BW:Bundestagwahl 2013/Kandidatenfragen/Springerpresse
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Würdest du als Abgeordneter mit der BILD-Zeitung reden?
Wenn ja, gäbe es eventuell eine Einschränkung auf politische Interviews oder stündest du auch für "Home-Stories" oder ähnliche unpolitischere Berichte zur Verfügung?
Wenn nein, würde sich dieser Boykott nur auf die BILD oder auch auf andere Springer-Redaktionen beziehen?
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Inhaltsverzeichnis
Sven Krohlas
Würdest du als Abgeordneter mit der BILD-Zeitung reden?
Wenn ja, gäbe es eventuell eine Einschränkung auf politische Interviews oder stündest du auch für "Home-Stories" oder ähnliche unpolitischere Berichte zur Verfügung?
Wenn nein, würde sich dieser Boykott nur auf die BILD oder auch auf andere Springer-Redaktionen beziehen?
Ja.
Wie wohl viele andere Piraten mag ich die unseriöse Art der BILD nicht. Aber nach welchen Kriterien soll man Medien diskriminieren? Klar, Medien aus dem weit rechten Spektrum bekommen keine direkten Interviews und Statements. Aber wo soll man bei "Seriosität" die Grenze ziehen? Auch wenn mir die Art der Berichterstattung nicht gefällt haben wir doch die Pflicht auch den Springer-Verlag, und damit die Leser derer Publikationen, mit Informationen zu versorgen.
Wenn ich aber die Wahl hätte zwischen ein Interview mit beispielsweise den Tagesthemen und der BILD hätte letztere mit Sicherheit das Nachsehen.
Von Homestories halte ich gar nichts, weder bei BILD noch anderswo. Das ist Zeitverschwendung ohne journalistischen Wert.
Volker Dyken
Nicht nur die Berichterstattung der BILD-Zeitung über ALGII-Empfänger lässt an der Seriösität und Fairness der Berichterstattung dieses Blatts zweifeln. Aus diesem Grund werde ich etwaige Darstellungen, die bei mir angefragt werden, selbst schriftlich verfassen und eine Kopie der Darstellung vorab auf meinen Kanälen veröffentlichen.
Simone Gaiser
Ja natürlich, jedoch ausschließlich im sachlichen Bereich.
Home-Stories haben in der gesamten Presse nichts zu suchen!
Sebastian Nerz
- Würdest du als Abgeordneter mit der BILD-Zeitung reden?
Ich rede auch jetzt schon nicht mit der BILD und ich würde dies als MdB auch nicht machen. Zum Hintergrund: Ich habe der BILD ein einziges Mal ein Interview gegeben. Mir wurde ein Text zur Autorisierung vorgelegt. In diesem war ein Satz ("Ich will Innenminister werden"), den ich NICHT gesagt habe und der so sachlich aus dem Interview auch absolut nicht herleitbar war. Ich habe die Autorisierung dafür entsprechend verweigert. Mir wurde ein neuer Text vorgelegt, da war die Formulierung etwas besser und akzeptabel. Im Abdruck allerdings, wurde dieser Satz dann in die Überschrift genommen. Danach habe ich dem zuständigen Redakteur meine Meinung über derartige Falschdarstellungen und Lügen mir gegenüber sehr eindeutig mitgeteilt und seit dem kriegt die BILD keine Interviews mehr. Sie wird auch keine mehr erhalten, da ich auf eine halbwegs korrekte Darstellung wert lege.
- Wenn ja, gäbe es eventuell eine Einschränkung auf politische Interviews oder stündest du auch für "Home-Stories" oder ähnliche unpolitischere Berichte zur Verfügung?
Ich mache aus Prinzip keine Home-Stories, Foto-Reportagen ("Sag es ohne Worte" oÄ), Berichte über mein Privatleben, meine Familie oder Ähnliches. Das hat nichts mit SPRINGER zu tun, ich lehne das für mich grundsätzlich ab. Mir ist klar, dass ich als Politiker einen Gutteil meines Privatlebens aufgebe (in der Stadt beispielsweise erkannt und auf Politik angesprochen werde oder (deutlich weniger angenehm) via Twitter lese, welche Sorte Eis ich Gerüchten zufolge gegessen habe). Aber das muss ich nicht selbst noch befördern. Außerdem sollte Politik *sachbezogen* sein. Stellt man die Personen zu sehr in den Vordergrund, überlagert das einerseits die Berichterstattung und andererseits die Entscheidungsfindung, Sympathie ersetzt Argumente. Den Trend gibt es bereits und ich halte ihn für schlecht.
- Wenn nein, würde sich dieser Boykott nur auf die BILD oder auch auf andere Springer-Redaktionen beziehen?
Ich schließe per se keine Zeitungen im voraus aus (nimmt man rechtsextreme Blätter oÄ mal raus). Die BILD hatte ihre Chance, sie hat sie total vergeigt. Insofern rede ich beispielsweise auch mit der "BILD am Sonntag" (ist eine andere Redaktion als die BILD) - so lange, wie diese halbwegs korrekt über solche Gespräche berichtet. Bislang gab es da noch keine Probleme. Also ja, ich rede mit Springer-Redaktionen, so lange sie mir gegenüber halbwegs korrekt arbeiten und solange es inhaltliche Gespräche sind. Ich rede beispielsweise nicht über Personaldebatten, oder Streit/Freundschaften mit anderen Piraten und gebe auch keine Interviews über Dritte. Das ist aber wiederum unabhängig von Springer.
Nathanael Bienia
Grundsätzlich würde ich als MdB mit allen Medien sprechen. Wenn ich mit den Medien spreche, dann immer sachlich und politisch. Ich würde aber mit niemanden über "Home-Stories" reden.
Holger 'LeLion' Reichert
Eher nein. Wobei reden sollte man mit allen Menschen und Medien können. Ich wäre sehr vorsichtig, was ich sage und würde mir das Gesprächsprotokoll zur Freigabe auf jeden Fall vorlegen lassen.
Home Stories sind zwar für manche Leser vielleicht interessant, aber dienen nicht der Sache und Privates und Berufliches sind meiner Meinung nach zu trennen, erst recht als MdB.
Jochengp
Mit der BILD habe ich ein absolutes Problem. Mit diesem Blatt lehne ich jede Zusammenarbeit ab. Dies gilt nicht unbedingt für alle Springerblätter.
Dee Kay
Ich würde mit allen Medien reden. Allerdings würde ich allen Medien mit (gleicher) großer Vorsicht begegnen und grundsätzlich Artikel genehmigen wollen. Wenn dies nicht angeboten wird entscheidet der Einzelfall über das zu erwartende Risiko.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass mediale Aufmerksamkeit positiv oder auch nicht ganz so positiv, nach wie vor ein wichtiges Gut für die Piraten sind, potentielle Wähler zu erreichen und damit überhaupt die Möglichkeit zu haben die politischen Ziele umzusetzen. Meine Aufgabe wäre es möglichst viel positive Aufmerksamkeit zu erzeugen.