Benutzer:Permeabel

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Personalien

  • Christian Reidel
  • Jahrgang 1966
  • aus Passau
  • Pirat seit 2011

Aktuelle Tätigkeiten

  • politischer Geschäftsführer des Bezirksverbands Niederbayern
  • Rechtsabteilung LV Bayern
  • Presseteam für LPT in Straubing

Bisherige Aktivitäten innerhalb der Partei

  • Unterstützung der Gründung einer Piraten Hochschulgruppe an der Uni Passau
  • Unterstützung verschiedener KVs in Satzungsfragen
  • Koordinator der Unternehmerpiraten
  • Koordinator Taske Force Recht LV Bayern

Eigene politischen Ziele

Ich setze mich für offene, freie Kommunikation auf allen Ebenen ein. Dazu gehört aber auch, dass sich jeder Einzelne (auch jeder einzelne Pirat) bewußt ist, dass zu dieser Freiheit auch die Freiheit gehört Grenzen zu setzen und diese auch beim anderen zu respektieren. Diese vermeintliche Binsenweisheit müssen wir nicht zuletzt auch nach innen leben. Gerade mit unserer piratigen Kommunikationskultur ist die Gefahr von nutzloser Energievergeudung (Stichwort "Shitstorm") hoch, weil die Gefahr von Mißverständnissen höher ist als bei einer direkten, persönlichen Kommunikation, ohne die auch wir Piraten nicht leben können. Doch auch hier sollten wir uns stets bewußt sein, dass wir an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, was das Miteinander stärkt, unabhängig von sachlichen Positiponen.

Sachpolitisch setze ich mich für eine liberale, soziale und pluralistische Gesellschaftsordnung ein. Ich will keine Revolution, sondern eine Reform unseres demokratisch verfaßten Rechtsstaats, der die Entfaltung jedes Einzelnen fördert und damit das Gemeinwesen stärkt.

Dazu gehört einerseits eine Förderung des Unternehmertums, Beschneidung von administrativem Blödsinn und damit ein Anreiz für Unternehmer und Unternehmen wirtschaftend tätig zu sein. Gleiches gilt für unser Steuersystem. Dieses sollte grundlegend reformiert und vereinfacht werden. Gleichzeitig bedarfs es einer Umkehr des bereits weit fortgeschrittenen Prozesses der Verteilung von unten nach oben Im Interesse eines nachhaltigen und sozial gerechten Wirtschaftens setze ich mich ein, Förderungen von Großunternehmen sehr kritisch zu hinterfragen und vor allem Unternehmen zu unterstützen, die sich mit nachhaltigen Technologien und Produkten beschäftigen sowie dezentral tätig sind. Dazu gehört insbesondere die Energiewirtschaft und die Lebensmittelindustrie.

Der Verbraucherschutz sollte gestärkt werde. Umgekehrt sollte sich aber jeder Verbraucher seiner Verantwortung (und durchaus auch Macht) bewußt sein und diese nutzen. Es paßt nicht zusammen, einerseits Abofallen im Internet (zu Recht!) zu verurteilen, aber gleichzeitig bedenkenlos die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Internetanbieters als akzeptiert zu bestätigen, weil es ja "nur" eine Reise, ein Klingelton oder der Zugang zu Facebook ist. Wo die Eigenverantwortung an Grenzen stößt muß der Verbraucherschutz einsetzen.

Gleichzeitig setze ich mich dafür ein, dass unser Gemeinwesen Menschen unterstützt, die -aus welchen Gründen auch immer - am Wirtschaftsleben nicht teilhaben und für ihr menschenwürdiges Auskommen sorgen können. Aus diesem Grund befürworte ich die Stärkung und Anerkennung des Ehrenamts, auch durch finanzielle Anreize und die Stärkung von Bildungsangeboten für diese Menschen. Das Phänomen der sog. HARTZ IV Familien, bei denen mitterweile generationenübergreifend die einzige Lebensperspektive der Hartz IV Bezug ist hat zu einem nicht geringen Teil seine Ursache in nicht ausreichenden Anreizen und Angeboten für Bildung, Ausbildung und Arbeitsplätze für diese Menschen.

Dieser Ansatz kann jedoch nur funktionieren, wenn sich möglichst viele Menschen bewußt sind, dass zunächst jeder für sein persönliches Glück und seine Entwicklung selbst verantwortlich ist. Wer nicht bereit ist, im Rahmen seiner Möglichkeiten für sich (oder idealerweise auch für andere) aktiv zu sein hat keine Rechtfertigung diese Aktivität und Unterstützung von anderen einzufordern. Dies gilt nicht nur für wirtschaftliche, sondern für alle Aspekte gemeinschaftlichen Zusammenlebens, einschließlich der politischen Arbeit.

Ich stehe für die menschliche Vielfalt unserer Gesellschaft, Freiheit des Glaubens, der politischen Überzeugung, der geschlechtlichen Orientierung und der Selbstverpflichtung, dies auch bei anderen zu akzeptieren. Diese Überzeugungen sollten verstärkt Eingang in unser Bildungswesen finden. Diese Akzeptanz habe ich nicht für Extremisten jeder Art, die vorgenannte Grundüberzeugungen nicht teilen.

Die Vollendung der europäischen Union als politische Union ist für mich ein Ziel von überlebenswichtiger Bedeutung. Hierzu gehört allerdings eine Reform der EU, insbesondere eine massive Aufwertung der Bedeutung des Europäischen Parlaments mit weitreichenden Kompetenzen in allen politischen Bereichen, ähnlich, wie sie heute die nationalen Parlamente haben. Langfristig wäre ein föderalistisches System auf europäischer Ebene. Neben dem ursprünglichen Motiv ("Nie wieder Krieg in Europa") kommt zunehmend auch eine exestenzielle wirtschaftliche Bedeutung hinzu. Deutschland ist eine große Exportnation, ist aber global betrachtet zu klein, um langfristig eine gewichtige Rolle zu spielen. Nur in einem wirtschaftlich gesunden Staat mit einer Bevölkerung ohne Existenzsorgen können Toleranz und Weltoffenheit gedeihen.



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Piraten in Passau
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