- Wir begreifen jeden Menschen als einzigartig. In jedem Menschen stecken besondere Potenziale und Fähigkeiten, die unsere Gesellschaft bereichern können.
- Bildung meint den Prozess der Entfaltung dieser Potenziale und Fähigkeiten und damit die Entwicklung zur inviduellen Persönlichkeit.
- Sie soll in aller erster Linie zur individuellen Selbstbestimmung und zur solidarischen und verantwortungsbewussten Mitbestimmung befähigen und damit umfassende Teilhabe in unserer Gesellschaft ermöglichen.
- Bildung meint nicht einfach Erziehung hin zu von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen vorgegebenen Werten und Normen. Sie meint nicht unreflektierte Anpassung an die Verhaltenserwartungen anderer.
- Bildung meint nicht einfach Beschulung im Sinne von Beaufsichtigung und Verwaltung von SchülerInnen oder der Befüllung "leerer Hülsen" mit ausgewählten Wissensinhalten.
- Bildung meint aktives Handeln und Denken von Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen. Diese Aktivität soll durch qualifiziertes, pädagogisches Handeln nicht ersetzt oder gar behindert, sondern angeregt, begleitet, ermutigt und beratend unterstützt werden.
- Bildung soll Leistungsfähigkeit und verantwortungsbewusste Leistungsbereitschaft ermöglichen und fördern, statt sie durch "Leistungsdruck von oben" kleinzuhalten.
- Bildung braucht deshalb weder "Beschränkung" noch "Bevormundung", sondern Freiräume und individuelle Förderung.
- Eine Schulpolitik, die Menschen gezielt aufgrund ihrer sozio-ökonomischen Herkunft benachteiligt und diesen Menschen damit die notwendigen Entfaltungschancen verweigert, ist Unrecht an diesen Menschen und verspielt wertvolle Potenziale für unsere gesamte Gesellschaft.
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