Benutzer:Mbruehl/Fragen Vorstand
- Stefan Pfeil: Du bist bereits im aktuellen Kreisvorstand. Was ist dein persönliches Fazit aus diesem Jahr? Was wirst du bei einer Wiederwahl in den Kreisvorstand anders machen?
Marcus Brühl Ich finde Ihr habt viel erreicht - strukturseitig sogar mehr und effektiver (Pressearbeit) als ich es für möglich gehalten habe. Als Beisitzer werde ich in Konfliktfällen weniger zurückhaltend sein, als ich es als Vorsitzender für richtig erachtet habe.
- Stefan Pfeil: Welche Rolle spielt deiner Meinung nach der Kreisvorstand für die Außendarstellung der Partei und den innerparteilichen Umgang? Wie wirst du im Fall deiner Wiederwahl in den Kreisvorstand diese Verantwortung konkret und ggf. anders als bisher ausgestalten?
Marcus Brühl Ich bin immer noch Anhänger des "verwaltenden" Vorstandes, so das die eigentliche Öffentlichkeit den "Themenköpfen", also Fachsprechern bzw. dem Pressesprecher/Gesamtvorstand gehören sollte. Nach Innen hat der Vorstand eine vermittelnde/ausgleichende Rolle wahrzunehmen, um möglichst viele Mitglieder in der Arbeit "bei der Stange" zu halten. Aus den gemachten Erfahrungen würde ich hier die mahnende/maßregelnde Komponente verstärken.
- Michael Hilger: Du schreibst selbst: "Da ich einfach nicht genug Zeit hatte, habe und haben werde, um der Rolle eines Vorsitzenden die angemessene Aufmerksamkeit zu schenken, werde ich nur als Beisitzer kandidieren. "
NUR als Beisitzer?? Wenn man die eingesetzte Zeit, den Aufwand und die Arbeit zwischen Vorsitzenden und Beisitzer mal vergleicht stellt sich mir die Frage: Denkst Du, dass Du über deutlich mehr Zeit verfügst als vorher? Hast Du es zwischenzeitlich geschafft, Dein Dauer To-Do zu erledigen? Nein, ich meine nicht das Postfach..
Welche Aufgaben hat denn Deiner Meinung nach ein Beisitzer?
Marcus Brühl Deiner persönlichen Frage Antworte ich auch persönlich. Ich bin weiterhin der Meinung, dass es bis auf den Titel keinen Unterschied zwischen Beisitzer und Vorsitzenden geben sollte, sondern das das Vorstands-Team die Aufgaben dynamisch gemeinsam löst. Wir müssen alle sehen, wie wir die Parteiarbeit in unseren Alltag einbinden können. Hier gebe ich zu, dass die Piraten definitiv nicht an Nr. 1 meiner Prioritäten stehen. Ich halte Leute wie mich und Martin aber z.B. als besonnene/ausgleichende/schlichtende Faktoren für notwendig (ohne mich jetzt mit Martins Arbeitspensum für die Partei vergleichen zu können). Es wird immer einen Unterschied im Arbeitspensum der Vorstandsmitgieder geben. Ich habe dies auch nie bestritten, bilde mir aber ein, mich nicht mit fremden Federn geschmückt zu haben.
Aus diesem Verständnis heraus ist meine Aussage "nur" nicht herabwertend, sondern als "nicht mehr als Vorsitzender" gemeint. Deine angedeutete Arbeitsverteilung ala "Beisitzer ackern, Vorstände stehen vor" teile ich nicht, auch wenn es für dich so aussehen mag.
Im Gegensatz zu Dir erwarte ich kein erzwungenes Feedback zu meinen Tätigkeiten. Wenn etwas erledigtes untergeht, dann geht es eben unter, ich habe es für die Piraten gemacht und es wird schon wirken.
Ich verteile meine Kapazitäten definitiv gewählt auf die Themen die ich wichtig für die Piraten halte. Ich halte viele unserer Aktivitäten bei unserer Größe für übertrieben und deshalb ineffektiv (z.B. ein riesiges Grundsatzprogramm/Satzungsfoo). Aber da die Mehrheit sie machen wollte, habe ich aus meinem Partei-Verständnis heraus nicht opponiert. Deshalb vielleicht meine Zurückhaltung in vielen Sitzungen und auch die Einsicht, das ein Vorsitzender dies eigentlich aktiv unterstützen sollte.
Aber bei den mir wichtigen Aktionen (Plakate holen/hängen/abhängen, Infostände, Verteilen, Pressemitteilungen etc.) bin ich immer dabei gewesen.
Ich kann meine begrenzte Arbeitsleistung als Beisitzer nur anbieten, ansonsten wird sie eben nicht als Beisitzer, sondern als Pirat erbracht.