Benutzer:Berni43
| Kurzprofil | |
|---|---|
| Persönlich | |
| Name: | Bernd H. Behrendt |
| Nick: | Berni43 |
| Wohnort: | Brechen |
| Berufl. Qual.: | Dipl.Ing. |
| Tätigkeit: | Facilitator Präsentationen |
| Familienstand: | verheiratet |
| Geburtstag: | 14. November |
| Kontakt | |
| Webmail: | Form-Mailer |
| Mail-Adresse: | bernd.behrendt@sportsoft.de |
Pirat werden? Warum eigentlich?
"Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft werden, dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst."
Plato (427 − 348 od. 347 v. Chr.)
Basisdemokratie mag ein Schlagwort sein, mit dem viele Bürger bisher noch nicht so viel anzufangen imstande sind. Spricht man von Volksabstimmungen oder härter betont von den oftmals seltsam anmutenden Eigenentscheidungen der politischen Führung, die offenkundig sehr häufig am Willen des Volkes vorbei gehen, so verstehen wir als Bürger dieses Schlagwort schon eher. Ob eine parlamentarische Demokratie überhaupt noch zeitgemäß ist, wagt inzwischen jeder Dritte mit halbwegs politischer Kenntnis zu bezweifeln. Fehlende Transparenz in den politischen Zentralen und das dort vorgenommene, politische Wirken ohne unsere Kenntnis als Bürger ist für einen großen Teil des Volkes in Deutschland nicht mehr witzig. Wir fürchten inzwischen solche globale Probleme wie die Eurokrise der Staatsschulden. Dass in Deutschland 2011 rund 25% der erwachsenen Bevölkerung über kein Vermögen (Verschuldete eingeschlossen) verfügt und nur knapp 10% im erwachsenen Volk der Deutschen wenigstens 250.000 Euro Barvermögen ihr Eigen nennt (keine Immobilienwerte eingeschlossen), schreckt uns mittelständige Bürger schon auf. Dass wir immer weniger Geld in der Tasche haben, da bei uns seit Jahren die Preiserhöhungen sowohl den Lohnanhebungen wie der auch dem Rentenschnitt flott davonlaufen und sich dank der Denk- und Handlungsweise globaler Gewinnoptimierung der Banken und Großkonzerne, die mit einer geschulten Lobby in politischen Kreisen ein- und ausgehen, können wir nicht zulassen. Wir müssen selbst etwas dazu tun. Mitmachen und klar zum Ändern der politischen Richtung.
Wie heißt es so schön im Grundgesetz? Alle Macht geht vom Volke aus! Ich meine, in den letzten Jahrzehnten hätte man es dem realistischen Zustand anpassen müssen: Alle Macht geht von den Banken und den Konzernen aus!
Energie, Wirtschaft, Familie, Gesundheitswesen, Klimaschutz, Bildungswesen - überall ist noch sehr viel zu tun. Und solche Themen wie Mindestlohn, Vorratsdatenspeicherung und Migration will ich hier gar nicht ansprechen. Offene Baustellen, die unsere etablierten Parteien mit ihren vielen Versprechen nie für das Volk zufriedenstellend abgeschlossen haben. Ich wohne als Berliner in Hessen. Unzufrieden sind wir Hessen beim Thema Familie und Kinderbetreuung sowie mit der Schul- und Bildungspolitik. Hier sind immerhin zwei Drittel mit der jetzigen Bildungspolitik unzufrieden. Gerade beim Thema Schule hatte die Regierung zuletzt viele Baustellen, der im Streit um die Schulverwaltung, um die Zahl der Referendare, um die Hauptschule als solche (weg oder nicht!?), den Islamunterricht und natürlich den gemeinsamen Unterricht von Behinderten und Nichtbehinderten.
Streit um das Nachtflugverbot in Frankfurt am Main. Ja oder Nein will ich einmal beiseite stellen. Was mich stört, ist die furchtbare Lügerei der entsprechenden Politiker. Man kann nicht des Gewähltwerdenwollens Ja sagen, obwohl man Nein meint, um es später nach der Wahl dann auch durchzusetzen. Volksverdummung ist das, vielleicht passt hier auch besser das Wort Verarschung!
Warum also meine Zuneigung zu den Piraten? Ich empfinde ihr Auftreten als sehr wohltuend, denn für mich ist diese furchtbare Selbstsicherheit, die unsere etablierten Politiker vorspielen, unerträglich geworden. Dieses Selbstfüllen der Taschen, ihre geheime Wurstelei, ihr Versteckspiel vor dem Volk ist einfach widerlich! Deshalb wiederhole ich mich: Klarmachen zum Ändern !!!
BGE - ist das wirklich so toll?
Über das bedingungslose Grundeinkommen bin ich noch restlos im Verstehen durcheinander. Zuerst sieht es für mich wie ein Konzept aus, dass eine Zuwendung für alle beinhaltet ohne dass irgendwelche Prüfungen von Bedürftigkeit o.ä. erfolgen. So schön, so auch gut, denn andererseits entfallen die abgabenfinanzierten Leistungen im Sozialbereich, wie Kranken-, Arbeitslosen- und Kindergeld und vieles mehr. Inwieweit hier nun Verwaltungsarbeiten und –kosten gespart werden, kann ich – verständlicherweise – aufgrund der Komplexität nicht nachvollziehen.
Die Höhe eines festzusetzenden BGE will ich einmal außen vor lassen, mich interessiert zuerst einmal nur das BGE im Vergleich zu einer staatlich organisierten Grundsicherung, die nur gezahlt wird, wenn der Bürger a) kein anderes Einkommen hat und b) eine Bedürftigkeitsprüfung über sich ergehen lassen muss. Ich meine, wenn als ein Bürger zusätzlich zum BGE über mehr Einkommen verfügt (verfügen möchte!), würden ja entweder Grundeinkommen + Erwerbseinkommen – anders als heute – nicht in Konkurrenz stehen oder aber mit Anwachsen des Erwerbs eine Reduzierung des Grundeinkommens nach sich ziehen. Eine für mich zur Zeit vorhandene Weggabelung, deren Wahl zum Wohin ich nicht zu beantworten in der Lage bin.
Grundsätzlich gefällt mir beim BGE die Möglichkeit, dass der Bürger die Voraussetzung hat, in individueller Freiheit zur Selbstverwirklichung kontrolllos Arbeiten nachzugehen, für deren Tätigkeit er nicht als Erwerb entlohnt wird ohne deshalb aufgrund fehlender Einkünfte unter dem Niveau eines menschenwürdigen Lebens zu sinken. Das gerade trifft ja häufig, sofern nicht institutionalisiert, im Bereich der gesamten Kindererziehung sowie der Jugend- und Altenpflege zu.
Dennoch verschwinden meine Bedenken trotz begeistertem Zunicken nicht völlig: Verleitet das BGE nicht so manchen Bürger zur Untätigkeit? Wir sind alle Menschen und haben unsere Schwächen, wenn z.B. ein gewisser materieller Anreiz zur Arbeit fehlt. Nicht alle Menschen, vielleicht sogar der Großteil, sind Idealisten. Ich bin absoluter Befürworter der Migration, auch wenn ich mich über einige schwarze Schafe ärgere, die mich und „meinen Staat“ abzuzocken versuchen. Meine Frage sei aber im Bedenken erlaubt, ob ein BGE nicht ein ganz besonderer „Anreiz“ zu einer verstärkten, vielleich sogar unübersichtlichen Einreise wäre!? Und wie verhält sich beim BGE der soziale Aspekt? Fehlende Bedürftigkeitsprüfungen garantierten vielleicht einem Bürger eine pauschale Lebensunterhaltssumme. Klingt gut! Aber was, wenn er arbeitsunfähig ist und im Einzelfall sein BGE nicht notwenige höhere Kosten (Krankheit etc.) deckt? Denn nicht selten höre und lese ich von einem BGE als zu zahlendem, festen Sockelbeitrag ohne Prüfung.
Fakt ist, dass ein BGE erst einmal irgendwie wie ein kommunistisches Ideal klingt, obwohl es das sicher nicht ist. Kann es einen Staat geben, in dem alle Bürger auf Kosten aller anderen leben können? Ich habe das schon einige Politiker in führenden Positionen gefragt. Unabhängig von ihrer Antwort befragte ich sie aufgrund meiner Erinnerung an Abi und Ingenieurstudium, ob sie bezogen auf diese Frage auch mathematisch die einfachen Aufgaben ‚Eins geteilt durch Null‘ und ‚Null geteilt durch Null‘ lösen und logisch begründen könnten. Sie konnten es nicht, blieben mir die Antwort schuldig. Genauso sehe ich bisher die Fakten für/wider BGE. Insbesondere die Psychologie wird beim Suchen von Lösungen zur Anwendung m.E. wenig berücksichtigt, denn z.B. sinkt jede Arbeitsmotivation proportional zur Verdiensthöhe etc. etc.
08.12.2011 - Bernd Behrendt, Freibeuter)