Benutzer:Bluejack/EU-Jugend-Hilfe

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Offener Brief an die Bundesregierung
Marshall-Plan für die Jugend Europas

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um wohlwollende Beachtung meiner nachfolgenden Gedanken. Mir ist an einer erfolgreichen Politik für unser Land und Europa gelegen - über Parteigrenzen hinweg. Vielen Dank im voraus.

Gerade jetzt erleben wir in Europa mindestens zwei scheinbar gegenläufige Problemstellungen. Einerseits stimme ich mit Ihrer Politik dahingehend überein, daß eine nachhaltige Sparsamkeit zu üben ist und das die Probleme in verschiedenen Ländern Südeuropas allein durch eine Finanzierung von außen nicht behebbar sind. Diese Länder werden vermutlich wirklich nur dann zukünftsfähig, wenn sie eine nachhaltige Wirtschafts- und Haushaltspolitik betreiben.

Andererseits sehen wir durch unsere strikte Politik wachsende Ressentiments gegen Deutschland und damit eine Schwächung des europäischen Gedankens. Im besonderen sehen wir eine steigende Arbeitslosigkeit in den genannten Ländern und eine kurz- oder mittelfristige Besserung ist nicht absehbar. Besonders schmerzhaft ist der hochgeschnellte Anteil arbeitsloser Jugendlicher. Mit teilweise über 50% ist eine Grenze längst überschritten, bei der wir tatenlos zusehen dürfen.

Ich bitte Sie zu prüfen, ob wir nicht in geschickter Weise beide Problemstellungen mit Hilfe nachfolgend formulierter Idee miteinander verknüpfen können. Es wird uns Geld kosten, aber der Gewinn könnte beträchtlich sein.

Die Idee wäre, daß wir konkret - und notfalls auch im Alleingang - eine Art Marshall-Plan für die Jugend Europas auflegen. Ich würde es nicht auf die Jugend in den Problemländern beschränken, denn Ziel sollte es sein, Europa zu einen. Wir würden die Begeisterung der Jugend wecken und gleichzeitig aber grundsätzlich nur wenig von unserer Sparsamkeitspolitik abweichen.

Man könnte die Jugend Europas gefördert durch diesen Plan nach Deutschland einladen. Wir haben viele offene Ausbildungsplätze. Parallel kann man deutsche Unternehmen unterstützen, Ausbildung in anderen Ländern zu schaffen. Das liebe Geld bliebe dann in unseren Händen. Aber auch andere Modelle wären denkbar. Mein persönliches Vertrauen an unsere europäischen Partner ist nicht zu klein. Auch ließe sich das Modell im Laufe der Zeit anpassen - je nach Erfahrungen hinsichtlich Aufwand und Nutzen. Unter Umständen gehört auch ein eigenes Ministerium bei uns dafür eingerichtet.

Ja, es wird Geld kosten. Ja, einige haben vermutlich die Befürchtung, daß zuviele in Deutschland bleiben. Mich persönlich würde es freuen, wenn dadurch Menschen wenigstens für einige Zeit nach Deutschland kommen würden. Auch würde es uns nicht schaden, wenn Menschen bei uns blieben. Darin haben wir Tradition. Das würde uns auch bei der drohenden demografischen Entwicklung helfen.

Alles in allem sicher gut investiertes Geld. Wir sollten es einsetzen. Und so ungern ich das auch schreibe - dafür sollten wir notfalls weitere Schulden aufnehmen.

Hochachtungsvoll
Ihr Hagen Stanek
Kandidat für die Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Böblingen
für die Piratenpartei Deutschlands