BW:Bundestagwahl 2013/Kandidatenfragen/Ehegattensplitting

Aus Piratenwiki
Version vom 29. August 2012, 17:38 Uhr von Anonymous (Diskussion) (Neuer Abschnitt Berthold "Stimmbürger" Weber)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Neue Antwort erstellen




Emblem-question.svg
FRAGE
FRAGE:
Welche der nachstehenden Alternativen würdest du bevorzugen?
  • A) das Ehegattensplitting soll in der bisherigen Form beibehalten werden
  • B) in den Genuss des Ehegattensplittings sollen auch Menschen kommen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben
  • C) das Ehegattensplitting sollte in ein Familiensplitting umgewandelt werden. Die steuerliche Begünstigung soll erst dann einsetzen, wenn Kinder (eigene oder adoptiert) im Haushalt leben, egal, ob die Eltern verheiratet, verpartnert oder in wilder Ehe leben
  • D) ... dein Vorschlag, falls du A, B oder C nicht zustimmst
Matthias


Bastian Haas

Welche der Alternativen beim Ehegattensplitting würdest du bevorzugen?

Um sämtliche Ungerechtigkeiten durch Splitting-Modelle und Freibeträge aufzuheben bin ich für Alternative D (eigener Vorschlag). Mein Vorschlag wäre die Abschaffung jeglichen Splittings und der Kinderfreibeträge und stattdessen eine deutliche Erhöhung des Kindergelds. Davon profitieren alle im gleichen Maße, egal wie viel sie verdienen, ob verheiratet oder nicht. Grundsätzlich würde ich dann nur noch die Einzelveranlagung ermöglichen. Darauf, ob der Grundfreibetrag ganz oder teilweise übertragbar sein soll, habe ich mich noch nicht festgelegt (eventuell könnte man Kinder dafür zur Bedingung machen).

Frank Schröder

Unser Grundsatzprogramm äußert sich zu diesem Punkt ziemlich klar: "Das Ehegattensplitting ist abzuschaffen. Steuerliche Vergünstigungen für Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften sind an die Versorgung von Kindern und schwachen Menschen zu binden."

Ich bin bereit, diese Position entsprechend zu vertreten. Sollte es für diese Position jedoch keine parlamentarische Mehrheit geben, stellt B) meiner Meinung nach eine akzeptable Übergangslösung dar.

Sven Krohlas

Welche der nachstehenden Alternativen würdest du bevorzugen?

  • A) das Ehegattensplitting soll in der bisherigen Form beibehalten werden
  • B) in den Genuss des Ehegattensplittings sollen auch Menschen kommen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben
  • C) das Ehegattensplitting sollte in ein Familiensplitting umgewandelt werden. Die steuerliche Begünstigung soll erst dann einsetzen, wenn Kinder (eigene oder adoptiert) im Haushalt leben, egal, ob die Eltern verheiratet, verpartnert oder in wilder Ehe leben
  • D) ... dein Vorschlag, falls du A, B oder C nicht zustimmst

Das heiß diskutierte [1] Ehegattenspliting, von der nur die Familienform der Ehe profitiert, ist in meinen Augen klar diskriminierend gegenüber eingetragenen Lebenspartnerschaften oder anderen Formen des Zusammenlebens. Dies widerspricht unserer Forderung nach freier Selbstbestimmung des Zusammenlebens [2]. Folglich fordern wir im Abschnitt über Familienförderung des Grundsatzprogramms [3] die Abschaffung des Ehegatensplittings und die Bindung von Förderung an die Versorgung von Kindern oder schwachen Menschen. Diese Forderung ist in meinen Augen gut begründet und ich kann sie dementsprechend auch vertreten.

Lisa Collins

Ich halte es da mit unserem Grundsatzprogramm.

Meines Erachtens nach wäre die beste Option, dass Ehegattensplitting (und auch die Kinderfreibeträge) abzuschaffen und dafür z.B. Kindergeld und Gelder für die Pflege Angehöriger/Lebenspartner zu erhöhen, damit die Förderung nicht an die Institution Ehe gebunden ist.

Stefan Urbat

Darüber läuft gerade eine Abstimmung in LQFB, ich bin aber persönlich für C, da es nicht einzusehen ist, dass aktuell nur Heteropaare ohne Kinder wirtschaftlich vom Heiraten massiv profitieren können - hier werden falsche Anreize gesetzt, die zudem den Gleichheitsgrundsatz verletzen und mal wieder nicht das Wesentliche (Kinder in einer Familie) gefördert.

Martin Lange

C, ganz klar C. Das Grundgesetz sagt dass die Familie einen besonderen Schutz durch den Staat genießt. Heutzutage sind allerdings die Familienmodelle flexibler als noch vor 60 Jahren, um dem Gedanken des Grundgesetzes der Familienförderung einerseits und der (mindestens genauso wichtigen) Gleichberechtigung andererseits Sorge zu tragen, halte ich das Fördern von Kinderaufziehenden egal in welcher Kombination für sinnvoll.

Ob das aktuelle Prinzip des Splittings da noch sinnvoll ist oder man eine äquivalente Finanzierung neu konzipiert, ist hierbei noch zu diskutieren, da aktuell nur von 2 "Aufziehenden" ausgegangen wird, ein weiter gefassterer Familienbegriff aber eben auch polyamouröse Verbindungen umfassen kann.

Martin Bartsch

Das aktuelle Modell ist auf jeden Fall abzulehnen.

Es wären verschiedenen Verbesserungen denkbar, aber am meisten überzeugt mich unsere Position aus dem Grundsatzprogramm: "Das Ehegattensplitting ist abzuschaffen. Steuerliche Vergünstigungen für Einzelpersonen oder Lebensgemeinschaften sind an die Versorgung von Kindern und schwachen Menschen zu binden."

Das entspricht am ehesten deiner Option c.

NineBerry

Welche der nachstehenden Alternativen [zum Ehegattensplitting] würdest du bevorzugen?

Ehegattensplitting abschaffen. Ein Familiensplitting ist aber auch keine gute Idee, führt das doch wieder zu bürokratischem Verwaltungsmehraufwand, der darin besteht, zu klären, in welchen Konstellationen jetzt mehrere Personen als Familie gelten oder nicht. Deshalb einfach kurzfristig Kindergeld erhöhen und Pflegeversicherung aufstocken, langfristig sollte diese Frage sich durch ein Grundeinkommen erledigen.

Berthold "Stimmbürger" Weber

Welche der nachstehenden Alternativen würdest du bevorzugen?

Das Ehegattensplitting abschaffen, kein Familiensplitting, dafür das Kindergeld erhöhen, das bGE einführen und das Steuersystem (Freibeträge/Steuerklassen usw.) vereinfachen.