Benutzer:Anue/Auszaehlung
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Auszählung
Akzeptanzwahl
Dies ist ein Auszählungsbeispiel, die Anzahl der Zettel, die zu einem Stapel zusammengefasst werden, kann theoretisch erhöht werden. Da aber sehr viel Konzentration notwendig ist, ist es besser, die Zähler nicht zu lange an einem Stück zu belasten und ihnen dann eine Pause zu gönnen
- Jeder Auszähler erhält von einem Koordinator einen Stapel mit 10 Stimmzetteln, und einen Zählzettel.
- Der Stapel ist durch eine Haftnotiz mit einer Nummer versehen.
- Der Zählzettel wird mit der Nummer des Stapels versehen und der Zähler trägt seinen Namen (im Beispiel unten) ein.
- Der Zähler überträgt die JA-Stimmen, NEIN-Stimmen und die Enthaltungen, indem er in den entsprechenden Feldern des Zählzettels einen senkrechten Strich macht. Wie wohl allgemein bekannt, kann der fünfte Strich waagerecht oder schräg geführt werden.
- Sind Korrekturen an dem Stimmzettel vorgenommen worden oder ist der Wählerwille nicht klar zu erkennen, ruft der Zähler die Wahlleitung zu sich indem er den Arm hebt.
- Die Wahlleitung entscheidet, und notiert das Ergebnis auf einer Haftnotiz, die an dem Stimmzettel angebracht wird. Dadurch weiß der Kontrollauszähler, wie er den Eintrag zu übertragen hat.
- Sind alle Zettel ausgezählt, addiert der Zähler die Striche in einem Feld und schreibt die Zahl in dasselbe Feld. (Es könnte auch eine separates Feld daneben genutzt werden, wenn dies von der Wahlleitung gewünscht wird)
- Der Stapel und der Zählzettel wandern zurück zu einem Koordinator
- Der Koordinator gibt den gleichen Stapel zur Kontrollauszählung an einen anderen Auszähler. Dieser durchläuft noch einmal alle Schritte wie oben beschrieben.
- Der Koordinator oder ein beauftragter 'Überprüfer' vergleicht die beiden Zählzettel, stimmen sie überein, beginnt der nächste Schritt. Sind sie unterschiedlich, wird ein weiteres Mal ausgezählt, allerdings nur die Stimmen bei dem Kandidaten, wo Diskrepanzen aufgetreten sind.
- Am Beispiel: bei 300 Wählern gibt es 300 Stimmzettel, die zu 30 Zählzetteln zusammengefasst werden.
- Die Zählzettel werden nun zu einem Stapel von 5 zusammengefasst und an die Zusammenzähler gegeben (wieder nummeriert oder mit einem Buchstaben versehen)
- Pro Kandidat sind 3 verschiedene Werte für JA-Stimmen, NEIN-Stimmen und die Enthaltungen vorhanden, die nun separat von drei Zusammenzählern gezählt werden.
- Der erste Zusammenzähler notiert nur die Anzahl der JA-Stimmen auf dem Zählzettel und gibt den bearbeiteten Zählzettel an den zweiten Zusammenzähler
- Der zweite Zusammenzähler notiert nur die Anzahl der NEIN-Stimmen auf dem Zählzettel und gibt den bearbeiteten Zählzettel an den dritten Zusammenzähler
- Der dritte Zusammenzähler notiert nur die Anzahl der Enthaltungen auf dem Zählzettel und gibt den bearbeiteten Zählzettel auf einen Stapel
- Die verarbeiteten Zettel und die Zusammenzählzettel wandern nun zu einem Koordinator zurück.
- Derselbe Stapel wird nun von einem anderen Dreierteam ausgezählt und der Stapel samt der drei Zusammenzählzettel wandert an einen Koordinator zurück.
- Die Koordinatoren vergleichen die Ergebnisse der ersten und zweiten Zusammenzählung, stimmen sie überein, werden die beiden Zusammenzählzettel an zwei Dreierteams weitergereicht, die den oben beschriebenen Vorgang nun mit den Zusammenzählzetteln durchführt.
- Beim obigen Beispiel bleibend: Aus den 30 Stimmzetteln sind bei 5er-Stapeln 6 Zusammenzählergebnisszettel geworden. Diese 6 werden wie beim Zusammenzählen zusammengerechnet.
- Wir erhalten 2 Endergebnisse, wenn diese übereinstimmen, haben wir die Kandidaten ermittelt. Wenn nicht, gibt es eine weitere Kontrollauszählung, um den Fehler zu finden.
Bewertungswahl
Ist etwas komplexer, da aber nur jeweils ein Summenwert übertragen werden muss und nicht drei verschiedene, ist der Zeitaufwand ähnlich.
- Jeder Auszähler erhält von einem Koordinator einen Stapel mit 10 Stimmzetteln, einen Zählzettel und ein Haftnotizen-Block mit 10 Haftnotizzetteln
- Diese Haftnotizen sind bereits mit zwei Zahlen versehen, die erste Zahl ist immer die fortlaufende Nummer des Stapels, die zweite Zahl läuft von 1 bis 10 fort
- Der Zählzettel wird mit der Nummer des Stapels versehen und der Zähler trägt seinen Namen ein.
- Bevor er einen Zettel auszählt, bringt er eine Haftnotiz mit der fortlaufenden Zahl auf einem Stimmzettel an
- Die bei einem Kandidaten angekreuzte Zahl wird von Hand in das entsprechende Feld auf dem Zählzettel übertragen
- Sind Korrekturen an dem Stimmzettel vorgenommen worden oder ist der Wählerwille nicht klar zu erkennen, ruft der Zähler die Wahlleitung zu sich, indem er den Arm hebt
- Ist die Wahlleitung beschäftigt, schreibt der Zähler neben das Zählfeld auf dem Zählzettel ein Frage- oder Ausrufezeichen. Fragezeichen=Wählerwille unklar, Ausrufezeichen=Korrektur wurde vorgenommen. Zudem macht er einen Stich in dem dafür vorgesehenen Feld unten.
- Dadurch kann der Zähler weiter auszählen und findet das Problem schnell wieder, wenn die Wahlleitung Zeit hat.
- Hatte die Wahlleitung bis zum Ende des Auszählens keine Zeit, übergibt der Zähler den Stapel mit dem Hinweis an einen Koordinator, dass der Stapel von der Wahlleitung überprüft werden muss.
- Ist die Wahlleitung beschäftigt, schreibt der Zähler neben das Zählfeld auf dem Zählzettel ein Frage- oder Ausrufezeichen. Fragezeichen=Wählerwille unklar, Ausrufezeichen=Korrektur wurde vorgenommen. Zudem macht er einen Stich in dem dafür vorgesehenen Feld unten.
- Sind alle Kandidatenpunkte übertragen, dann wiederholt sich der Vorgang, der Zähler füllt die nächstfolgende Spalte auf dem Zettel aus.
- Sind alle Stimmzettel übertragen, übergibt der Zähler den Stapel und den Zählzettel an einen Koordinatoren.
- Der Koordinator übergibt den Stapel an einen Kontrollauszähler, der nochmals den Zählprozess durchläuft.
- Der Zählzettel wandert zu einem Zusammenzähler, der die Zahlen zusammenrechnet
- Der Zusammenzähler überprüft jede Summe einmal und gibt den Zählzettel an einen Koordinator.
- Sind beide Zählzettel eines Stapels ausgefüllt und ausgerechnet, gehen die Zettel samt Stapel an einen „Addierer“ (mir gehen die Begriffe aus)
- Der Addierer vergleicht beide Ergebnisse, stimmen sie überein, beginnt er mit dem Übertrag der Werte auf den Summenzettel.
- Stimmen die Werte nicht überein, überprüft er die übertragenen Werte bei dem Kandidaten, bei dem die Diskrepanz auftritt. Findet er den Fehler, hebt er den Arm um die Wahlleitung zu rufen.
- Ein Wahlleiter korrigiert den übertragenen Wert und die Summe
- Der Addierer überträgt nun die Werte auf den Summenzettel
- Sind alle Werte übertragen, übergibt der Addierer den Stapel, die Zählzettel und den Summenzettel an einen Koordinator
- Die Zählzettel werden an einen weiteren Addierer gegeben, der einen weiteren Kontrollsummenzettel ausfüllt.
- Der Koordinator übergibt den Summenzettel an einen Endaddierer, der die Werte in seinen Endsummenzettel überträgt und schlussendlich addiert.
- Der Kontrollsummenzettel geht an einen anderen Endaddierer. Dieser addiert ebenfalls die Werte, bis er alle Endsummen hat.
- Die beiden Endaddierer vergleichen ihre Werte, stimmen sie überein, haben wir ein Ergebnis.
- Stimmen sie nicht überein, suchen die beiden gemeinsam nach dem Fehler. Haben sie den Fehler gefunden, rufen sie die Wahlleitung und lassen ihn korrigieren. Die Wahlleitung streicht die Summe/Endsumme durch. Die Endaddierer berechnen den vorher fehlerhaften Summenwert neu und tragen ihn in das Kontrollfeld ein.
Die Auszählung der Stimmzettel ist recht anstrengend und erfordert viel Konzentration. Darum sind die Tätigkeiten in kleine Schritte aufgeteilt. In der Realität wird eine Person mehrere Funktionen übernehmen können/wollen/müssen.
- Beispiel: Ein Zähler hat seinen ersten übertragenen Stapel an den Koordinator übergeben. Er macht 2 Minuten Pause. Er geht zum Koordinator. Der braucht zu diesem Zeitpunkt bereits einen Zusammenzähler, der Wahlhelfer macht das. Kurze Pause. Er geht zum Koordinator, der einen Kontrollauszähler braucht. Etc. pp.
- Sollte ein Wahlhelfer lieber nur eine Funktion haben wollen, dann werden ihm die Aufgaben so zugeteilt.