BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik/Wahlordnung
| Dies ist ein Sonstiger Antrag (im Entwurfsstadium) für den BY:Landesparteitag 2012.2. Willst du dass dieser Antrag behandelt wird? Dann trage dich als Antragsteller ein! Dieser Antrag kann sonst nicht eingereicht werden. Bitte hilf mit diesen Antrag zu verbessern und zu erweitern. Bitte bekunde auch Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik. |
- Sonstiger Antrag Nr.
- (offen)
- Beantragt von
- unbekannt
- Titel
- Wahlordnung
- Antrag
Der eigentliche als Wahlordnung ausformulierte Antrag folgt in den nächsten Tagen. Hier soll vorläufig das Wahlverfahren in Prosa beschrieben werden.
Für die Aufstellungversammlungen von Wahlkreis- und Landeslisten soll folgendes Wahlverfahren zum Einsatz kommen, sofern die Aufstellungsversammlung kein anderes Verfahren beschliesst:
- Die Zahl N der Spitzenplätze wird bestimmt.
- Die Liste wird in zwei Blöcken gewählt: Schritte 3 bis 6 werden erst für die Plätze 1-N und später für die Plätze ab N+1 durchgeführt. Die Kandidaten des ersten Durchgangs dürfen sich nicht erneut vorstellen bzw. Fragen beantworten.
- Vorstellung der Kandidaten
- Vorschlagende tragen Kandidaten in die Kandidatenliste für den jeweiligen Durchgang ein. Die Kandidatenliste wird geschlossen.
- Kandidaten werden per Zufall sortiert (Los, ggf. schon vor Versammlungsbeginn) und dadurch jedem Kandidaten eine Position in der Vorstellungsliste zu gewiesen. Diese Reihenfolge wird auch in den Stimmzetteln verwendet und veröffentlicht.
- Jeder Wähler erhält ein Notizblatt mit dem Namen aller Kandidaten in der Reihenfolge der Vorstellung, um sich für jeden Notizen machen zu können.
- Kandidaten haben aus organisatorischen Gründen 3 Minuten Zeit (nicht 10min,Stoppuhr sichtbar) sich und ihr Programm vorstellen - dabei sind keine Nachfragen erlaubt. Die Versammlung kann auf begründeten Antrag des Bewerbers beschliessen dessen Redezeit auf bis zu 10min zu verlängern. Tritt ein Kandidat seine Redezeit spätestens nach dem zweiten Aufruf des Versammlungsleiters nicht an, so verfällt diese.
- Nach jeder Vorstellung gibt es die Möglichkeit Fragen an den Kandidaten zu stellen. Die Versammlung beschliesst, ob sie Fragen stellen will, und falls dies zutrifft, ob die eigene Redezeit für den Kandidaten auf insgesamt 1 oder 3 Minuten beschränkt werden soll. Währenddessen kann jeder Pirat mit seiner Akkreditierungsnummer max. eine Frage an den Kandidaten schriftlich (max 10 Zeilen) bei der Versammlungsleitung abgeben. Die Fragen werden, soweit vorhanden und maximal 5 Stück, in der Reihenfolge des Eingangs von der Versammlungsleitung dem Fragenden vorgelesen und einzeln beantwortet. Die Versammlungsleitung kann sehr ähnliche Fragen zusammenfassen und Aussagen und persönliche Angriffe ausfiltern. Mit seinem begrenzten Zeitkontigent für alle Fragen kann der Kandidat also selber bestimmen ob er mehr Fragen kurz oder weniger Fragen ausführlich beantwortet.
- Die Zustimmung zum Kandidaten kann durch vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht werden: durch die Intensität des Klatschens nach Vorstellung/Fragerunde oder im Extremfall durch Verlassen des Raumes oder Rücken-Zuwenden während der Vorstellung. Chancenlose Kandidaten könnten sich dabei zum Rücktritt motivieren lassen.
- Wahl der Kandidaten und Bestimmung der Reihenfolge
- Die Wähler werden in das Wahlverfahren eingeführt und bzgl. Taktik aufgeklärt.
- Es wird eine geheime Bewertungswahl aller Kandidaten durchgeführt. Die Kandidaten können für jeden Kandidaten eine Zahl zwischen 0 und 9 oder keine Bewertung (als 0 Punkte gewertet) abgeben. Die Wahlhelfer wählen zu erst.
- Die Stimmzettel werden in Computer übertragen und die Tabelle von den Wahlhelfern überprüft (siehe Auszählung).
- Mit Hilfe des [http://rangevoting.org/RRVr.html Verhältnis-Bewertungswahl Auswertungsverfahrens wird die Rangefolge der gewählten Kandidaten bestimmt. Bei Punktgleichheit (sehr unwahrscheinlich) entscheidet das Los (ggf. wird eine Liste von genutzten Zufallszahlen vor der Wahl veröffentlicht).
- Zusätzlich wird mit Hilfe der Schulze Proportional Ranking eine zweite Liste ermittelt, wobei das Ranking auf jeden Stimmzettel durch 9=höchster bis 0=niedrigster Rang festgelegt ist.
- Die beiden Listen werden veröffentlicht. Die Versammlung stimmt ab, welche der beiden Liste sie bevorzugt, und ob sie diese akzeptiert oder neu wählen will (Schritt 4).
- Die Rohdaten der Stimmen werden veröffentlicht und das genutzte Verfahren für die gewinnende Liste bekanntgeben, um die Möglichkeit zu geben, Ergebnisse zu überprüfen oder anzufechten.
- Die Kandidaten werden von vorderstem bis hinteren Platz gefragt, ob sie die Wahl annehmen. Die Stimmen für die Kandidaten, die die Wahl nicht annehmen, werden gelöscht und die Stimmen erneut ausgewertet (gehe zu Schritt 4.4).
- Listengröße: Im ersten Durchgang wird die Liste auf max. N Plätze gekürzt. Im zweiten Durchgang wie folgt:
- Die gesamte Liste wird auf die maximal zulässige Grösse gekürzt (falls durch Wahl vorgeben).
- Die Versammlung stimmt ab, ob die gesamte Liste weiter gekürzt werden soll und kürzt ggf. die Liste in geheimer Wahl, indem jeder Stimmberechtigte die gewünschte Länge angibt, und dann der Median aller Stimmen das Ende festlegt.
- Im ersten Durchgang setze die die Wahl der restlichen Plätze fort (Schritt 4)
- Listenbestätigung
- In einem geheimen Wahlgang stimmen alle geheim ab, ob sie die gewählte Liste bestätigen. Wenn diese Abstimmung fehlschlägt, wiederhole die Wahl einmal (Schritt 5)
- Begründung
Diese Wahlordnung dient als mögliche Ergänzung der Satzungsänderung für Aufstellungsversammlungen als auch als allgemeine, unabhängige Vorlage für Aufstellungsversammlungen und Parteitage. Diese sind zwar nicht an sie gebunden, es können sich jedoch alle Mitglieder und Organisatoren damit auf die Wahlverfahren vorbereiten und dann entscheiden nur noch kleine Änderungen zu zulassen.
Das Wahlverfahren zur Listenaufstellung zur Bundestagswahl oder für die Wahllisten der Landtags/Bezirkstagswahlen ist ein echtes und faires Verhältniswahlverfahren. Damit sind Gruppen und Minderheiten (z.B. nach Themen, Region) automatisch proportional zu ihrer Grösse auf der Liste und mit entsprechender Wahrscheinlichkeit auf den vorderen Plätzen repräsentiert.
Das Verfahren verwendet einen modernen Ansatz, der es möglich macht, seine Vorlieben möglichst differenziert zum Ausdruck zu bringen und taktisches Wählen bestraft.
Dazu gehören sowohl die proportionale Version der Bewertungswahl, die erfolgreich zur Listenaufstellung in Delmenhorst (Niedersachsen) zum Einsatz kam, sowie die proportionale Version der Schulze-Vorzugswahl, die in Berlin verwendet wurde und auch aus Liquid Feedback bekannt ist.
Das Wahlverfahren ist mit freundlicher Unterstützung der Experten des Center for Election Science, Markus Schulze (Erfinder Schulze-Methode) und Stefan Dirnsdorfer (Liquidizer) entwickelt worden.
Inhaltsverzeichnis
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
- Thomas 22:22, 31. Aug. 2012 (CEST)
- ?
- ...
Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
- ?
- ?
- ...
Piraten, die sich vrstl. enthalten
- ?
- ?
- ...
Diskussion
Bitte hier das für und wieder eintragen.
- Argument 1
- Antwort zu 1
- Antwort zu 1.1
- noch eine Antwort zu 1
- Antwort zu 1
- Argument 2
- ...
- ...
- ...
- ...