Benutzer:Leilo
| Kurzprofil | |
|---|---|
| Persönlich | |
| Name: | Lilian Dorsch |
| Nick: | Leilo |
| Wohnort: | München |
| Berufl. Qual.: | Studentin |
| Politisch | |
| Partei: | Piratenpartei Deutschland |
| Eintrittsdatum: | Oktober 2013 |
| Mitgliedsnummer: | 44280 |
| Landesverband: | Bayern |
| Bezirksverband: | Oberbayern |
| Kreisverband: | München |
| Kontakt | |
| Webmail: | Form-Mailer |
| Anschrift: | München |
| Mail-Adresse: | ldorsch@outlook.com |
Rücktritt als stellv. Vorsitzende im KV München
Am 11.10.2014 bin ich als stellvertretende Vorsitzende zurückgetreten und habe meine Beauftragung als Pressesprecherin für München und Oberbayern niedergelegt.
Ich habe keine Zweifel mehr, dass dies der einzig richtige Schritt für mich persönlich ist. Die Zukunft der Piratenpartei erscheint mir aussichtslos und ich habe das Gefühl, dass ich meine Zeit in dieser Partei verschwende. Die Wahlen seit 2013 haben verdeutlicht, wie uninteressant uns die Leute finden und dass sie ihre Stimme nicht in diesen chaotischen, sich andauernd streitenden Haufen vergeben wollen. Ich glaube nicht mehr daran, dass die Partei es nochmal über die 5% schaffen wird, geschweige denn politisch - egal ob auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene - eine Rolle spielen wird.
Schon seit einiger Zeit bin ich nicht mehr mit vollem Herzen bei der Sache. Vielmehr ist die Piratenpartei zu einer Pflichtaufgabe geworden, die mir keine Freude mehr bereitet. Ich wollte als Vorstandsmitglied die Jugendarbeit voran treiben und bin gescheitert. Ich merke, wie wenig junge Leute sich für Politik interessieren und die wenigen, die es tun, werden abgeschreckt von Leuten, die sich in Szene setzen, die sich für sehr wichtig halten und die uns mangelnde Lebenserfahrung vorwerfen. Von den jungen politischen Pirat*innen, die ich letztes Jahr noch zum Teil kennen lernen durfte, sind leider fast alle inaktiv geworden oder ausgetreten.
Ich bin es leid, dass sich diese Partei ausschließlich mit sich selbst beschäftigt und die eigentliche Aufgabe, die politische Arbeit, auf der Strecke bleibt. Die, die Ideen haben, werden blockiert oder nicht unterstützt. Geht es aber um OMs oder persönliche Gespräche oder Moderationen auf Mailinglisten sind die meisten brennend bei der Sache.
Ich bin es leid, dass sich Leute mit ihren Vorstandstiteln schmücken, sich über ihre Ämter definieren und meinen, in kleinen Kreisen die Münchner Piratenpartei ausklüngeln zu müssen. Das peinliche dabei ist, dass wir weder Macht noch Erfolg haben und die einzigen, die es mal wieder interessiert, die Piraten selber sind.
Ich denke, es ist an der Zeit, dass die Basis die Arbeit des KV-Vorstandes reflektiert. Innerhalb von 7 Monaten sind nun mit mir 3 Vorstandsmitglieder zurückgetreten. Einfach so?
Ich bin politisch interessiert und habe (noch immer) Visionen und Ideale. Ich merke, dass ich diese an meinem Küchentisch zu Hause mit meiner WG oder meinen Kommiliton*innen in der Uni politischer und intensiver diskutieren kann, als in der Münchner Piratenpartei.
Zu einem kleinen Teil spielt auch der zeitliche Faktor eine Rolle. Ich absolviere derzeit zwei Semester in der Zeit von einem, ich habe einen Nebenjob, ich engagiere mich bei Geflüchteten und ich sitze im Konvent der Fachschaften. Und was den meisten Parteimitgliedern wohl auch eher fremd ist: ich habe auch ein Privatleben, das außerhalb dieser Partei stattfindet.
Ich habe in der letzten Zeit festgestellt, dass ich auch ohne Piratenpartei politisch sein kann. Das klappt sogar besser als mit Piratenpartei. Mit dieser Haltung kann ich die Münchner Piratenpartei als stellvertretende Vorsitzende nicht mehr vertreten.
Trotz allem bin ich für die Erfahrungen, die ich im letzten Jahr sammeln durfte (insbesondere in der Pressearbeit), dankbar.
Mein Tätigkeitsbericht vom 25. Mai bis 11. Oktober 2014
Als Vorstandsmitglied habe ich versucht, junge Leute in die Partei zu bringen. Wir haben uns in der LGS oder auf Demos getroffen, haben Nachtinfostände veranstaltet und waren zuletzt sehr jung am Corso Leopold vertreten. Darüber hinaus habe ich mit verschiedenen Leuten an der LMU gesprochen, um die Hochschulgruppe der Piraten wieder zu beleben. Dies ist aber mit den wenigen Studierenden der Jungen Piraten nicht wirklich möglich.
Ich habe im Rahmen einer Forschung über die Piratenpartei ein Interview für die LMU gegeben und mich mit verschiedenen Referaten, die in der Hochschulpolitik aktiv sind, vernetzt.
Ich war an der Organisation und den Vorbereitungen für die #StopWatchingUs Demo in Bad Aibling beteiligt (hier ein herzliches Danke an Wolfgang Britzl, das er bis dato leider offiziell noch nicht erhalten hat), die es sogar in die Tagesschau geschafft hat.
Ich habe durch eine Veranstaltung für Stolpersteine in München, die Initiative in den Vorstand gebracht, selber Pate für einen Stolperstein zu werden.
Zuletzt habe ich auf dem Hanftag im September eine Rede im Namen der Piratenpartei gehalten.
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Vergeben von Olaf Konstantin Krueger für piratiges Engagement auf der Presseschulung #pby141.