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Version vom 16. Mai 2012, 08:55 Uhr von SuddenGrey (Diskussion | Beiträge) (Kommentare oder Anderweitiges)
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16.05.2012 ... und danke für den Fisch.

Leider höre und lese ich die Zeilen aus Douglas Adams "per Anhalter durch die Galaxis" in letzter Zeit immer öfter.
Kurz bevor die Vogonen die Erde vernichten, wegen dieser intergalaktischen Umgehungsstraße da, verlassen die Delphine die Erde und hinterlassen genau diese Nachricht, welche von den Menschen auch prompt gründlich mißverstanden wird.
Seitdem ist es eine Floskel dafür zu gehen wenn man die Dinge durchschaut hat, keinen Sinn mehr erkennen kann und einfach geht.
Viele gehen in letzter Zeit aus der ersten Garde, manche mit Getöse, einige
non chalant und andere bedanken sich artig für den Fisch.

Die allermeisten gehen aber einfach, gehen still und leise und sind einfach nicht mehr da.
Aber das fällt nicht weiter auf, es kommen genügend Andere nach, viele mit ehrlich lauterer Absicht, es mögen paar Karrieristen dabei sein, ein paar Spinner, der eine oder andere neue Troll, aber es fällt nicht weiter auf, daß so mancher einfach nicht mehr da ist.
Es ist nicht gelungen eine politische Kultur einzurichten, die genau diesen originellen, schrägen, kreativen und einfach hinreißenden Menschen ihre soziokulturelle und politische Nische erhält.
Ein probates Mittel Revolutionen zu meucheln ist, diese einfach in einer vollkommen entstellten Version vom Etablishment absorbieren zu lassen.
Es wird nichts gefühlt, angefasst und ausprobiert, es wird im Vorfeld zerredet, zerdacht und zerstört.

Raymond Kurzweil, einer der genialsten synergetischen Entwickler unserer Zeit wurde einmal gefragt wie er sich den interlektuell sehe und er antwortete darauf: "Ich denke nicht nach, ich denke vor"
Und genau diese visionäre Kraft ist im politischen Kalkül dieser Tage schneller untergegangen, als ich es selbst mir hatte ausmalen können.
Mir war immer klar, daß die Piraten irgendwann der Ohnmacht des Systems nicht mehr entweichen können und hoffte, daß die Zeit reicht um ganz ganz viel Piratiges bis dahin in die politische Landschaft pflanzen zu können, aber es ging zu schnell und die paar zarten Pflänzjen werden es verdammt schwer haben Wurzeln zu schlagen.
Die Menschlichkeit wird zugunsten einer vorgeblichen Sachlichkeit einfach ignoriert, weil man ja jetzt ganz vernünftig sein muss und obacht, daß ja die Presse nichts Falsches mitbekommt, weil man ist ja jetzt wichtig.
Verluste und Grenzen bestimmen Werte; in unsererer Kaputt-Neu Gesellschaft und verfallen der grenzenlosen Freiheit sind wir in der Wertlosigkeit angekommen.
Demokratie bedarf Mut und Courage und Disziplin und Vertrauen, und jeder der darüber auch nur nachdenkt wie man demokratische Mittel zu eigenen Zwecken mißbrauchen kann, bescheißt sich letzten Endes nur selber, und bringt alle anderen und sich selbt um seine selbstbestimmtes Existenz.

Machts gut und danke für den Fisch. Duesenberg 09:47, 16. Mai 2012 (CEST)


Kommentare oder Anderweitiges

Ich finde das sehr traurig. Aber du wirst wissen was du tust und ich wünsche Dir Glück dabei --SuddenGrey 09:55, 16. Mai 2012 (CEST)

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04.Mai 2012 Hallo Hollywood,

oder wie man als Darsteller den Bundesparteitag Neumünster erlebt,
und warum nicht alles was nicht glänzt kein Gold ist.

Als auf der A1 vieles mir immer bekannter vorkam und vor Köln dann ganz konkret wurde,
bekam ich das Gefühl, daß mir eine sehr vertraute Person penetrant auf die Pelle rückte und es eine Weile dauerte, bis ich begriff, daß ich das selber bin, der mir gerade bedrohlich nahe kam.

Nachdem ich meine Bewerbung zum Bundesvorstand ins Wiki nahezu unfallfrei eingestellt hatte,
setzte sogleich eine sehr interessante und weitreichende Entwicklung ein, nicht nur daß sogleich versucht wurde mich zu Instrumentalisieren, Anzufeinden oder gar zu Boykottieren, nein man stand unter Beobachtung.
Alles ab diesem Zeipunkt wurde observiert und sogleich darauf abgeklopft ob man nicht doch etwas ankreident dahingehend verwerten konnte, mich zu torpedieren.
Die Truppen sammelten sich und brachten sich in Position.
Spannenderweise stellten sich daraufhin sehr viele Piraten hinter mich und halfen mir wo sie nur konnten, meine Truppe wuchs und wuchs und mir wurde klar, daß es kein zurück mehr gab und die Schlacht geschlagen werden musste.
Warum habe ich das eigentlich gemacht?
Nun, ich dachte ich könnte etwas dazu beitragen mein tief empfundenes Demokratieverständnis weiterzugeben.
Allerdings war das was dann in Neumünster bei der Kandidatenvorstellung auf der Bühne von mir ankam alles andere als ich selber.
Keiner war da er selber, ständig schwebt das Damoklesschwert darüber: „ Das hast du aber nur gemacht weil du da für den BuVo kandidierst“, wenn ich bedenke, was ich alles deswegen NICHT gemacht habe, da wird’s mir blümerant, die ganze Piraterie schien auf einmal wie gelähmt.
Als dann Alios zum Stelvertreter kandidierte war mir klar, daß er besser ist, bei Johannes Ponader dachte ich: „naja er hat das bessere und tiefere Konzept, so weit hast du das nicht durchdacht“ und spontan habe ich das Feld geräumt und weil es im LQFB gäng und gäbe ist Stimmen zu deligieren habe ich mir dabei nichts gedacht als ich es „live“ tat.
Dafür durfte ich mir dann anhören, das wäre ja wohl assozial und derlei mehr.
Im Nachhinein sehe ich schon ein, daß es so nicht richtig war, aber merke: das was in den Weiten und Anonymität des Cyperspace gilt, kann man nicht einfach übertragen auf das wirkliche echte Leben.
Und weil die ganze Wählerei aus meiner Sicht eh eine Farce war, war ich sehr froh, daß der Kelch als Beisitzer im BuVo zu landen an mir vorüber ging.
Wie soll man sich auch in einer Minute vorstellen und die Abstimmung darüber ob nochmal gefragt wird ist ganz klar eine Vorabstimmung, genau wie eine Wahlprognose der Flaschenpost ein Tag vorher.
Ich hatte dennoch immer Ergebnisse weit über 30%, man hat mich also nicht ganz übersehen.
Leider kamen dadurch ein paar wirklich gute Leute nicht zur Geltung und das ist mehr als schade.

Alles in Allem stand ich ein paar Wochen neben mir und dieses BuVo Ding hat mir ganz schön das Hirn verdreht, aber es brachte auch viel Gutes, ich bin viel besser vernetzt innerhalb der Piraten und habe sehr viel über die Piraten gelernt, außerdem kann ich nun ganz doll meckern, weil ich ja meine Fahne in den Wind gehalten habe und nicht nur rumrede.

Allen, die mich unterstützt, motiviert und zu mir gehalten haben an dieser Stelle ein ganz dickes Dankeschön von Herzen! Und an meine Frau Sarah, die mich in Allem getragen und das Alles vorallem ertragen hat: ich liebe Dich über alles. Duesenberg 08:47, 4. Mai 2012 (CEST)



24.April 2012 - Das kenn ich aber jetzt irgendwoher ...

Das ist jedem schon passiert, man hört ein Lied und denkt:
" ...das aber jetzt geklaut, das kenn ich doch irgendwoher, verflixt ich komm nicht drauf.."
Das liegt einfach daran, daß in unserem Empfinden, welches kulturell gprägt ist,
bestimmte harmonische Wendungen Gefühlsmuster in uns auslösen, die uns vertraut sind.
Diese kulturellen Prägungen entscheiden auch, ob uns etwas gefällt, also gefällig ist oder nicht.
Das harmonische Verständnis eines japanischen Kioto-Künstlers kann da durchaus erschreckend für einen abendländischen Zuhörer sein,
während fernöstliche Kodo-Trommler als kraftvoll, leidenschaftlich und belebend wahrgenommen werden.
Man kann das dadurch erklären, daß rhytmischer Ausdruck einem Urinstinkt folg,
während harmonisches Empfinden erlernt wird.
Dies wiederum unterliegt einem beständigen Wandel; über Beethovens Qarten rümpfte man seinerzeit die Nase,
wurden sie doch als primitiv verpönt, während Quinten als höchste Schaffenskraft angesehen wurden.

Die heutige Pop.- und Rockmusik käme ohne Qarten nicht weit, noch dazu man damals auch schlichtweg ignorierte,
daß strengenommen Quinten und Quarten das gleiche harmonische Ereignis sind.
Daraus kann man nun folgern, daß es keine umwerfend neue Musik mehr erdacht werden wird,
die letzten bahnbrechenden neuen Musikstile hatten alle rhytmische Hintergründe zusammen mit neuen Klängen
und bei den Rhytmen bin ich mir ziemlich sicher, daß auch diese Beats schoneinmal
getreten, gestampft oder geklatscht worden sind.
Es entwickelt sich immer wieder Musik, welche als neu und aufregend empfunden wird
und die dazu passende Lyrik, nimmt sich dem Zeitgeist an.
All das soll ja dies nicht abwerten, ganz im Gegenteil, es zeugt davon, daß Künstler ihr Lebensgefühl reflektieren
und sich den Mitteln bedienen, welche sie zur Verfügung haben, dadurch werden Gemeinschaften gebildet,
die sich sehr stark miteinander verbunden fühlen.

Dieses künstlerische Ideen nehmen immer mehr Gestalt an, je mehr Menschen diese wahrnehmen und annehmen
und einige fangen an, diese Ideen darüber hinaus weiterzuentwickeln und halten diese damit am Leben.
Materielle Dinge verfallen, während geistige Dinge,
sofern sie der qualitativen Auslese widerstehen sich erhalten und fortwährend gestalten.

Und jetzt betrachten wir die monitären Aspekte der vorangegangenen Überlegungen:
Heavy Metal zB. verzeichnet seit Jahren ein konstantes und stabiles wirtschaftliche Wachstum,
ohne daß dies groß in den Charts oder in den wohlfeilen Medien stattfinden würde.
Auch andere Nischen existieren stabil, wenn auch auf niedrigerem Niveau,
weil es Menschen gibt denen diese Musik sehr viel bedeutet und diese für ihr Lebensgefühl unverzichtbar ist.
Allerdings wird der gefühlt 250te "Superstar" eher als eine Art Wegwerfartikel betrachtet
(ich persönlich finde das furchtbar, wie da Menschen verheizt werden)
und niemand entwickelt daran eine anhaltende Identifikation und gibt dafür Geld aus;
wenn man es irgendwo umsonst herbekommt OK, aber das wars dann auch.
Der Musikmarkt wird mit unfassbar vielen sich ähnelnden Produkten überschwemmt und inzwischen bekomme ich den Eindruck,
daß man das immer in der Hoffnung tut, irgendetwas wird wohl zünden.

Es ist weder neu noch besonders originell an dieser Stelle zu behaupten,
daß die Musikindustrie ein massives Qualitätsproblem hat
und nun versucht sich mit Hilfe rechtliche Sanktionen zu retten;
man darf gespannt sein, ob dies gelingt.
Es gilt zu verhindern, daß hier kreative Monokulturen entstehen
hier gilt es die kulturelle Vielfalt zu erhalten.
Denn genau da macht die Musikindustrie den entscheidenden Fehler!
Gerade aus den Nischen kamen letztlich immer wieder die Impulse für neue einträgliche Künstler und Musikstile.
Genau da helfen freie Medien bei der Wahrnehmung.
Weil die Industrie dies nicht erkennt und gezielt fördert entzieht sie sich selber den Nährboden,
da helfen auch keine restriktiven Leistungsschutzrechte,
da hilft die Kriminalisierung von Konsumenten nicht oder das Einführen von Kontrollen.
Duesenberg 10:26, 24. Apr. 2012 (CEST)

Diskussion / Kommentare



21.April 2012, ...es ist nicht immer leicht...

...ein Pirat zu sein.

Heute Nacht habe ich dann wirklich schlecht geschlafen, 1.000 Gedanken sprangen im Kopf umher und zankten sich.
Ist das alles richtig so, tust du vielleicht nicht unrecht, ist es übertrieben, hast du überreagiert, haben die Anderen vielleicht doch recht...
Nachdem nun aber auf meiner Wikiseite meine Motivationen mit denen eines Roland Freislers verglichen wurde, der Richter, welche unter anderem die Geschwister Scholl zum Tode verurteilt und wie kein Zweiter das Recht gebeugt hat, weis ich, daß es richtig war so zu handeln. Ich bin darüber einfach nur entsetzt, noch dazu es dem, natürlich anonymen Verfassers gelingt in diesem "Beitrag" Beate Klarsfeld einzubringen.
Es geht hier nicht um Mobbing und es geht auch nicht um Hetze, sondern es geht darum sich immer wieder und wieder für Bodo Thiesen seit Jahren rechtfertigen zu müssen, daß dies einfach müßig ist und das zB. das GEMA ./.Youtube Urteil gestern darin einfach unter ging. Es geht darum sich Landkarten anschauen zu müssen in denen bei RLP ´Freunde von Bodo` steht, oder sich diese Frage im Wiki gefallen lassen muss. Nein ich bin kein Freund von Bodo.
Noch dazu er sich kein Stück einsichtig zeigt:

  • Unter Tarzuns Durchsage zB. vergleicht er die Toten des Naziterrors mit den Toten am Hindukusch.

Dazu der Anwurf dies aus populistischen Gründen zu tun und weil ja BuVo-Wahlkampf wäre; ich muss mich also plötzlich für meine zutiefst Empfundenen Werte rechtfertigen? Das ist für mich neu.
Bleibt erstmal so ein blödes Gefühl der Hilflosigkeit zurück.

Update: Wenn jemand den offenen Brief nicht unterstützt, warum auch immer, so heist das für mich automatisch NICHT, daß ich denke, er gehöre zu den "Anderen".

Kommentare:

"Toleranz ist der Verdacht, dass der andere recht hat." Kurt Tucholsky Bei Nazis habe ich Null Verdacht, dass sie recht haben könnten, daher Null Toleranz!

Und da die Aussagen von Herrn Bodo Thiesen eindeutig und mehrmals über einen längeren Zeitraum erfolgt sind, tust du, tun wir die Unterzeichner des Aufrufs ihm kein Unrecht, wenn wir ihn als Nazi oder Nazisympathisant einordnen. Als solcher hat er in der Piratenpartei nichts zu suchen.

Bin zu kurz dabei, um es genau beurteilen zu können. Aber wenn wir schlaflose Nächte haben sollten, dann nur, weil es ein Fehler gewesen ist, das wir erst jetzt, auch auf äußeren Druck reagieren.

Gruss

--Pirat Parzival 20:31, 21. Apr. 2012 (CEST)

17.April 2012, Urteil zum PAV Bodo

...und dann rückt ein Herr Wichtig die Geschichte wieder richtig....

Ich habe diese Textzeile aus „Sage Nein“ von Konstantin Wecker und Hannes Wader vorangestellt, weil diese Worte nie ihre Aktualität verloren haben in all den Jahren, ... leider.

Bodo Thiesen ist so ein Herr Wichtig, der unfähig die humanitäre Seite der Geschichte mit einzubeziehen, immer wieder besserwisserisch auf formale Rechte pocht und borniert auf einer Meinungsfreiheit beharrt, die für viele Menschen unerträglich erscheint. Dennoch kann es nicht sein, daß ein Gericht populistische oder ideologische Urteile fällt. Dies hat nun das Bundesschiedsgericht der Piratenpartei nun eben auch nicht getan und Bodo Theissen verbleibt in der Piratenpartei, sofern er nicht selber austritt.

Man muss auch verstehen, daß ein Parteiausschlußverfahren ein höchst komplexer juristischer Vorgang ist, und das ist auch gut so, damit ein solches Verfahren nicht ideologisch instrumentalisiert und mißbraucht werden kann. Dieses Verfahren wurde im Vorfeld auf Landesebene von Laien betrieben, welche sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst waren und entsprechend damit umgegangen sind, man kann ihnen die formalen Mängel, welche das Bundesschiedsgericht nun anführt nicht zum Vorwurf machen. Auch hat der damalige verantwortliche Bundesvorstand nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Man wird daraus für die Zukunft lernen müssen. Bodo Thiesen ist bereits verurteilt, er ist isoliert und er weis, daß er eine Persona non grata in der Piratenpartei ist.

Das sehr professionelle und fundierte Urteil des Bundesschiedsgerichtes der Piratenpartei Deutschland zeigt auch auf, wo sich Bodo Thiesen von seinen Thesen distanziert hat; ich persönlich vermisse allerdings immer noch die Einsicht, daß Schicksale wie die des Paters Maximilian Kolbes, einer Anne Frank oder eines Georg Elser letztlich jedem Relativieren entgegenstehen.

„... ihr habt geschrien, wo andere schwiegen...“ aus: „die weiße Rose“ von Konstantin Wecker

Ich werde Bodo auf dem Bundesparteitag eine weiße Rose schenken...