Benutzer Diskussion:Bodo Thiesen/Distanzierung
(Verschoben von der Artikelseite Ralph 00:42, 9. Jul. 2009 (CEST))
Hallo Bodo,
würde es Dir was ausmachen den Begriff "Angriff auf Polen" in "Überfall auf Polen" zu ändern? Ich finde es würde wesentlich zur Klärung Deiner Ansichten beitragen, da Du diese beiden Begriffe sehr unterschiedlich auslegst. Im Falle der Überfalls wären die Deutschen am Krieg schuld, im Fall eines Angriffs (nach Deiner Definition) nicht. Dann hätten die Deutschen nur auf die Mobilmachung der Polen reagiert und einen von Dir bereits früher als legitim gesehenen Angriff ausgeführt. Siehe hier http://de.nntp2http.com/soc/zensur/2003/02/6e6de1b940b719b439ed349d1fb36fd6.html Aber ich finde, Du solltest eine faire Chance haben, Dich davon zu distanzieren.
Danke
Kyra
nachgetragen: Benutzer:Kyra
Hallo Bodo, danke für diese Klärung. Eine Sache: Du berufst dich für den "Angriff" darauf, dass die Generalmobilmachung laut LKO eine Kriegserklärung wäre. Ich kenne mich geschichtlich nicht super aus, habe aber gerade die LKO (Abkommen vom 18. Oktober 1907 betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs (mit Ordnung)) durchpflügt und es scheint mir als regelt der Text lediglich Verhaltensweisen für den Fall das der Krieg bereits eingetreten ist aber nicht wie es dazu kommt. Dafür spricht meiner Meinung nach auch die Einleitung:
- "[...] es doch von Wichtigkeit ist, den Fall ins Auge zu fassen, wo ein Ruf zu den Waffen durch Ereignisse herbeigeführt wird, die ihre Fürsorge nicht hat abwenden können,[...]"
Es wird also nur festgelegt wie nach Eintreten des Kriegsfallen das Verhalten sein soll. Ich bitte dich also um Aufklärung wo du der LKO eine Definition o.ä. wann der Krieg beginnt entnehmen kannst. Gruß Christoph --CWagner
- Die beiden Nachfragen sind durchaus legitim, haben jedoch nichts mit der Piratenpartei zu tun, sondern sind Sachthemen der Geschichtswissenschaft. Ich würde vorschlagen diese Besprechungen außerhalb des Parteiwikis fortzusetzen, so denn Diskussionsbedarf besteht. Wenn man jede persönliche Stellungnahme die ein Parteimitglied mal geäußert hat im Wiki zerpflücken würde, kämen wir gar nicht mehr ans inhaltliche Arbeiten im Rahmen der Parteiinhalte. Danke --Tueksta 02:12, 9. Jul. 2009 (CEST)
- sehe ich anders, da sich viele auch wegen Angriff statt Überfall beschwert haben. Von daher besteht da definitiver Klärungsbedarf. --CWagner 02:16, 9. Jul. 2009 (CEST)
Keine erkennbare Distanz zum Geschichtsrevisionismus
Die von Thiesen ausgefeilte Erklärung wurde meiner Ansicht nach mit Hilfe eines Handbuchs für die Erstellung von Verteidigungsreden für Geschichtsrevisionisten verfasst.
1.)„... daß (Thiesen) den Holocaust (nie) geleugnet habe“ ist doch nicht wahr! Dazu gibt es von ihm viele frühere Zitate. Letztlich ging der im letzten Jahr ausgesprochene Verweis auf die Verbreitung der Thesen des rechtskräftig verurteilten Revisionisten Germar Rudolf zurück, der ihm nach früheren Aussagen einmal „die Augen geöffnet hat“. Es ist aber kennzeichnend für die Revisionisten, den Vorwurf des Holocaust-Leugnens immer von sich zu weisen.
2.)„ ... über 6 Millionen Menschen umgebracht … die meisten von ihnen Juden.“ Dies ist ein Zahlenspiel, wie es bei Revisionisten üblich ist. Die Zahl von 6 Millonen getöteter Juden gilt bei Ihnen als ein Propagandatrick der offiziellen Geschichtsschreibung. Insofern unternehmen sie alles, diese Zahl herunter zu rechnen. (http://www.h-ref.de/literatur/leugner.php) Klar – die meisten von 6 Millionen sind eben weniger als 6 Millionen. Was für ein Unsinn! Sind denn nicht alle Opfer des Holocaust Juden? (http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust) Übrigens fanden in dem von den Nationalsozialisten verbrochenen 2. Weltkrieg 50-55 Millionen Menschen den Tod, die wenigsten von ihnen Juden. (http://de.wikipedia.org/wiki/Tote_im_Zweiten_Weltkrieg)
3.) „...Angriff auf Polen“ ist und bleibt wohl sein Steckenpferd. (http://de.nntp2http.com/soc/zensur/2003/02/90b63ba73b3aaa8114f04670a47a9977.html) Tatsache ist, dass das Völkerrecht klare Regeln für die Kriegsführung kennt. (Das Ziel eines völkerrechtlichen Kriegsverbots ist auch heute noch in weiter Ferne.) Mit dem Überfall auf Polen hat Hitler-Deutschland diese Regeln verletzt, es handelte sich also um einen völkerrechtswidrigen und daher verbrecherischen Angriff. Deshalb spricht die offizielle Geschichtsschreibung auch von einem Überfall. Das ist den Revisionisten natürlich ein Graus, da sie nachzuweisen suchen, dass Deutschland zur Kriegsführung völkerrechtlich legitimiert war. Dass dann im Laufe eines Krieges auch ein paar unschöne, verbrecherische Dinge passieren, läge in der Natur der Sache. Aber auch hier waren die Deutschen ihrer Ansicht nach die reinen Waisenknaben, denke man nur an den anglo-amerikanischen Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung, der ganz klar einen Bruch des Völkerrechts darstellt. Werden aber die Verbrechen Nazi-Detschlands durch die Verbrechen der Alliierten in der Folge des Krieges relativiert? Für Revisionisten schon!
Thiesen ist meiner Meinung nach ein überzeugter Anhänger des Geschichtsrevisionismus. Das darf er gerne sein. Aber bitte nicht bei den Piraten.
--Aspirat 03:43, 9. Jul. 2009 (CEST)