Benutzer:Shark51

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Immer mehr kristallisiert sich in der Haiforschung heraus, dass Haie intelligente Tiere sind, die ein komplexes Sozialverhalten zeigen. Besonders deutlich wird dies beim Grauen Riffhai (Carcharhinus amblyrhynchos), seine gesenkten Brustflossen sind ein schwimmendes Warnverhalten. Unfälle sind nur bei Nichtbeachten des Warnverhaltens zu befürchtet.

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Name: Egbert G. Roeckner
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Politisch
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Inhaltsverzeichnis

Warum ich hier bin

Jedesmal, wenn ich hier an einem Artikel arbeite, habe ich das Gefühl "Jetzt machst Du Demokratie". Ich möchte, dass auch die Kinder von den Kindern meiner Kinder noch eine lebenswerte Umwelt vorfinden und uns nicht verfluchen, wenn sie denn überhaupt existieren könnten. Ich meine, das ich als "Die Quelle allen Übels", die Fehlerhaftigkeit unseres Geldsystems, identifiziert habe und ich möchte dazu beitragen, den Fehler zu beseitigen. Deshalb engagiere ich mich dafür und hier. Ich lade jeden ein, auch mitzumachen - auf meiner Diskussionsseite oder als Mitglied. Zwei Dinge, finde ich, muss man sich unbedingt bewusst machen: 1. Wie funktioniert unser Geldsystem heute? 2. Was bedeutet exponentielles Wachstum?

Ich vermute, dass die Piratenpartei eine gute Möglichkeit bietet, wichtige Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken, die schon längst überfällig sind. Bei den etablierten Parteien ist das aus meiner Sicht nur schwierig möglich, wenn nicht sogar nahezu unmöglich. Die Machtstrukturen sind dort zu verfestigt und werden von den Inhabern der Macht vehement verteidigt. Bei den etablierten Parteien und der Regierung im Speziellen scheint mir weniger das Ziel zu sein, für eine "gute" Gesellschaft zu arbeiten. Vielmehr ist mein Eindruck, dass die persönlichen Interessen überwiegen und das eigene Wohlergehen im Vordergrund zu stehen scheint. Mein Eindruck von den etablierten Parteien ist, dass die (Macht)-Interessen Einzelner vor den Interessen der Gesellschaft als Ganzes stehen. Das aber wäre nicht Aufgabe einer Regierung - sondern das Gegenteil.

An der erforderliche Kompetenz vieler unserer "Volksvertreter" habe nicht nur ich häufig ernste Zweifel.

„Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden.“ (Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans Tietmeyer, geb. 1931, Ex-Bundesbankpräsident, am 03.02.1996) | Quelle

Sicher müssen die Piraten noch viele Erfahrungen sammeln und sich "einarbeiten" - das erfordert etwas Zeit, Geduld und Unterstützung. Die Piraten haben gegenüber der "Grünen"-Bewegung den nicht zu unterschätzenden Vorteil des Internets. Der größte Verdienst der Piraten scheint mir aber, dass die Bewegung sehr viele Menschen interessiert hat, die sonst womöglich Nichtwähler geblieben werden.

Ich habe die Hoffnung, dass meine Beiträge nützlich sein werden und meine lange Erfahrung auf vielen Gebieten der Wirtschaft vielleicht an der einen oder anderen Stelle hilfreich sein könnte.

Über kritische und fundierte Anmerkungen zu meinen Ausführungen würde ich mich auf der Diskussionsseite freuen. Fragen beantworte ich auch gerne per E-Mail.

Aktuelles

04.12.2011 Tagesspiegel Berlin - Der geldpolitische Dogmatismus der Merkel-Regierung und ihr Programm zur Schrumpfung der Staatshaushalte zeugen von Ignoranz und Heuchelei. Sie gefährdet damit den Euro - Meinung von Redakteur Harald Schumann, Wie ich finde, sehr fundiert und kenntnisreich. Lesenswert.

02.12.2011
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Piratenpartei USA

12.11.2011 Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin

12.11.2011 Vielleicht ist es eine gute Idee, den Abgeordneten in Berlin einen Brief zu schreiben, oder zu faxen, wenn man ein Anliegen hat. Die Liste der Abgeordneten steht frei im Internet zur Verfügung.

Eine Auswahl z.b. Nach den Bezirkslisten ist leicht möglich.

Adresse: An die/den Abgeordneten XYZ Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin.

09.11.20111 Es gibt zwei Arbeitsgruppen (AG), die sich mit dem Thema Geld beschäftigen:

Vielleicht kann man diese AG unterstützen?

09.11.2011 Auf der Diskussionsseite der AG Geldordnung und Finanzpolitik habe ich einige Anmerkungen gemacht.

16.10.2011 Auf der Diskussionsseite kann, wer möchte, Vorschläge für Anforderungen an ein neues Geldsystem anbringen.

Die Quelle allen Übels - Unser Geldsystem ist falsch

Aus meiner Sicht ist die Quelle allen Übels ein für die Gesellschaft insgesamt falsches Geldsystem. Das Medium Geld (insbesondere das gesetzliche Zahlungsmittel) durchdringt unser gesamtes Leben. Doch die Kenntnis darüber, wie es funktioniert, wie das Geld entsteht, welche Auswirkung Zins und Zinseszins haben, dass das System buchstäblich tödlich ist (ich übertreibe nicht), ist erschreckend wenig verbreitet.

In vielen Talkshows und anderen Gesprächsrunde wird viel und oft über die mögliche Linderung von Symptomen gesprochen, es werden Schuldige gesucht und auch identifiziert - aber das eigentliche Problem, die Krankheit selbst, wird (meist) gar nicht behandelt. Das muss eine Ursache haben. Ich meine, dass der Grund Unkenntnis ist.

Sachkundig machen

Meine Hoffnung ist, dass durch das Internet das Wissen um die "Geheimnisse" des Geldsystem endlich ausreichend schnell und gründlich verbreitet werden. Bevor nicht genügend Menschen über das grundlegende Wissen des Prozesses der Geldentstehung in unserem gegenwärtigen System verfügen, werden wir immer nur an den Symptomen herumlaboriern und die Krankheit selbst, nämlich dieses Fiat-Geld-System nicht beseitigen können. Es ist nicht eine Frage der Möglichkeit an sich - es ist eine Frage des Wollens - durch die Politik und - durch Dich! Du musst verstehen, wie die Sache mit den Prozenten funktioniert!

Ich beabsichtige, in der nächsten Zeit hier einiges zu dem Thema anzubringen. Zunächst aber will ich ein Ziel formulieren:

Wir müssen unser zins- und zinseszinsgetriebenes Geldsystem ändern, damit wir endlich mit dem Wachstum aufhören! Denn dieses Wachstum ist absolut tödlich

Ich will niemanden zu irgend etwas bekehren – alles was ich erwarte ist, dass die Menschen sich sachkundig machen – und dieses System hinterfragen. Erst kommt das Wissen! (Ein paar Literaturempfehlungen – frei zugänglich - ganz unten) Ich bin überzeugt davon, dass wenn erst einmal genügend Menschen wissen, wie das (Fiat)-Geld-System funktioniert, sich auch genügend Menschen dagegen auflehnen werden.

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“ - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company | Quelle

Veränderung

Manchmal läuft in der Geschichte etwas schneller ab, als man es sich je vorstellen konnte – 1989 war so ein Beispiel. Es geht – und irgendwie „rieche“ ich „the winds of change“ – und bisher hatte meine Nase immer recht. Ich bin (kaum zu glauben „schon“ 60 Jahre alt) neu hier und – es klingt alles nach Aufbruch… Vielleicht kann ich den einen oder anderen nützlichen Beitrag leisten (das macht zwar einen Haufen Arbeit und ich wäre lieber bequem – aber ich möchte, dass auch die Kinder der Kinder meines Sohnes in vielleicht 72 Jahren wenigstens noch eine Chance haben (es hat seinen Grund, warum ich gerade die Zahl 72 gewählt habe).

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung. Alles, was wir brauchen ist die richtige, allumfassende Krise und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen.“ (David Rockefeller, geb. 1915, US-Bankier & Politiker) | Quelle

Könnte es sein, dass eine allumfassende Krise "in Bearbeitung" ist, um eine "neue Weltordnung" (was immer damit gemeint sein mag) herzustellen?

Brauchen wir wirklich Wachstum?

Um endlich zu einer wirklich nachhaltigen ((das langfristige Ausbalancieren sich u.U. widersprechender Interessen, von Nehmen und Geben und sich erholen lassen, Dauerhaftigkeit) Welt zu gelangen, müssen wir an den eigentlichen Kern des Problems herangehen – die fehlerhafte Geldwirtschaft. Selbst in der AG Nachhaltigkeit fand ich kaum einen Hinweis auf das eigentliche Problem, wenngleich wertvolle Beiträge zur Linderung der Symptome geleistet werden. Ein Diskussionsbeitrag ist m.E. auf der richtigen Spur Wir müssen weg vom Wachstum und auch Pirat Rm hat mit seinem Antrag PA001 dort Abschnitt Finanz- & Währungssystem das Problem, wie ich finde, gut umrissen. Ich nehme auch Bezug auf den Abschnitt in der Diskussion zur Geldpolitik und zur Frage der Geldpolitik auf der Seite AG_Wirtschaft

Aber woher kommt denn die Forderung nach Wachstum überhaupt und wie kann man es vermeiden – dieses Wachstum?

Es hilft nichts, man muss der Sache auf den Grund gehen. Es reicht nicht, an den Symptomen herumzubasteln

Ich werde weiter unten darstellen, dass es schon später als 5 Minuten vor 12 ist und dass nur so eine Bewegung wie die Piraten in der Lage sein könnte, den Dampfer noch halbwegs so umzusteuern, dass er nicht auf Grund läuft und der Schaden wenigstens nicht das Leben kostet. Ja – ich meine es so dramatisch.

Immer mehr Reichtum führt zu immer mehr Armut

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass die allermeisten Menschen nicht wissen, wie „das mit Geld" funktioniert. Ich kenne kaum jemand der hinterfragt, wie es kommt, dass „die Wirtschaft“ immer mehr „wächst“ und trotzdem immer mehr Menschen arm werden und unser Staatshaushalt immer mehr aus den Fugen gerät. Verlangen, dass sich das ändern muss tun viele - nur mit schlichtem Umverteilen wird das eigentlichen Problem nicht gelöst. Zurück zur Situation: Das Sozialprodukt hat sich in den letzten Jahren 40 Jahren vervielfacht. Dennoch werden immer mehr Menschen arm und nur wenige reicher – viel reicher. Da drängt sich doch die Frage „Was stimmt da nicht?“ geradezu auf.

Entwicklung des Inlandsprodukts in Deutschland von 1970 bis 2007

Im Jahre 1998 besaßen die reichsten 10 % der Bürger in Deutschland etwa die Hälfte des Vermögens aller. Nur fünf Jahre später, 2003, waren es schon 2/3 des gesamten Vermögens. Der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt ist (noch) der Schuldendienst (Zinsen). Die Schulden haben sich exorbitant entwickelt: Hier stimmt doch offensichtlich etwas nicht? Die Ursache ist ein Fehler im System. Ich erkläre gleich welcher das ist - es ist sehr einfach.

Warum stelle ich gerade dieses Ziel in den Vordergrund? Ich will die Antwort nicht schuldig bleiben: Nur weil sich Zins und Zinseszinsen exponential entwickeln, muss die Wirtschaft ständig wachsen und nur deshalb "brauchen" wir Wachstum, Wachstum, Wachstum. Wir ver-brauchen unseren gesamten Lebensraum. Eine zinslose Geldwirtschaft, die nicht auf dem Mindestreservesystem (fractional reserve banking) oder auch als Fiat Money System bezeichnet - beruht, ist Voraussetzung für schonenden Umgang mit unseren Ressourcen. Es gibt gute und praktisch erprobte andere Geldsysteme - das sind keine neuen Erfindungen. Die gegenwärtige Technologie bietet uns darüber hinaus sogar noch viel mehr Möglichkeiten (aber das ist ein anderes Thema). Die Änderung dieses Geldsystems würde die wenigen wirklich Mächtigen allerdings die Macht kosten. Die wirklich Mächtigen sind nicht die paar Politiker und Präsidenten - so blöd sind die wirklich Mächtigen nicht, sich so zu exponieren. Die wirklich Mächtigen haben die Kontrolle über unser Geldsystem und beherrschen uns damit bis in den letzten Winkel unseres Lebens. Politiker und Präsidenten kratzen an ihrer Tür und betteln.

Geldentstehung kurz und knapp

Man muss wissen, dass unser Geld, das wir verwenden, nur dann und dadurch entsteht, wenn und dass jemand Schulden macht. Das ganze Geld (bis auf etwas gedrucktes[1] und gemünztes) besteht nur aus Schulden. Die Banken schöpfen Geld aus dem Nichts durch einen simplen Buchungsvorgang. Der Prozess ist so einfach, dass sich der Verstand zunächst dagegen sträubt, es einzusehen. Ich habe noch die Worte meines Vaters im Ohr als er mir die Sache schon als 8jährigem erklärt hatte: "Geld entsteht immer dann, wenn ein Kaufmann einen Wechsel ausstellt und dieser an die Zentralbank verkauft wird. Geld sind Schulden."

Das eigentlich Hinterlistige an dem System aber ist noch etwas anderes: Es sind die Zinsen und (aber gewaltig) erschwerend noch Zinseszinsen!

Wenn sich jemand von einer Bank sagen wir 100 leiht (denken Sie daran. dass das Geld, das geliehen wird erst in diesem Moment entsteht! Es war vorher nicht da), dann muss er etwas mehr zurückbezahlen, als er sich geliehen hat, sagen wir 5 mehr also 105. Frage: Wie entstehen diese zusätzlich 5, die Zinsen? Antwort: Gar nicht, es gibt sie nicht! Der Schuldner „findet“ den fehlende Betrag von 5 nur wenn andere auch Schulden machen und er in der Lage ist, an das Geld, das andere als Kredit bekommen haben, heranzukommen (wie auch immer) – nur „die Anderen“ müssen auch Zinsbeträge zahlen, die nicht geschöpft wurden. Die Summe aller Schulden wird nie kleiner sondern immer größer und die Zinsbeträge auch. Bis am Ende (theoretisch) einer alles hat und alle anderen nichts. Das ist simple Arithmetik. (Die Bank schöpft das Geld tatsächlich "einfach so" - für die Fachleute: Ich weiß, dass der Vorgang etwas komplizierter ist, aber das ändert am Prinzip des zinsgetriebenen Fiat-Money-System gar nichts.) Weiter unten erläutere ich die technischen Zusammenhänge

So geht es immer weiter, wie bei einem perpetuum mobile – fehlende Beträge für Zinsen werden durch neue Schuldbeträge „gedeckt“ für die wieder Zinsen.. ad infinitum… - nein – nicht ad infinitum. Dieses infinite System wuchert in einem endlichen System – unsere Ressourcen sind begrenzt. Aber nur durch diese Zinsgetriebenheit in einem sogenannten Fiat-Geldsystem (lat. „es werde“ – fiat lux – es werde Licht) „muss“ unsere Wirtschaft wachsen. Das liegt im Interesse weniger sehr, sehr mächtiger Menschen. Dazu gehören ganz besonders die Bank of England, das Federal Reserve System (ein völlig irreführender Name) und die dahinter stehenden wenigen Menschen. Es geht m.E. dabei um pure Macht als Selbstzweck ausgeübt von denen, die alles, alles haben und besitzen, das was nur vorstellbar ist. Was die (deren Vorfahren) sich, als sie dieses Fiat-Money System etabliert hatten, nicht vorstellen konnten waren – das Internet und vielleicht die Piraten. Im Internet gibt es eine Reihe ganz guter Videos, die sehr anschaulich erklären, wie das ganze System funktioniert. Früher konnte man die Menschen leichter dumm halten und ihnen das Wissen vorenthalten. Sein Wissen über das Geldsystem zu verbreiten war schwierig bis unmöglich. Wer interessierte sich dafür ernsthaft auch vor 20-30 Jahren? Jetzt durch das Internet ist es nicht mehr so leicht möglich die Menschen unwissend zu halten - solange es noch Informationsfreiheit gibt – auch deswegen brauchen wir Piraten.

Kurz: Dieses Wachstum ist wortwörtlich tödlich. Wir müssen das beenden.

Fußnoten

  1. Ganz korrekt betrachtet sind auch die Banknoten Schulden, denn die ausgebende Geschäftsbank leiht sich die Banknoten von der einzigen Stelle, die Banknoten herstellen darf - der Zentralbank. Die Regierung darf nur Münzgeld herstellen lassen und in Umlauf bringen.

Stetiges Wachstum ist tödlich

Den wenigsten Menschen ist klar, dass ein 2%-iges stetiges Wachstum zu einer Verdoppelung in ca. 35 Jahren führt (siehe 72er Regel - ggf. einfach googeln). Stetiges Wachstum führt immer zu Verdoppelungen in gleichen Zeitabschnitten. Das ist simple Arithmetik. Will wirklich irgendjemand, der bei Verstand ist, glauben, dass unsere Wirtschaft in einem Zeitabschnitt, der etwa der Lebenspanne eines Menschen entspricht (also gut 70 Jahre) sich von heute an vervierfachen kann? Und angesichts dieser Tatsache quatscht Frau Merkel und nicht nur die (z.B. auch Bundeswirtschaftsminister Dr. Phillip Rösler) von Wachstum?!! Die Frau ist Physikerin und sollte mit den Grundlagen der Arithmetik doch vertraut sein. Dem Rösler als Mediziner würde ich's ja sogar nachsehen... und (etwas Polemik mag ich mir einfach nicht verkneifen) dem Westerwelle sowieso.

Wenn man in einem Gedankenexperiment in einem Raum, sagen wir einer Flasche, ein Bakterium einsperrte, das sich jede Minute einmal teilte (es ist bekannt, dass Bakterien sich durch Teilung verdoppeln) und wenn man weiter annähme, dass bei dem gegebenen Raum die Flasche nach einer Stunde voll wäre, dann muss man nur einmal, kurz überlegen, was das bedeutet, wenn die Teilung (also das Verdoppeln) um 11:00 Uhr beginnt und die Flasche um 12:00 Uhr voll ist.

  • um 11:59 Uhr ist die Flasche halbvoll
  • um 11:58 Uhr ist sie viertelvoll
  • um 11:57 Uhr ist sie 1/8 voll
  • um 11:56 Uhr ist sie 1/16 voll

und um 5 vor 12 sind erst gut 3% der Ressourcen verbraucht und kein Mitglied der Population käme auf die Idee, dass ein wirklich ernstes Problem existierte, wenn es sich nicht über diese simple Arithmetik Gedanken gemacht hätte - und würde weiter von Wachstum quatschen. In ziemlich genau dieser Situation sind wir – und es ist leider schon später als 5 vor 12.

Haben wir die richtige, allumfassende Krise?

Ich will Rockfeller nicht das Wort reden. Ich glaube, er meinte etwas anderes, was sich womöglich in Richtung "Weltherrschaft" bewegt haben könnte. Es gibt da Gerüchte, die ich nicht nachvollziehen kann und die sich hoffentlich nie bewahrheiten. Doch die Finanzmärkte sind an einem Punkt, wo die Hoffnung besteht, dass eine Umkehr möglich sein könnte. Denn diesmal ist nicht nur ein Land betroffen sondern offenbar die ganze Welt. Ich mag die Hoffnung, auch wenn sie sehr klein ist, nicht aufgeben, dass man zur Vernunft kommen könnte und das Geldsystem auf sustainable umschalten.

Ich werde das gerne fortsetzen was ich heute geschrieben habe, wenn’s Euch gefällt. Auf kritische Anmerkungen oder Fragen bin ich gespannt.

Literaturempfehlungen

Liste der Titel und Quellen, die ich empfehlen kann (einfach klicken):

Money as Debt Zusammenfassung

Von: Rumpel Stilzchen

Heutzutage wird Geld buchstäblich als Schuld erzeugt. Neues Geld wird geschaffen, wann immer jemand einen Kredit von der Bank annimmt. Folglich ist die Menge an Geld, die geschaffen werden kann, nur durch einen einzigen Parameter eingeschränkt ist: Dem kompletten Maß der Verschuldung. Regierungen schaffen ein zusätzliches satzungsmäßiges Limit auf die Geldmenge, indem sie Grenzwerte festlegen, die „fractional reserve requirements“ genannt werden. Im Wesentlichen mutwillig, sind diese Grenzwerte von Land zu Land und Zeit zu Zeit unterschiedlich. Früher war es üblich, wenigstens Gold im Wert eines Dollars als Deckung für zehn ungedeckte Dollars zu haben. Heutzutage gelten die Grenzwerte nicht länger für das Verhältnis Geld zu Gold, sondern gerade mal für das Verhältnis neues Schuldgeld zu vorhandenem Schuldgeld. Gegenwärtig bestehen die Reserven einer Bank aus zwei Dingen: der Menge an Bargeld oder Vergleichbarem, das die Bankiers bei der Zentralbank eingelegt haben, und der Menge an bestehendem Schuldgeld, das die Bank als Einlagen hat. Um das einfach zu veranschaulichen, stellen wir uns einmal vor, dass eine neue Bank gerade neu eröffnet hat und noch keinen Einleger hat. Allerdings haben die Investoren der Bank eine Einlage von 1.000$ – also tatsächlich vorhandenes Bargeld – bei der Zentralbank gemacht. Das benötigte Verhältnis von Schuldgeld zu Bargeld ist 9:1.

1. Schritt: die Türen sind geöffnet und die neue Bank begrüßt ihren ersten Kreditnehmer. Ein Mann braucht 9.000$, um ein Auto zu kaufen. Das Verhältnis von 9:1 erlaubt der Bank, durch ihre Reserven bei der Zentralbank – auch als „Turbogeld“ bekannt – einfach und ganz legal Geld zu „erfinden“, und zwar die neunfache Menge. Also 9.000$ auf Grundlage der Verpflichtung des Kreditnehmers. Diese 9.000$ kommen nirgendwo her – es ist einfach brandneues Geld, einfach in das Konto des Kreditnehmers getippt – als Bankkredit. Der Schuldner stellt dann einen Scheck darauf aus, um das Auto zu kaufen.

2. Schritt: die Verkäuferin des Autos löst nun diesen frisch erschaffenen Kredit von 9.000$ bei ihrer Bank ein. Im Gegensatz zum „Turbogeld“, eingelegt bei der Zentralbank, dürfen diese 9.000$ nicht mit dem festgelegten Verhältnis multipliziert werden – stattdessen wird es dadurch geteilt. Bei einem Verhältnis von 9:1 kann also immerhin ein weiterer Kredit von 8.000$ ausgestellt werden, auf der Grundlage des 9.000$ Schecks.

3. Schritt: Werden diese 8.000$ dann von einer 3. Partei bei derselben Bank eingezahlt, die sie geschaffen hat, oder auch bei einer anderen Bank, so entstehen daraus wiederum weitere Kredite, diesmal im Wert von 7.200$. Wie eine russische Matuschka, bei der jede Hülle eine weitere, kleinere beinhaltet, ermöglicht jede solche Einlage einen weiteren, kleineren Kredit – in einer unendlichen, fallenden Reihe.

Nun, wenn das erschaffene Schuldgeld nicht bei einer Bank landet, dann endet dieser Vorgang. Das ist der unvorhersehbare Teil des Gelderschaffungsmechanismus. Wahrscheinlich aber ist es, dass die Kredite bei jedem Schritt wieder ihren Platz bei einer Bank finden und der anschließende Vermehrungsprozess sich immer und immer wiederholen kann, bis irgendwann 100.000$ brandneues Geld im Bankensystem erschaffen wurden. Dieses ganze neue Geld wurde vollständig aus Schulden erschaffen, und der gesamte Prozess war gesetzlich erlaubt auf der Grundlage der eingänglichen Reserven von 1.000$ echten Dollars, die immer noch unberührt bei der Zentralbank liegen.Darüber hinaus: In diesem raffinierten System müssen die Bücher aller Glieder der Kette nachweisen, dass die Bank stets 10% mehr Ein- als Auslagen hat. Das gibt Banken einen echten Anreiz, Einlagen zu bekommen, um Kredite geben zu dürfen. Nur falls alle nachfolgenden Kredite bei derselben Bank landeten, könnte man sagen, dass eine Bank ihre anfänglichen „Turbogeldeinlagen“ von 1.000$ auf fast 100-fache Größe vermehrt hat, indem sie Bankkredite aus dem Nichts ausstellte. Allerdings ist das Bankensystem ein geschlossener Kreislauf – Bankeinlagen von einer Bank werden zu Einlagen bei einer anderen und umgekehrt. Im Idealfall völlig gleichberechtigter Umsätze wäre der schlussendliche Effekt genau derselbe, als würde der gesamte Prozess an nur einer Bank stattfinden. Und zwar: Die ursprünglichen Einlagen der Bank bei der Zentralbank im Wert von 1.000$ ermöglichen es ihr, im Endeffekt Zinsen auf bis zu 100.000$ zu beziehen, die die Bank nie besaß. Banken verleihen Geld, das sie nicht haben! Wenn das lächerlich anmutet, schaut hier: In den letzten Jahrzehnten sind durch beständigen Lobbyismus der Banken die Bedingungen, um neue Einlagen in der Zentralbank zu machen, in manchen Ländern so gut wie aufgehoben worden und das tatsächliche Verhältnis ist nicht unbedingt länger 9:1. Für manche Gattungen von Bankkonto sind 20:1 oder auch 30:1 üblich. In manchen Fällen gibt es gar keine Reserven. In jüngerer Zeit, in der man Kreditgebühren nutzt, um die nötigen Reserven vom Kreditnehmer zu beziehen, haben Banken einen Weg gefunden, Reservebedingungen komplett zu umgehen. Also auch wenn die Regeln komplex sind, merkt der gesunde Menschenverstand: Banken können soviel Geld erschaffen, wie wir leihen können.

Trotz der ständig gezeigten Münzanstalten macht von der Regierung ausgestelltes Geld normalerweise weniger als 5% der Geldmenge im Umlauf aus. Mehr als 95% alles heutzutage vorhandenen Geldes wurde erschaffen, indem jemand mit seiner Unterschrift eine Schuldverpflichtung gegenüber einer Bank einging. Hinzu kommt, dass dieses Schuldgeld in großen Mengen geschaffen und vernichtet wird – jeden Tag – indem neue Schulden gemacht werden und alte abbezahlt werden.

Banken können dieses Geldsystem nur betreiben, wenn die Regierung kooperiert. Zunächst verabschieden Regierungen Gesetze, die eine Währung als gesetzliches Zahlungsmittel etablieren. Dann erlauben es Regierungen den privaten Banken, Kredite in dieser Währung auszuzahlen. Weiterhin setzen staatliche Gerichte Schuldforderungen um. Zuguterletzt verabschieden Regierungen Regelungen, um die Funktionalität und Glaubwürdigkeit dieses Geldwesens in den Augen der Öffentlichkeit zu sichern, während sie rein gar nichts tun, um die Öffentlichkeit darüber zu informieren, woher Geld eigentlich kommt.Die einfache Wahrheit lautet: sobald wir auf der gepünktelten Linie unterschreiben, um einen so genannten Kredit zu erhalten, ist das einzige wirklich wertvolle bei diesem Handel unsere Verpflichtungen, ihn zurückzuzahlen. Denn Letztere ist abgesichert durch die Güter, die wir als Sicherheit angeben und im Falle der Insolvenz abgeben müssen. Für jeden der glaubt, dass wir unsere Verpflichtungen nachkommen werden, stellt dieser Vertrag oder Pfand ein handliches, tauschbares und verkäufliches Stück Papier dar. Es ist ein Schuldschein, der einen echten Wert darstellt und daher eine Art Geld ist. Es ist genau das Geld, das der Schuldner gegen seinen so genannten Kredit tauscht.

Die technischen Abläufe der Kreditausreichung bei der Bank

Ich werde immer wieder von "Fachleuten" (von Banken) angegriffen, dass ich fälschlich behaupten würde, dass Geld aus dem Nichts entstehen würde, dass das geschöpfte Geld lediglich ein Äquivalent für die erwartete Wertschöpfung durch den Kreditnehmer sei und ich keine Ahnung davon hätte, was bei einer Bank eigentlich passiert.

  • In der Tat ist der Kredit (wenn alles gut geht) ein Äquivalent für die Wertschöpfung des Kreditnehmers, deswegen kann er ihn ja auch zurückzahlen. Die Wahrheit ist: Nicht der Kredit ist das Problem sondern die Zinsen, die eben nicht geschöpft werden und für deren Beschaffung immer mehr Schulden gemacht werden müssen, für die immer mehr Zinsen und Zinseszinsen angeschafft werden müssen.
  • Ich verstehe sehr wohl, was bei einer Bank abläuft. Die, die das Gegenteil behaupten sind die, die den Leuten weismachen wollen, dass sie das Geld der Sparer für 2% "hereinnehmen", treuhänderisch "verwalten" und für 8% ausleihen und - von den wenigen 6% Differenz leben müssten. Jetzt werde ich mal ungezogen: "Verarschen kann ich mich alleine, Herrschaften"!

Hier der Ablauf:

Das geschieht buchungstechnisch bei einer Kreditausreichung

Wenn die Bank einen Kredit ausreicht, dann bucht die Bank Forderung per Konto „Kreditkonto (Aktiva, zählt es also ihrem Vermögen zu) an Girokonto des Kunden (Passiva und weist den Betrag zugleich als Schulden aus)“. Der Vorgang ist für die Bank also bis hierhin erfolgsneutral (es entsteht kein Gewinn, kein Verlust). Auf dem Girokonto des Kunden erscheint der Betrag als verfügbares Guthaben. Dadurch verlängert sich die Bankbilanz in Höhe des Kredits und des entsprechenden Guthabenbetrags. Durch diesen simplen Vorgang ist das Geld entstanden. In der Welt (im Markt) ist es dann, wenn der Kreditnehmer mit dem Kreditbetrag etwas bezahlt, wie z.B. seine Lieferanten oder die Löhne an Mitarbeiter.

Dieses „Spiel“ kann die Bank nicht unbegrenzt fortsetzen. Der Vorgang hat eine Reihe von Konsequenzen:

  • Die Forderung an den Bankkunden (der Kredit) erhöht die sogenannten Risikoaktiva.

Risikoaktiva müssen mit Eigenkapital unterlegt werden. Das wird durch den sogenannten Grundsatz I ausgedrückt: Mit jeder Kreditausreichung verringert sich das „freie Eigenkapital“ der Bank und schränkt ihre Möglichkeit, weitere Kredite auszureichen ein. (Interessanterweise brauchen Banken bei Kreditausreichungen an EU Staaten kein Eigenkapital zu belasten – das bedeutet, dass Banken theoretisch beliebe Mengen von Geld schöpfen und an EU-Staaten ausreichen können. Das kommt nahezu einer Gelddruckmaschine gleich. Sehr schlecht!)

  • Der Liquiditätsbedarf der Bank erhöht sich

Durch die Erhöhung der Verbindlichkeit (Passiva), nämlich die Zurverfügungstellung des Geldbetrages auf dem Girokonto des Kunden erhöht sich der Liquiditätsbedarf der Bank, jedoch nur in der Höhe, der vorgehalten werden muss – und das ist ungefähr nur 1/50 (in Euroland) des Kreditbetrages, also 2% [1]. Es wird unterstellt dass das Giroguthaben aus der Kreditbereitstellung entweder bar abgehoben wird oder an eine andere Bank abfließt. Im Bankjargon wird das als „Liquiditätsrisiko“ bezeichnet. Eine Bank muss deshalb den sogenannten Grundsatz II erheben: Dabei werden Aktiva und Passiva in definierten Laufzeitbändern gegenübergestellt und es wird eine Liquiditätskennziffer ermittelt, anhand derer beurteilt wird, ob die Bank ausreichend liquide ist. Durch diesen Zwang, Liquidität vorhalten zu müssen, wird die Kreditausreichung begrenzt. Die Bank kann nur dann Kredite ausreichen, wenn sie über genügend flüssiges Geld (Liquidität) verfügt. Längerfristigen Kundeneinlagen (Passiva) bessern diese Liquidität auf. Interbanken- Kreditgeschäfte sind hierfür nicht so gut geeignet, weil sie ihrerseits die Grundsätze belasten und weil diese Liquidität teuer sind. Eine Zwischenfinanzierung durch Verpfändung eigener Wertpapiere ist auch möglich und kommt auch vor, sofern das betriebswirtschaftlich zweckmäßig ist. Schließlich muss die Bank noch eine Mindestreserve bei der Zentralbank hinterlegen. Diese Mindestreserve dient heutzutage der Geldmengensteuerung durch die Zentralbank, verliert aber mehr und mehr an Bedeutung. Auch als Sicherung einer Liquiditätsreserve hat die Mindestreserve kaum noch Bedeutung.

  1. Die Konsequenz ist, dass wenn Sie bei der Bank auf Ihr Sparbuch 1.000 Euro einzahlen - oder noch schöner sich einen Banksparbrief aufschwatzen lassen, die Bank bis zum 50fachen als Kredit gegen Zinsen ausleihen kann. Aus Ihren 1000 gesparten Euro, für die Sie vielleicht 2% Zinsen bekommen, werden bis zu 50.000 Kredit für die die Bank vielleicht 10% Zinsen nimmt, jedes Jahr also bis zum Fünffachen des von Ihnen gesparten Betrages - ein gutes Geschäft, nicht wahr?! Jetzt wissen Sie auch, warum Ihnen manche Bank 50 € schenkt, wenn Sie nur ein Konto eröffnen.

Was geschieht nun mit dem neu geschöpften Geld?

Nehmen wir einmal an, der Kunde würde von seinem Girokonto seine Lieferanten bezahlen, die bei einer anderen Banken Kunde sind. Dann müsste unsere Bank Liquidität vorhalten, die an die andere Bank abflösse. Dann bestünde nur noch der Kreditvertrag, der den Kunden verpflichtet, die Kreditsumme (plus Zinsen!) zurückzuzahlen. Möglich wird ihm die Rückzahlung aus dem Ertrag des Geschäfts (der Investition), das (die) er mit dem Kredit finanziert hatte. Ein Privatmensch, der z.B. ein Auto über eine Bank finanziert, muss analog einen Teil seines künftigen Gehalts als Rate ableisten. (Wenn der Privatmensch das Auto angespart hätte, müsste er monatlich eine Rate ansparen. Wenn er das auf einem Sparbuch täte, bekäme er Zinsen von der Bank, müsste aber auf das Auto warten.)

Nach der Rückzahlung des Kredits

Letztlich erscheint der Kreditbetrag nach der Rückzahlung nicht mehr in der Bilanz der Bank, denn das Geld auf dem Girokonto des Kunden wird auf das Kreditkonto gebucht, und der Kreditbetrag sinkt ebenso wie das Giroguthaben. Auf der einen Seite bedeutet das, dass die Risikoaktiva abnehmen und andererseits kann die Liquiditätsposition kleiner sein. Zahlt der Kunde den Kredit zurück, steigen mit jeder zurückgezahlten Rate wieder die Möglichkeiten der Bank Kredite auszureichen. Geht der Kreditnehmer pleite, dann muss die Bank nach der Verwertung von Sicherheiten den Unterschiedsbetrag, den Verlust aus diesem Geschäft aus eigenen Erträgen decken.

Wo ist da Geld geblieben?

Am Ende ist der Kreditbetrag aus der Bilanz der Bank genauso verschwunden wie das Guthaben des Kreditnehmers als der Kredit bereitgestellt wurde. Die Bilanz wird wieder "kürzer". Zunächst könnte man meinen, dass Geld habe sich vollständig in dasselbe „Nichts“ aufgelöst, aus dem es gekommen war. Aber so ist es nicht. Den Betrag, den unser Bankkunde ursprünglich als Kredit aufgenommen hatte, haben jetzt die Lieferanten unseres Kunden oder die Lieferanten der Lieferanten unseres Bankkunden oder deren Angestellte. Es ist in der Welt. Die Geldsumme ist als monetäres Äquivalent für die Güter und Leistungen zu sehen, die unser Bankkunde geschaffen hatte und verkaufen konnte. Makroökonomisch, entspricht die durch den Kreditierungsakt „geschaffene“ Geldmenge der Wertschöpfung.(Siehe auch Irving Fishers Verkehrsgleichung).

„Geldschöpfung aus dem „Nichts“ gibt es also tatsächlich – man darf aber nicht vergessen, dass, um die Geldwertstabilität zu gewährleisten, umlaufende Geldmenge und die Menge der Güter und Leistungen übereinstimmen, in guter Proportion sein müssen. Die zuvor beschriebenen Steuerungsinstrumente werden von der Zentralbank laufend überwacht und sind ein Instrument der Geldmengensteuerung der Europäischen Zentralbank. Im Ergebnis ist jeder Euro, der durch die oben beschriebene Geldschöpfung entsteht, von ihr „gewollt“, weil er als Äquivalent zu den geschaffenen Gütern und Leistungen, der Wertschöpfung, betrachtet wird. Geld wird vernünftiger Weise immer aus dem Nichts geschöpft werden - wichtig ist nur, dass (möglichst genau) das Äquivalent, die Wertschöpfung, Güter und Leistung geschaffen werden oder vorhanden ist und nicht durch Zinsen und Zinseszinsen belastet wird. Paul Grignon hat einen aus meiner Sicht bemerkenswerten Vorschlag zur Gestaltung des Geldsystems (pdf Datei) (Beyond Money - Digital Coin Proposal) gemacht, der mit einem eindrucksvollen 7-Minuten Video-Clip ergänzt wird.

Es darf jetzt aber nicht der falsche Eindruck entstehen, dass das Geld, das dem Kreditbetrag entspricht nicht auch wieder verschwinden würde. Sobald das Geld dafür benutzt wird, um einen Kredit zurückzuzahlen ist es restlos wieder verschwunden und zwar auch dann, wenn jemand anderes einen anderen Kredit tilgt.

Anmerken kann man an dieser Stelle, dass ein "Zuviel" an Rückführung von Krediten zu deflationären Erscheinungen führt, die ebenfalls unerwünscht sind und ähnlich der Inflation zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen. Genaueres dazu an anderer Stelle.

Das wirkliche Problem sind die Zinsen und Zinseszinsen

Woher die Zinsen kommen, die bei dem ganzen Vorgang nicht geschöpft wurde, erklären diese technischen Vorgänge (wie oben beschrieben) nämlich nicht. Aus der Sicht der Bankbilanz ist alles korrekt. Woher aber die Zinsen und Zinseszinsen kommen - das wird durch das ganze procedere eben nicht erklärt. Und die Banken haben allen Grund, es zu verschweigen und nicht publik werden zu lassen.


Literaturhinweise zu: Die technischen Abläufe der Kreditausreichung bei der Bank

Diskontierter Cashflow Auswirkungen des Zinssystems

Eine andere Auswirkung der Zinsen und Zinseszinsen ist die Kurzfristigkeit mit der Investitionen betrachtet werden (müssen). Die dazu angewendete Rechenmethode ist die DCF-Analyse (Discounted Cash Flow) Analyse. In jedem finanzwissenschaftlichen Lehrbuch wird der sogenannten Diskontierte Cash Flow genau erläutert. Es ist eine Rechenmethode, nach der entschieden wird, ob sich eine bestimmte Investition lohnt oder nicht.

Die Freiwirtschaftslehre sieht eine sinkende Geldumlaufgeschwindigkeit als Hauptursache der Deflation. Die „Hortung“ von Geld entsteht dieser Lehre nach dadurch, dass eine Investition, deren Rendite geringer als die Liquiditätsprämie, nicht mehr lukrativ ist und dass deshalb das Geldangebot auf dem Kapitalmarkt kleiner wird. Dieses Horten ist denen, die über das für Ihren Lebensunterhalt erforderliche und die Verfügungsgewalt von darüber hinausgehenden Finanzmittel haben leicht möglich.

Langfristigkeit bestraft das System

Nehmen wir einmal an, Sie hätten 100.000 € zur Verfügung die Sie investieren sollten. Sie könnten das Geld zur Bank bringen, ein Unternehmen starten, in eine Energiesparmaßnahme Ihres Hauses investieren usw. Nehmen wir weiter an, Sie hätten errechnet, dass Sie für Ihre Geldanlage in den nächsten 10 Jahren jedes Jahr 10.000 € netto erhalten könnten. Dann wäre Ihnen das Geld nach 10 Jahren wieder zurückgeflossen. Am Anfang steht eine Ausgabe von 100.000 € und jedes Jahr gehen 10.000 € ein - richtig? Nach 10 Jahren haben Sie Ihr Geld wieder "raus" und die Investition bleibt erhalten. Völlig richtig.

So denkt der Finanzanalyst aber nicht - und zwar zu Recht. Bei einem angenommen Zinssatz (q) sind für ihn die 10.000 Euro nach dem ersten Jahr nur noch (rund) 9.100 € wert, und (bei gleichbleibendem Zinssatz von 10%) im zweiten Jahr nur noch rund 8.300 € usw. bis der Rückfluss von nominal 10.000 € nach dem 10 Jahr nur noch rund 3.900 € wert ist. Statt etwas in ein Wagnis oder eine nützliche Maßnehmen (Energieeinsparung) zu investieren könnte er völlig risikofrei heute (rund) 9.100 € zu 10% Zinsen anlegen und bekäme dann am Jahresende 10.000 €. Welche Entscheidung getroffen wird, hängt ganz von dem Abzinsungssatz ab, der angewendet wird. Die genaue Formel für die Berechnung der Abzinsung mit einem Abzinsungsfaktor q zum Jahr n lautet 1/(1+q)n. Tatsächlich wird nicht nur ein Faktor angewendet sondern drei 1. Der Zinssatz der bei einer reinen Geldanlage zu tragen käme, 2. Die Kapitalkosten (Fremd oder Eigenkapital) 3. Ein Ungewissheits- oder Risikofaktor. Der dritte Faktor ist ganz subjektiv . Die ersten beiden Faktoren aber hängen unmittelbar mit dem Geldsystem zusammen.

Die aus den Zinsen und Zinseszinsen erzwungenen Kurzsichtigkeit führt dazu, dass an und für sich sinnvolle Investitionen nicht durchgeführt werden. Wenn wir z.B. ein Haus nur deshalb nicht mit der langfristig wirtschaftlichen Isolierung, oder einer Solarkraftanlage bauen, dann deshalb, weil der Aufwand für diese Investition, wenn er diskontiert wurde, heute geringer ist, als die Kosten, die für den höheren Verbrauch von Energie erwartet werden.

Sie werden zu Recht mit dem Kopf schütteln und feststellen, dass das in der ferneren Zukunft doch viel teurer werden wird. Stimmt – aber diese Kosten der Zukunft werden, bedingt durch das bestehende Geldsystem, nicht oder nur unzureichend berücksichtigt. Langfristiges Denken wird bestraft. Sie müssen als Investor die Zinsen und Zinseszinsen (das Äquivalent für die reine Geldanlage und die Kapitalkosten) anschaffen. Die höheren Ausgaben für eine längerfristig sinnvolle Investition stehen in Konkurrenz zu den Lasten von Zins und Zinseszins, die niemand anders bekommt, als die, die Geld, das sie nicht haben, aus dem Nichts schöpfen dürfen und dann für Zinsen ausreichen können - Banken.

Stellen Sie sich nun aber einmal vor, welche Entscheidung der Finanzanalyst bezüglich der Investition treffen würde, wenn er sein Geld nicht horten und für Zinsen anlegen könnte - richtig - er würde mit dem Geld etwas Nützliches tun.

Heuschrecken

Eine andere Auswirkung dieses Zins und Zinseszins getriebenen Geldsystems ist folgendes: Sie hören vielleicht häufiger von „Heuschrecken“, die gesunde Unternehmen ausplündern. Ziel ist es bei solchen Raubzügen immer, die Verfügungsgewalt über das Unternehmen und sein Vermögen zu erhalten.

Wie geht das denn? Ganz einfach: Bei solchen (legalen, rechtskonformen aber vollkommen unmoralischen) Raubzügen schaut sich ein „Investor“ Unternehmen an, deren Aktien an der Börse gerade zu einem geringen Kurs gehandelt werden, deren innerer Wert aber solide ist und die meist über ein gutes Polster an flüssigen Mitteln verfügen.

Wie es zu einem solchen schwachen Börsenkurs kommt, kann verschiedene Ursachen haben, die oft rational nicht zu erklären sind, denn das ganze Börsengeschehen ist sehr abhängig von Meinungen, Gerüchten, Stimmungen. Auch Manipulationen kann man nicht wirklich ausschließen.

Oft handelt es sich um Unternehmen, die vorsichtig und verantwortungsvoll wirtschaften, die für Notzeiten Kapital zurückgelegt haben, die nicht den ganzen Gewinn ausgeschüttet haben. Vielleicht ein früheres Familienunternehmen, das nach einem Generationswechsel „endlich“ mal modern geführt werden soll.

Alles, was man nun als „Investor“ tun muss, ist vorsichtig die Mehrheit an dem Unternehmen, dass man erobern will, zu erzielen, indem man die Aktien dieses Unternehmens so lange aufkauft, bis man die Mehrheit erworben hat. Manchmal artetet das auch in regelrechte Übernahmeschlachten aus. (Eine der spektakulärsten Übernahmeschlachten, die „nach hinten losgegangen“ war, war der Versuch von Porsche, VW zu übernehmen , um an deren Milliarden zu kommen – verdient wurde trotzdem – von den Banken, die Porsche finanziert hatten. (Andere Fälle) bekommen.

Oft sind die „Investoren“ mit Fremdkapital (von Banken) ausgestattet, die hohe Zinsen kassieren. Die Anleger, die bei einem solchen „Investor“ Geld (oft Milliarden) investiert haben, wollen auch Rendite, schnell und viel. Hat der „Investor“ nun die Mehrheit erworben, wird das Unternehmen ausgeschlachtet. Es wird buchstäblich zerlegt. Man spricht sogar davon, dass das eroberte Unternehmen einen höheren „Schrottwert“ habe, als es der Marktkapitalisierung (Summe aller Aktien zum Börsenkurs) hat. Das eroberte Unternehmen hatte früher, wie oben schon erwähnt, wahrscheinlich vorsichtig flüssige Mittel (also Geld) zurückgelegt, um schwierige Zeiten überbrücken zu können, Kapital in Grundstücken und Aktien an anderen Unternehmen angelegt, keine oder kaum Bankschulden, eine gute Ertragslage, hohe soziale Leistungen für seine Mitarbeiter, die sicher auch deshalb ihr Bestes geben, damit ihr Unternehmen Bestand hat – kurz ein Musterunternehmen. Genau das wird ihm in unserem Zins und Zinseszins getrieben Geldsystem zum Verhängnis: Die früheren Eigner hatten offenbar keinen Wert auf übermäßigen Reichtum gelegt und waren verantwortungsbewusst gegenüber der Belegschaft gewesen. Durch die geringere als mögliche Gewinnausschüttung, haben Börsenteilnehmer kein besonderes Interesse an den Aktien gehabt, der Kurs dümpelt vor sich hin, ist gemessen am tatsächlichen Wert des Unternehmens zu niedrig. Damit gerät es schnell in das Blickfeld dieser „Investoren“ – die nichts anderes tun, als die Methode des diskontiere Cash-Flow konsequent anzuwenden.

Jetzt beschließen die neuen Inhaber der Stimmenmehrheiten, hohe Gewinnausschüttungen, Teile des Unternehmens (Know How, Produktionsstätten, Patente usw. werden meistbietend veräußert, ggf. werden die Grundstücke bis an die Halskrause mit Krediten belastet um noch höhere Ausschüttungen zu ermöglichen. Am Ende schmeißt man die Reste tatsächlich einfach weg. In dem Vokabular solcher "Investoren" finden Sie zu Recht alle Fachbegriffe einer Schlächterei.

Krankheit heilen - nicht nur auf die Symptome schimpfen

Diese „Investoren“ sind wahrscheinlich keine Ungeheuer, keine bösen Menschen – sie tun nur unmoralische (Moral ist eher eine sehr privat Sache) Dinge, zu denen sie das System verführt und es legalisiert. Sie tun das, was das bestehende Geldsystem geradezu erzwingt.

Solche "Investoren" und ihre Rechenmethode die DCF-Analyse sind also nur das Symptom. Die Krankheit ist das Geldsystem.

Die "Occupy"-Proteste sollten sich deshalb nicht gegen Institutionen oder gar Personengruppen richten, sondern gegen das System an sich - die Krankheit - das Zins und Zinseszinsgetrieben Fractional Reserve Banking.

Literaturinweise

Anmerkung:

Bernhard A-Litaer hat in seinem Buch Die Zukunft des Geldes in Anlehnung an die Lehre und die Erfahrungen von Silvio Gesell ein Liegegeld als Anti-Hortungsgebühr oder Nachhaltigkeitsgebühr bejaht, die wie ein negativer Zins wirkte. (S. 3737 ff. Kapital 8 „Eine globale Referenzwährung – wie Geld nachhaltig wird“, Abschnitt „Weitsichtgläser“). Möglicherweise habe ich nicht alles richtig verstanden, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass „da etwas nicht ganz stimmt“. Hinzu kommt. Dass Herr Litaer bei seiner globalen Referenzwährung einen Warenkorb definieren möchte. Ich bin solchen Warenkörben gegenüber skeptisch, weil das wieder einer Willkürmöglichkeit die Tür öffnet.

Ich gebe dem Vorschlag von Paul Grignon den Vorzug, der in seiner Betrachtung Beyond Money auch eine Form Nachhaltigkeitsgebühr oder Durchhaltekosten „eingebaut“ hat, aber nicht so strikt und der keinen Warenkorb definieren muss, weil das Geld permanent durch genau die Menge an Gütern und Leistungen gedeckt ist deren Äquivalent es ist. Zugleich ermöglicht der Vorschlag von Paul Grignon, den er, wie ich finde, sehr anschaulich in dem 7-Minuten Videoclip The Essence of Money illustriert hat, die Durchlässigkeit des Geldes seines Vorschlags zu den vorhandenen Geldsystemen.

Alle drei haben also durchaus eine ähnliche Gedankenrichtung, die interessanterweise auch von John Maynard Keynes befürwortet wird: In seinem Werk „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ schreibt er (Kapitel 17), dass „jene Reformatoren, die in der Erzeugung künstlicher Durchhaltekosten des Geldes ein Heilmittel gesucht haben….“ „somit auf der richtigen Spur gewesen“ (sind) „…und der praktische Wert ihrer Vorschläge es verdient, erwogen zu werden.“ um am Ende das bemerkenswerte Fazit zu ziehen „dass die Zukunft mehr vom Geiste Gesells, als von Marx lernen wird.“

Eine Lanze für die Spekulanten

Ja, in der Tat, Spekulation ist nicht per se "schlecht". Sie ist sogar sehr wichtig, damit solide Kaufleute sicherer kalkulieren können. Schlecht sind nur die Auswüchse der Spekulation.

Spekulation ist nicht per se schädlich, nur die Auswüchse. Ein Beispiel: Der Müller, der seinem Grossisten ein Angebot für Mehl machen soll, weiß u.U. noch nicht, wie die Ernte ausfallen wird. Da ist der Müller froh, wenn ihm jemand die Ungewissheit nimmt und ihm eine genaue Menge Korn in einer bestimmten Qualität zu einem genauen Preis zu einem späteren Zeitpunkt versprechen kann. Das tut ein Spekulant, er nimmt dem Müller das Risiko ab und geht "short" (wie man in der Fachsprache sagt). Der Bauer wiederum ist froh, wenn er er jemand findet, der "short" ist wenn die Ernte besonders gut wird und die Preise wegen des hohen Angebots fallen. Wird die Ernte dagegen schlecht muss der Spekulant "auf Deubel komm raus" das Versprochene beschaffen. Trotz schlechter Ernte, kann der Bauer u.U. noch ganz gut wegkommen. Umgekehrt funktioniert es genauso. Bauer und Müller wollen kalkulieren können. Wichtig ist nur, dass der Spekulation ein tatsächlicher Bedarf des gehandelten Wertes zugrunde liegt und nicht eine reine Wette (das Derivat) abgeschlossen wird. Die reine Wette mit Gütern, die für Menschen existentiell wichtig sind gehört verboten.

Um es ganz deutlich zu sagen: Ich empfinde solche "Geschäfte" als ganz und gar verachtenswert. Ich verstehe nicht, wie man sich über einen Geldgewinn freuen kann, wenn man weiß, dass dadurch der Hunger und der Tod anderer Menschen verursacht wird. Es ist mir unbegreiflich, wie eine Gesellschaft eines doch wenigstens scheinbar kultivierten Landes so etwas zulassen kann.

Nehmt Euch ein Beispiel an den Griechen - Ein Plädoyer für eine Vermögenssteuer

Tatsächlich, wir sollten uns ein Beispiel an den Griechen nehmen. Nicht an den heutigen Zuständen, aber an denen, die in dem Altertum herrschten.

In Athens Demokratie wurde darauf geachtet, dass die immer wiederkehrenden Ausgaben durch ebenso immer wiederkehrende Einnahmen gedeckt worden. Standen dagegen größere Gemeinschaftsaufgaben an, die nicht von den laufenden Einnahmen gedeckt werden konnten, so wurden keine Kredite aufgenommen, der Staat verschuldete sich nicht bei privaten Banken, sondern die wohlhabenden Bürger wurden zur Deckung dieser Ausgaben herangezogen. Die 1200 reichsten Bürger entrichteten eine Vermögenssteuer deren Höhe von der jeweiligen Aufgabe bestimmt war. Im Durchschnitt machte das etwas 12% des Vermögens aus. Wenn die Finanzsituation besonders außergewöhnliche Ausgaben verursachte, konnte sogar auf die Kassen der Tempel zurückgegriffen werden.

Richtig gesehen ist dieser Absatz also ein Plädoyer für eine Vermögenssteuer. Nehmen wir uns also ein Beispiel an den alten Griechen.

Erlebnisberichte mit Banken

  • Wie aus scheinbar sicheren Deutschen Bankanleihen durch schlichtes Umdeuten hochriskante Anleihen und Totalverlust werden können - und wie sich jemand dagegen wehrt. Ein echter Wirtschaftskrimi, der ein wenig an den Hans im Glück erinnert... „mundus vult decipi“ (lat., „die Welt will betrogen sein“) - will sie betrogen sein? Ich glaube nicht.

Weitere Erlebnisberichte verlinke ich hier gerne mit einem kurzen Kommentar - Einfach eine E-Mail an mich senden

Alternative Geldsysteme

Es macht sicher wenig Sinn, sich über eine Sache nur zu beschweren, wenn man keinen Vorschlag für eine Alternative hat.

Deshalb beabsichtige ich, hier über solche Geldsystem, von denen ich meine, dass ich sie verstanden habe und von denen ich glaube, dass sie Aussicht auf Erfolg haben (meine Meinung ist ganz subjektiv und erhebt keinen Anspruch darauf eine Maßstab zu sein) vorstellen.

Etwas möchte ich vorweg nehmen: Alternative Währungen sind auf dem Vormarsch.

Erste Rufe nach Verboten und Gegenmaßnahmen wurden schon laut (BitCoin). Ich rechne auch mit Versuchen, alternative Währungen zu verbieten, "Ausserkraftsetzungen" per Gesetz, Versuchen, Bitcoin-Geschäfte (oder andere zinsfreie Währungen) als sittenwidrig (?) uneinklagbar, rechtswidrig, ja sogar strafbar... einzuordnen. Ich kann mir sogar eine Zensur des Internets vorstellen "STOP - FALSCHGELD" oder ähnliches. Aber das wird nicht funktionieren... wenn Menschen sich einig sind, eine Verrechnungseinheit zu akzeptieren, dann werden sie sie auch etablieren. Irgendwann wird ein Land mit Zahlung von Steuern mit einer zinsfreien Währung zulassen - und dann wäre der Dammbruch da. Spannende Sache...

Da die Kommunen in größter Not sind, lokal aber eine großer Bedarf vorhanden ist, Leistungsaustausche zwischen lokalen Rechtsgenossen zu vollziehen, könnte m.E. die Akzeptanz auf lokaler Ebene durch Kommunen vielleicht am ehesten zur Akzeptanz führen - das wurde alles schon sehr erfolgreich gemacht, wie das Beispiel von Wörgl in Österreich zeigte. Erst unter Drohung von Armeeeinsatz beendete Wörgl das erfolgreiche Experiment im September 1933 - nach der Intervention die Österreichische Nationalbank. Die Sache war so erfolgreich und solide, dass z.B. der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier sich ganz ernsthaft mit dem Verfahren auseinandersetzte, und in den USA der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung vorschlug, ein Wörgl-ähnliches Geld mit dem Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

Vielleicht muss auch mal ein Bürgermeister eine Rechtsnorm Geldsystemen unbeachtet lassen, damit man sich mit den Konsequenzen auseinandersetzen kann.

BitCoin

Wesentliche Nachteile von BitCoins scheinen mir

  • Knappheit, so dass BitCons nicht in guter Proportion zu der Menge an Gütern und Leistungen stehen
  • dadurch (jedenfalls nicht zuletzt) starke Schwankungen im Wert der Bitcoins (Volatiliät) und damit Spekelationsobjekt

Die wichtigsten Vorteile scheinen mir zu sein:

  • Die Unabhängigkeit von Zentralbanken
  • Die Technologie
  • Möglicherweise Kombinierbarkeit mit dem Vorschlag von Paul Grignon

Paul Grignons Vorschlag Beyond Money

Lokale Währungen

Komplementäre Währungen

Bedingungsloses Grundeinkommen

Zur Existenzsicherung gehört neben einem nachhaltigen Geldsystem u.a. auch ein Geldeinkommen. Unser Wirtschaftssystem ist (nicht zuletzt auch wegen des fraktionalen Reserve Banksystems) darauf ausgelegt, die Menschen zu etwas zu zwingen, was sie oft gar nicht tun wollen. Das ist dem Zwang des Zinssystems nicht ganz unähnlich und auch eine gewisse Form von Sklaverei. Es fängt mir der Überziehung des Girokontos an, geht über den persönlichen Kleinkredit (PKK), die Haus- oder Wohnungsfinanzierung (mir falschen Versprechen der Sorgenfreiheit "nie wieder Miete zahlen" zu müssen) und endet häufig mit der Überschulung (dann ist das Haus weg, aber Schulden bleiben. Nur das mit Miete hat dann gestimmt - wer Hartz IV bezieht, dem wird die Miete bezahlt). Die Menschen sollen wohl (systembedingt) in Abhängigkeit geraten und Abhängigkeit ist eine Form von Unfreiheit. Nahezu immer mündet die (systembedingte) Geldknappheit darin, dass die meisten Menschen, die der Erwerbsarbeit nachgehen, einen Erwerbsplatz besitzen, weil sie das Geld ganz dringend brauchen, weil der Absturz ins Bodenlose droht. Aber sie haben (selten) einen Arbeitsplatz mittels dessen sie eine Tätigkeit verrichten, die sie gerne tun, wo sie mit dem Herzen dabei sind, sich deswegen auch richtig engagieren und deshalb auch überdurchschnittliches leisten.

Wäre es nicht großartig, wenn wir (nahezu) nur zufriedene Menschen vorfänden, die ihre Arbeit richtig gerne tun, mit Freude aufstehen, sich weiterbilden, ständig ihre Geschicklichkeit und Qualifikation verbessern und Hervorragendes leisten? Wenn man sich wirklich aussuchen könnte, was man tun möchte, wenn man nicht Angst haben müsste, in Bodenlose zu fallen, weil man etwas wagt - die Tätigkeit wechseln, eine Weiterbildung beginnen, sich selbständig machen... könnte das nicht zu viel mehr Engagement, Kreativität, Produktivität - mehr Leistung und Wachstum (aber Wachstum an Glück!) führen? Würden dann nicht vielleicht viele Erkrankungen zurückgehen? Es gibt eine Vielzahl von guten Aussichten, wenn man nicht ins Bodenlose fallen könnte, weil man etwas wagt.

Für diese Anforderungen gibt es aus meiner Sicht eine einfache Lösung: Ein Grundeinkommen - möglicherweise ein bindungsloses. Darüber möchte ich nachdenken... ob es funktionieren kann (ich glaube ja, ich glaube sogar ein bedingungsloses Grundeinkommen - aber Glauben recht nicht), wie man es umsetzen könnte, wie hoch es sein sollte, ... oder ob man den Gedanken verwerfen muss. Ich lade andere dazu ein mit zu überlegen - auf meiner Diskussionsseite.

Ein Gedankenexperiment

Gedankenexperimente haben den Vorteil, dass sie kein Geld kosten und alle Zutaten vorhanden sind. Fangen wir an: Unsere Güter und Leistungen werden immer produktiver immer mehr automatisch hergestellt oder erbracht. Nehmen wir einmal an, alle Güter und Leistungen würden vollautomatisch bereitgestellt sein. (Mindestens im Gedankenexperiment geht das). Wie würden wir die vielen Güter und Leistungen jetzt unter die Menschen aufteilen? Niemand kann einer Erwerbsarbeit nachgehen - alles entsteht ja vollautomatisch! Welchen Verteilungsmechanismus sollten wir sinnvollerweise wählen, um zu einer allseits akzeptierten (ich sage bewusst nicht "gerechten" - ich kann nämlich nicht erklären, was das ist- ich habe nur ein Gefühl für "gerecht"). Denken wir dich einmal darüber nach welcher Verteilungsmechanismus uns gefallen würde, wenn die Möglichkeit der Ausübung von Erwerbsarbeit immer geringer wird. Und was würden wir statt dessen tun, wenn wir keine Erwerbsarbeit mehr hätten? Wären wir alle faul? Würden wir wirklich nichts tun wollen, nur Party machen? Würden wir das wirklich wollen?

Über qualifizierte Beiträge zum Gedankenexperiment auf meiner Diskussionsseite würde ich mich sehr freuen.

Literaturhinweise

Pro

Contra

... wird fortgesetzt

Leistungslose Einkommen

Leistungslose Einkommen durch Geldhortung

Leistungsloses Einkommen durch Mietzins

Es scheint mir, dass es schon ein großes Privileg ist, Vermögenswerte weitgehend gegen Wertverfall geschützt, "parken" zu können. Ebenso scheint es mir jedoch zweifelhaft, wenn nun aus diesem Privileg auch noch ein leistungsloses Einkommen geschöpft werden kann. Noch weniger einsichtig ist mir, dass dies zum Nachteil der meisten Rechtsgenossen geschieht.

Widmen wir uns dem Thema Grund- und Hausbesitz und speziell der Situation von Menschen, die Wohnraum brauchen.

Speziell in Berlin hat in den letzten Jahren eine Entwicklung eingesetzt, die weite Teile der Bevölkerung in erhebliche Gefahr bringt, obdachlos zu werden oder doch wenigstens ungewollt aus ihrem gewohnten Lebensumfeld mit all den wichtigen sozialen Kontakten herausgerissen zu werden. Bisher habe ich bei den Piraten noch keine AG dafür gefunden bei der man sich einbringen könnte.

... wird fortgesetzt mit Fakten und Anregungen

Begrenzung von Mietsteigerung

Ohne jeden Zweifel muss ein Hauseigentümer ein Mietshaus in vernünftiger Weise bewirtschaften können. Dazu benötigt er mit Einnahmen und Einnahmen, die es ihm möglich machen, für außergewöhnliche Fälle Rücklagen zu bilden. Aus meiner Sicht nicht akzeptabel ist jedoch, wenn jemand mit einem so knappen Gut, das obendrein auch noch existenziell für die Menschen notwendig ist, ein leistungsloses, womöglich auch noch unangemessen hohes Einkommen für sich erzielt.

Tatsache ist, dass der Anteil für Mieten (Kosten der Unterkunft) an den Gesamtausgaben der Haushalte sehr grstiegen ist und der Trend anhält.

Ideen zu Möglichkeiten der Begegnung von unangemessenen Mietsteigerungen

  • Verbesserung der Datenbasis des Mietspiegels.
  • Einführung einer Kostenmiete
  • Besondere Besteuerung von Einkünften aus Mieten und Pachten
  • Verminderung der Zinsanteile an den Gesamtkosten (ich habe nur noch keine Ahnung wie) der Miete (der Zinsanteil beläuft sich bereits auf bis zu 80%)
  • Allgemeine Obergrenzen auch bei Neuvermietung festlegen
    • (Der Tagesspiegel berichtete schon am 7.6.2009: "Wer in Kreuzberg umzieht, der zahlt für die neue Wohnung 30 Prozent mehr Miete als ortsansässige Nachbarn für vergleichbare Wohnungen. Rund zwanzig Prozent beträgt die Differenz zwischen Bestands- und Neuverträgen für Mietwohnungen in der City-West sowie in Mitte oder Prenzlauer Berg. Das sind Durchschnittswerte. In Extremfällen dürften Hauseigentümer auch mal fünfzig Prozent mehr für ihre Wohnung bei einem Mieterwechsel verlangen."
    • Aus der Webseite von Rechtsanwalt Stefan Pfeiffer konnte ich folgendes entnehmen: Für die Vereinbarung des Mietpreises bei Abschluss eines Mietvertrages sind dies Vorschriften von §§ 557 ff BGB grundsätzlich nicht anwendbar. Die Miete kann bei Abschluss des Mietvertrages frei vereinbart werden, also auch über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus. Der Vermieter kann dann zwar für längere Zeit keine Mieterhöhungen geltend machen (Bis der Mietspiegel die Mietvertragsmiete überholt hat). Während der gesamten Zeit kassiert er jedoch eine Miete, die über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Genau dies ist schon seit längerem Gegenstand wohnungspolitischer Debatten. In Berlin liegen die Neuvertragsmieten oft deutlich über der jeweiligen ortsüblichen Vergleichsmiete. Der Deutsche Mieterbund fordert daher eine Begrenzung auch der Neuvertragsmieten auf die ortsübliche Vergleichsmiete. Dies würde die Entwicklung der Mietspiegelmieten erheblich dämpfen, da die Neuvertragsmieten gemäß § 558 Absatz 2 Satz 1 BGB dafür besonders bedeutsam sind.
    • Der Tagesspiegel berichtet über die SPD/CDU Pläne in Berlin die Mietsteigerungsmöglichkeiten zu begrenzen (die letzten beiden Absätze des Artikels im Tagesspiegel vom 12. Nov. 2011): max. 15% in vier Jahr, statt 20% in Jahren, Umlage von nur 9% der Modernisierungskosten jährlich statt bisher 11% und Dämpfung der Preissteigerung durch ein höheres Angebot an Wohnungen durch Neubau von jeweils 6.000 Wohnungen pro Jahr). Wenn das noch ergänzt werden würde um eine Begrenzung bei Neuvermietungen, scheine mir das eine vielversprechende Richtung.
  • Vielleicht ist es eine gute Idee, den Abgeordneten in Berlin einen Brief zu schreiben, oder zu faxen. Die Liste der Abgeordneten steht frei im Internet zur Verfügung. Eine Auswahl z.b. Nach den Bezirkslisten ist leicht möglich. Adresse: An die/den Abgeordneten XYZ Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10111 Berlin.

Gewerbliche Schutzrechte - Patente u.ä.

Meinem Eindruck nach dienen gewerbliche Schutzrechte mehr und mehr der Verhinderung von Innovationen denn deren Schutz. Erfinder, die nicht über den Schutz erheblicher Finanzmittel verfügen, laufen Gefahr, dass Dritte, insbesondere mächtige Corporationen, die Offenlegungsschriften dazu benutzen, eine erfolgversprechende Sache nachzuahmen oder das Schutzrecht aufzukaufen, wenn es den eigenen Interessen zuwiderläuft und wenn das nicht gelingen sollte, den Erfinder schlicht fertig zu machen.

Verständlicherweise verzichten bereits viele Erfinder darauf, Patente oder Gebrauchsmuster anzumelden und halten die Innovation lieber als Betriebsgeheimnis. Den Auswüchsen muss meines Erachtens ein Ende gesetzt werden.

Der Lohn für geistige Schöpfungen muss auch sein. Wenn man (ein paar tüchtige Jungunternehmer) viele Jahre an einem völlig neuen Konzept, z.B. einem Softwareprojekt, gearbeitet hat, sich selbst durch oft mehr als 15 Std. Arbeit am Tag "ausgebeutet" und viel Geld (ca. 1 Mio. in 8 Jahren) nicht als Geldanlage gehortet, sondern investiert hatte, gegen alle Widerstände von "geht nicht", "wollen wir nicht", usw. bestanden hat, dann möchte man für seine Mühe und den Einsatz auch den Lohn bekommen können und seine Werke geschützt wissen. Hier müsste sogar die Idee selbst, das Konzept geschützt werden. Ich tendiere deshalb sogar eher dazu, den Urheberrechtsschutz sogar auszuweiten auch auf Ideen und Konzepte - gleichzeitig aber einen Kontrahierungszwang einzuführen und die Exklusivität abzuschaffen. Eigentum verpflichtet - selbstverständlich. Das heißt jedem, der ein angemessenes Entgelt für eine Lizenz zu bezahlen bereit ist, müsste der Erfinder die Innovation zur Verfügung stellen. Dies könnte m.E. zu einem gerechten Interessenausgleich zwischen Erfindern und Dritten führen und gleichzeitig verhindern, dass Monopole entstehen können.

Wenn der Urheber jedem Interessierten Verwertungsrechte verschaffen müsste (zu welchen Bedingungen müsste ein Gesetz regeln), könnte man m.E. den Schutz erweitern, hätte das Interesse des Urhebers berücksichtigt und zugleich der Gesellschaft den Zugang zu den Werken eröffnet.

Ich sehe da keinen Widerspruch zu den an und für sich akzeptablen Zielen der Piraten, die mir aber noch nicht erklärt haben, wie sie den Urheber berücksichtigen wollen. Vielleicht hilft, mein Betrag.


Andere Themen

Dies sind einige Stichworte zu Themen, von den ich nicht so viel verstehe, die mich aber (im Zusammenhang mit politischen Überlegungen) dennoch interessieren und die ich vielleicht einmal aufgreifen könnte. Interesse ist sicher schön, aber man darf sich auch nicht verzetteln - nusquam est qui ubique est (Seneca).

Außenpolitik

Berufsbild Politiker

  • Eignungsprüfung für MdB, MdA?

Soziales

Altersversorgung

  • Entweder sind wir solidarisch und alle leisten mit allen Einkünfte und Vermögenswerte oder eben nicht. Aber nicht ein wenig bis zur Bemessungsgrenze und Zinseinkünfte nicht, Spekulationsgeschäfte auch nicht, Freiberufler ebenso nicht, usw. In der Schweiz, die wohl unverdächtig sein dürfte, "kommunistische" Anwandlungen zu haben, soll es so sein (ich habe es nicht geprüft), dass alle vom Geringverdiener bis zum Milliardär in das System einzahlen und alle einen Anspruch auf ein auskömmliches Einkommen im Alter haben. Wer sich mehr leisten will, kann da selbstverständlich tun. Ob das nun in der Schweiz so ist oder nicht - ich finde diesen Solidaritätsgedanken vernünftig.

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen immer älter werden und immer länger rüstig und gesund bleiben, sollte man auch einmal überlegen, das Renteneintrittsalter nach oben hin (freiwillig) offen zu halten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das es viele Bürger gibt, die gar nicht mit 65 oder 67 in den "Ruhestand" gehen wollen. Warum müssen die Rente beantragen? Warum können die nicht auf die (für sie zu frühe) Rente verzichten, länger arbeiten, länger einzahlen und dafür dann aber auch später eine höhere Rente erhalten?

Mindestlohn

Drogen

Ich teile nicht die Auffassung, dass Drogen legalisiert werden sollten. Einen Überblick über Drogen ist bei suchtmittel.de zu finden.

"Die beste Droge ist ein klarer Kopf" - ich glaube, dass jeder vernünftige Mensch diesen Gedanken nachvollziehen kann. Dieser Meinung steht nun aber eine Wirklichkeit gegenüber, die etwas anders ist als der klare Kopf. Wir haben nun einmal schwerstabhängige Mitbürger. Diese Mitbürger können gegenwärtig mit ihrer Sucht meist nur leben, wenn sie sich in die Beschaffungskriminalität begeben. Darin liegt m.E. der große volkswirtschaftliche Schaden. Ich will mich hier auf Opiate und Opiatderivate wie Heroin und Kokain konzentrieren. Wenn wir diesen Menschen, wohlgemerkt nur solchen, die bereits abhängig sind, helfen würden, die Droge kostenlos erhalten zu können, würde diesen Kosten als Einsparung der vermiedene Schaden durch Beschaffungskriminalität gegenüber stehen. Der betroffene Bürger kann sogar seiner Arbeit nachgehen. Gesundheitliche Schäden treten bei Opiaten wie Heroin in geringerem Maße auf, als bei Tabakkonsum auf. Auch kommt es auf den Einzelfall und natürlich auf die Dosis an - harmlos ist wahrscheinlich keine Droge. Der Drogenmarkt wäre bei kostenloser oder geringen Kosten für den Betroffenen bald ausgetrocknet. Niemand wäre mehr auf illegale Drogenhändler angewiesen. Es würde als keinen Sinn mehr für Drogenhändler machen, am Markt aufzutreten und neue "Kunden" "anzufixen. Dadurch, glaube ich, würde der "Nachwuchs" vermieden werden und alle die damit entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten.

Welcher verantwortungsvolle Politiker sollte sich mit welcher Begründung dieser ganz marktwirtschaftlichen Lösungsidee verschließen?

Ich bin auch nicht der Meinung, dass man alle Drogen "in einen Topf werfen" und gleich behandeln sollte. Ich bin ausdrücklich nicht dafür, Alkoholikern auf Staatskosten den "Schnaps" zu spendieren. Das ist eine andere Droge, deren nachteilige Wirkung man anders behandeln muss.