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Unterstützt Du das BGE?
1. Welches Finanzierungmodell unterstützt Du?
2. Muss die PP sich vom BGE-Begriff der LINKEN abgrenzen?
3. Woran erkennen die Menschen, wenn nicht an der Bezahlung, ob ihre Tätigkeit der Gesellschaft nutzt?
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Inhaltsverzeichnis
Bernd Kasperidus aka Brummel1
Welchen Wert hat ein Mensch?
Eine Frage, auf die Philosophen seit Jahrhunderten eine Antwort suchen. Eine Frage, die zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich beantwortet wurde. Sie wurde in Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges bezüglich der Sklaven anders beantwortet als z. B. in Zeiten der industriellen Revolution bezüglich der Arbeiterklasse.
Welchen Wert hatte Mahatma Ghandi? Eine Frage, die vom Zeitpunkt seiner Geburt bis heute unterschiedlich beantwortet wurde und selbst heutzutage regional anders bewertet wird. Welchen Wert hat Ghandi in Pakistan und welchen in Indien?
Sowohl das momentan bestehende System (sozial gerecht angewandt) als auch das BGE-System haben beide ihre Vor- und Nachteile. Die Auswahl sollte durch eine Abwägung von Argumenten und nicht mit einer Bewertung von Menschen geschehen.
Da Ich mich aber nicht an Suggestiv-Fragen beteilige (Wo wird der Wert eines Menschen ehr anerkannt bzw Das bestehende System erkennt die Leistungen eines Menschen nicht an) muss das oben geschriebene als Antwort ausreichen.
Horst Weidemann
Die Idee des BGE ist nicht neu und ich finde sie faszinierend. Zur Finanzierung kann ich mich nicht äußern, weil mir der finanzpolitische Hintergrund fehlt.
Martin v. Ketteler, 91056 Erlangen
Also, das mit dem BGE ist so eine Sache. Aber der Reihe nach:
- 1. Welches Finanzierungmodell unterstützt Du?
Ich habe mir die verschiedenen Modelle noch nicht angeschaut. Wenn ich mir aber die Konzepte der AG Bildung zur Schulbuchfreien Schule ansehe, dazu den Fahrscheinlosen ÖPNV und die "verstaatlichung" der Infrastruktur, so sehe ich ein großes Potential auf einer Seite gewaltige Mittel frei zu setzen und auf der anderen ein BGE verfassungskonform zu finanzieren. Die Einzelheiten müssen jedoch in harten politischen Kämpfen herausgefunden werden. Geschätzte Dauer: 10 bis 15 Jahre bis es läuft.
- 2. Muss die PP sich vom BGE-Begriff der LINKEN abgrenzen?
Ich habe mich mit deren Deffinition noch nicht so genau beschäftigt. Ich hole das nach und werde dann meine Antwort ergänzen. (Heute ist der 01.05.2012)
- 3. Woran erkennen die Menschen, wenn nicht an der Bezahlung, ob ihre Tätigkeit der Gesellschaft nutzt?
Ist die Frage ernst gemeint? Ich werde jetzt meine Preise erhöhen, weil ich inzwischen nicht mehr kostendeckend arbeiten kann. Woran erkenne ich wohl die Bedeutung meiner Arbeit? Am Feedback meiner Kunden! Klar, ich könnte mit meiner Firma viel mehr Geld verdienen und sogar einen bescheidenen Wohlstand aufbauen. Wofür sollte ich aber das wollen? Die Gier, die den Torbo-Kapitalismus antreibt, ist mir fremd.
Nicht die Bezahlung zeigt Dir oder Anderen, ob Deine Arbeit der Gesellschaft nutzt. Erst wenn Du innerlich Deinen Frieden gefunden hast, wenn Du mit Dir im Reinen bist, wirst Du erkennen, ob Deine Arbeit Dich "befriedigt" und ob sie der Gesellschaft nutzt.
Nutzt die Arbeit eines Fließbandarbeiters bei VW der Gesellschaft? Oder die eines Kumpel in einer deutschen Kohlemine? Oder die eines Stationsarzt am Ende einer 36-Stunden-Schicht? Ich bin davon überzeugt, diese Arbeit kann der Gesellschaft nur dann nutzen, wenn der Arbeitende eine innere Zufriedenheit erlebt UND sich nicht die Gesundheit ruiniert. Der Wert der Arbeit erwächst nicht aus der Tätigkeit, sondern aus dem Tätigen. (Zitat von mir selbst)
Uwe Köhler
Ich unterstütze das Prinzip des BGE. Da sich dadurch einige Probleme lösen würden. So müssen sich heutige Artbeitslosengeld 2-Bezieher vor dem Staat "ausziehen", dazu kommen noch andere Formen der Kontrolle, die weit in die Privatssphäre und Selbstbestimmungsrechte eingreifen. Dies würde man damit unterbinden. Außerdem könnte man den Sozialstaat verschlanken und vereinfachen. Es würde, sofern es richtig umgesetzt wird, ein wesentlich menschenwürdigeres Leben für alle ermöglichen, als dies heute in vielen Fällen der Fall ist.
Ich habe keinen genauen Überblick über alle Finanzierungsmodelle, aber das Modell von Herrn Götz Werner halte ich für kritisch. Eine reine Besteuerung auf den Konsum würde den meisten Menschen nicht wirklich helfen. Da es zwar theoretisch auch das nötige absichert, aber wie man damit eine angemessene Gesellschaftliche Teilhabe garantieren will, sehe ich nicht. Der Vorteil liegt hier wiederum hauptsächlich bei Unternehmern(keinerlei Lohnnebenkosten mehr, Preissenkungen sind nicht im gleichen Maße zu erwarten) und großen Einkommen.
Zum BGE Begriff der Linken kann ich nichts sagen.
Das Einkommen eignet sich denkbar schlecht als Indikator für den Nutzen der Tätigkeit innerhalb des Gesellschaft. Denn nach diesem Modell müssten KindergärtnerInnen, Krankenschwestern, Müllwerker u.a. wesentlich mehr verdienen als sie es heute tun. Denn die Beispielberufe und auch noch andere bilden die Grundlagen unserer Gesellschaft, werden aber ziemlich schlecht bezahlt. Zum Beispiel müssten Manager nach dieser Aussage oft(ist aber immer unterschiedlich) weniger bekommen. Es sind andere Faktoren die das Gehalt bestimmen, selbiges gilt auch für den Nutzen innerhalb der Gesellschaft.
Sven Ungerecht
Ich unterstütze kein BGE. Es ist in der derzeitigen Gesellschaft politisch nicht durchsetzbar. Es ist reine 'nice to have' und Wohlfühl Politik. Sicherlich sollte man darüber diskutieren wie man die schwächsten der Gesellschaft Unterstützen kann, aber ich halte die Einführung eines BGE nicht als die Antwort darauf.
Ich würde erst ein mal den Hartz Satz anheben und die Reglungen vereinfachen, auch um die Sozialgerichte zu entlasten. Und einen Mindestlohn für alle Branchen einführen. Damit die Subventionierung über Aufstocker unterbunden wird. Das ist asozial, das bestimmte Unternehmen voll darauf setzten, das der Staat drauf legt, damit ihre Mitarbeiter überleben können. Es würde auch die Serviceindustrie aufwerten, wenn dort höhere Löhne und Gehälter bezahlt werden. Service ist ein Bereich der in Deutschland sehr unterentwickelt ist, wo noch ein großes Potential Arbeitsplätze steckt.
BGE ist einer der Gründe, wieso die Piraten meiner Meinung nach, fälschlicher Weise in die linke Schublade gesteckt werden. Ich würde mit der Fixierung auf das BGE aufhören und einen anderen Überbegriff dafür aufbauen wollen.
Anerkennung für die Arbeit ist sicherlich wichtig, aber die Bezahlung wird für lange Zeit der wichtigste Gradmesser bleiben. Ohne Geld kann man sich seine Wünsche und Träume im Regelfall nicht leisten. Arbeit muss sich auch montän lohnen.
Pirat91093
Hartmut Giessler aka Pirat91093
Selbstverständlich unterstütze ich das BGE!
- Eine grundlegende Frage zum BGE wäre, welchen Personenkreis soll das BGE umfassen?
Alle Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit oder alle in Deutschland lebenden Bürger/Menschen?
1. Welches Finanzierungmodell unterstützt Du?
- Eine schwierige Frage und meine Antworten dazu:
http://www.archiv-grundeinkommen.de/pelzer/Transfergrenzen-Modell-Abstract-V-2.pdf Unter Punkt 3. wird eine plausible Finanzierungsmöglichkeit des BGE dargestellt.
http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen
http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen/Umsetzung
- Mein favorisiertes Finanzierungsmodell wäre über eine 50%ige Einkommensteuer und zwar auf alle Einnahmen und die Einsparungen, bzw. eine Refinanzierung des Sozialbudgets.
Wegfallen und oder ebenfalls anders organisiert könnten z.B. die Rentenversicherung (eine RV in die wirklich alle einbezahlen), Krankenversicherung (warum nicht nur eine KV in die wirklich alle einbezahlen) Pflegeversicherung (wie bei KV), Unfallversicherung, Arbeitsförderung, Kombilohnmodelle, Hartz IV und alle diesbzgl. Transferleistungen, Sondersysteme, Leistungssysteme des Öffentlichen Dienstes, Leistungssysteme der Arbeitgeber, Entschädigungssysteme, Sozialhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Kindergeld und Familienleistenausgleich, Erziehungsgeld, Ausbildungsförderung, Bafög, Wohngeld, Steuerfreibeträge aller Art, Subventionen und entsprechender Bürokratie-und verwaltungsabbau.
Wobei ein dreigeteiltes BGE wohl auch einen gewissen Reiz hätte. Nichterwerbstätig, Erwerbstätig, Rentner/Pensionäre.
Was mir auch vorschweben würde, jeder darf sich zu seinem BGE soviel dazu verdienen wie er will und kann, wobei der Zuverdienst auf das BGE angerechnet und mit 50% versteuert werden würde.
- Ich denke letztendlich wird das BGE über eine Art Mischfinanzierung finanziert werden.