Benutzer:Tomtar/Entwuerfe/Nationalpark Nordschwarzwald

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Einleitung

  • Diese Wikiseite soll Fakten und Argumente sammeln. Diese Informationen könnten, wenn eine ausreichende Wissensbasis vorhanden ist, in ein Kommunal- oder sonstiges Wahlprogramm einfliessen. Dies ist allerdings keinesfalls zwingend. Wichtig ist es, ohne vorgefertigte Meinung heranzugehen. Derzeit bin ich weder entschiedener Befürworter noch entschiedener Gegner des Nationalparks Nordschwarzwald. - Tomtar 10:30, 11. Okt. 2012 (CEST)
  • Aus Transparenzgründen: Ich bin Dipl.-Biologe, Hauptfach Botanik, Spezialisierung molekulare Pflanzenphysiologie. - Tomtar 10:42, 11. Okt. 2012 (CEST)

Rechtliche Grundlagen

  • Nach Definition der Nichtregierungsorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature = Weltnaturschutzunion) gibt es sechs Kategorien von Schutzgebieten (hier näher erläutert):
    • Ia Strenges Naturschutzgebiet
    • Ib Wildnisgebiet
    • II Nationalpark
    • III Naturmonument oder Naturerscheinung
    • IV Biotop- oder Artenschutzgebiet
    • V Geschützte Landschaft / geschütztes Meeresgebiet
    • VI Schutzgebiet mit nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen

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Der Begriff "Nationalpark" ist dabei historisch entstanden, bevor es international anerkannte Kriterien für Nationalparks gab. Die IUCN verwendete den Begriff für Schutzgebiete der Kategorie II, weil er für große Schutzgebiete geeignet erschien. Viele Nationalparks verfolgen deshalb auch Ziele, die sich in erheblichem Maß von denen der Kategorie II unterscheiden. Darum haben manche Länder ihre als "Nationalpark" bezeichneten Gebiete anderen IUCN-Kategorien zugeordnet - während der Guanacaste National Park in Costa Rica etwa ein Schutzgebiet der Kategorie II ist, ist der Snowdonia National Park in Wales ein Schutzgebiet der Kategorie V.

Zu den Zielen aller Schutzgebiete gehören unter anderem [1]:

  • Schutz und Erhalt der Zusammensetzung, Struktur und Funktion sowie des Entwicklungspotenzials der biologischen Vielfalt
  • Beteiligung an regionalen Schutz- und Erhaltungsstrategien (als Kerngebiete, Pufferzonen, Korridore, Trittsteine für Durchzügler usw.)
  • Bewahrung der Vielfalt der Landschaften oder Lebensräume und der darin vorkommenden Arten und Ökosysteme
  • Erreichen und/oder Sicherung einer ausreichenden Flächengröße, um die Integrität und die langfristige aufrechterhaltung der vorgesehenen Schutzziele zu gewährleisten
  • dauerhafte Bewahrung der Werte, die Grundlage der Gebietsausweisung waren

Programmatische Grundlagen

  • "Wir wollen eine gesunde und natürliche Umwelt erhalten. Dies bedeutet die Reduktion des Eintrages von schädlichen Stoffen in unsere Umwelt und den Schutz und die Wiederherstellung von Naturräumen, insbesondere denen mit einer hohen Artenvielfalt." - Parteiprogramm, beschlossen auf der Gründungsversammlung am 10. September 2006.
  • "Das Recht auf sauberes Wasser, saubere Luft, vitale Böden und einen gemeinschaftlichen Zugriff auf Naturressourcen ist Teil der universellen Menschen- und Bürgerrechte, auch für kommende Generationen. Überzogene Regulierungen im Interesse von Verwaltung oder Industrie, mit dem vorgeschobenen Argument des Umweltschutzes, lehnen wir jedoch ab." - Landtagswahlprogramm Baden-Württemberg 2011
  • "Wir setzen uns für die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt ein. Dazu wollen wir die Biotopvernetzung fördern. Durch eine entsprechende Gestaltung der Flächennutzung werden isolierte Biotope durch Grünbrücken, Wassernetze oder zusätzliche Wege für Pflanzen und Tiere verbunden. Dabei soll auf landschaftliche Vielfalt statt auf monokulturelle Nutzung gesetzt werden." - Landtagswahlprogramm Baden-Württemberg 2011

Interpretation: Sowohl eine Befürwortung als auch eine Ablehnung des Nationalparks Nordschwarzwald wäre durch diese programmatischen Aussagen gedeckt, wenn sowohl die Einrichtung als auch die Nichteinrichtung des Nationalparks dem Naturschutz dient. Zu bevorzugen ist dabei jene Variante, die dem Schutz der Natur und der Erhaltung der Arten besser dient. Außerdem gilt:

  • Die Natur muss langfristig erhalten bleiben.
  • Die Natur muss dabei grundsätzlich allen offenstehen.
  • Die Biotope müssen miteinander vernetzt und den Arten eine Verbindung in benachbarte Biotope erhalten bleiben.
  • Weiterhin gilt, dass die Debatte offen und sachlich geführt werden muss.

Tomtar 16:20, 11. Okt. 2012 (CEST)

Studien

  • NABU, 2011: "Naturschutzfachliches Screening nationalparktauglicher Gebiete in Baden-Württemberg" - NABU-Landesverband Baden-Württemberg, 10.05.2011
  • Eine an der Technischen Universität Dresden angefertigte Bachelorarbeit über den Interessenkonflikt um das Projekt Nationalpark Nordschwarzwald (erwähnt in der Stuttgarter Zeitung vom 01.10.2012) - Titel und Autor werden ermittelt, die Studie wird nach Möglichkeit beschafft

Argumente

Neutral

Pro

Kontra

Parteien, Verbände, Initiativen

Neutral

Befürworter

Gegner

Presse

Sonstige