Benutzer:MCS

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Ich bin kein Informatiker, ich beanspruche Minderheitenrechte! MCS

  • „S-H“ gehört nicht zu den möglichen Werten dieses Attributs (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen).
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Kurzprofil
Persönlich
Name: Malte C. S.
Nick: MCS
Berufl. Qual.: Architekt / Musiker
Geburtstag: 1978
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Landesverband: S-H
politischer Kompass:
mein politischer Kompass
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: mcspipa ät yahoo punkt de


Meine Standpunkte:

Politische Ausrichtung der Piraten:

Auch wenn es manche nicht gerne hören. Die Piraten sind meiner Meinung nach nicht politisch mittig. Sie sind piratig! Wenn man aber die alten politischen Koordinatensysteme zu Rate zieht, in denen zwischen links, rechts, oben und unten unterschieden wird, in denen zwischen sozial und neo-liberal, zwischen authoritär und liberal unterschieden wird, muss man feststellen: Die Piratenpartei ist linker und liberaler als jede der etablierten Parteien. Sie ist links und unten. Sie fordert, dass jeder an der Gesellschaft teilhaben kann und nicht von oben herab regiert wird. Sie fordert freies Wissen für alle und freien Wettbewerb der Ideen. Das sind soziale und freiheitliche Ideen. Und das ist gut so, und dafür sollte sich keiner schämen. Die Piraten haben nämlich offenbar erkannt was die Stunde schlägt: Die Freiheit ist in unserer Gesellschaft ein hohles Schlagwort geworden. Es gibt keinen fairen Wettbewerb wenn nicht jeder Zugang zu Wissen, Geld und Produktionsmitteln hat. Die Piraten sind überwiegend jung, intelligent, wollen gute Ideen umsetzen die den Menschen nutzen bringen. Sie fordern deshalb zu Recht einen freien, fairen Wettbewerb (liberal) in dem wirklich jeder (sozial) durch gute Ideen im Wettbewerb teilnehmen kann, egal wie reich seine Eltern sind, egal wieviel er von seinen Großeltern geerbt hat. Oder fordern sie das nicht? Ok, sagen wir mal so, sie sollten es fordern...

Orientierung an der Mitte , oder an Randgruppen?

Manche Piraten wollen, dass sich die Piratenpartei zu einer Partei der Mitte, der "Normalität" entwickelt. Meine Meinung nach ist das der falsche Weg. Die Mitte, das ist der Durchschnitt, der normale Bürger, der Bürger der der "Norm" entspricht. Die etablierten Parteien suchen die Mitte, weil dort die Mehrheit zu finden ist. Die Mehrheit der Bürger ist "normal", durchschnittlich. Die Mehrheit hat in unserer Demokratie, in der die Regierung von der Mehrheit gewählt wird, sowieso keine spezifischen Probleme. In unserer Gesellschaft sind es die Randgruppen, die Minderheiten, die unsere Aufmerksamkeit brauchen. Die Randgruppen der intellektuellen ebenso, wie die Randgruppen der Penner und Obdachlosen. Selbst junge Leute sind in unserer Gesellschaft heute eine Minderheit. Die Piratenpartei kann nur eine Existenzberechtigung verteidigen, wenn sie die Randgruppen anspricht. Die Armen, die Penner und Junkies, brauchen hilfe um vom Rand wegzukommen. Aber wir brauchen auch kulturelle und intellektuelle Vielfalt. Die Piraten müssen so eine Vielfalt als positiv erkennen und die Vorzüge herausstellen.

Wer A sagt, muss auch B sagen:

Wer geistigem Eigentum kritisch gegenübersteht, muss auch anderen Formen von Eigentum kritisch gegenüberstehen. Bei uns schützt der Staat Eigentum. Daraus ergeben sich Eigentümerrechte. Allerdings muss die Gesellschaft auch die Pflichten der Eigentümer einfordern. Wenn Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stehen muss, dann muss auch sonstiges Eigentum der Allgemeinheit zugänglich sein. Natürlich kann man das Privateigentum respektieren, genauso wie man das Urheberrecht respektieren kann. Aber keine Gesellschaft ist stabil in der nicht jeder die Möglichkeit hat sowohl vorhandenes Wissen, als auch vorhandenes Geld und materielle Güter zu nutzen.

Wirtschaft:

Ich bin für Wettbewerb, für Freiheit. Ich habe die Hoffnung, dass sich in einem echten, fairen Wettbewerb gute Ideen durchsetzen, die den Menschen Nutzen bringen. Ok, die FDP will Freiheit, aber der freie Wettbewerb, den sie fordert, ist nicht wirklich frei und fair. Die FDP übersieht den, im Grundgesetz verankerten, Satz: "Eigentum verpflichtet". Sie setzt nur auf den Schutz des Eigentums. Übrigens auch des geistigen Eigentums. In einem FDP-Wettbewerb wird nur der reicher Reicher, und derjenige der nichts hat, muss sich dem reichen Anbiedern um an sein Geld zu kommen, auch wenn er vielleicht lieber andere Ideen umsetzen würde, die der Menschheit größeren Nutzen bringen.

Genauso, wie Wissen und Informationen der Allgemeinheit zugänglich sein müssen, um einen fairen, kreativen Wettbewern der Ideen zu ermöglichen, so muss materielles Eigentum und Geldvermögen der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Ich bin nicht für Enteignung. Aber wenn z.B. ein Bürogebäude oder öffentliche Gebäude nachts leer steht, warum sollen Obdachlose dann nicht die Möglichkeit haben dort zu übernachten, oder ein junges Unternehmen die Räume günstig nutzen dürfen, die sonst leer stehen? Ein Wettbewerb ist nur dann fair und frei, wenn jeder die Möglichkeit hat vorhandenes Wissen, Geld und materielle Werte zu nutzen um mit ihm neues zu schaffen.

Demokratieverständniss:

Demokratie darf nicht bedeuten, dass die Mehrheit herrscht. In der Demokratie soll das Volk regieren, nicht die Mehrheit im Volk. Minderheiten dürfen nicht unter der Mehrheitsentscheidung leiden. Demokratie wird zu verwechselt mit Mehrheitsherrschaft. Natürlich darf die Mehrheit für sich Entscheidungen treffen. Aber es ist nicht demokratisch, wenn die Minderheit "sich fügen" muss. Eine wahrhafte Demokratie ist beispielsweise die Konsensdemokrate, in der Entscheidungen einstimmig getroffen werden müssen, und sei es die Entscheidung, dass man sich darauf einigt, dass die Meinungen unterschiedlich sind. Auch können durch einfachere Möglichkeiten der Einklagung von Menschen- und Grundrechten Minderheiten vor Mehrheitsentscheidungen geschützt werden.


Hochbegabten- und "Minderleister"-förderung:

Jeder Schüler soll gemäß seinen Fähigkeiten und seinen Talenten behandelt werden. Unser Bildungssystem setzt zu sehr auf den durchschnittlichen "Normschüler". Jemand der aus dieser Norm abweicht, sei es nach oben oder unten, wird von vielen Lehrern als Störenfried empfunden und aussortiert. Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten junge Menschen auszusortieren. Wenn jeder Schüler gemäß seinen Fähigkeiten lernen und leben kann, dann findet jeder seinen Platz in der Gesellschaft. Dazu muss der Schüler als Individuum gesehen und erkannt werden.

Gleichberechtigung von Chronotypen:

Der Mensch soll beurteilt werden nach dem WAS er macht, nicht WANN er es macht. Dass Menschen unterschiedlich sind, zeigt sich auch an ihren Schlaf- Wach- Rhytmen. Manche sind erst spät wach, manche schon sehr früh. In unserer Gesellschaft ist eine latente Diskriminierung von sogenannten Spättypen erkennbar. Frühes Aufstehen wird fälschlicherweise mit Fleiß gleichgesetzt und spätes Aufstehen mit Faulheit. Das ist falsch. Wann jemand wach ist, hat genetische Ursachen und hat nichts mit Faulheit oder Fleißigkeit zu tun. Die Schul- und Arbeitszeiten richten sich nach den gesellschaftlichen Normen in denen "der frühe Vogel" als Vorbild herhalten muss. Darunter leiden zum Beispiel Spättypen, die einen Schlafmangel haben und dadurch krank werden. Ich fordere, dass jeder Mensch frei wählen kann zu welchen Zeiten er arbeiten, lernen und schlafen will, ohne dadurch berufliche oder gesellschaftliche Diskriminierung zu erfahren. Die 24 -Stunden Gesellschaft ist Realität und muss anerkannt werden. Man muss sich von der Illusion verabschieden, dass alle Menschen gleichzeitig wach sind, und gleichzeitig schlafen.

Demografischer Wandel:

In den Jahren 1955 bis 1966 wurden sehr viele Babys geboren, nach 1970 (Pillenknick) sehr wenige. "Junge" Leute unter 40 sind heute in Deutschland eine Minderheit. Die Regierung wird von der Mehrheit gewählt. Die Gesetze werden von der Mehrheit verabschiedet. Dass daraus Probleme entstehen versteht sich von selbst...


Piratenpartei

Was ich an der Piratenpartei mag? Z.B., dass man endlich mal Politik machen kann, ohne dass eine zahlenmäßig erdrückende Masse von 45-55 jährigen "Baby Boomern" alles dominiert.