BY:Landesparteitag 2012.1/Antragsfabrik/Waffenrecht
| Dies ist ein eingereichter/eingereichtes Programmantrag für den BY:Landesparteitag_2012.1. Willst du dass dieser Antrag behandelt wird? Dann trage dich als Antragsteller ein! Dieser Antrag kann sonst nicht eingereicht werden. Bitte diskutiere den Antrag, und bekunde Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Der Antragstext darf nicht mehr verändert werden! Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der BY:Landesparteitag_2012.1/Antragsfabrik. |
- Änderungsantrag Nr.
- (offen)
- Beantragt von
- unbekannt
- Programm
Landeswahlprogramm Bayern
- Schlagworte Pro
- Bürgerrechte, Überwachung, Sicherheit, Evaluation
- Schlagworte Contra
- Sicherheit
- Beantragte Änderungen
Die Verschärfungen der Waffengesetze in den letzten Jahren dienten vor allem dazu, Sicherheit vorzutäuschen und einfache und schnelle Antworten auf komplizierte Probleme zu geben. Wir setzen uns für Waffengesetze ein, welche die sorgfältige Aufbewahrung von Schusswaffen regeln und dadurch die Sicherheit aller Bürger gewährleisten. Wir lehnen es aber ab, beispielsweise Sportschützen zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme zu machen.
- Begründung
Die PIRATEN als Bürgerrechtspartei treten dafür ein, Bürgerrechte einzelner nur aufgrund klarer, nachweisbarer Fakten einer tatsächlichen Gefährdung einzuschränken. WaffR-Verschärfungen sind in der Regel aus populistischem Aktionismus nach einzelnen Ereignissen geschehen; nationale wie internationale Datenlagen geben viele der Verschärfungen nicht her.
Die AG Waffenrecht http://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht bearbeitet auf Bundesebene das Thema und schließt sich Forderungen nach wirksamen und der Sicherheit dienenden Maßnahmen an (z.B. http://www.dsb.de/media/PDF/Recht/Waffenrecht/Neues%20Waffenrecht/DSB_Poster_A4.pdf oder eine verbindliche Regelung der Anforderungen auf Alarmanlagen in Tresorräumen).
Die auf Landesebene und darunter geregelte Ausführung des WaffR macht das Thema auch für die Landespolitik wichtig (einheitliche Regeln zur Bewilligung von Anträgen und zu Kontrollen).
Für eine Bürgerrechtspartei - (im Gegensatz zu einer populistischen und paternalistischen Verbotspartei) - ist die Frage, warum Privatleute Waffen besitzen wollen, nicht relevant, ebenso wenig, warum Bürger Paintball spielen wollten oder statt Büchern digitale Medien verwenden (#Heveling).
Waffen sind definiert nach §1 WaffG (auch Paintballwaffen sind Geräte, bei denen aus einem Lauf ein Projektil getrieben wird). Anlage 1 definiert auch, weshalb Waffen in Privatbesitz benötigt werden: "zum Angriff oder zur Verteidigung, zur Signalgebung, zur Jagd, zur Distanzinjektion, zur Markierung, zum Sport oder zum Spiel" (Je nach Bedürfnis / Art).
Sachlich setzt sich mit dem Thema auseinander:
- Arne Niederbacher, Faszination Waffe, ISBN 3-89391-465-X, ars una 2004 (und Folgeauflagen). Der Autor: http://www.fk12.tu-dortmund.de/cms/ISO/de/soziologie/teilkulturen_der_gegenwartsgesellschaft/index.html
- Auszüge daraus:
- http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/schuetzen-studie-zu-schuetzenvereinen-in-deutschland-159120.html
- http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/interview-die-motivation-ist-die-waffe-161825.html
- http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/interview-faelle-wie-in-erfurt-sind-durch-schaerfere-gesetze-nicht-zu-verhindern-158699.html
- http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/interview-die-waffenvergabe-wird-sehr-sorgsam-gehandhabt-159336.html
- Bremer Forschungsgruppe Waffenrecht des Instituts für Rechtspsychologie der Universität Bremen http://www.waffenrecht.uni-bremen.de/
- Dokumentation zur Untersuchung "Pädagogische Auswirkungen des Schießsports auf Kinder unter 12 Jahren", Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik - Unterrichtsmitschau - "Problemorientierte Jugendforschung der LMU München 1996, hrsg. vom Bayerischen Sportschützen Bund http://kvk.ubka.uni-karlsruhe.de/hylib-bin/kvk/nph-kvk2.cgi?maske=kvk-last&lang=de&title=KIT-Bibliothek%3A+Karlsruher+Virtueller+Katalog+KVK+%3A+Ergebnisanzeige&head=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-kit-head-de-2010-11-08.html&header=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-kit-header-de-2010-11-08.html&spacer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-kit-spacer-de-2010-11-08.html&footer=http%3A%2F%2Fwww.ubka.uni-karlsruhe.de%2Fkvk%2Fkvk%2Fkvk-kit-footer-de-2010-11-08.html&css=none&input-charset=utf-8&kvk-session=5KC7QD1A&ALL=&Timeout=120&TI=p%C3%A4dagogische+auswirkungen+des+Schie%C3%9Fsports+auf+Kinder+unter+12+Jahren&PY=&AU=&SB=&CI=&SS=&ST=&PU=&VERBUENDE=&kataloge=SWB&kataloge=BVB&kataloge=NRW&kataloge=HEBIS&kataloge=HEBIS_RETRO&kataloge=KOBV_SOLR&kataloge=GBV&kataloge=DDB&kataloge=STABI_BERLIN
Inhaltsverzeichnis
Antrag
Programmanträge an den Landesparteitag sollten für Landes-Themen gestellt werden. Es können aber durchaus auch Anträge einer Art sein, welche Landes-, Bundes- oder EU-Angelegenheiten zum Thema haben. Bei Annahme werden diese dem Bundesparteitag vorgelegt, Antragsteller ist dann das Landesverband Bayern.
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
- Axel Hammer
- Laszlo Böhm
- Johannes Krumm
- AdrianB 08:07, 6. Mär. 2012 (CET)
- Lou 12:07, 6. Mär. 2012 (CET
- Broken Arrow
- Simon90L
- StarFire
- Gungrave 15:33, 9. Mär. 2012 (CET)
- ...
- ...
- ...
Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
Piraten, die sich vrstl. enthalten
- ?
- ?
- ...
Diskussion
Bitte hier das für und wieder eintragen.
- Auf jede legal gemeldete Waffe in Deutschland kommen mindestens 2, wahrscheinlich aber mehr als 3 nicht registrierte, illegale Waffen. Wenn es überhaupt ein Problem gibt, sind das also nicht die legalen Waffeninhaber, sondern diejenigen, die sich um rechtliche Regeln nichts scheren. Eine Kontrolle des Schwarzhandels ist jedoch praktisch nicht möglich; die Verschärfungen treffen also nur ganz normale, völlig gesetzestreue Bürger. Den Initiatoren des Waffen-Hypes geht es auch gar nicht um die Sicherheit vor Rechtsbrechern, sondern vor allem um die generelle Entwaffnung der normalen Bevölkerung - das aber ist ein typisches Zeichen für das Vorliegen einer Diktatur. Übrigens: Eine der ersten Maßnahmen der Nazis nach ihrer Machterschleichung 1933 war die Einführung eines besonders restriktiven Waffenrechts, das ganzen Bevölkerungsgruppen das Führen von Waffen ausdrücklich verbot. Die Formulierungen in diesem Gesetz haben eine erstaunliche Ähnlichkeit mit denen im neuen Waffen-"Recht".
- Unter dem VORWAND mehr Sicherheit zu erzeugen, versuchen vor allem die Grünen, SPD und Linke durch Vorstöße in Richtung eines TOTALEN VERBOTES von Schusswaffen in Privathand, die durch Wahnsinnstaten einiger einzelner Personen verunsicherte Bürger als Wähler zu gewinnen und VERSCHWEIGEN dabei vorsätzlich, dass die legalen Besitzer von Sport-Jagd sowie historischer Sammelwaffen in der Gesamtkriminalstatistik mit einem Anteil von lediglich etwa 0,001 überhaupt auftauchen (lt. Focus) Legalwaffen sind somit als Tatwaffen mengennmäßig im Minimalbereich. Die statistische wahrscheinlichkeit durch eine legal besessen Schusswaffe ums leben zu kommen liegt bei ca. 1: 3,7 Mio. und damit niedriger als tödliche Schlangenbisse oder Flugzeugabstürze.
- Hinzu kommen die bereits möglichen verdachtsunabgängigen Kontrollen von Legalwaffenbesitzern durch die Behörden und damit im Grunde eine KRIMINALISIERUNG von erwiesenermaßen besonders gesetzestreuen BÜRGERN.
Gegen jeden vermeintlichen Starftäter brauchen die Behörden einen Durchsuchungsbefehl, bei den Legalwaffenbesitzer rechtfertigt der legale Waffenbseitz die verdachtsunabhängige KONTROLLE OHNE RICHTERLICHEN BESCHLUSS.
- Bestrebeungen in Richtung eines Verbotes von legalen Schusswaffen, würde eine de facto ENTEIGNUNG von unbescholtetenen Bürgern bedeuten.
- Auch bei einem Totalverbot von legalen Schusswaffen verblieben noch (lt. BKA) zig Millionen illegale Waffen in der Bevölkerung, vornehmlich bei Extremisten und Kriminellen.
- Maßnahmen die darauf gerichtet sind eine große, etwa 2 Millionen Einzelpersonen zäglende Bevölkerungsgruppe pauschal zu Kriminalisieren, zu enteignen, ihres Hobbys und ihrer grundgesetzlich garantierten RECHTE zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu BERAUBEN sind abzulehen. Sie dienen nur der Vortäuschung einer Scheinsicherheit und lenken von den eigentlichen (von der Politik bisher sehr unzulänglich begegneten) Gefahren durch illegale Waffen in der Hand von Kriminellen und Extremmisten ab und sind der sicherheit der Bürger nicht dienlich.
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- cmrcx Der Umgang mit Waffen muss durch den Staat geregelt werden und darf nur für bestimmte Zwecke und unter Auflagen zugelassen werden. Der Wilde Westen ist nicht freiheitlich und romantisch, sondern eine durch Gewalt dominierte Gesellschaftsform.
- Ja. Siehe dazu die Begründung in Bundesparteitag_2012.2/Antragsfabrik/Programmänderung_001. Deutschland hat im europäischen wie internationalen Vergleich eines der schärfsten Waffengesetze.
- Ab einem gewissen Kontrollniveau ist keine weitere Steigerung der Sicherheit mehr möglich. Auch in Ländern wie Kanada, Österreich oder der Schweiz herrschen keine "Zustände wie im Wilden Westen", obwohl sie sehr permissive Waffengesetze haben und einen sehr hohen Anteil an Waffenbesitzern.
- Im Gegenteil korreliert ein hoher Anteil an (legalen) Waffenbesitzern mit einem guten Index in Demokratie, Transparenz und niedriger Korruption. - Das bedeutet nicht, daß die Waffenbesitzer dafür die Ursache sind; ein hoher Anteil an LWB ist aber ein Symptom für einen Staat, der dem Staatsbürger vertraut, und das ist die Ursache für die anderen Effekte.
- Überhaupt nicht gedient ist der Sicherheit oder irgend etwas anderes dadurch, daß man gebetsmühlenartig Sündenböcke beschuldigt und dadurch sogar von den ursächlichen Problemen ablenkt. Bizarr wurde das bei Utöya, als Politiker sich deshalb für ein Verbot von Großkaliberwaffen für Sportschützen aussprachen, während Breivik seine Waffen als Jäger bekam bzw. in Deutschland bekommen hätte. Schärfere Waffengesetze verhindern nicht die versuchten Amokläufe in Kempten und St. Augustin mit scharfen Werkzeugen und Brandflaschen; die Amokfahrt von Appeldoorn; oder sogar den Amoklauf in Lörrach, bei dem eine Kleinkaliber-Sportpistole gemessen an den anderen Tatmitteln nur eine "Nebenrolle" spielte.
- Kontraproduktiv wird das bei Forderungen nach "zentralen Waffendepots" in unbewohnten Gebäuden und mit Internet-Bekanntgabe der Adressen. Siehe hierzu v.gd/lebach. --Dingo 03:32, 7. Mär. 2012 (CET)
- ...
- Mir ist nicht ganz klar was dieser Programmantrag denn nun für konkrete Änderungen vorsehen soll. Es ist sicherlich falsch Sportschützen als Südenböcke heranzuziehen und auch wenn ich alles andere als ein Waffenfreund bin, ist mir klar dass der legale Schütze keine große Gefahr darstellt. Aber wie gesagt: Der Programmantrag sagt nichts programmatisches aus, wäre als Positionspapier besser. Nur dass im Positionspapier die Abschaffung der staatlichen Kontrollen gefordert wird, geht mal garnicht. Nichts für ungut. -Till
- Der Antrag ist wörtlich aus den Programmen BaWü und S-H übernommen, weil es besser ist, einen einheitlichen Punkt in Landesprogrammen zu haben, als 16 verschiedene Formulierungen für dasselbe. Nicht jeder Programmpunkt muß konkrete Änderungen vorsehen, vor allem weil die Umsetzung des Bundes-Waffenrechts auf Landesebene sehr unterschiedlich ist. Waffenrecht ist auch kein Kern- und Schwerpunktthema - die allerdings auch oftmals bewußt ergebnisoffen formuliert sind (siehe BGE). --Dingo 02:06, 9. Mär. 2012 (CET)
- Wäre nicht ein Positionspapier sinnvoller? Es gibt so viele wichtige Themen, welche die Gesamtbevölkerung und Zukunft unseres Gemeinwesens betreffen. Müssen wir uns unbedingt weitere Vorwürfe gefallen lassen, wir würden Klientelpolitik für Kiffer, Raubkopierer, Faullenzer und zukünftig auch noch Waffennarren betreiben?(Ironie) Mit einem Positionspapier könnten wir reagieren, sobald Waffenrecht wieder Thema in der Öffentlichkeit wird, aber aktives Agendasetting mit diesem Thema mittels Programm zu betreiben halte ich für ein falsches Signal. - Exillis