Benutzer:Berni43
| Kurzprofil | |
|---|---|
| Persönlich | |
| Name: | Bernd H. Behrendt |
| Nick: | Berni43 |
| Wohnort: | Brechen |
| Berufl. Qual.: | Dipl.Ing. |
| Tätigkeit: | Facilitator Präsentationen |
| Familienstand: | verheiratet |
| Geburtstag: | 14. November |
| Kontakt | |
| Webmail: | Form-Mailer |
| Mail-Adresse: | bernd.behrendt@sportsoft.de |
Der BPT der Piraten, - nicht alles das, was ich mir vorstellte!
Mit zum Teil Befremden habe ich einige Punkte zur Kenntnis genommen, die da von den Piraten (ich war als Freibeuter nicht dabei) aus dem Protokoll des BPT zu entnehmen waren. Durch Schießen von Eigentoren bringt man sich m.E. um den Lohn eines großen Teils der eigenen Arbeit. Durch einige nicht völlig durchdachten Beschlüsse auf dem Parteitag im Bezug auf die legalisierte Drogenpolitik (Entkriminalisierung) und auf das uneingeschränkte Grundeinkommen (BGE) für jeden ohne Zwang zur Arbeit bzw. zu einer Gegenleistung fällt man doch zwangsläufig bei 9 von 10 Bürgern des Mittelstands auf die Nase. Das wollen die doch nicht und mit Zustimmung von nur Teenies oder Twens kann man keine Wahl gewinnen. Und kriminelle Themen bzw. nicht finanzierbare Forderungen sind doch keine Wahlalternative! Durch die öffentliche Aufmerksamkeit hätte man ein vernünftiges Wahlprogramm im Bezug auf die Eurokrise (Staatsschulden), Energiepolitik (Alternative Energiegewinnung), Wirtschaftspolitik (Kampf gegen Arbeitslosigkeit), Familienpolitik (Strukturen für junge Familien), Bildungswesen (überfüllte Hochschulen), Klimawandel (Verurteilung der CO2-Plutokraten USA und China), Gesundheitswesen (2-Klassensystem) und Demokratieausbau (Volksentscheide) entwerfen können, um wirklich etwas zu verändern in Deutschland. Man stimmt über Kleinkram wie die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs ab statt sich mit wichtigeren Problemen der Armen und des Mittelstandes zu beschäftigen. Dass in Deutschland rund 25% der erwachsenen Bevölkerung über kein Vermögen (Verschuldete eingeschlossen) verfügt und 10% der Erwachsenen wenigstens 250.000 Euro ihr Eigen nennt (keine Immobilienwerte einbezogen), das sind Themen, die die Bevölkerung wirklich bewegt. Was schert den Bürger, ob ein Kiffer sich strafbar macht oder nicht. Ihn interessiert, warum der an die Droge kommt und warum der sie noch immer nimmt und ihm als Bürger Unsummen für die notwendigen Maßnahmen zur Heilung kostet. Der kritische Bürger wählt doch keine Partei, die die Drogenwirtschaft legalisiert? Ja, die Deutschen sind durchaus bereit für neue Wege. Die Piraten sind imstande durch Transparenz, mit Sachverstand durch Bürgerrechte und vor allen Dingen als Sprachorgan für den Mittelstand, das sind die 30 bis 50-jährigen, wirklich etwas zu bewegen. Durch offene, ehrliche und basisdemokratische Politik gegenüber der aktuellen Politikergilde, die sich mit den Problemen der Bevölkerung weder auskennt noch auseinandersetzt, ist der Leitsatz ‚Klarmachen zum Ändern‘ durchaus realistisch. Der Bürger weiß, diese Politiker lassen Staatsverschuldungen explodieren, verlangen aber den Bürgern ihren hart verdienten Lohn als Steuerschuld ab. Solche politischen Gesichter wollte ich bekämpfen, aber doch nicht mit Beschlüssen wie z.B. das BGE. Migration ja, aber nicht, um bei uns abzuzocken, sondern mitzuarbeiten! Selbstverantwortlich und frei leben heißt auch, sich selbst um seinen Lebensunterhalt kümmern zu müssen. Eine Kostenlos-Mentalität hat mit Freiheit genau so wenig zu tun wie ein BGE. Freiheit ohne Verantwortung ist keine Freiheit. Fehlender Arbeitszwang ohne Bedürftigkeitsprüfung? Was soll das? Freier Drogenzugang? Wer zahlt das oder wie soll das bezahlt werden? Wer finanziert die unzähligen Heilanstalten, die Betreuung kaputter Menschen? Es gibt keine harte, chemische Droge, an deren Herstellung kein Blut klebt! Und wie verhält es sich dann eigentlich mit der Fürsorgepflicht des Staates (Gesundheit seiner Bürgers) aus Piratensicht? Gesundheitsfürsorge geht hier schon immer über die Freiheitsrechte der Bürger. Alle konsumbedingte Gesundheitsschäden des Bürgers durch die Belastung des Gesundheitssystems (Drogen) und durch geringere Arbeitsfähigkeit (Krankheit) schädigen auch die Gesellschaft. Und im Übrigen, wie weit ist ein stark Drogenabhängiger überhaupt noch mündig und kann selbstbestimmt handeln? Ist er nach einem längeren, starken (in diesem Fall staatlich legalisierten) Drogenkonsum nicht schon der Freiheit verlustig? Ja, viele Ungereimtheiten! Viel Idealismus mit zu wenig Realismus. Schade, aber vielleicht wird's ja noch!?