Benutzer:Raumfahrer
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| Kandidatur auf | ||
| LMV Berlin Aufstellungsversammlungen Kreiswahlvorschläge | ||
| Name | Karin Remeikis | |
| Name im Wiki | Raumfahrer | |
| Geburtsjahr | 1963 | |
| Crew | Urbanauten | |
| Squads/AGen | Forscherpiraten, Sozialpiraten | |
| Mitglied seit | 2011 | |
| Beruf | Dipl.Politologin, M.Sc.Weltraumwissenschaften | |
| Kandidatur für | ||
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Inhaltsverzeichnis
Bewerbung für BTW13 Kandidatur
Fragen an mich per:
Zu meiner Kandidatur:
Mehr Demokratie wagen für mehr soziale Gerechtigkeit. Deshalb bin ich bei den Piraten gelandet und möchte das Momentum nutzen um unsere piratischen Ziele auch auf Bundesebene fachgerecht und kompetent zu vertreten. Damit die nächste Generation es schaffen wird eine bessere, sozialgerechtere und höhere Zivilisation zu erfahren als wir es heute erleben.
Seit 1984 in Kreuzberg (x-36) Über 20 Jahre Politik Erfahrung
Fachwissen in
- Luft- und Raumfahrt
- Europaforschungspolitik
- Verkehrspolitik
- Cyber Politik e.g. IT Themen
Wieso?
Pro-aktiv einen Beitrag leisten zum - Gemeinwohl, dass auf Menschenwürde, Solidarität, Kooperation, ökologischer Verantwortung und Mitgefühl aufbaut.
Die Piratenbewegung verstehe ich als ein partizipativer, lokal wachsender Prozess mit globaler Ausstrahlung. Seit 2007 verfolge ich den piratischen Prozess und bin heute Mitglied der Piratenpartei in Berlin. Keine Partei in der BRD bietet dem Wähler soviele Plattformen um direkte und partizipative Demokratie mitzugestalten, was in stürmischen Zeiten das Bild der Parteienlandschaft verändern könnte. Call it - democracy engineering
Vor der Gründung der Piratenpartei war ich aktives Mitglied bei Bündnis90/DieGrünen. Die Entäuschungen der rot-grünen Bundesregierung von 1998 bis 2005 war jedoch zu groß. Deshalb wollte ich mich von der Realpolitik zunächst entfernen, jedoch hat mich der Alltag eingeholt. Besonders in dieser (Haupt)Stadt gehört Politik zum Alltag.
Die Studienjahre an der Freien Universität im Fachbereich Politische Wissenschaften und Amerikanistik haben mich früh mit den Kernthemen der Piraten
- Korruptionsbekämpfung
- Datenschutz, Netzneutralität, Open Government
- Bildung und Forschung, Open Access
- Kunst, Kultur, Soziales
- Verkehr und Infrastrukturen
- Europapolitik
- Weltraumpolitik / Raumzeitreise
in Verbindung gebracht und mich seitdem politisch geprägt. Als Praktikantin hatte ich die Chance die Gründungsphase von Transparency International mitzugestalten um Themen, wie Transparenz und Anti-Korruptionsmaßnahmen sowie "Good Governance" der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.
Durch das einjährige Master Programm an der International Space University konnte ich mein Fachwissen im Bereich Weltraumwissenschaften vertiefen und habe zudem praktische Erfahrungen bei der Durchführung von internationalen Projekten sammeln können.
- 1999 Corporate- und Marketing Manager für die Internationale Raumstation
- 2000 Projekt-Koordinatorin für The Planetary Society in Pasadena
- 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Bundeswehr Universität Neubiberg am Institut für Navigation und Geodäsie
- 2011 Qualitätsbeauftragte - Praktikum bei der Deutschen Bahn AG
2004 wollte ich meine Promotionsarbeit fortsetzen, jedoch wurde ich von der Gentrifizierungswelle in Kreuzberg überrollt und musste aus erster Hand erfahren, wie unsere Rechtsanwälte und Amtsgerichte immer mehr die Mieterrechte aushöhlen. Heute weiss ich, wie schnell es gehen kann mit Lügen, Lärm- und Baubelästigung sowie Schikanen verdrängt zu werden. Zudem rutschte ich in die Hartz IV Falle. Durch eine Eingliederungsmassnahme wurde ich in Jugendpädagogik ausgebildet und war in ausserschulische Kinder- und Jugendprojekte 3 Jahre mehr oder weniger ehrenamtlich beschäftigt.
Als Pirat möchte ich unser -Wahlprogramm 2013 fachgerecht und verantwortungsvoll vertreten sowie Synergien zwischen Politik und innovativen und nachhaltigen Technologien schaffen. Insbesondere Luft- und Raumfahrforschungspolitik sind Themengebiete, die wir transparenter gestalten sollten, da viele Raumfahrtprogramme vom Steuerzahler finanziert werden. Raumfahrt ist interdiziplinär und umfasst fast alle wissenschaftlichen Bereiche, jedoch hat die Luft-/Raumfahrtbranche sog. "Dual-Use" Charakter und kann sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden.
Als Pirat möchte ich die zivile Nutzung von Fernerkundungsdaten, Satellitennavigation und freie Satellitenkommunikation fördern und den Nutzen von Forschen in der Schwerelosigkeit der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Es bereitet mir sehr viel Freude mit Judendlichen Bildungsprojekte zu organisieren um Erkenntnisse aus der Atmosphären- und Mikrogravitationsforschung zu gewinnen auf die jeder Erdbewohner freien Zugriff haben soll.
Da nur soziale Demokratie partizipative Demokratie möglich macht, möchte ich viele Nicht-Piraten und Bürgerinnen bewegen sich politisch zu engagieren.
Weshalb?
Meine Motivation für die Kandidatur war das Ereignis am Pariser Platz, wo mit Hungerstreiks auf die prikäre Situation der Flüchtlingen und Asylbewerbern hingewiesen wurde. Das Verhalten von einigen Polizeibeamten im Dienst, die in der Nacht vom 30./31.10.12 vor dem Brandenburger Tor am Pariser Platz im Einsatz waren, betrachte ich mit großer Besorgnis. Ich selbst erfuhr, mit welcher polizeilicher Willkür Berliner Beamte im Einsatz handeln und dabei bewusst ihre Aufgaben und Pflichten verletzen. Leider gibt es sehr wenige, zudem unvollständige Quellen, die es ermöglichen, das Gesamtbild der Polizeibrutalität in der BRD zu umreißen. Als Politologin kann ich diese ungezügelte, innerstaatliche Gewalt nicht länger schweigsam dulden, denn die Brutalität von Bundeszollbeamten gegenüber Flüchtlingen ist bei weitem viel gravierender und findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Deshalb sehe ich dieses Mandat als Auftrag nicht nur um unsere Sozialdemokratie und Freiheiten zu verteidigen, sondern die Menschenrechte im Allgemeinen. Nicht um sonst haben wir eine einzigartige Verfassung, wo die Menschenrechte an erster Stelle stehen (Grundgesetz - GG), denn jeder Mensch ist zur Freiheit berufen und befähigt. Die wachsende soziale Spaltung in der BRD schränkt immer mehr die Freiheit von immer mehr Menschen ein. Insbesondere die Interessen der armen und schwächeren Bürger und Bürgerinnen in dieser Gesellschaft werden von unseren bisherigen Bundestagsabgeordneten nicht richtig artikuliert bzw. leidet die politische Elite am Realitätsverlust. Zudem kann ich nicht weiter schweigend zusehen, wie Korruption langsam die mangelnden Ressourcen der Bürger verschlingt.
Welche Politikresultaten oder politischen Erfolgsgeschichten hat die bisherige Regierung zu verzeichnen? Auch wenn die beiden Volksparteien sich dem Thema der sozialen Gerechtigkeit widmen, wer kann ihnen noch vertrauen? Schließlich sind sie es gewesen, die unsere Grundrechte ausgehöhlt haben und weiterhin den sog. industriellen-militärischen Komplex fördern auf Kosten der sozialen Sicherheit. Es reicht! Einmischen ist nach Artikel 20 (Verfassungsgrundrechte und Widerstandsrecht) Abs. 4 GG für jeden Deutschen ein kategorischer Imperativ geworden - denn nur gemeinsam können wir was bewegen. Mehr zivilen Widerstand braucht das Land, sonst wird es keine Umverteilung von oben nach unten geben und die Alten, Armen und Ausländer (AAA) werden weiter verdrängt und die Teilhabe an der Postwachstumsgesellschaft bleibt uns Besitzlosen vergönnt.
Warum?
Damit wir auch morgen noch eine soziale Demokratie sind und unsere Grundrechte bewahrt bleiben. Seit 9/11 wird die Universalität der Menschenrechte durch den "War on Terror" immer weiter ausgehöhlt, deshalb fordern wir
- die Wahrung der Menschenrechte
- die Wahrung der Privatsphäre - gegen den Überwachungsstaat und Nein zur Anti-Terror-Datei
"Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,..."- Allg. Erklärung der Menschenrechte
Basierend auf den Menschenrechten möchte ich insbesondere das Recht auf Meinungsfreitheit im Vordergrund stellen. Es ist im Artikel 10 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten festgelegt: Artikel 10 – Freiheit der Meinungsäußerung 1. "Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Meinungsfreiheit und die Freiheit ein, Informationen und Ideen ohne behördliche Eingriffe und ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen zu empfangen und weiterzugeben. "
Es kann nicht sein, dass ein Soldat inhaftiert wird, weil er der Menschheit die Grausamkeit des Krieges offenbart und geheime Informationen und Bilder der Öffentlichkeit übermittelt. Wir alle haben diese Aufnahmen gesehen, als während des Irak Krieges US Soldaten Zivilisten und sogar einen deutschen Journalisten aus den fliegenden Hubschrauber töteten. Der US Soldat, Bradley Manning, hat hier m.E. richtig gehandelt, jedoch sitzt er bis heute in Haft und seine Chancen mit 25 Jahren ein normales Leben zu leben, sehen nicht gut aus. Deshalb möchte ich mich insbesondere für die Freilassung von Bradley Manning (der vergessene Soldat) einsetzen, denn er hatte die Courage Widerstand zu leisten...und hat wissentlich der Menschheit geholfen, die Augen zu öffnen über die Lage in Irak und wer den "Terror" verbreitet.
Wir leben in einer Wissensgesellschaft und ohne „informationelle Selbstbestimmung, freier Zugang zu Wissen und Kultur und die Wahrung der Privatsphäre “ (Unser Grundsatzprogramm) werden die totalitären Elemente im Staatssystem zunehmen. Dafür brauchen wir Infrastrukturen und freier Zugang ins Internet sowie Netzneutralität. Der sofortige Aussbau von Breitbandnetzen wird zurzeit gebremst wegen der Kosten und Investitionen, jedoch verschleudert die Regierung ihre Gelder auf vielfältige Art.
Rüstung vs. soziale Sicherheit
In welchem Umfang durch die Steigerung der Rüstungsausgaben einzelne Sozialausgaben beschnitten werden, kann ich an dieser Stelle nicht erläutern, jedoch wird niemand bestreiten, dass bei gegebener Haushaltsgröße die überproportionale Steigerung eines Etatpostens zu Einsparungen bei einem anderen zwangsläufig führt. Der Verteidigungshaushalt ist seit 2000 ständig gestiegen. 2012 umfassten die Ausgaben rund 32 Milliarden Euro. Die tatsächliche Höhe des Militäraufwands ist heute kaum zu beziffern, da viele Programme und Forschungsvorhaben als zivil, e.g. spezifischer Dual-Use Charakter, gelten oder von der EU co-finanziert werden. Als Pirat möchte ich verantwortungsvoll mit diesem Dilemma umgehen und Weltraumforschung fördern, jedoch militärische Programme prüfen, evaluieren und einfrieren (z.B. MEADS) bzw. militärische Kapazitäten für zivile Zwecke nutzen (z.B. ICBM Raketen). Was wir dringend benötigen sind angemessene Lösungen für veraltete Rüstungsgüter. Die Abrüstunganstrengungen nach dem Ende des Kalten Krieges wurden aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. Umweltzerstörung, Hochrüstung und Technologiefolgen suchen weiterhin nach vernüftigen und intelligenten Lösungen. Wir Erdlinge wissen bereits, dass die Erde rund ist und wir vor neuen Herausforderungen stehen, die sich nur gemeinsam auf der Erde lösen lassen. Kurz die sicherheitspolitschen Herausforderungen sind komplexer, die Risiken weniger kalkulierbar. Überwachungs- und Frühwarnsysteme soll der Steuerzahler finanzieren. Gleichzeitig soll der Steuerzahler nicht nach Arbeitsplätzen suchen, sondern selber welche schaffen am besten mit intelligenten Geoinformationsdienstleistungen (GIS), damit die Kapazitäten auch wirklich voll genutzt werden (technology push - market pull Prinzip). Ähnliche Debatten hat bereits Dr. Rosa Luxemburg geführt und die kritische Frage, "ob die hohen Militärausgaben nicht besser für Zwecke ausgegeben werden sollten, die breiten Schichten nützlicher sind", wird mit der Technologie raffiniert verknüpft. (Robots für die Altenpflege)
Um unsere Zukunft zu verbessern, sollten wir zum Beispiel mit der Erhaltung unseres blauen Planeten anfangen und mit Eisen Fertilisierung (OIF=Ocean Iron Fertilization) versuchen die CO2 Emissionen zu reduzieren. Eine Alternative gibt es noch - auf zu neuen Planeten. Die "global Exploration Strategy"kann der Schlüssel für die nächste Generation sein.
Steuern wir die Steuer
Anstatt GEZ Gebühren ein Solidarbeitrag in Höhe von 20-30 EURO für den fahrscheinlosen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) - Dieses Konzept hat sich in mehreren Städten wie in Hasselt und Tallin bewehrt. Die monatliche Abgabe in Höhe von 20 Euro würden aussreichen um eine "Win-Win Situation" für Bürger und ÖPNV zu erzielen. Der Individualverkehr würde dadurch entlastet bzw. sind die Anreize größer auf den ÖPNV zu wechseln. Die Emissionsbelastungen und die Risiken von Lungenerkrankungen, insbesondere bei Kleinkindern würde sich verringern und wir alle würden so einen Beitrag leisten unseren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Die Piratenpartei ist ernsthaft bemüht mit innovativen Ideen die Koyoto Forderungen einzuhalten. Neben den typischen IT Themen, setzen wir uns für eine nachhaltige und intelligente Verkehr- und Energiepolitik ein. Die Zukunft ist Mobilität - Stichwort:Transeuropäische Netze.
...apropos Haushaltsteuer
"Laut Verfassungsrechtler Ingo von Münch ist die Haushaltsgebühr, die 2013 die bisherigen GEZ-Kosten ablösen soll, verfassungswidrig. Der Jurist sieht in der neuen Abgabe einen Eingriff in die „Freiheitssphäre des Bürgers“. Der fünfzehnte Rundfunkänderungsstaatsvertrag steht in den Landesparlamenten Kiel und Düsseldorf bisher noch zur Debatte. GEZ!" Aslo auch hier ist ziviler Widerstand gefragt. Petitionen suchen nach Haushaltssteuer ablehnen und klagen.
