Benutzer:Gefion/BuVo2013
Inhaltsverzeichnis
Meine Kandidatur zum Beisitzer im Bundesvorstand
Ich kandidiere auf dem Bundesparteitag 2013.2 in Bremen für das Amt des Beisitzers im Bundesvorstand.
Ich bin seit September 2009 Mitglied. Beigetreten bin ich weil ich nicht mehr tatenlos zusehen wollte, wie die Politik unsere hart erkämpften Grundrechte mit Füßen tritt. Meine Stärken liegen in Koordination und Organisation, darum bin ich äußerst selten politisch aktiv, übernehme aber gern Verantwortung für Projekte oder Ämter. Ich betreue seit Juni 2010 die Flaschenpost, war von September 2010 bis Mai 2011 Richterin im bayrischen Landesschiedsgericht, von Mai 2011 bis April 2012 Beisitzerin im Bundesvorstand und dort primär für die Organisation der Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ich habe von Mitte bis Ende 2012 das Pressekonzept der PPI mitentwickelt, und im Juni 2012 mit einigen Mitstreitern das internationale Piratenmagazin Pirate Times aus der Taufe gehoben, das ich bis heute als Teamverantwortliche betreue.
Zu meinem Fokus für eine neue Amtszeit möchte ich die innerparteiliche Bildung machen. Wir treten politisch für Partizipation ein, und unser Weg dorthin ist Bildung: Nur wer einschätzen kann was um ihn herum geschieht, kann auch sinnvoll am politischen Prozess teilnehmen. Das gilt nicht nur für die Politik da draußen, sondern auch innerhalb unserer Partei. Vor allem wir Piraten wollen doch Sachpolitik machen und Entscheidungen auf Basis von Tatsachen treffen, statt Symbolpolitik zu betreiben oder allein auf Grund von Ideologien zu entscheiden. Ich möchte mich darum im Bundesvorstand auf innerparteiliche Bildung konzentrieren. Das kann durchaus auch Meinungsbildung mit umfassen, wenn unser/e Politische/r Geschäftsführer/in das zeitlich nicht abdecken kann. Je nachdem wer sonst noch gewählt wird kann ich mir auch vorstellen, bei der internationale Koordination und/oder Öffentlichkeitsarbeit zu helfen.
Ich lebe seit 2011 in Großbritannien. Ich habe keinen Wohnsitz in Deutschland und bin privat nur unregelmäßig vor Ort. Die Distanz hätte auf mein Amt keinen Einfluss, wie sie ihn auch in meiner vorherigen Amtszeit nicht hatte. In meinem Wohnzimmer bin ich sozusagen ohnehin in Deutschland, sehe deutsche Nachrichten, stehe mit Freunden und Piraten in Deutschland (und dem Rest der Welt) in Kontakt. Bei Arbeit auf Bundesebene sind Mumbletreffen und Arbeiten online der Standard, von wo aus ich dies tue ist daher vollkommen irrelevant. Erhöhte Reisekosten durch meinen Wohnsitz im Ausland sind nicht zu erwarten: Flüge sind häufig sogar günstiger als die Bahn.
Unterstützer
Wer meine Kandidatur unterstützt, kann sich gern hier eintragen
- Micha
- Andreas Heimann
- Deuxcvsix
- Deanna
- Bernhard Hanakam
- megarosaelefant Köln
- Gilles 21:37, 27. Okt. 2013 (CET)
- Swanhild
- Czossi
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- Marco Hauke
- Georg v. Boroviczeny
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- Tobias 'EscaP' Stenzel
- Aleks Lessmann
- Benutzer:Der Willi (@notwendig)
- Robert Schiewer
- Monarch 13:12, 29. Okt. 2013 (CET)
- Holger Burbach
- Taxx
- Didiman 15:13, 30. Okt. 2013 (CET)
- Olaf Konstantin Krueger
- Dennis Klüver
- Kristos
- p1ng0ut
- Timecodex
- Fotios Amanatides
- Thorongil
- Wolfgang Dudda Deine Ansichten zur SMV gefallen mir nicht. Der Rest vom "Paket" passt dafür total.
- Harry Hensler das Paket passt ;-)
- Kevin Price Habe selten eine so angenehm konstruktiv arbeitende Persönlickeit erlebt wie Gefion. Das brauchen wir dringend. Vielen Dank für Dein Angebot!
- Tux- Warum stand ich hier noch nicht?
- Pviola
- Kiane l'Azin
- Usako
- insideX 21:13, 12. Nov. 2013 (CET)
- Du?
Schwertliste
Ich weiß aus Erfahrung, dass ein Vorstandsamt allein kaum zu schaffen ist. Wer also nicht nur meine Kandidatur, sondern auch mich in meinem Amt tatkräftig unterstützen möchte, kann sich gern auch hier eintragen. Ich verspreche, drauf zurückzukommen :-)
- Micha
- Deanna
- Aleks Lessmann
- Holger Burbach
- U1amo01
- Olaf Konstantin Krueger
- Sperling (gerne wieder)
How to Unterschrift eintragen:
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Fragen
Hier könnte ihr mir gern Fragen zu meiner Kandidatur stellen.
- Wie stehst du zur basisdemokratischen Einbindung von Arbeitsgemeinschaften in
die Pressearbeit der Piratenpartei Deutschland und wie wird sich deine dahingehende
Vorstellung konkret strukturell ausdrücken, wenn du die Pressearbeit umgestalten würdest ?-
Die Einbindung der AGs in die Pressearbeit ist notwendig, aber die Priorität muss in der Pressekommunikation und nicht in der politischen Arbeit liegen. Soll heißen: Ja, gerne AG-Mitarbeit, aber nach Kriterien die für die Presse relevant sind, was sich nicht immer mit den Präferenzen der AGs deckt. Pressearbeit ist für die Presse, und wenn wir möchten dass diese positiv über uns berichtet müssen wir dafür die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Das schließt effektive Pressekommunikation mit ein.
Ich habe allerdings überhaupt nicht vor, die Pressearbeit umzugestalten. Genau genommen habe ich nicht einmal vor, irgendetwas in der Presse zu tun, da ich mich lieber auf (Meinungs-)Bildung konzentrieren möchte. Sollte es aber der Fall sein, dass mir, aus welchen Gründen auch immer, im gewählten BuVo die Verantwortung für die Betreuung der Pressearbeit zufällt, fände ich eine Umstrukturierung nicht zielführend. Wenn jeder neue BuVo das Rad neu erfindet, kommen wir niemals voran. Ich würde darum auf das Konzept von Christophe aufbauen, beibehalten was funktioniert und eventuell nachbessern wenn etwas in der Praxis nicht funktioniert. Ich bin nicht auf dem Laufenden, wie die Beteiligung der AGs in Christophes Konzept aussieht, gehe aber davon aus dass ich mich dort kurzfristig einarbeiten könnte, und eine Übergabe bekäme von ihm, sollte die Notwendigkeit bestehen.
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- Wie stehst du zu einer sMV ?
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Ich bin skeptisch. Ich sehe auf der einen Seite, warum diese Diskussion bei uns so groß ist: Das Internet bietet natürlich Möglichkeiten zu mehr Beteiligung, und wir als Verfechter dieser Neuerungen sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Andererseits bin ich der Ansicht dass eine SMV nicht die Probleme löst, die sie laut vielen Befürworter zu lösen verspricht.
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Eine SMV dreht sich primär um Abstimmungen. Abstimmungen sehe ich aber nicht als das primäre Problem dass wir zu lösen haben. Unser Problem beginnt viel früher, bei der Diskussion von Themen, der Konsensfindung. Ich halte es für wenig sinnvoll, Themen einfach nur abzustimmen, um sie abzustimmen. Politik bedeutet, Themen zu diskutieren, Meinungen zu prägen, Menschen zu überzeugen. Eine Abstimmung sollte am Ende dieses Prozesses stehen, wird aber in unserer Partei oft als der Prozess selbst verstanden. Solange wir keine positive Streitkultur und keine Konzepte zur Meinungsbildung in der Partei haben, wird uns ein Tool das Meinungen abfragt, oder die Effizienz von Abstimmungen erhöht, nicht voranbringen sondern die Situation eher verschärfen. Darum habe ich zuletzt alle SMV Anträge abgelehnt. Das bedeutet aber nicht, dass ich das bis in alle Ewigkeit tun werde.
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- Was sind deiner Ansicht nach die 3 größten Strukturprobleme der Piratenpartei ?
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Unsere Diskussionskultur, bzw. der Prozess der zu Entscheidungen hinführt (siehe Antwort zu Frage #2)
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Die Behandlung von Amtsträgern, gekoppelt mit den an diese gestellten Erwartungen. Wir erwarten qualitativ hochwertige Leistungen bei schlechter Behandlung, kaum vorhandenem Respekt und regelmäßigen Shitstorms, am Besten Vollzeiteinsatz ohne Bezahlung ... Kurz: Wir fordern alles zum Preis von nichts.
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Die Differenz zwischen unseren Idealen und dem was wir praktisch tun. Wir wollen zum Beispiel ideologiefreie Sachpolitik, gestehen uns aber in der Masse nicht ein wie sehr Ideologien bereits Teil unserer Parteikultur sind. Wir können das in beide Richtungen lösen, indem wir zum einen unsere Ideale auf Umsetzbarkeit überprüfen, zum anderen unsere Entscheidungen an diese Ideale rückkoppeln.
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- Eines der größten Probleme der Piratenpartei Deutschland scheint der Hang jedes
einzelnen zum Eskalieren zu sein; wie willst du eine Horde Leute, die
sich nur all zu gern bei der kleinsten Gelegenheit gegenseitig die Köpfe
einschlägt zu einer Menschenmenge mit hohem politischen Instinkt machen ?-
Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man in Gruppen, die sich selbst eine Zielsetzung geben und dann auf dieses gemeinsame Ziel hinarbeiten, sehr gut arbeiten kann. Meist braucht es dann nur jemanden, der hin und wieder an diese Ziele erinnert und nachhakt: "Bringt das was wir jetzt tun uns unserem gemeinsamen Ziel näher?" Es wäre natürlich traumhaft, wenn die Piraten es als Gesamtgruppe schaffen würden, so eine Zielsetzung zu entwickeln und zu verfolgen, aber ich glaube nicht, dass das möglich ist. Dafür ist die Gruppe einfach zu groß. Aber in Arbeits- und Servicegruppen, in all den Teams die in der Partei aktiv sind, halte ich das für möglich. Dort wiederum sehe ich nicht als Aufgabe des Vorstandes, diese Ziele zu setzen. Das müssen die Gruppen selbst tun, der Vorstand kann dabei lediglich unterstützen. Das wiederum kann ich durchaus tun.
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- Findest du eine Verkleinerung des BuVos in Verbindung mit mehr Beauftragungen sinnvoll, z.B. mit diesem Antrag: http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2013.2/Antragsportal/SÄA013? Würdest du auch kandidieren, wenn dieser Antrag angenommen wird?
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Nein, und nein. Im Vorstand 2011/12 fand ich, dass mehr Arbeit da war als Leute die diese tun. Darum war ich sehr für die Vergrößerung des BuVos. Ihn nun wieder zu verkleinern wird meiner Ansicht nach der Realität nicht gerecht: Es fällt einfach viel an, und es braucht Leute die diese Dinge bearbeiten, betreuen, und Entscheidungen treffen können. Ich bin selbst seit über drei Jahren Beauftragte auf Bundesebene, und ich glaube nicht dass Beauftragte die Aufgaben des Vorstandes in allen Fällen übernehmen können, gerade weil sie am Ende nicht die selbe Entscheidungsbefugnis haben wie der BuVo. Am Ende müssen sie immer Anträge stellen und hoffen dass diese angenommen werden. Eine Übertragung der Entscheidungsgewalt auf die Beauftragten fände ich falsch, weil diese nicht demokratisch legitimiert sind. Die Zahl der Beauftragten wiederum lässt sich auch nicht beliebig erweitern: Zum einen, weil die Zahl derjenigen die solche Aufgaben zuverlässig übernehmen begrenzt ist, zum anderen weil auch Beauftragte vom BuVo betreut werden müssen. In meiner früheren Amtszeit habe ich sicher rund ein Viertel meiner Zeit mit dieser Betreuung verbracht. Darum würde ich den BuVo gern bei seiner aktuellen Größe belassen.
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Wenn der BuVo aber verkleinert werden soll, finde ich den Antrag von Klaus Peukert sehr sinnvoll, bei dem die Ämter bestehen bleiben, aber die Zahl der Beisitzer auch ohne Satzungsänderung variiert werden kann. Würde SÄA013 angenommen, wäre meine Kandidatur hinfällig, weil es das Amt, auf das ich kandidiere, dann nicht mehr gäbe.
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- Wie stehst du zur Bezahlung von Vorständen?
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Ich bin mir da nicht sicher. Ich glaube nicht, dass die Partei sich leisten kann, alle ihre Vorstände zu bezahlen. Einer bis drei gingen vielleicht, je nachdem welches Gehalt man sich vorstellt - aber wonach wird dann entschieden wer diese Bezahlung erhält? Ich fand die Idee eines Solidarbudgets von Matthias Schrade ganz sinnvoll, bin mir aber auch dabei nicht sicher ob das finanzierbar bzw. fair umsetzbar wäre. Sinnvoller als den Versuch Gehälter zu zahlen fände ich eine Aufwandsentschädigung, von der beispielsweise Dinge wie Telefonkosten bestritten werden können. Wir verlangen unseren Vorständen auch finanziell sehr viel ab, und nicht jeder kann sich diesen Aufwand einfach so leisten. Hier finanziell zu entlasten könnte dazu führen, dass mehr potentiell geeignete Kandidaten zur Verfügung stehen, bei denen es sonst an dieser finanziellen Flexibilität scheiterte.
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- Aktuell gibt es nur wenig Bewerbungen zum GeneralsekretärIn, aber viele Bewerbungen zu den Beisitzern. Wie erklärst du dir das? Ist der Job als Beisitzer einfacher oder eine Art "Wünsch-dir-was-Tätigkeit"-Aufgabe mit prominenten Titel?
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Meiner Ansicht nach benötigt der Posten des Generalsekretärs eine unheimlich große Fachkenntnis: Man muss sich mit der Mitgliederverwaltung, inklusive Sage, Datenbanken generell, Lime Survey, und unheimlich viel technischen Details auskennen. Seit einigen Jahren betreut der Generalsekretär zudem die IT und den Datenschutzbeauftragten. Die Fähigkeiten die benötigt werden um diesen Posten adäquat bekleiden zu können sind so immens, dass es schlicht nicht viele Piraten gibt die das überhaupt können. Wir können meiner Ansicht nach froh sein, Hendrik Stiefel als Kandidaten gewonnen zu haben - derzeit ist er er einzige auf der Liste, und ich traue ihm das Amt ohne weiteres zu.
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Ich sehe den Beisitzerposten nicht als ""Wünsch-dir-was-Tätigkeit"-Aufgabe mit prominenten Titel" an. Meiner Erfahrung nach sind Beisitzer diejenigen, die relativ ungestört und produktiv im Hintergrund arbeiten können. Die Ämter des Vorsitzenden und die zwei Stellvertreter, ebenso wie des politischen Geschäftsführers, sind der Tendenz nach eher öffentlichkeitswirksam. Im Bundesvorstand 2011/12 waren sowohl Sebastian als auch Marina mit Presseterminen so gut wie vollkommen ausgelastet. In solchen Situationen sind es dann gerade die Beisitzer, die sehr gut große Teile des "Orgafoo" übernehmen können. Das ist für mich ihre Aufgabe. Und ich bewerbe mich als Beisitzerin, weil ich Orgafoo generell mag und gut kann.
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- Was tust du, wenn sich nach deiner erfolgreichen Wahl zur Beisitzern ergeben würde, daß du deine Ziele nicht erfüllen könntest, da die Tätigkeiten anders verteilt werden?
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Ich werde tun, was getan werden muss. Es wird in jedem Fall ein Team als Bundesvorstand gewählt, dass so noch nicht zusammen gearbeitet hat. Sich als Gremium zu konstituieren und die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu verteilen ist bei jeder Wahl der erste Schritt. Teil davon ist auch, zu schauen wer im Team welche Fähigkeiten hat, und wie man diese Fähigkeiten am sinnvollsten den anstehenden Aufgaben zuordnet. Mir ist vollkommen bewusst, dass es keine Garantie dafür gibt, dass ich, selbst wenn ich gewählt werde, in diesem Team die Aufgaben übernehmen werde, die ich von meinen Fähigkeiten her am besten erledigen kann. Wenn dabei herauskommt, dass ich mich um etwas anderes als innerparteiliche Bildung kümmere, dann werde ich das tun. Das gehört bei Teamwork dazu. Ich finde es trotzdem besser, zumindest mit einer Vorstellung von dem was ich gern im Amt tun würde anzutreten - das gibt mir ein Ziel auf das ich hinarbeiten kann, und den Piraten eine Vorstellung davon in welche Richtung ich denke.
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- Was würdest Du tun, wenn Du davon hörst, dass Durch unser Sonnensystem eine Intergalaktische-Umgehungsstarsse geplant ist und die dazu erstellten Bauanträge auf Andromeda aus liegen?</p>
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Ich schnappe mir ein Handtuch und stürze mich ins Abenteuer um die Welt zu retten :-)
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