Benutzer:Cymaphore/LittleQuestion/Antworten

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Hier die Antworten zu der Frage...

Was hast Du vor im Bundesvorstand zu leisten, was Du in der Basis nicht machen kannst, unter besonderer Berücksichtigung des Umstandes, dass bei uns die Politik ausdrücklich nicht durch Vorstände gemacht wird und eine Vorstandsfunktion auch kein geeignetes Sprungbrett für evtl. Kandidaturen zu öffentlichen Ämtern sind?

An die Kandidaten für den Bundesvorstand.

Thomas Irmer

Hmmm. Das ist mal ne gute Frage! Erstmal finde ich es großartig zu erfahren, dass Politik ausdrücklich NICHT vom BuVo gemacht wird oder werden soll, sondern von der Basis. Dann sehe ich als Radikal-Basisdemokratischer-Pirat im BuVo z.B. meinen Auftrag darin, dass zu verteidigen. Aber trotzdem hat der BuVo sicher verschiedene Möglichkeiten, und wenn es nur das Kennenlernen der ganzen Super-Aktiven Piraten ist. Kann schon sein, dass ich mir mit der Kandidatur selbst ne Kugel ans Bein binde, die aus 1000fachen langweiligen Papierkram besteht und so gar nicht aus interessanter Politikgestaltung. Aber dann sei es halt so. Ich bin einfach neugierig auf den Job! Aber vielleicht muss ich das noch mal überdenken. Denn da ich auf Grund meiner Unternehmertätigkeit in der Lage bin sehr zielführend zu arbeiten, besteht entsprechend die Möglichkeit das der Job für jemanden wie mich eher ein Abstellgleis dar stellt. Hmmm. Werd mich mal schlau machen und noch mal drüber nachdenken... Gruß Thomas

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Paul Weiler (TSM)

Wenn dies so ist was Du behauptest, warum brauchen die Piraten denn einen Vorstand? Dann kann man ALLES nur als BASIS ARBEIT ansehen. Also zurück zur Wurzel mit dem gesamten Vorstand. Im Übrigen beziehe ich diese Aussage von Langzeit Bundes-Pirat Dragon .. der meint man braucht keinen Vorstand... und warum sagt Generalsekrätar-Kandidat Heiko, dass die vertikale Struktur in den Piraten verbessert werden muss ( damit meint er eine mangelnde Bindung zwischen BuVo und Basis ). Da ich sehr gute Gespräche mit der Basis geführt habe ( und Gespräche mit Spitzen des Landesvorstands RLP ) sehe ich es als eine Notwendigkeit an mich als BUVO Kandidat aufzustellen.

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Klaus Peukert (Tarzun)

Antwort: Auch wenn es letztlich für uns alle darum geht, Politik zu gestalten, so sind meine Hauptziele ("LF2.0", "Vorstandstransperenz", "Willensbildung", "Backup GenSek") größtenteils organisatorischer Natur. Die Gefahr, darüber den "Kurs" der "Piratenkogge" bestimmen und entsprechend "Segel setzen" zu wollen, ist daher also gering. Im Vorstand möchte ich die Verantwortung übernehmen, diese Projekte zu steuern und koordinieren. Das ist grundsätzlich auch als Beauftragter machbar, wenn der Vorstand sich entsprechend zu den Zielen committed und passende Beauftragungen und Kompetenzen verteilt. Da dies bisher keiner in meiner Deutlichkeit getan hat, steh ich ich auf der Liste. Wenn noch jemand auftaucht, der mir das Wasser reichen kann, sympathischer ist und dieselben Projekte umsetzen will, dann könnt ihr natürlich auch den/die wählen und ich kann endlich wieder anfangen, WoW zu zocken.

Ganz allgemein halte ich die Trennung der Parteimitglieder in "Vorstände" und "Basis" für fehlerhaft. Wir sind eine Mitgliederdemokratie und das ist unabhängig von der eventuellen Übernahme von gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtpositionen, weil halt irgendjemand den Vertrag für die Beamermiete zur Politikkonferenz oder das Hosting des LQFB-Servers unterschreiben muss. Meine Interpretation von Vorstandsarfbeit hatte ich ja schonmal aufgeschrieben. Davon unabhängig ist die Idee und Vorstellung, man könne über ein Vorstandsamt bei Piraten politisch irgendwas "erreichen" oder "bewegen" untrügliches Zeichen dafür, die Piratenpartei nicht verstanden zu haben. Wenn ich was "bewegen" will, dann geh ich zum DSF und zieh dort LKWs über Flughafenstartbahnen, aber hals mir doch kein Amt auf. tarzun 14:04, 19. Mär. 2012 (CET)

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Sebastian Nerz (Tirsales)

Gute Frage. Im Endeffekt ist es die Frage: Wofür braucht die Piratenpartei überhaupt einen Vorstand? Politische Entscheidungen trifft er ja nicht. Also was macht er? Vielerlei. Zusammenfassen kann man es mit Organisation & Repräsentation. Je nach Amt sind dabei unterschiedliche Aufgaben im Vordergrund. Der Schatzmeister hat beispielsweise seltener Repräsentationaufgaben als die politische Geschäftsführerin, auch wenn es bei beiden vorkommt. Dann gibt es noch eine Reihe von Aufgaben, die qua Gesetz ein Vorstand oder ein Vorstandsbeauftragter übernehmen muss (bspw. Rechenschaftsberichte unterzeichnen, Berichte an den Wahlleiter, etc). (Der BuVo insgesamt und der Vorsitzende haben noch andere Aufgaben, aber ich wills kurz fassen).

Ich sehe meine Aufgabe darin, die Gesamtarbeit des Organs Bundesvorstand zu leiten und zu schauen, dass sie funktioniert oder wenn es hackt zu versuchen zu helfen oder Hilfe zu organisieren. Auch habe ich vermittelnde (bspw. zwischen den LVs) und schlichtende (bei Streit) Aufgaben. Ansonsten "repräsentiere" ich die Partei. In der sichtbaren Repräsentation bspw. bei Talkshows hat dies aktuell stärker Marina übernommen, ich habe viele Vorträge, Reden, Hintergrundgespräche, Interviews mit Journalisten, Treffen mit anderen Parteien oder Verbänden, etc

Und bei aller Basisdemokratie: Man kriegt keine 22k Mitglieder in einen Raum, um dort die Arbeitsweise oder das Programm der Piratenpartei vorzustellen. Schon alleine deshalb braucht man jemanden, der sich dort hinsetzt. Und dafür braucht es eine demokratische Legitimation (direkt bspw über den BPT wie beim BuVo oder indirekt bspw über eine BuVo-Beauftragung)

Und genau das kann ich in der Basis nicht machen. Der BuVo hat eine demokratische Legitimation für diese Punkte und die braucht er für seine Arbeit. Natürlich kann ein Parteimitglied ohne Amt mit der Presse reden oder Vorträge halten, aber er kann dies nicht in Vertretung der Partei tun.

Als Sprungbrett oder gar als Möglichkeit die Politik der Partei zu gestalten, betrachte ich das Amt nicht. Im Gegenteil: Seit ich das Amt übernommen habe, halte ich mich aus der polit. Arbeit der Partei absichtlich weitgehend heraus. D.h. wer für den BuVo kandidiert muss sich im Klaren darüber sein, dass er seine Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Parteipolitik beschneidet.

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