BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik/Aktive Enthaltung bei Wahlen
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- Positionspapier Antrag Nr.
- (offen)
- Beantragt von
- unbekannt
- Titel
- Aktive Enthaltung bei Wahlen
- Antrag
Der Wähler soll auf dem Stimmzettel die Möglichkeit haben, sich seiner bzw. seinen Stimmen aktiv zu enthalten. Das bedeutet, dass durch ihn keine Partei und kein Kandidat Stimmen bekommt. Die Stimme wird jedoch als Aktive Enthaltung zählbar und sichtbar für die Öffentlichkeit.
Umgesetzt werden kann dies etwa durch Hinzufügen eines zusätzlichen Feldes für jede Stimme auf dem Wahlzettel für die Landtagswahlen.
Aktive Enthaltungen würden dann ähnlich wie ungültige Stimmen zum Wahlergebnis zählen, allerdings etwa bei der Sitzverteilung für ein gewähltes Parlament nicht gewertet.
Eine aktive Enthaltung hat verschiedene Vorteile. Der Wähler kann damit zum Ausdruck bringen, dass er keine der zur Wahl stehenden Parteien bzw. Kandidaten wählen möchte. Ein solcher Wille kann erst durch die Möglichkeit zur Aktiven Enthaltung explizit ausgedrückt werden.
Des Weiteren wird der (Un-)Wille der Wählerschaft dadurch besser sichtbar. Weder die gezielte Ungültigmachung des Stimmzettels noch das Fernbleiben von der Wahl lassen diese Auffassung eindeutig erkennen. Durch die Möglichkeit einer Aktiven Enthaltung kann Parteienverdrossenheit hingegen nicht mehr versteckt werden.
Nicht zuletzt wird so für mehr Menschen wieder ein Sinn und Zweck zum Wählen geschaffen. So werden sie wieder in den demokratischen Prozess eingebunden und bleiben im Vergleich zum Nichtwähler praktisch mit diesem vertraut.
- Begründung
Die Piraten stehen für mehr Demokratie und mehr Wählermündigkeit auf dem Wahlzettel.
Wir haben bereits ein Konzept für das bayerische Wahlsystem beschlossen, diese Forderung kann dem hinzugefügt werden.
Inhaltsverzeichnis
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
- cmrcx
- Dominik 'Pinny' Kegel
- Django 20:49, 27. Aug. 2012 (CEST)
- Klaus P. Segatz
- ...
Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
- Michael Ceglar
- Thomas 13:02, 31. Aug. 2012 (CEST) siehe Alternativantrag
- ...
Piraten, die sich vrstl. enthalten
Diskussion
Bitte hier das für und wieder eintragen.
- Bitte die Folgen näher Erläutern.
- werden die Enthaltungen ausgezählt und danach einfach nur veröffentlicht? (ohne weitere Folgen für das Wahlergebnis)
- werden die Enthaltungen etwa ins Gesamtergebnis eingerechnet, so dass ggf. dann statt relativer die absoluten Mehrheit(en) ausgegeben werden?
- was passiert, wenn die Anzahl der Enthaltungen die Anzahl der anderweitig gültigen Stimmen überschreitet?
Thx! ValiDOM
- 1. Der Antrag fordert keine weiteren Folgen über das Resultat oder die Wahl hinaus. Wenn dann müsste man diese darauf aufbauend stellen, als Grundlage dafür wäre der Antrag natürlich geeignet. 2. Verstehe die Frage nicht ganz, ins rechtliche Ergebnis müssen die Stimmen natürlich einbezogen werden. Aber nicht zwangsläufig in die Sitzverteilung, falls du das meinst. Und was die Medien am Wahlabend für Diagramme zeigen, lässt sich natürlich auch nicht direkt (aber indirekt) beeinflussen. 3. Ob die Enthaltungen eine "Mehrheit" haben oder nicht sollte keine Relevanz haben, da der Wähler ja gerade sagt, dass er niemanden wählen möchte/kann. Außerdem müsste man dann begründen, warum bzw. wie man ungültige Stimmen und den Nichtwähleranteil wertet. CEdge
- None of the above Lösungen finde ich grundsätzlich gut. Könntest du das bitte für die LTW und Kommunalwahlen konkretisieren, die hier wahrscheinlich gemeint sind? Momentan sind ja eher die Piraten die NOTA-Partei (Protest)...--Thomas 14:49, 21. Aug. 2012 (CEST)
- Etwas unklar finde ich, dass meistens allgemein von Wahlen die Rede ist, an einer Stelle dann aber von der Landtagswahl. Soll dies nur ein Beispiel sein? Ich wüsste jetzt nicht, warum das nur bestimmte Wahlen betreffen sollte. Und was ist eigentlich mit Volksentscheiden? --cmrcx 23:33, 21. Aug. 2012 (CEST)
- Ich halte "Enthaltung" für den falschen Begriff. Enthaltung bedeutet mE bei Wahlen, dass ich die anderen entscheiden lassen will. Hier soll der Wähler aber explizit bekunden können, dass er gegen alle angebotenen Alternativen ist. Es sollte stattdessen eine Feld "keine Partei/Bewerber" eingeführt werden, dass explizit mit ausgezählt wird, nicht als ungültige Stimme gilt und im Wahlergebnis berichtet wird. --Thomas 23:57, 21. Aug. 2012 (CEST)
- +1 Thomas. Das Problem ist, dass man auch mit einer aktiven Enthaltungsstimme nicht weiß, warum die Enthaltung stattgefunden hat. Zwar lässt sich der Protestwillen vermuten, aber nicht belegen. Wenn dann sollte es in der Tat zwei zusätzliche Möglichkeiten geben. Eine der Enthaltung, die ja durchaus auch sagen kann: "Im Moment sehe ich z.B. die Partei, die ich bisher gewählt habe thematisch abdriften, drum warte ich ab was passiert, will sie aber nicht aktiv schwächen und anderes/nicht wählen". Oder ich will eben sagen "#rage #fupolitics!" und meinen Umnut zu allen zur Wahl stehenden Parteien kundtun. Prinzipiell ein schicker Antrag, find ich. --Pinny 02:44, 22. Aug. 2012 (CEST)
- man könnte sogar noch die zusätzliche Einschränkung hinzufügen, dass die Wahl wiederholt werden muss, wenn alle Parteien/Bewerber zusammen weniger als 50% der Stimmen aller Wahlberechtigten erhalten haben.--Thomas 13:54, 22. Aug. 2012 (CEST)
- Die beiden von Pinny genannten Fälle liegen recht nah beieinander. In beiden Fällen will sich der Bürger enthalten. Zudem sollte das Wahlsystem (v. a. auf dem Wahlzettel) so einfach wie möglich sein. CEdge
- Man könnte ja auch negative Stimmen bei den Parteien vergeben, d.h. man kann bei jeder Partei Ja oder Nein sagen. Eine Nein-Stimme zählt negativ im Gesamtergebnis. Also im Prinzip hätte man dann für jede Partei drei Optionen: +1, 0 oder -1. Das wäre recht lustig. Insgesamt bin ich aber eher gegen den Antrag. Der Grund: Wer keine Partei mag soll eine gründen. Demokratie lebt davon, daß die Bürger solche Defizite selbst beseitigen. Michael Ceglar
- ein US Gericht in Nevada hat diese dort existierende NOTA Lösung neulich für US-verfassungswidrig [1] erklärt, da die Stimmen keine Wirkung hätten und damit verfallen würden. Das ist zwar ein erstes Urteil und nicht direkt auf D übetragbar, aber es wäre wohl sinnvoller die Option "Neuwahl mit anderen Alternativen/Kandidaten" zu nennen, damit die Option, falls die Wahl gewinnt, eine sinngemässe Folge hätte. --Thomas 20:16, 25. Aug. 2012 (CEST)