfüllen
Die Stimmzettel könnten vor dem Parteitag als PDF verfügbar gemacht werden und am Parteitag während der Akkreditierung abgegeben werden. Das ermöglicht ein Ausfüllen in aller Ruhe (bei 300 Anträgen wären das ja etwa 15 Seiten...), ohne auf dem Parteitag Zeit zu kosten.
(Anmerkung: Nein, ich bin nicht so naiv zu glauben, dass das alle vorher ausgefüllt haben werden - die müssen dann halt nachreichen, man kann aber bereits mit der Auszählung beginnen.)
Problem Auszählung
Bei einem effektiven Verfahren kann man mit etwa 10 Minuten pro großem (mehrseitigen) Stimmzettel rechnen. Bei 1000 Teilnehmern wäre dies inkl. Aufsummierung der Einzelergebnisse ein Auszählungsaufwand von roundabout 170 Mannstunden (bei wenig Zählern durch die Ermüdung von etwa 200 Mannstunden). Würde man sich dabei externer Kräfte bedienen, die acht Stunden zählen, wären 25 Personen erforderlich, bei 10,- Euro Stundenlohn würden Kosten von 2000,- Euro anfallen.
Dass man entsprechend viel Piraten nach Bingen bekommt, die nicht dem Parteitag folgen wollen (ansonsten wären sie abgelenkt und die Sache dauert entweder deutlich länger oder wird fehlerhaft), ist zumindest fraglich.
Auszählung mit Einzugsscanner
Theoretisch wäre es möglich, alle Stimmzettel durch einen Einzugsscanner zu jagen und von einer Software auszählen zu lassen.
Ob die Partei jedoch (angesichts der Kritik an Wahlcomputern) überhaupt ein solches System akzeptieren würde, zudem, wenn es vielleicht nicht zertifiziert ist, darf als fraglich gelten.
Diskussion über große Stimmzettel
Nachteile / Gegenargumente gegen Stimmzettelabstimmung
- Unterbindung von Diskussionen ist undemokratisch--Niemand13 01:55, 20. Apr. 2010 (CEST)
- Bei (derzeit) 300 Anträgen und nur fünf Minuten Diskussion pro Antrag haben wir einen reinen Zeitbedarf nur für die Diskussion (ohne Abstimmung und Aufruf von Tagesordnungspunkten) von 25 Stunden. Michael Ebner 16:34, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Das ist kein Gegenargument. Wenn wir zu wenig Zeit haben, müssen wir uns mehr Zeit nehmen, z.B. die Party skippen. --Niemand13 01:55, 20. Apr. 2010 (CEST)
- Bei (derzeit) 300 Anträgen und nur fünf Minuten Diskussion pro Antrag haben wir einen reinen Zeitbedarf nur für die Diskussion (ohne Abstimmung und Aufruf von Tagesordnungspunkten) von 25 Stunden. Michael Ebner 16:34, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Antragssteller haben keine Chance, ihre Anträge zu verteidigen
- Viele Menschen haben Anträge nicht gelesen und entscheiden dann uninformiert
- Wenn sie informiert entscheiden sollen, ohne sich vorher vorbereitet zu haben, reichen 5 Minuten Diskussion pro Antrag eher nicht. Michael Ebner 16:34, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Aber jede Minute zählt. --Niemand13 01:55, 20. Apr. 2010 (CEST)
- Wenn sie informiert entscheiden sollen, ohne sich vorher vorbereitet zu haben, reichen 5 Minuten Diskussion pro Antrag eher nicht. Michael Ebner 16:34, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Menschen, die kein Internet haben, werden von der Meinungsfindung ausgeschlossen, obwohl sie extra vor Ort sind
- Wenn wir ohne Diskussion jedes Antrags abstimmen, können wir auch direkt per Post abstimmen
- halte die Abstimmung völlig ohne Vorstellung und Diskussion für nicht geeignet, die Vorstellungen der Piraten umzusetzen. Grundsätzlich finde ich eine solche schriftliche Abfrage aber gut. Dann aber als Meinungsbild. (s.o.) --VolkerB 23:41, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Ja, als Meinungsbild geeignet, solange dennoch sichergestellt ist, dass alle Antragssteller zu Wort kommen. --Niemand13 01:55, 20. Apr. 2010 (CEST)
- Es wird zwar erst mal jeder Antrag ohne Diskussion abgestimmt, das Ergebnis wird aber verworfen, wenn entsprechend viele Piraten eine Diskussion wünschen. Ergänzend könnte auch beschlossen werden, dass knappe Ergebnisse verworfen werden. Michael Ebner 16:34, 19. Apr. 2010 (CEST)
- Nein, das ist völlig undemokratisch. Erst diskutieren, dann abstimmen. Sonst brauchen wir uns auch nicht treffen, sondern können gleich alle Anträge per Post abstimmen.--Niemand13 01:55, 20. Apr. 2010 (CEST)
- halte die Abstimmung völlig ohne Vorstellung und Diskussion für nicht geeignet, die Vorstellungen der Piraten umzusetzen. Grundsätzlich finde ich eine solche schriftliche Abfrage aber gut. Dann aber als Meinungsbild. (s.o.) --VolkerB 23:41, 19. Apr. 2010 (CEST)
Elektronisches Abstimmungssystem
Brainstorming Elektronisches Abstimmungssystem
Im Prinzip gleicht die Verwendung eines elektronischen Abstimmungssystems der Abstimmung mit einem großen Stimmzettel, mit dem Unterschied, dass nicht vorab abgestimmt werden kann (man kann sich aber die Meinung vorab bilden, so dass man sie nur noch eingeben muss), und dass der Auszählungsaufwand minimiert ist.
Sobald eine gewisse Routine im Umgang mit der Software besteht, könnte eine Abstimmung in etwa 10 Sekunden durchgeführt werden, mit Login-Vorgang und so wäre es ein Aufwand von etwa einer Stunde. Piraten, die keinen eigenen Rechner dabei haben, müssten ein Gerät von einem anderen Piraten nutzen, so dass der Zeitaufwand auf etwa zwei Stunden ansteigen würde. Davon sollte zumindest die erste Stunde reine Pausenzeit sein, die zweite (Abstimmung durch die Piraten ohne Rechner) könnte ggf. parallel zu weniger relevanten Tagesordnungspunkten erfolgen. Die Abstimmung könnte parallel zur Akkreditierung starten.
Die Frage ist, ob ein solches System vom Parteitag akzeptiert würde.
Diskussion Elektronisches Abstimmungssystem
- stimmt. Könnten auch eigene Rechner ohne Netz nur zur Erfassung der Meinungsbilder sein. Trotzdem bleiben die Bedenken gegen Wahlcomputer berechtigt. Dann lieber die Einzugscanner, da kann zumindest nachgezählt werden. Haben wir sowas / Können wir sowas? --VolkerB 23:45, 19. Apr. 2010 (CEST)
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GO-Anträge
Auch GO-Anträge und deren Abstimmung können auf einem Parteitag viel Zeit kosten...
Brainstorming über GO-Anträge
Formale Gegenreden
GO-Anträge sollen grundsätzlich abgestimmt werden, damit werden formale Gegenreden überflüssig. Bei einem Parteitag dieser Größenordnung ist immer jemand dabei, der eine formale Gegenrede erheben würde - die Zeit, die der braucht, um bis zum Mikrofon zu laufen, kann man sich echt sparen, weil man bis dahin schon abgestimmt hat.
Hinweis zur Begrifflichkeit: Die Suche nach "formale Gegenrede" hat bei Google 535 Treffer ergeben, die Suche nach "formelle Gegenrede" 129 Treffer. Ich nehme das als Indiz dafür, was der gebräuchlichere Sprachgebrauch ist.
- Nope, der Versammlungsleiter kann bei offensichtlichem Bedarf den GO-Antrag auch so annehmen. Ich würde daher schon die Chance haben wollen, dass niemand eine Gegenrede macht. Zudem steigt m.E. der "Mißbrauch" von GO-Anträge durch sowas nochmehr an. ValiDOM
Diskussion über GO-Anträge
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