Benutzerin:BirgitWenzel/Fragen BTW13

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Hier ist meine Fragen-und-Antworten-Seite


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  • Frage 1: Welches Buch liest Du z.Zt.? und um was geht es da?

Antwort:
Ich lese meistens mehrere Bücher gleichzeitig.
Aktuell sind es drei:
- "Esel und Mensch" von Anahid Klotz - über Training von Eseln auf Grundlage von Pat Parellis "Howrsemanship" mit Sonderteil tiergestützte Therapie und tiergestützte Pädagogik mit Eseln
- "Tiergeister" von Nicholas J. Saunders - über wissenschaftliche und symbolische Aspekte der Beziehung Tier-Mensch durch die Jahrhunderte und Kulturen
- "Lebenskrisen als Entwicklungschancen" von Ruediger Dahlke - über die Möglichkeiten Umbruchskrisen positiv zu bewältigen

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  • Frage 2: Welche Tageszeitungen liest Du so täglich?

Antwort:
Printpresse lese ich meist nur, wenn ich Zeit dafür finde und gerade eine in den Händen habe. Das ist ab und an die Rheinpfalz oder der Merkur und wöchentlich das Amtsblatt der Region.
Alles Andere an Tagespresse lese ich über das Internet (Welt, Zeit, TAZ).
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  • Frage 3: Welches politische Magazin liest Du?

Antwort:
Was genau ist für Dich ein politisches Magazin?
Ich meine Spiegel, Stern und Focus werden gemeinhin dazu gezählt. Ich lese sie ab und an - meist aber nur, wenn einzelne Artikel besonders meine Aufmerksamkeit auf sich lenken, oder ich gerade mal länger in einer Arztpraxis warten muss.

Aber auch hier finde ich das Meiste an Informationen über das Internet, wo ich regelmäßig die Online-Ausgaben der Zeitungen und Zeitschriften lese.
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  • Frage 4: Basisdemokratie und politischer Alltag

Wie stellst du dir die Bundespolitische Zukunft im Hinblick auf die Einbeziehung der Basisdemokratie im Alltag vor? Sprich, wann soll / darf die Basis gefragt werden und was für Entscheidungen müssen / können ohne die Basis getroffen werden? Carsten Ries

Antwort: Meine Grundgedanken zur Basisdemokratie habe ich schon in meinem Profil geschrieben - darüber läßt sich sicher einiges mehr sagen.
Ich kollidiere derzeit mit meiner ganz persönlichen Wunschvorstellung und dem, was in der Realität wirklich möglich sein kann.

Basisdemokratie ist meines Erachtens nicht nur ein politisches, sondern auch ein Soziales und Philosophisches Thema. Meine Vorstellung führt mich zu einer Regierungsform, in der jeder Bürger jederzeit zu jedem Thema befragt werden kann und die verantwortlichen Beauftragten lediglich die Aufgabe haben, das Votum der Bürger umzusetzen.

Das dahinterstehende GutMenschBild von bewußten, interessierten, nicht manipulierten Bürgern, die von sich aus Rücksicht auf Randgruppen, Schwächere und Stillere nehmen entspricht wohl nur leider nicht der Realität. Träumen tu ichs trotzdem.
Voraussetzung sind nicht nur Bürger, die umfassend in der Lage sind sich neutral zu informieren und auch über kurzfristige Stimmung hinweg langfristig Notwendiges zu erkennen. Die nicht durch bloße Existenzangst und bewußte Abwertung ihrer Position in der Gesellschaft nur noch sich selbst sehen und verteidigen können. Oder Bürger wie unsere derzeit Mächtigen, deren hohes Roß sie völlig unbeeindruckt vom echten Leben sein läßt. Sondern auch noch Bürger, die all dies nutzen wollen im verantwortlichen Sinne einer Gemeinschaftbildung. Ich kann ihnen ja schlecht aufzwingen "hey, die Grundvoraussetzungen habt ihr, nun macht mal"

Was mir derzeit am meisten Sorge macht, ist dass das noch nicht einmal bei den Piraten richtig zu funktionieren scheint. Ja, in einigen kleineren Bereichen schon. Mancher Stammtisch, KV oder AG, die schaffen das. Aber bundesweit?
Shit-Storms, Buzzwörter - wie auch immer das gerade heißt.. Das Ende scheint immer zu heißen, dass es an Achtung mangelt und die Stillen, die die unbequeme Wahrheiten aussprechen, die Empfindsamen und die die mal Fehler machen, einfach niedergebügelt werden.
Ich denke, dass ein funktionierendes Basisdemokratisches Modell als Erstes in der Piratenpartei gestaltet werden muss, um dann auf das Land übertragen werden zu können. Ich wünsche mir ein "Seht her, so geht das"
Ob dann am Ende nur die groben Umrisse von Themen durch direkte Volksabstimmung entschieden werden, oder doch mehr Details, und ab welcher Detailgenauigkeit ein handlungsunfähiger Abstimmungsapparat entsteht, darüber bin ich mir auch noch nicht im Klaren. Meine "Idealvorstellung" erklärt mir immer noch, eine politische Entscheidung zu treffen, sollte für einen interessierten, aufgeklärten, informierten Bürger ungefähr so kompliziert werden wie die Entscheidung "kaufe ich Äpfel oder lieber Bananen".
- Eine Delegation auf Einzelpersonen in der Form in der sie aktuell im LiquidFeedback verwendet wird, lehne ich übrigens ab. Eher bin ich für ein Modell bei dem es möglich ist Stimmen an AGs zu vergeben, (die dann aber nicht mit Personenaccounts verknüpft sein dürfen) so denn das Prinzip einer Delegation durchsetzen sollte.

Ich habe jetzt ziemlich ausgeholt, aber mir ist das Thema wirklich wichtig - ich denke dass Basisdemokratie und die Umsetzung der Drehpunkt fast aller wichtigen Grundsätze der Piraten ist.
Was täte ich, hätte ich ein Amt/Mandat? Ich wünschte mir dann einen Anlaufpunkt, ein Meinungsfindungstool, wo ich eine Anfrage auch kurzfristig reinhauen kann - und binnen einer Woche ein Meinungsbild oder gar eine Blitzabstimmung, das von einem wirklich großen Teil (~90%) aller Piraten erstellt wurde.

In Konsequenz heißt das für mich: Ich möchte meine Entscheidungen nur auf der Grundlage einer Entscheidung der Basis treffen. Die Aufgabe die ich für die gesamte Basis (einschließlich mir) darin sehe, ist es einen Weg zu finden, wie das wirklich funktionieren kann.


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  • Frage 5:

Aus der Kandidaten-Frageseite: FRAGE: Abstimmung ESM

Hallo ihr BT Kandidaten.

Der ESM ist durch, es ist also möglich, dass es in den Jahren ab 2013 zu einer weiteren Aufstockung der Höchstsumme kommen kann. Wie lautet deine Abstimmung, wenn z.B. die Höchstgrenze auf 1 Billion aufgestockt würde ?

Wenn du hier Nein schreibst, was für eine Alternative würde in deinem Sinne sein ?

Gruß Jürgen aka Enavigo

Anwort: Über den ESM zu entscheiden halte ich für in sich unmöglich. Er stabilisiert letzten Endes ein Finanz- und Machtsystem das ich persönlich für nicht überlebensfähig halte.

Die Frage wirkt auf mich also ein bischen wie: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, würdest Du es Mund zu Mund beatmen oder lieber einen Elektroschocker benutzen.

Trotzdem kann es möglich sein, dass ich eine Entscheidung treffen muss.

Einerseits glaube ich, dass der Gedanke einer Europäischen Gemeinschaft ein Gutes, förderungsfähiges Ziel ist. Ich denke aber auch, dass diejenigen die den ESM geschaffen und befürwortet haben, dabei nicht die Bürger im Sinn haben, sondern einen Wirtschafts- und Währungsbund in denen ihre eigenen Strukturen gesichert werden. In dieser Meinung bestärkt mich die Form der Formulierungen des Vertrages, der Interpretationsrahmen einzelner Bestimmungen, die letzten Endes ein großes Vertrauen in die Volksvertreter voraussetzt "dass sie sowas natürlich nicht machen würden". Also beispielsweise das Anheben der Höchstgrenze in schwindelerregende Höhen oder das Fördern von spekulationsbereiten Pleitebanken.

Müsste ich dann abstimmen, brauchte ich mindestens folgende Informationen: Was ist mit den bisherigen Finanzmitteln geschehen? Wo wurden sie eingesetzt und in welcher Form? Gab es Alternativen? Wurde das gesetzte Ziel erreicht? Wer hatte Vorteile? Wurde mit dem Geld unter allen Gesichtspunkten von Sparsamkeit umgegangen? Welche Fachleute waren beratend tätig und welcher Lobby sind sie zuzuordnen? Sind alle Finanzbewegungen nachvollziehbar? (Kassenprüfung) Soll die Höchstgrenze angehoben werden, dann warum? Welche Änderung von Voraussetzungen führt dazu? Woher wird das zusätzliche Geld kommen? Sind diejenigen die das zahlen müssen auch bereit dazu? Wäre auch das bereits ausgegebene Geld verloren, wenn kein weiteres investiert wird? und so weiter und so fort

Alternativvorschläge sind erst dann möglich, wenn Transparenz hergestellt ist. Ohne diese Transparenz sind weder Konsequenzen abzuschätzen noch sinnvolle neue Entscheidungen zu treffen.
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  • Frage 6:



Hier sollten eingebettet meine Antworten aus den offiziellen Kandidatenfragen auftauchen (tun sie aber noch nicht):

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