BW:Stammtisch Mannheim/AG Kommunalpolitik iG/V0001
Inhaltsverzeichnis
Fahrscheinloser ÖPNV
Langfassung
Wir setzen uns für einen fahrscheinlosen ÖPNV in Mannheim ein. In dem Zusammenhang soll auch ein fahrscheinloser ÖPNV für das ganze VRN Gebiet angedacht werden.
Kurzfassung
Wir setzen uns für einen fahrscheinlosen ÖPNV in Mannheim ein.
Bearbeiter
Vorschlag
Nähere Erläuterung
Ist-Zustand
Der VRN nahm 2010 (letzter Geschäftsbericht) im gesamten VRN Gebiet 249.000.000 (249 Millionen) Euro an Fahrkartenverkäufen ein, von 313.000.000 Fahrgästen.
Der VRN umfasst folgende Kreisfreie Städte und Landkreise:
Rheinland-Pfalz
Kreisfreie Städte und Einwohnerzahl:
Frankenthal 46.793, Kaiserslautern 99.184, Landau 43.615, Ludwigshafen 164.351, Neustadt 52.855, Pirmasens 40.384, Speyer 49.857, Worms 81.736, Zweibrücken 33.944
Landkreise: Alzey-Worms (zum Teil) 124.760, Bad Dürkheim 132.757, Donnersbergkreis 75.878, Germersheim (zum Teil) 124.838, Kaiserslautern 105.428, Kusel 72.602, Rhein-Pfalz-Kreis 148.475, Südliche Weinstraße 109.002, Südwestpfalz 98.887,
Baden-Württemberg Stadtkreise: Heidelberg 147.312, Mannheim 313.174,
Landkreise: Main-Tauber-Kreis 133.351, Neckar-Odenwald-Kreis 147.006, Rhein-Neckar-Kreis 537.625
Hessen Landkreise: Bergstraße 262.650
Insgesamt 3.146.464
Soll-Zustand
Eine Möglichkeit wäre eine pauschale Abgabe.
Der VRN umfasst ein Gebiet von 3.146.464 Einwohnern. Geht man für eine Überschlagsrechnung davon aus, dass davon 40% Nettozahler sind, müssten 1.258.585,6 Einwohner eine Pauschale zahlen.
Wollte man den finanziellen Ausfall der Einnahmen durch Fahrscheine des VRNs durch eine monatliche Pauschale begleichen, ergibt sich folgende Rechnung:
249.000.000 Euro Einnahmen durch Fahrscheine / 1.258.585,6
197,841132 Euro pro Jahr (pro Person für genannte 40% der Einwohner des VRN Gebietes)
Durch 12 Monate: 197,841132 / 12 = 16,486761
Jeder verdienende Einwohner müsste also ca 16,49 Euro pro Monat zahlen. Das Angebot des VRNs würde dadurch vermutlich natürlich massiv an Attraktivität gewinnen und vermutlich Ausgaben nach sich ziehen, aber gleichzeitig können andere Ausgaben zurückgefahren werden, gegebenenfalls auch Straßen zurückgebaut o.ä., wie in Hasselt geschehen. Auch ergibt sich für den VRN eine größere Planungssicherheit.
Kosten
249.000.000 Euro hat der VRN im Jahr 2010 in einem Gebiet mit 3.146.464 Einwohnern durch Fahrkartenverkäufe umgesetzt, also pro Einwohner 79,1364529 Euro.
Alternativen
Mannheim könnte natürlich jedem gemeldeten Einwohner ein Mannheim Ticket geben und einen Anteiligen Preis mit dem VRN ausmachen. Das wäre dann strenggenommen nicht mehr Fahrscheinlos, könnte aber für den VRN ein Testprojekt sein. Grob gerechnet wäre Mannheims Anteil 313.174
- 79,1364529 = 24 783 479,5 Euro.
Die Pauschale würde logischerweise auch 16,486761 Euro pro Einwohner (der zu den 40% Leistungsträgern gehört) pro Monat kosten.
Quellen
- Verbundbericht 2010 http://www.vrn.de/mam/vrn/service/dokumente/vrn_verbundbericht_2010.pdf
- Eintrag VRN in der Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsverbund_Rhein-Neckar
Haltungen anderer Parteien
Keine Ahnung
Fragen
Ich habe den Vorschlag gerade mit Christina diskutiert und uns kamen folgende Fragen:
- Wie wird mit dem zu erwartetenden höheren Fahrgastaufkommen (=> mehr Züge benötigt => mehr Kosten, VRN gehen "Einnahmen verloren") um?
- Wie wird mit Fahrgästen, die von außen in den VRN fahren umgegangen (bsp. Pendler von Karlsruhe nach Mannheim oder Heidelberg)?
- Möglichkeit: "Freiwillige Spende" (vgl. Bands die ihre Musik zum Download anbieten und die Fans einen beliebigen Betrag bezahlen können).
- Möglichkeit: Keine Kosten. Man setzt auf das Geld, dass die Einreisenden innerhalb des VRN Gebiets ausgeben ("Kostenlos zum Shoppen nach Mannheim")
- Müsste man natürlich kalkulieren ob sich das rechnet