Bildungspolitik
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Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern hier findet/fand eine offene Diskussion des Themas statt. Wenn Du meinst, diese Idee erweitern zu können, tu es, aber bitte beachte die Diskussionsregeln. Ist die Idee tragfähig und mehr als eine Einzelmeinung, so kann man das Ganze auch als Entwurf kennzeichnen. |
Inhaltsverzeichnis
Grundlagen der Bildungspolitk
Die Grundlagen der Bildungspolitik finden sich in der UN Menschenrechtserklärung vom 10. Dezember 1948:
Artikel 26)
1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offen stehen.
2. Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.
Die Schulpflicht ist mit dem 3. Absatz nicht vereinbar. Eine Bildungspflicht (ähnlich Österreich) sollte angestrebt werden.
Bildungspolitik beschränkt sich nicht auf die Ausbildung in der Schule. Sie muss sich stattdessen mit Bildung und Wissensvermittlung der gesamten Gesellschaft in allen Altersgruppen befassen. Diese umfasst auch Kindergärten und -krippen. Dort werden die Grundlagen für Respekt, Rücksicht, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Mitverantwortung in der Gesellschaft gelegt. Eine angemessene Ausbildung der Pädagogen und Lehrer ist zum erreichen dieser Ziele unbedingt notwendig.
- In Kindergärten und -krippen ist darum ein ausreichender Personalschlüssel sicherzustellen. Mit dem Personalschlüssel der 1970er Jahre sind die Aufgaben des 21.Jahrhunderts nicht zu bewältigen. Konkret sollten sich die Piraten daher für einen Mindest- Personalschlüssel 2.0 einsetzen (mindestens 2 volle ErzieherInnen pro Regelgruppe). --MagisterForan
Die Grundlage der Bildungspolitik ist das Recht auf kostenfreie Bildung und die Verpflichtung des Staates, diese bereitzustellen. Die Unterrichtsinhalte und Lehrmittel müssen für jeden (auch kosten-)frei verfügbar sein. Wissen entsteht aus der Anwendung von erworbenen Wissen. Die ungehemmte Verbreitung und Anwendung muss von der Bildungspolitik gefördert werden.
- Um verfehlte Bildungsbiografien bereits mit 6 Jahren zu verhindern ist der kostenlose Zugang zur vorschulischen Bildung in Kindergärten und -Krippen zunächst für arme Familien zu ermöglichen. --MagisterForan
Die Bildungsstrukturen sollten gewährleisten, dass jeder Bürger ohne Diskriminierung, egal ob nach Rasse, Geschlecht, Einkommen, sozialer oder ethnischer Herkunft oder Sonstigem, die Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernt, um ein in der ihn umgebenden Gesellschaft eigenständiges und für ihn oder sie erfolgreiches Leben führen zu können. Insofern ist die Bildung ein wichtiger Teil sozialer Integration.
Die Freiheit der Bildung ist die Grundlage der Wissensgesellschaft, die Investitionen in die Ausbildung verstehen sich somit als Investitionen in die Zukunft. Sie sind nicht an herkömmliche, wirtschaftswissenschaftliche Kosten/Nutzenrechnungen gebunden.
- Die Schulpflicht zu kappen bzw. aufzulockern klingt im Ideal sehr schön, aber ein gerechtes durchsetzen halte ich für unmöglich. Die Schulpflicht ist auch ein garant dafür jedem Menschen Zugang zu wissen zu verschaffen. Seinen Kindern fundiertes Wissen vorzuenthalten und statt dessen ausschließlich Dinge wie Glauben zu lehren, wie es an manchen Orten bereits stattfindet ist ein klarer Verstoß gegen den 1. Absatz. Hier müsste der Staat wieder mit Schulpflich eingreifen. Ich denke der beste Konsens ist die Schulpflicht zu erhalten, das Schulsystem aber grundlegend zu reformieren. -- Kreuzritter
Organisation der Wissensvermittlung
Unterricht kann nicht nur dezentral sein. Alle Schüler und Studenten sollten sich gegenseitig jederzeit im Lernen unterstützen
Freier Zugang zu Bildung führt zur Vermittlung von genügend Wissen und Perspektiven, soziale Identität und Grundwerte werden verständlich und nachvollziehbar. Er ist die Grundlage für Verantwortlichkeit und Mündigkeit der Bürger.
Bildung ist nicht der reine Erwerb von Faktenwissen. Es muss die Eigenständigkeit des Lernenden im Vordergrund stehen, Wissenserwerb, Selektion und kritischen Analyse. Eigenständiges Denken muss gefördert und gefordert werden, genauso wie der Anreiz zur eigenständigen Fortbildung gegeben werden muss.
Inhalte des Unterrichts
Hohe sprachliche Kenntnis der Landessprache ist Grundlage weiterer Bildung. Die Ausbildung in Englisch ist ebenso wichtig in der Funktion als Lingua Franca zur interkulturellen Verständigung und Wertschätzung.
Die soziale Komponente von Bildung darf nicht vergessen werden. Neben rein wissensvermittelnden Lehrmethoden ist es essentiell, dass Heranwachsende menschliche Grundwerte und soziale Umgangsformen lernen, und fähig sind diese in ihrem Sinn und Zweck hinterfragen und verstehen zu können. Hierbei ist wichtig zu bemerken, dass meistens erst die Vermittlung, dann das Verständnis erfolgt, beide zusammen aber unabdingbar sind für ihren Erfolg.
Transparenz erworbenen Wissens
Eine Eigenart des Wissens, die zu wesentlichen Eigenschaften des heutigen Bildungssystem führte, ist die Tatsache, dass man keine Möglichkeit hat einem Menschen anzusehen, welches Wissen er besitzt. Um herauszufinden, welches Wissen ein Mensch besitzt, beruft man sich auf festgelegte Normen. Die Hoffnung ist, dass man durch Befragung von Menschen herausfinden kann, welches Wissen er besitzt. Das Ergebnis dieser Befragung ist ein (Hoch-)Schulabschluss oder ähnliches Dokument. Diese Dokumente besitzen zwei Problemfelder:
1) Aus einer Befragung kann man nur schließen, dass der Befragte auf diese Fragen die vom Fragenden erwarteten Antworten gegeben hat oder nicht. Es ist kein objektives Kriterium zur Ermittlung des Wissens.
2) Nicht abgefragtes Wissen ist nicht bekannt.
Des weiteren gibt das Zertifikat keine Auskunft darüber, welches Wissen vermittelt und welches abgefragt wurde. Auch ist die Bewertung in vielen Fällen (wie schon oft in Studien nachgewiesen) nicht objektiv.
Ziel muss es sein, die allgemeinen Inhalte der Befragung im Abschluss transparent zu machen. Auch muss es möglich sein, jederzeit und ohne hohe Kosten den Nachweis dafür zu erbringen, welches Wissen man erworben hat.
Gliederung der Schule
Statt der Dreiteilung Haupt-Real-Gymnasial könnte es eine große Schule geben, in die alle gehen. Ein System wie das der Integrierten Gesamtschule (IGS) wird also bevorzugt. Der Unterricht wäre dennoch sehr individuell zugeschnitten. Und zwar stärker als heute. Dadurch, dass ein größeres Angebot an freiwilligen Fächern geschaffen wird und dadurch, dass "Sitzenbleiben" und Überspringen nicht mehr in Klassen sondern in Fächern unabhängig voneinander stattfindet. Siehe: Benutzer:R.H./Sitzenbleibenzwang_abschaffen
Tweans 18:28, 29. Juni 2009
- Ich halte die Einführung einer "Volksschule", sprich, einer bundesweiten Gesamtschule, für sehr problematisch. Die Idee, Versetzungen innerhalb eines Faches zu realisieren mag ja zunächst gut klingen, aber wie soll sie denn umgesetzt werden ? Schlussendlich hat man dann 18 Jahre alte Schüler, die noch nie Spaß an Physik hatten in Kursverbänden, deren Altersdurchschnitt bei 12 Jahren liegt, oder wie ? Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Sozialverhalten der Schüler einfach zu unterschiedlich ist, um sie in einer Schulform zusammenzupferchen. Es ist traurig, dass es so ist, aber betrachtet mal den Pausenhof einer Hauptschule in einer deutschen Großstadt und vergleicht das Verhalten der Schüler dort mit den Schülern an der Realschule oder am Gymnasium. Der Unterschied ist signifikant hoch, die Aggressionen bedeutend größer. Zum Thema Hauptschule gab es kürzlich das recht schockierende Protokoll eines Lehrers im Stern.
- Schüler nach Sozialverhalten zu trennen erscheint mir nicht als Lösung, sondern als Ursache des Problems. Durch Wahlfächer und individuelle Förderung, Spezialunterricht bei Lernschwächen. Wenn jemand gerne prügelt, dann soll er Wahlfach Kickboxen, oder was weiß ich, wählen. Wieso nicht? --Magicalfruit 15:39, 30. Jun. 2009 (CEST)
Volksschule
Ersetzt heutige Grund-, Haupt- und Realschule.
Inspiriert von Schweden --Magicalfruit 14:57, 29. Jun. 2009 (CEST)
- Schulzeit 9 Jahre.
- Allgemeiner Schulabschluss.
- Wahlfächer möglich, ggf. Zusatzabschlüsse.
- Spnderunterricht für 'Lernschwache' möglich.
- Individuelle Entwicklung fördern, statt Leistungsdruck.
- Benotung erst ab 8. Klasse (Genügend, Gut und Sehr gut) (?)
- Schüler, die in einem Fach kein Genügend erreichen, werden in diesem Fach nicht benotet.
- Kinder und Jugendliche mit Behinderung werden in barrierefreien Schulen zusammen mit nicht-behinderten Schülern unterrichtet.
Gymnasium / Berufschule
- Schulzeit 3 Jahre
- a) Theoretische Ausbildungen sind direkt studienvorbereitend.
- b) Praktische Ausb. berufsvorbereitend (heutige Berufschulen).
Erwachsenenbildung
Schweden (Wikipedia): Für Erwachsene, die keinen vollständigen Grundschulabschluss oder Gymnasialabschluss erworben haben oder ihr gymnasiales Abschlusszeugnis mit Kursen, die Voraussetzung für bestimmte Studien sind, ergänzen bzw. verbessern wollen, gibt es in jeder Gemeinde Einrichtungen der kommunalen Erwachsenen(aus-)bildung.
Vgl. heutige Volkshochschlen (VHS) in Deutschland.
Ggf. wäre es denkbar eine "Offene Volkshochschule" mit Online-Kursen anzubieten, so dass Erwachsene nach ihrem Zeitplan sich fortbilden können.
- In Deutschland ist freier Zugang zur Bildung gerade nicht gegeben - und damit meine ich keineswegs die Studiengebühren. Jemand, der mehrere Jahre Berufserfahrung hat, sich vielleicht auch schon nebenberuflich weitergebildet hat (Fachwirt, Meister), aber KEINE "offizielle" Fachhochschul-/Hochschulreife hat, darf sich niemals an einer normalen deutschen FH/Uni einschreiben. Egal welche Kenntnisse vorhanden sind. Einzige mir bekannte Ausnahme ist über die VWA (www.vwa.de), bei der es sich ja um eine private Einrichtung handelt.
- Das bedeutet auch unter anderem, dass ein Fachwirt, Meister o.ä. praktisch vom MBA ausgeschlossen wird, da er ja dafür auch wiederum die Hochschulreife benötigen würde. Und wer, der beruflich schon entsprechend weit gekommen ist, setzt sich nochmal 4 Jahre in die Abendschule, um nur die Vorraussetzung zu erwerben, sich in einer Uni einschreiben zu dürfen?
- Hier fehlt es ganz eindeutig an Alternativ-Zulassungskriterien, und damit meine ich nicht einen Test wie gut oder schlecht seine Deutsch- oder Englischkenntnisse sind. X Jahre Berufserfahrung und vorhandene höhere Weiterbildung (Meister, Fachwirt etc) sollten ausreichen, um sich auch ohne "offizielle" Fachhochschul-/Hochschulreife in einen Studiengang einschreiben zu dürfen. - Fjardim 21:10, 15. Juli 2009
Gebühren
Studiengebühren schaden Deutschland und unserer Gesellschaft langfristig sehr
- Studiengebühren führen nicht zu einer Verbesserung des Studienklimas oder Bildungsniveau (Der Zweck zu dem sie eingeführt wurden wird also nicht erfüllt)
- Die Gebühren stellen eine unzumutbare finanzielle Belastung für die Studierenden dar und widersprechen dem Grundsatz der freien Bildung
- 'Langzeitstudenten' sind kein Problem, sondern nur ein Vorwand
- Deutschland hat (fast) keine natürlichen Ressourcen
- Bildung ist die Ursache für unseren Wohlstand
Weggang von Akademikern
Akademiker, die nach Ihrer Ausbildung ins Ausland gehen, haben das deutsche Bildungssystem ausgenutzt und geben (bisher) meist nichts zurück.
Da Studiengebühren aber (siehe oben) schlecht sind, hier ein besserer Vorschlag:
- Jeder darf kostenlos studieren
- Jeder der in Deutschland studiert, muss, wenn er mehr als (Vorschlag) 3.000,- EUR / Monat verdient, den Betrag darüber zu 5% als Studentensteuer in das Bildungssystem zurückführen.
- oder, Jeder Student bekommt ganz einfach 100.000,- EUR Schulden aufgeschrieben, und muss diese auch nach obigem System zurückzahlen (aber wer nicht genug Geld verdient, wird niemals mit diesem Schuldenberg belastet werden! Das ist sehr wichtig dabei, ansonsten wird wieder abgeschreckt, und das schadet allen.)
Kechel 09:34, 28. Okt 2006 (UTC)
- zu den 5% und wie sollen diese "Steuern" von ausländischen Studenten eingefordert werden? Ralph 13:46, 22. Jan 2007 (UTC)
- zu den 100.000€: was ist mit Studenten, die nach einem Semester wieder aufhören, aber trotzdem einen "guten" Job bekommen. Alleine eine so hohe Zahl wird viele abschrecken aus der Angst hinaus, dass nach dem Studium die Summe aus irgendeinem Grund doch gezahlt werden muss obwohl kein Geld vorhanden ist. Ralph 13:46, 22. Jan 2007 (UTC)
- Wie soll das Menschen vom Abwandern abbringen ? Es gibt praktisch keine Handhabe gegen Aussiedler. Im Gegenteil würde dies Abwanderung fördern. Nebenbei sind die 100.000 viel zu hoch gegriffen--Jan Huwald
- Langzeitstudenten sind durchaus ein Problem. Bildung ist eine Hohlschuld. Bei dem Punkt seh ich Diskussionsbedarf. Gebührenersatzmodell seh ich ebenfalls als wenig zweckmäßig. Mein Vorschlag fürs Parteiprogramm wäre fürs erste festzulegen, dass ein Studium während der Regelstudienzeit + Puffer gebührenfrei zu sein hat. Zu spezielle Modelle, seh ich für ein Grundsatzprogramm als nicht zweckmäßig --Kreuzritter
- Ich verweise hier mal auf etwas Informationsmaterial zum Thema Langzeitstudenten. --Jamasi
Anhang
--Tp1024 23:40, 30. Sep 2006 (CEST) da meine Änderungen an dem Text von Xaos4ever nicht auf seine Gegenliebe stießen (und ich diese weder in der Diskussion angekündigt, noch die Änderungen gekennzeichnet habe), folgt hier nochmal sein Originaltext
Ergänzungen / Weitere Ideen / Anregungen / Möglichkeiten:
Soziale und ethnische Integration ist eines der wichtigsten Ziele einer Gesellschaft. Integrationspolitik ist weitgehend synonym mit Bildungspolitik. Nur freier Zugang zu Bildung trägt auch dafür Sorge, dass genügend Wissen und Perspektiven vermittelt werden, dass soziale Identität und Grundwerte verständlich und nachvollziehbar werden. Demokratische Strukturen basieren auf der Mündigkeit ihrer Bürger, und diese Mündigkeit hat als Grundbedingung eine solide und gesicherte Grundbildung.
Die Bildungsstrukturen sollten gewährleisten, dass jeder Bürger ohne Diskriminierung, egal ob nach Rasse, Geschlecht, Einkommen, sozialer oder ethnischer Herkunft oder Sonstigem, die Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernt, um ein in der ihn umgebenden Gesellschaft eigenständiges und für ihn oder sie erfolgreiches Leben führen zu können. Der Ausschluss der Diskriminierung nach Einkommen der Eltern und des Lernenden selbst schließt ausdrücklich Fördermodelle und die generelle möglichst kostenneutrale Bereitstellung des Bildungsguts ein, da dieses als Grundvoraussetzung für die Funktion von Gesellschaft und Wirtschaft und somit als Zukunftsinvestition gesehen wird.
Dafür nötig ist der Erwerb von mindestens der im Staate vorherrschenden Muttersprache, in diesem Falle Deutsch, und vorzugsweise eine Sekundärsprache wie Englisch, die sich sowohl als weltweite Lingua Franca etabliert hat, wie auch eine erste Möglichkeit bietet, einen interkulturellen Eindruck zu vermitteln. Gerade durch die Omnipräsenz englischsprachiger Medien und amerikanisch beeinflusster Kulturgüter, ist eine sprachliche Gereiftheit diesen Umständen gegenüber von Vorteil.
Weiterhin sollte Bildung sich nicht auf den reinen Erwerb von Wissen beschränken. Wissen alleine ist reine Faktenvermittlung und ein Wissender ist erst einmal nur Träger von vermitteltem Wissen. Vielmehr sollte die Eigenständigkeit der Lernenden in den Vordergrund gestellt werden, die Kunst der Wissensgewinnung, Selektion und kritischen Analyse so früh wie möglich vermittelt werden. Eigenständiges Denken muss gefördert und gefordert werden, genauso wie der Anreiz zur eigenständigen Fortbildung gegeben werden muss.
Die soziale Komponente von Bildung darf nicht vergessen werden. Neben rein wissensvermittelnden Lehrmethoden ist es essentiell, dass Heranwachsende menschliche Grundwerte und Umgangsformen lernen, und fähig sind diese in ihrem Sinn und Zweck hinterfragen und verstehen zu können. Hierbei ist wichtig zu bemerken, dass meistens erst die Vermittlung, dann das Verständnis erfolgt, beide zusammen aber unabdingbar sind für ihren Erfolg.
Respekt, Rücksicht, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Mitverantwortung sind gesellschaftliche Werte, die inzwischen nicht mehr von Familien selbst ausreichend gefördert und vermittelt werden. Deswegen ist es erstrebenswert sich nicht blind in der Hoffnung zu ergeben, dass dies trotzdem in familiären Umfeld passiere, sondern aktiv von Seiten der Erzieher und Betreuer ebenfalls eine Vorbildfunktion auszuüben. Werte werden nur durch ihre Reproduktion aufrecht erhalten. Erzieher und damit genauso Lehrer wie Pädagogen und Kindergärtner/innen sollten eine entsprechende Ausbildung erhalten und diese Werte und Ziele aktiv im Rahmen des Lehr- und Lernprogramme angestrebt und vermittelt werden.