BY:Bundestagswahllistenkandidaten/Kandidatengrill/Rente sicher
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Sebastian Jung aka Ganesh
Deutschland hat inzwischen eine der ältesten Bevölkerungen der Welt. Im Jahr 2009 war jeder fünfte Mensch in Deutschland 65 Jahre und älter, 1950 waren es nur jeder zehnte. Gleichzeitig war die Zahl der Neugeborenen in Deutschland im Jahr 2009 mit 665000 so niedrig wie nie zuvor und hat sich gegenüber 1950 nahezu halbiert. Im Jahr 2010 waren nur noch 16,5% der Bevölkerung in Deutschland jünger als 18 Jahre, 2000 betrug der Anteil der unter 18-Jährigen noch 18,8%. (Quelle: Wikipedia).
Durch die Kombination aus Riesterfaktor und Nachhaltigkeitsfaktor wird der Rentenwert auf lange Sicht kaum noch ansteigen können (aufgrund der Schutzklausel aber auch nicht fallen). Die Rente mit 67 hilft, den faktischen Kaufkraftverlust, den die Rente durch die Anpassungsformel erleidet, zu mindern, da sich das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentenempfängern erhöht.
Die bestehenden Maßnahmen sichern mittelfristig das bestehende Rentenniveau. Insofern kann die Frage, ob die Renten sicher sind, zunächst mit ja beantwortet werden. Eine langfristig nachhaltige Rentenstruktur kann aber nur entstehen, wenn wieder mehr Erwerbstätige in das System eintreten. Zum einen kann dies durch eine neue Immigrationspolitik erreicht werden, die Deutschland als attraktives Einwanderungsland positioniert, aktiv um die Zuwanderung junger Menschen wirbt und Menschen, die hier ausgebildet wurden, zu halten versucht. Zum anderen sollte die Erziehung von Kindern wieder als attraktive Aufgabe wahrgenommen werden. Dies kann erreicht werden, wenn zum einen Erziehungszeiten als Rentenbeitragszeiten gewertet werden und zum anderen das Betreuungsangebot auf eine noch breitere Basis gestellt wird.
Martin Schwarz
Die Renten sind nur dann sicher, wenn wir den Vergleich mit der soziodemographischen Struktur (Alter, Geschlecht, Berufstätige) auch in Zukunft an die Rente binden.
Die demographische Entwicklung in Deutschland ist aufgrund der aktuellen Bevölkerungsstruktur vorgezeichnet. Mit weitreichenden Konsequenzen für die sozialen Sicherungssysteme. Immer mehr Menschen droht Altersarmut, da immer weniger Beitragszahler für die Finanzierung der Renten sorgen. Der Generationenvertrag ist gefährdet und mit ihm auch das Verhältnis zwischen Jung und Alt. Ein drastisches Umdenken ist nötig, um die Folgen dieser Entwicklung einzudämmen.
Die Einführung der Rente mit 67 Jahren ist richtig, auch wenn es mir hier wiederstrebt der Regierung Recht zu geben.
Da die Geburtenraten sinken, die Deutschen bis 2050 statt 82 Mio. Einwohner nur noch ca. 65 Mio. Einwohner aufweisen können, so muss die Rente hier angepasst werden. Entweder wir öffnen die Einwanderungsmöglichkeiten ab 2020 massiv, und hier meine ich für alle Staaten, oder wir gefährden die Rente.
Die Folge wird ein massiver Anstieg der Rentenausgaben sein, die nur doch enorm hohe Beiträge abgefedert werden können.
Die Altersarmut wird ansteigen, die Pflege und Gesundheitskosten ebenso.
Arbeiten im Alter kann also sowohl den Pflegebedarf in Grenzen halten als auch für die notwendige finanzielle Absicherung gegen Altersarmut sorgen. Eine der zentralen Aufgaben von Politik und Gesellschaft wird daher sein, Arbeitsmöglichkeiten für Ältere zu schaffen. Ein Umdenken und neue Ideen sind gefordert.
1. Wir benötigen eine Familienpolitik das die Geburtenraten steigen 2. Die Einwanderung von Fachkräfte und Akademikern muss stark forciert werden 3. Ältere Menschen sollten länger arbeiten können (wenn Sie wollen oder noch in der Lage dazu sind.
4. Die Deutsche Lösung dieser Frage muss ebenso mit einer europäischen Lösung in Angriff genommen werden. Nach der jetztigen Politik wird die leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sinken, genauso die Rolle Deutschlands in der Welt. Von der Wirtschaftsmacht zur Bedeutungslosigkeit...so weit darf es nicht kommen.
Ein spannendes Thema an dem die wirtschaftliche Leistung und die Arbeitsplätze hängen. Für Jung und Alt wichtig.
Bernd Kasperidus aka Brummel1
Die Frage ist falsch gestellt.
Es ist keine Frage, ob die Rente sicher ist, es ist die Frage ob ein starres Rentensystem wie es heute vorliegt überhaupt noch zeitgemäß ist.
Ursprünglich einmal geschaffen, um die Witwen und Waisen von verstorbenen Arbeitern zu versorgen, wurde das System eigentlich immer nur aufgestockt, aber nie wirklich an die jeweilige Zeit angepasst.
Wollen wir wirklich einen Bauarbeiter oder Müllfahrer (die Bundesbevölkerung besteht nun mal nicht nur aus IT-Berufen) wirklich bis 67 oder noch länger Steine und Tonnen schleppen lassen?
Ist es zeitgemäß einen Vertriebsmitarbeiter bereits mit 67 oder früher nach Hause zu schicken?
Die Rente muss mehr an die Lebens- und Arbeitssituation angepasst werden, bevor man sich über die Finanzierung gedanken macht.