BW:Bundestagwahl 2013/Kandidatenfragen/Medizinische Forschung

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Medizinische Forschung
FRAGE:

Die Forschung an embryonalen Stammzellen und an Gentherapien, sowie die Präimplantationsdiagnostik sind politisch heftig umstritten und individuelle Gewissensentscheidungen von Abgeordneten.

Sollten diese Ansätze erlaubt oder aus öffentlichen Mitteln gefördert werden?

Wie stehst du zu diesen Themen?

RiboRas 21:17, 23. Mai 2012 (CEST)

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Lisa Collins

Nur um das vorweg angesichts dieses heiklen Themas noch einmal zu betonen: Ich bin der Meinung, dass man auch als Bundestagsabgeordnete die eigene Position zurückstellen muss, wenn die Parteibasis in Mehrheit eine andere Richtung vorgibt!

Aber: Ich persönlich finde, dass Präimplantationsdiagnostik in keinster Weise gefördert, oder auch nur erlaubt sein sollte. Für mich geht es hier einerseits um Selektion: Wenn die Möglichkeiten einer Auswahl erstmal gegeben sind, werden sie früher oder später auch genutzt. Heute vielleicht um Behinderungen auszuschließen, morgen für das gewünschte Geschlecht (wie in anderen Ländern schon heute der Fall) und übermorgen dann für ein "Wunschbaby nach Maß". Zum anderen habe ich eine Weile mit Behinderten gearbeitet und empfinde es als unfair, diesen Menschen weniger Recht auf Leben zuzusprechen als Gesunden.

Mindestens diese beiden Gründe führen bei mir zu einer Ablehnung der Präimplantationsdiagnostik.

Was die Forschung an embryonalen Stammzellen angeht, habe ich mir bisher keine abschließende Meinung gebildet. Ich bin durchaus kritisch, weil ich mir nicht sicher bin, wo embryonales Leben eigentlich beginnt. Auf der anderen Seite steht natürlich der Gedanke, dass dadurch eventuell, in nicht allzu ferner Zukunft, schwere Krankheiten geheilt oder gelindert werden könnten.

Was Gentherapie angeht: Wenn ein erwachsener Mensch für sich entscheidet, sich einer solchen Therapie zu unterziehen, will ich ihm nicht im Weg stehen.