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FRAGE
FRAGE:
Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am meisten und welche Erfahrungen welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Bundestag am meisten helfen?

Gib eine Einschätzung ab und gib Bitte in deiner Antwort auch dein Alter an.

Wiskyhotel 07:30, 29. Apr. 2012 (CEST) >

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Martin Schwarz

Eine meiner prägensten Lebenserfahrungen war eine Demo in Wackersdorf gegen die damalige WAA (Wiederaufbereitungsanlage). Hier wurde von der politischen Regierung CSU entschieden, ohne die ansässige Bevölkerung zu fragen. Auch sind die Polizeimethoden damals und auch heute recht fragwürdig. Die Grundrechte des einzelnen können bei Kontrollen jederzeit verletzt werden, ohne das die Polizei dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Im Bundestag würde mir meine bisherige Berufserfahrung im Verkauf Außendienst und im Umgang mit Menschen weiterhelfen. Ich bin 45 Jahre, sehr kommunikativ und kann schnell Zusammenhänge erfassen, sowie bei Streitigkeiten schnell und qualitativ gut vermitteln.

Bernd Kasperidus aka Brummel1

Ich bin 42

Meine über 20 Jahre als offen lebender Homosexueller der auch nie ein Geheimnis aus seinen Fetischneigungen gemacht hat (Leder/Gummi etc) hat mich gelehrt, konsequent dafür einzustehen, das keine Gesellschaft darüber entscheidet, wie ich zu leben habe oder mein persönliches Lebensmodell zu planen habe. Das hat mich konsequent werden lassen, eine Meinung zu vertreten.

Diese Erfahrung qualifiziert mich auch geradezu einmalig für den Umgang mit dem Hauptproblem der Piraten. Der Darstellung in der Öffentlichkeit. Seit über zwanzig Jahren kämpfe Ich mit dem Problem, das Andere mich erstmal Aufgrund von Gerüchten, Vorurteilen und Klischees beurteilen, bevor sie mich überhaupt kennen gelernt haben. Das heißt, Ich bin außerordentlich geübt darin Menschen klar zu machen, dass das was sie Glauben zu wissen und die Tatsachen nicht immer übereinstimmen.

Die Erfahrung Aufgrund einer Erkrankung plötzlich den Beruf als Selbständiger aufgeben zu müssen, hat mich einige sehr unschöne Einblicke gewinnen lassen in Systeme von Gläubigerschutz, Schulden, Werbung, Konsum und Gruppendynamik. Einmal in diesem System gefangen gewesen zu sein bringt Einblicke in diese Systematiken die einem keine Statistik oder Studie vermitteln kann.

Letztendlich mein durchaus langer Weg durch das deutsche Gesundheitssystem hat mich auch hier Einblicke gewinnen lassen, die man nur selten bekommt. Wie man z. B. als Patient mit einem Schlaganfall plötzlich in den Krankenhaus/Reha-Vortex gezogen wird und keinerlei Mitsprache hat. Eine Erfahrung, die mir zeigte, wie unmenschlich zum großen Teil unser Gesundheitssystem geworden ist.

Und zum Schluss, war eine prägende Erfahrung, eine fast blinde Mutter zu haben. Die Erfahrung seit frühester Jugend mit einem Schwerbehinderten umzugehen und wie gerade die Gesellschaft trotz vieler Lippenbekenntnisse die Behinderten alleine läßt. Einmal einen Rolli-Fahrer über die Straße zu schieben ist mehr erniedrigend denn hilfreich. Extrem-Betroffen wie eine Katze um den heißen Brei zu tanzen ist erniedrigender als mit so einem Menschen ganz normal umzugehen.

Außerdem die Erfahrung meine Mutter jetzt im Alter zu pflegen, gibt Einblicke in den Bereich Senioren und Pflege, die man als Außenstehender nur selten hat.

Gerade die ganze Erfahrung mit meiner Mutter hat mich seit frühester Kindheit gelehrt, Verantwortung zu tragen nicht nur für mich selber.

Abschließend: Ich bin ein Mensch, der sich für viele Themenbereiche interessiert und sich dann mit bedingungsloser Arbeitswut in diese Bereiche einarbeitet. Obwohl Ich mich, wie wahrscheinlich jeder hier, hinter netten Phrasen und Fachausdrücken verstecken kann, bin Ich ein Mensch, der es schafft auch ohne Fach-Chinesisch und leere Phrasen auszukommen. Ich bin der Meinung, wenn Ich eine Sprache wähle, die 99% der Menschen erreicht, ohne das diese erstmal Duden und Brockhaus (<- für die Jüngeren unter Euch, dass sind schwere, etwas unhandliche, rechteckige Nur-Lese-Speicher, die man in der Zeit vor Google verwendet hat, die aber den großen Vorteil haben ohne Elektrizität und UMTS/WLAN-Netz zu funktionieren ;-) ) wälzen müssen.

Ich habe mir über lange Jahre die Fähigkeit angeeignet, die kompliziertesten Sachverhalte auf ihre Grundlagen herunter zu brechen (für die IT-ler die hohe Kunst des Algorithmierens) und diese dann auch in einer einfachen Sprache beschreiben zu können.

Michael Hartrich

Ich war eigentlich die meiste Zeit meines Lebens ein unpolitischer Mensch. Aber dann geschahen innerhalb relativ kurzer Zeit einige Dinge, die mich aufrüttelten und mich schlussendlich dazu brachten für die Piraten aktiv zu werden.

Neben dem ganzen Überwachungswahn, den uns die etablierten Parteien insbesondere seit 9/11 antun wollen, gab es zwei besonders einschneidende Erlebnisse.

Das erste war, als die Frau von der Leyen im Fernsehen mit ihrem Stoppschild in der Hand sah und sie davon sprach, dass das Kinder vor Missbrauch schützen soll. Ich fand es erschreckend, dass diese Frau aus reiner Profilierungssucht die Zensur in Deutschland einführen wollte, anstatt etwas für die missbrauchten Kinder zu tun.

Das zweite Erlebnis, das mich dazu brachte mich politisch zu einzubringen, war als sich die die FDP die MwSt-Senkung für die Hotels abkaufen ließ. Diesen öffentlich zur Schau getragenen Lobbyismus fand und finde ich widerlich und abstoßend. Da die FDP bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich die von mir favorisierte Partei war, sah ich mich nach Alternativen um und stieß dabei auf die Piraten.

Allerdings ändert man ein eingefahrenes Leben nicht so schnell. Besonders dann nicht, wenn man einen sicheren Job, Frau und Kinder hat. Daher dauerte es noch einige Monate bis ich meinen Mitgliedsantrag ausfüllte und mich zum ersten Mal zu einem Stammtisch begab. Danach machte ich mir Gedanken wie ich mich am Besten für die Partei einbringen kann. Diese Möglichkeit fand ich dann in Form von AGs, deren Inhalte mir liegen. Außerdem stellte ich fest, dass es mir Spaß macht, mich mit neuen Interessenten an den Stammtischen zu unterhalten und ihnen die Ideen der Piratenpartei näher zu bringen.

Um die Frage nach meinem Alter zu beantworten: Ich bin 45 Jahre alt.

Sebastian Jung aka Ganesh

Ich bin 44 Jahre alt und meine wichtigsten Erfahrungen habe ich in 15 Jahren Ehe und als Vater von 2 leiblichen Kindern und einer Stieftochter gemacht. Ich habe gelernt, Verantwortung zu tragen, Konsens und Individualität auszubalancieren und zu lieben. Diese Erfahrungen haben mich darauf vorbereitet, mich auch weitergehenden Verantwortungen zu stellen und mich in einer Gemeinschaft anzupassen ohne meine Persönlichkeit zu verlieren.

Ich habe mehrere Geschäftsgründungen erlebt und nur eine davon war erfolgreich (eine reicht :-). Dabei habe ich gelernt, dass Geld nicht in erster Linie dem gerechten Austausch von Waren dient, sondern vor allem Geschäftsideen und Arbeit im Allgemeinen danach aussortiert, ob andere bereit sind, Geld dafür bezahlen. Dies steuert die Motivation so, dass die arbeitsteilige Gesellschaft entsteht. Wenn eine andere meiner Geschäfsgründeungen erfolgreich gewesen wäre, also Kunden gefunden hätte, die Geld dafür bezahlen, hätte ich eben die andere verfolgt.

Als dritte wichtige Erfahrung möchte ich die diversen Internet Communities nennen, in denen ich am Ideal offener, freier Software mitgearbeitet habe. Die J4Fry Community habe ich mit gegründet, in der DojoFaces Community bin ich Head und in der Apache Community bin ich Committer. Eine wichtige Inspiration hierzu waren die Texte von Lawrence Lessig und anderer, die ich Anfang des Jahrtausends auf slashdot.org gelesen habe. Schüsselerlebnis war die Verabscheidung des Gesetzes zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft im September 2003, wo die Lobby der Medienkonzerne einen Sieg auf ganzer Linie über die Generation der Filesharer errang. It's time to strike back!

Seit dieser Zeit bin ich auch Verfechter einer Urheber- und Patentrechtsrechtsreform. Ich habe 2 Patente auf Softwareverfahren, von denen eines schon im Jahr 2001 erteilt wurde, in den letzten Jahren aus Gewissensgründen fallen gelassen.

Ich stehe also für die Förderung freier Software, offener Standards und Webcommunities und will das Internet zensurfrei halten, den Datenschutz verbessern und Überwachungstendenzen wie beispielsweise die Vorratsdatenspeicherung zurückdrängen.

Rudolf Beck

Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am meisten und welche Erfahrungen welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Bundestag am meisten helfen?

Gib eine Einschätzung ab und gib Bitte in deiner Antwort auch dein Alter an.

Ich denke, am meisten habe ich von unserem Schulsystem profitiert. Ich bin über den zweiten Bildungsweg von Hauptschüler zum Akademiker und habe seit Januar 2010 mein Diplom in der Tasche. Das spricht auf alle Fälle zumindest für die Möglichkeiten im Gesamtbildungssystem, obwohl es natürlich auch Schwächen hat. Da meine ich vor allem das G8 und die Situation für unsere ganz Kleinen.

Persönliche Erfahrungen haben mich mit dem Familienrecht -Trennung, Scheidung, Umgangsrecht- in Berührung gebracht. Hier stimmt es vorne und hinten nicht und bedarf auf alle Fälle einer Anpassung an die heutige Zeit.

In meinem Berufsleben habe ich gelernt mit Menschen umzugehen und bin geübt und geschult in Konfliktlösung -Mediation- was aber nicht heißt, dass ich nicht kontrovers diskutieren kann oder will.

Auch im Verkehrsrecht kann ich mitreden. Ich reiße im Jahr knapp 50.000km mit dem Auto runter und wundere mich manchmal nur, welcher Kontrolle wir unterliegen. Blitzer, Schilder und nicht zu vergessen, Baustellen, die nicht bebaut werden.

Unter dem Strich helfen mir alle meine Erfahrungen, die ich in meinem 42 jährigen Leben gemacht habe. Denn sie haben mich zu dem Menschen geformt, der ich heute bin.

Martin v. Ketteler, 91056 Erlangen

Mit meinen 46 Jahren habe ich sehr viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens kennen lernen dürfen bzw. müssen. Aufgrund meiner Familientradition bin ich seit jeher politisch aktiv.

Krankheit und Kinder haben mich in den Bereich der Armut gedrängt, während ich als Kind auch den Reichtum kannte. Diese Diskrepanz prägte mich außerordentlich stark. Ebenso prägend war der Anblick von Feuerwehr mit Geigerzählern auf dem Wochenmarkt 1986 (Tschernobyl).

Hilfreich werden meine gute Erziehung, meine Ausbildung als Historiker und Politologe, sowie meine Arbeit in einer Studentenverbindung sein.

Ergänzung: Wut und Leidenschaft brodeln in mir. Wut über die Ungerechtigkeit vieler Gesetze und Leidenschaft für Menschen und Menschlichkeit zu kämpfen. Beides drängt mich in Richtung der Politik und die Piratenpartei ist die einzige Partei, die meine Ziele trägt. --Martin1093 10:13, 10. Mai 2012 (CEST)

www.thomasblechschmidt.de

Thomas Blechschmidt

Ich bin 47 Jahre alt. Meine prägendsten Erfahrugnen waren einige Jahre in einem Klosterinternat unter dem Versuch totaler Kontrolle durch die Präfekten und Patres. Dadurch wurde der Erhalt der Freiheit wichtigstes Element meiner politischen Grundhaltung. Doch das Kloster hatte nicht nur schlechte Auswirkungen. Mir wurde früh klar, dass der erhalt der Freiheuit auch ganz wesentlich mit der Begrenzung von Freiheit zu tun, um die Freiheit und dei Chancen meiner Mitmenschen nicht zu beschneiden.

1991 wurde ich FDP Mitglied und lernte dort den Freiheitsbegriff der so genannten Liberalen Kennen. Was 1992 zum Austritt aus der FDP führte. Technokraten und Juristen, die nur für die Freiheit der Vermögenden und klandestiner Eliten einstehen, sind keine Liberalen, sondern Diktatoren des Kapitals und antidemokratischer machtpolitischer Interessen.

Otto Mayer aka Cuthlan

Ich bin über 25 Jahren verheiratet, habe 4 Kinder (2 Eigene, 2 Pflegekinder), bin sein über 25 Jahren Unternehmer und bin mit meinen 53 Jahren ein sogenannter Best Ager ;-)

Gleichzeitig bin ich neben meinem Beruf auch in einem Sportverein (seit über 10 Jahren) als Abteilungsleiter tätig.

Also meine Familie, mein Beruf und meine Vereinserfahrungen haben mich zu dem Menschen gemacht, der sich nun als Best Ager entschlossen hat politisch aktiv zu werden.

Gerade meine Erfahrungen mit den Behörden, bedingt durch die Pflegekinder, haben mich zu dem Entschluss gebracht mich aktiv im Bundestag für die Belange der Familien und die Förderung der Jugend einzusetzen.

Horst Weidemann

Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am meisten und welche Erfahrungen welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Bundestag am meisten helfen?

Es gibt vier einschneidende Erfahrungen die mein Leben und meine politischen Ansichten prägen:

* Die Überwindung der Angst und das Leben mit der Gefahr, begründet durch intensives Training und das Leben als Jet-Pilot der Luftwaffe ist die einschneidenste Erfahrung. Die bis zur körperlichen und geistigen Leistungsgrenze reichende Notwendigkeit eine blitzschnelle Analyse von unwägsamen Situationen mit Entscheidungen und Lösungen zu vollziehen, färbt auf viele Umstände des täglichen Lebens ab. Das Fehlen jeglicher Selbstüberschätzung und der Hang zur präszisen, fast pedantischen Planung sind ein Resultat.
* Im NATO-Stab Großprojekte (wie die fliegerische Herbstübung COLD FIRE oder den Jagdbomberwettbewerb TACTICAL WEAPONS MEET) ideenreich zu kreieren, zu formulieren, auszuschreiben, in internationalen Konferenzen vorzutragen, zu verhandeln, zu dokumentieren und schließlich durchzuführen, gibt Selbstvertrauen, Selbstsicherheit im Auftreten und in der Sprache (Deutsch und Englisch).
* In 13 Jahren Tätigkeit beim Bundesnachrichtendienst (BND) habe ich neben anderen Aufgaben (in IMINT-, COMINT-, HUMINT-Bereichen) gelernt und erfolgreich demonstriert, wie man Menschen soweit manipuliert, dass sie ihr Land „verraten“ oder für einen monetärem Vorteil nicht öffentliche Sachverhalte übermitteln. Zudem ist mein Kenntnisstand über Aufklärungs-Ziele, -methoden, -möglichkeiten und -grenzen recht umfangreich.
* Mehrjährige Auslandsaufenthalte in Canada, USA, Portugal und schließlich Rom, Italien, (bei der Deutschen Botschaft) haben meinen geistigen und politischen Horizont erheblich erweitert.

Gib eine Einschätzung ab und gib bitte in deiner Antwort auch dein Alter an.

Es gibt wenige Bewerber unter den Bundestagswahllistenkandidaten, die auf ein umfangreicheres Spektrum von Erfahrung (Bundeswehr/Luftwaffe, BND, Auswärtiges Amt, Auslandserfahrung und Wehrindustrie,) zurückblicken können. Ich empfehle mich als Vertreter der PPD für einen oder mehrere der folgende Ausschüssen/Institutionen des Bundestages:

* Parlamentarisches Kontrollgremium (PKGr);
* Verteidigungsausschuß;
* Auswärtiger Ausschuß , Unterausschuss "Zivile Krisenprävention und vernetzte Sicherheit";
* G-10 Kommission;
* Gremium nach Art.13 Abs 6 Akustische Überwachung.

Ich bin 74 Jahre alt, kerngesund und kann mindestens eine Legislaturperiode von großem Nutzen für die Piraten im Bundestag sein.

Stephan Kristyn

Mein politisches Schlüsselerlebnis war für mich eindeutig eine nächtliche Autofahrt, als im Autoradio bermudafunk.org, einem freien Studentensender aus Mannheim ein Chaos Computer Club Mitglied über die Utopie der Commons und Open Source Software als Gesellschaftsmodell erzählte.

Diese Utopie spannte für mich eine Brücke zwischen der mir bereits bekannten Hackerkultur und einer gesellschaftlich-wirtschaftlichen Anwendbarkeit dieser Kultur des Hinterfragens.

Ich hielt damals nachts auf dem Feldweg mit dem Auto an und lauschte gebannt dem Beitrag. Danach war ich wie Elektrisiert und wollte ich auch ins Radio, auch zum CCC und war nie zufrieden damit, "nur" Programmierer oder IT-Consultant zu sein - in mir wurde der Funke gezündet politisch aktiv zu werden.

Mein zweites Schlüsselerlebnis war die Friedensbewegung die sich auf die militärische Antwort der USA auf den 9/11 bildete. Dort war ich recht aktiv und bewegte viele Freunde zum mitmachen und nachdenken. Danach gab es für mich kein zurück und nach ein paar kurzweiligen teilnehmenden Beobachtungen in der Hausbesetzerszene in Aachen und Berlin, kam ich nach München, vorrangig wegen meiner zuküftigen Frau und wegen Freunden.

In Berlin bereits, aber auch in meiner Münchner WG konnte ich meine Kenntnisse über Freie Software stark ausbauen. Für mich war Freie Software schon nach dem ersten Bootvorgang ganz klar eine Utopie einer besseren Welt und nie einfach nur ein Stück Software. Als ich von der Piratenpartei im Jahr 2009 Wind bekam, trat ich sofort ein und fühlte mich ersteunlicherweise wie zu Hause. Ich war über das grosse Spektrum an verschiedenen Menschen, die gleichzeitig eine Kultur der Lockerheit und Offenheit ausübten, sehr überrascht und sehr erfreut. Für mich ist, wie für so viele andere auch, die Partei zu einem Teil meines derzeitigen Lebensabschnittes geworden und wenn es eine politische Bewegung wie die der PIRATEN nicht gäbe, müssten wir eben eine gründen.

Im Bundestag -würde- mir v.a. meine hohe Lernbereitschaft von nutzen sein - die Fähigkeit sich in kürzester Zeit viel neues Wissen zu verinnerlichen und die Fähigkeit auf verschiedenste Menschen zuzugehen und einen Austausch zu erwirken. Meine Erkenntnisse im Job als Operations Manager (ich bin übrigens 33 Jahre alt), werden auch sicherlich von Nutzen sein (Arbeit Delegieren, Annehmen, Kooperation, Ellenbogen-Umgebung, etc). Wenn es die Zeit zulassen wird, fange ich noch ein nebenberufliches Studium in Recht an (Staatsrecht, Menschenrechte), der Nutzen darin für die PARTEI liegt auf der Hand.

Ich finde übrigens die Vita meines Vorredners wirklich interessant und liste nun nach seinem Beispiel ebenso meine präferierten Ausschüsse auf (Stichwort Größenwahn):

  • Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung
  • Wirtschaft und Technologie
  • Europäische Union
  • Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Erklärung: Ich versuche derzeit mit anderen Parteimitgliedern die FG Wirtschaft BY zum Erfolg zu verhelfen. Auch aus Eigeninteresse lese ich mich in wirtschaftliche und europäische Themen ein, Technologie und Bildung ist mir als nebenberuflicher Student der Informatik sowieso ein Herzensanliegen. Ich sehe in dem Bereich der Bildung und Forschung wie so viele andere Piraten auch ein immenses Verbesserungspotential in unserer Republik und Europa.

wowe wolfgang wellershaus

ich bin 67 jahre alt, als person die immer in der dienstleistung tourismus-hotellerie tätig war, europa wie international, habe ich früh kennen gelernt das ein breiter horizont ,toleranz und akzeptieren von anderen kulturen ,nur die zukunft sein kann.

ich war schon global und europäer als es diese begriffe so nicht gab. ich bin zum 2. mal verheiratet, 2 söhne die beide studieren,etwas ganz anderes als ich gemacht habe. als geschäftsführer bin ich heute für eine chin.firma in deutschland noch immer tätig.

deshalb auch ein rat für die AG Senioren zu der ich mich alters bedingt zähle, rentenbeginn nicht fest schreiben jeder wie er mag.

im bundestag/landtage wird zu beweisen sein,das der pirat nicht wie das derzeitig in den medien dargestellte bild eines einseitig auf IT orientierten menschen ist. die vielseitigen gesellschaftlichen fragen und antworten darauf, muss auch für den bürger erkennbar mit den piraten in verbindung stehen. ich bin gerne bereit mich dafür einzubringen.

für eine aufgabe -ausschuss im bundestag der uns piraten von nutzen sein kann sehe ich: Arbeit & Soziales

          Wirtschaft + Finanzen
          parlam. Kontrollgremium

Sven Ungerecht

Ich bin 35 Jahre alt und habe noch nicht die großen Lebenserfahrungen gemacht. Bis jetzt war recht straightforward.

Meine Mutter ist geschieden, hat mich also alleine aufgezogen. Da ich in Meiningen(Thüringen) aufgewachsen bin, machte ich Bekanntschaft mit den Wirren das Mauerfalls und der Wiedervereinigung. Ich ging 10 Jahre zur Schule, machte danach eine Ausbildung, dann arbeitete ich mit Unterbrechung durch den Wehrdienst bei einem Arbeitgeber, war kurz arbeitslos und arbeite seit 2000 bei meinem jetzigen Arbeitgeber.

Ich bin eher ein Intellektueller ohne sprachliche Fähigkeiten. Meine Erfahrungen sind ein schlechter Leitstrahl. Ich möchte tun was richtig ist, nicht was irgend welche Interessentengruppen wünschen.

Beate Kesper

Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am meisten und welche Erfahrungen welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Bundestag am meisten helfen?

Politik ist Berufung und Beruf. Deshalb haben mich die Theorien Max Webers, die Eloquenz von Petra Kelly und der politische Mut von Aung San Suu geprägt. Max Weber, dem Vater der Soziologie, ist zu einem Klassiker der Politikwissenschaft geworden.

Die von Max Weber genannte Dilettantenwirtschaft von Erbpolitikern und leidenschaftlichen Politikern, die für die Sache Politik machen, setzt er in den Gegensatz zum Berufsbeamtentum, welches auch bei einem Machtwechsel bestehen bleibt und sich rein auf die pragmatischen Inhalte der Politik konzentriert. Nach Weber sind die drei wichtigsten Qualitäten eines Politikers: sachliche Leidenschaft Verantwortungsgefühl ein distanziertes Augenmaß.

Die größte Schwäche für einen Politiker hingegen ist die Eitelkeit, diese lässt den Politiker unsachlich und verantwortungslos erscheinen. Petra Kelly war sicher eine der größten Nachkriegspolitikerinnen, die Schwerpunkte ihrer Arbeit im Bundestag und in der Fraktion Die Grünen waren Friedenspolitik, Menschenrechte und Minderheiten.

Aung San Suu setzt sich mit beispielhaftem Mut in Myanmar für Demokratisierung ein. 1991 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Sie wurde erst 2010 aus ihrem insgesamt 15 Jahre währenden Hausarrest entlassen.

Zweifellos helfen mir meine beruflichen Erfahrungen, die ich in den vielen Jahren im Ausland gesammelt habe, was immer zu einem Kirchturmblick führt. Ich bin 43 Jahre alt.

Thorsten Forkel

Welche Deiner bisherigen Lebenserfahrungen prägen Deine politischen Ansichten am meisten und welche Erfahrungen welche werden Dir bei der politischen Arbeit im Bundestag am meisten helfen?

Gib eine Einschätzung ab und gib Bitte in deiner Antwort auch dein Alter an.

10 Jahre meines Lebens habe ich bei der Bundeswehr verbracht, die mich geprägt hat. Ich habe dort einen starken Sinn für Gerechtigkeit entwickelt, der mir heute bei allen Dingen die ich angehe sehr hilft. Auch in meiner politischen Arbeit versuche ich das umzusetzen. Denn durch gegenseitigen Respekt, insbesondere auch bei gegensätzlichen Meinungen, kann man oftmals mehr erreichen als wenn man stur nur die eigene Sichtweise beachtet. Durch diese offene Art schaffe ich es oft, Menschen auf meine Seite zu bringen, für meine Ideen zu begeistern und damit letztendlich auch die gesteckten Ziele zu erreichen. Ein weiteres prägendes Lebenselement ist meine Familie, die mich gelehrt hat mit Geduld und Beharrlichkeit vieles erreichen kann und auch schwierige Zeiten durchsteht. Ich bin jetzt knapp 35 Jahre alt und werde auch bestimmt noch eine ganze Menge Erfahrungen sammeln die mich weiter beeinflussen werden.

Hartmut Giessler aka Pirat91093

  • Ich bin momentan 58 Jahre alt.
  • Was pägte meine poltischen Ansichten am meisten?
  • Das Gestalten und Ändern bestehender Gesetze und zwar über die von mir 1989 ins Leben gerufene Initiative gegen Abmahnvereine und die Novellierung des § 13 Abs. 5 UWG. Unterstützung dazu bekam ich von der IHK. Ich erarbeitete zur Novellierung 12 Punkte die, soweit mir noch erinnerlich, über den DIHK dem Gesetzgeber vorgelegt und die es bis zu einer ersten Lesung schafften. Uns Piraten gab es damals noch nicht und trotzdem war mein Motto klarmachen zum Ändern. Es ist (fast) für jeden möglich etwas zu Ändern. Man muß es nur wollen und tun.
  • Das mitarbeiten in den Landesfachausschüssen Arbeit und Soziales, Wirtschaft und Finanzen und Grundsatz und Zukunftsfragen. Auch hier wieder die Erkenntnis, des gestaltens durch wollen und tun und den Einblick wer tatsächlich die Politik gestaltet.
  • Meine Teilnahmen am Gesundheitskongress "Freiheit, Wettbewerb und Selbstbestimmung im Gesundheitswesens", am Mittelstandskongress und an der Nürnberger Sicherheitstagung "Der Frieden hat seinen Preis" mit den Beiträgen und Vorträgen vom Erzbischoff Dr. Ludwig Schick, dem Gesandten der Botschaft der USA John M. Koenig, Dr. Wolfgang Gerhardt und dem Bundesminister a.D. Klaus Töpfer. Vieles lässt sich hiervon auch heute noch verwenden.
  • Was ich für mich auch als prägend empfinde war 2009 mein Beitritt in die Piratenpartei und hier der erste Mfr. PT und der Bayer. LPT. Die Leute/Piraten die ich da kennenlernte und von deren Gedanken und Ideen ich erfuhr.
  • Die Tatsache, man muß es nur wollen und tun, hilft mir, fast, immer und überall.