Benutzer:Tirsales/Ganztagesbetreuung Schulen-radikal

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Tango-text-x-generic with pencil.svg Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern eine private, lange nicht vollständige, Ideensammlung von mir. Nach Rücksprache kann die Seite gerne bearbeitet werden, Beiträge auf der Diskussionsseite werden ebenfalls gerne gesehen.

Ich wiederhole: Das Konzept ist keine fertig ausgearbeitete Idee - nur ein Denkansatz bzw. -anstoß.
--Tirsales 12:13, 3. Sep. 2009 (CEST)

Mein (radikales?) Ideal einer Schule ist orientiert an einer Ganztagesbetreuung, ohne eine Ganztagesschule darzustellen - die Schüler werden betreut, haben ein extracuriculares Programm, Nachhilfe, HA-Betreuung, Sport, etc - aber eben dadurch nicht mehr Pflichtunterricht (höchstens Wahlpflichtveranstaltungen).

Für jeden Schüler werden verpflichtend eingeführt:

  • Pro Woche
    • Einmal Sozialdienst (beispielsweise Altenheim, Schulküche, AGs leiten, etc)
    • Einmal Musik (egal ob Instrument, Tanz, Chor, etc) - beispielsweise in

Koop mit Musikschule (zusätzlich zu Musikunterricht)

    • Einmal Sportart - beispielsweise ein Kooperation mit Sportvereinen (zusätzlich

zu Sportunterricht), Beispiel: Judo, Fußball, etc

  • Min. Jährlich
    • Kurs "Gesunde Ernährung & Kochen",
    • Erste Hilfe

Für schwache Schüler kann ein Förderunterricht verpflichtend gestaltet werden.

Schulen bzw. Gemeinden müssen anbieten - die Schüler können es wahrnehmen

    • Sport
    • Musik
    • Förderunterricht
    • Hausaufgabenbetreuung & Stillarbeitsräume
    • Bibliothek
    • EC-Veranstaltungen. Beispiele:
      • Theater
      • Literaturzirkel (mit kostenlosen Büchern), beispielsweise in Kooperation mit Bibliotheken oder mit eReadern
      • Schreibzirkel
      • Theater
      • Foto
      • Schach
      • Diskussion
      • Computer- und Internetpraktikum
  • 3 Mahlzeiten am Tag (kostenlos!)
  • Verschiedene AGs (angeboten durch Lehrer, Schüler, Eltern, Vereine,

Firmen, Uni, etc)

    • Labor
    • Arbeitspraktika/-orientierung
    • etc

Alles in Kooperationen mit Unis, Betrieben, Eltern, Vereinen etc - die Strukturen existieren bereits, man muss sie nur in die Schule integrieren (und kostenlos gestalten).

Warum kostenlos? Chancengleichheit - Kostenlos bedeutet, dass es jeder nutzen kann. Ansonsten werden EC-Programme nur für Kinder aus guten Familien sinnvoll nutzbar - und der Fördereffekt geht völlig verloren.

Wichtig ist auch: Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendbrot) kostenlos und für alle verfügbar - damit Stigmatisierung/Ausgrenzung ausbleibt - und Essen muss gesund und abwechslungsreich sein. Genug Plätze - und Essensausgabe (zeitlich) lang genug. Dies hilft sozial schwachen Familien und Kindern aus "unmotivierten" oder überarbeiten Elternhäusern und dient den sozialen Kontakten zwischen Schülern.

Ziel:

    • Schule kann Schüler komplett (von allen Schülern) von früh morgens bis spät Abends mit einem abwechslungsreichen Programm - das Hobbies, soziale Kontakte und Essen einschließt, versorgen.
    • Schwache Schüler werden gefördert
    • Starke Schüler können Interessen vertiefen (bsp. Labor, Praktika, etc)
    • Schüler aus armen oder schwierigen Familien erhalten Möglichkeiten geboten (bsp. Sportunterricht, Musikunterricht, "Hobbie AGs", etc
    • Schüler können "alles ausprobieren"

Schulen sollen verschiedenes anbieten (bsp. verschiedene Sportarten) und Privatunterricht soll auch akzeptiert werden (d.h. wer Privat Gitarrenunterricht hat, muss nicht in der Schule nochmal - aber er kann)

Schulen müssen komplett kostenlos sein (d.h. beispielsweise für jeden der es braucht ein Instrument und Räumlichkeiten zum üben kostenlos - Kooperation mit Musikschulen)

Es gehen viele Talente verloren - wie soll jemand seine Begabung für Musik/Literatur/Film/Physik entdecken, wenn er aus einer sozial schwachen - oder schwierigen/uninteressierten - Familie stammt, und es nie ausprobieren kann?
Wenn die Eltern kein Geld für Musikunterricht haben / es nicht einsehen - wie soll jemand sein Talent / seine Motivation entdecken? Wie der zukünftige Informatiker, wenn er zu Hause keinen Computer hat? Das muss nicht mal Böse gemeint sein von den Eltern - aber Elternhäuser sind unterschiedlich und bieten unterschiedliche Startmöglichkeiten. Der Staat kann hier Chancenausgleichend eingreifen, in dem er Schülern Möglichkeiten bietet und Perspektiven aufzeigt.

Diese Angebote (AGs) sollten für Schüler nicht verpflichtend sein (auch wenn sie teilweise als Wahlpflichtfach gestaltet werden können) aber Möglichkeiten anbieten. Was die Schule nicht anbieten kann, muss der Staat anderweitig anbieten (bsp. Musikschule kostenlos gestalten), Vereine entsprechend finanzieren / den Schülern Kurse bezahlen, etc. Die Gestaltung kann "Schulübergreifend" stattfinden - Schüler von Schule A können "Normale" Programm (d.h. Sport, Musik, etc) in Schule B besuchen, Schulen können aber auch Kurse//AGs (zusätzlich zum Basisprogramm) nur für eigene Schüler anbieten.

Der Förderunterricht soll dabei nach Möglichkeit von Lehrern angeboten werden, die die entsprechenden Klassen nicht unterrichten. (Probleme mit Lehrern, Probleme mit der Didaktik (Wertungsfrei - manchmal hilft es den gleichen Satz mit anderen Worten zu sagen), Vermeidung von Stigmatisierung, etc). Betreuung soll Klassenunabhängig möglich sein (d.h. 6. Klässler dürfen Förderkurse der 5. Klasse besuchen). Es sollen in jedem Fall mehr als nur die Pflichtbetreuungen angeboten werden (d.h. mehrere Termine pro Woche) um Schülern a) Zeitauswahl anzubieten (bsp. wegen anderer AGs, Probleme mit einem der Betreuungslehrer, etc) b) mehr Fördermöglichkeiten anzubieten. Förderunterricht darf nicht Stigmatisierend wirken.

Kosten? Vermutlich das 3 fache des derzeitigen Bildungsbudgets.