Bildungspolitik
Die Grundlage der Bildungspolitik ist das Recht auf kostenfreie Bildung, einhergehend mit der Verpflichtung des Staates, diese bereit zu stellen. Die Unterrichtsinhalte und Lehrmittel müssen für jeden frei verfügbar sein.
Wissen ist keine kompetitive Ressource. Wenn jemand Wissen besitzt, so kann es ihm nicht genommen werden. Wissen vermehrt sich durch seine Verbreitung. Es gilt fast wörtlich, geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen. Das Ziel der Bildungspolitik kann nur sein, die Verbreitung des Wissens so weit wie möglich zu fördern.
Eine weitere Eigenart des Wissens, die zu wesentlichen Eigenschaften des heutigen Bildungssystem führte, ist die Tatsache, dass man keine Möglichkeit hat einem Menschen anzusehen, welches Wissen er besitzt. Um herauszufinden, welches Wissen ein Mensch besitzt, beruft man sich auf festgelegte Normen. Die Hoffnung ist, dass man durch Befragung von Menschen herausfinden kann, welches Wissen er besitzt. Das Ergebnis dieser Befragung ist ein (Hoch-)Schulabschluss oder ähnliches Dokument. Diese Dokumente besitzen zwei Problemfelder:
1) Aus einer Befragung kann man nur schliessen, dass der Befragte auf diese Fragen die vom Fragenden erwarteten Antworten gegeben hat oder nicht. Es ist kein objektives Kriterium zur Ermittlung des Wissens.
2) Nicht abgefragtes Wissen ist nicht bekannt.
Des weiteren gibt das Zertifikat keine Auskunft darüber, welches Wissen vermittelt und welches abgefragt wurde. Auch ist die Bewertung in vielen Fällen (wie schon oft in Studien nachgewiesen) nicht objektiv.
Ziel muss es sein, die allgemeinen Inhalte der Befragung im Abschluss transparent zu machen. Auch muss es möglich sein, jederzeit und ohne hohe Kosten den Nachweis dafür zu erbringen, welches Wissen man erworben hat.