BW:Arbeitsgruppen/Landespolitik/Bildung/Modularschule
C Modularschule - integriertes, modularisiertes Kurssystem
Inhaltsverzeichnis
Dieser Text ist ein Entwurf, wird aktuell von der LAG-Landespolitik diskutiert und ist noch nicht verabschiedet. Er kann bearbeitet werden. Möglicherweise repräsentiert dieser Vorschlag nur Einzel- oder Minderheitenmeinungen in der AG, in keinem Fall aber ist er eine offizielle Aussage der AG oder der Partei.
Noch in Arbeit!
Kurzfassung
Bearbeiter
Vorschlag
Zur Begründung
Untersuchungen zeigen, dass die Aufsplittung in ein mehrgliedriges Schulsystem schwierig ist:
- manche Kinder sind bereits nach dem 4. Schuljahr soweit, dass ein Schulempfehlung erteilt werden kann
- bei anderen ist dies erst nach späteren Klassen soweit
- und wieder Andere mögen in einzelnen Fächern zu große Schwächen haben um eine allgemeine Gymnasialempfehlung zu erteilen, sind in anderen Bereichen aber unterfordert.
Kurz gesagt: Wann und wie auch immer man die Trennung in unterschiedliche Schularten fasst, sie ist für manche Kinder ungerecht - und in jedem Fall ist sie unflexibel.
Entsprechendes gilt für die Unterteilung von Schülern in Klassen. Erreicht ein Schüler in einzelnen Fächern die Klassenziele nicht, besitzt das System nicht die notwendige Flexibilität um darauf zu reagieren:
- Entweder der Schüler muss die ganze Klasse wiederholen und verliert somit auch Zeit in Fächern, die er eigentlich beherrscht
- oder er wiederholt die Klasse nicht und wird im nächsten Jahr die Fächer nachlernen und gleichzeitig den neuen Stoff erlernen müssen.
Als drittes gibt es den gesellschaftlichen Trend oder die Notwendigkeit, dass alle Elternteile arbeiten müssen. Dabei ist es egal, ob ein alleinerziehendes Elternteil arbeiten muss oder ob beide Elternteile arbeiten, in jedem Fall können problematische Betreuungslücken entstehen.
In allen Fällen zeigt sich, dass das bisherige starre Schulsystem, die Auftrennung in mehrere Schularten und das Klassensystem problematisch sind. Politisch gibt es hier den Trend zu Miniaturreforme, welche die eigentlichen Probleme gar nicht erst angehen.
Ich schlage daher eine vollständige Neukonzeption vor. Das System könnte in einzelnen Testschulen evaluiert werden um es nach einer erfolgreichen Evaluation und Anpassung gegebenenfalls Landesweit einsetzen zu können.
An die Stelle fester Klassen in unterschiedlichen Schularten treten Kurse in unterschiedlichen Leistungsstufen und Klassenhöhen: Das modularisierte, integrierte Kurssystem, kurz: Modularschule.
- integriert - keine Auftrennung nach Schularten
- modularisiert - Geleistet werden nicht bestimmte Pflichtklassen sondern Module
Organisation
Leistungsstufen
Eines der Probleme bei der Unterteilung nach Alter (also Klassen) ist, dass es keine Trennung nach Fähigkeiten oder Förderungsbedarf gibt. Notgedrungen sind bei einem Klassensystem daher starke Schüler unter- und schwache Schüler überfordert. In einem Kurssystem können diese Probleme umgangen werden, da eine Unterteilung der Schüler nach *fachlicher* Leistung erfolgen kann.
Abschluss
Um einen bestimmten Abschluss zu erzielen, müssen die Schüler eine Reihe von Anforderungen erfüllen.
- Beispielsweise müssen in Pflichtfächern bestimmte Leistungsstufen erfolgreich absolviert worden sein (bsp. Mathe, Deutsch, etc).
- Zudem muss eine Anzahl an Kursen in den unterschiedlichen Gebieten absolviert worden sein (bsp. eine bestimmte Anzahl an sprachlichen Kursen)
- Die Abschlussnoten ergeben sich aus den Noten und Leistungsstufen in den Pflichtfächern, den Noten in einer Anzahl an Ergänzungskursen und gegebenenfalls Boni für abgeleistete Kurse (Anzahl oder Spezialkurse).
Pflichtkurse
Bestimmte Kurse sind verpflichtend für alle Schüler. Dazu können beispielsweise die klassischen Pflichtfächer wie Deutsch, Mathe oder Ähnliches gezählt werden. Gleichzeitig können Fachgebiete eingerechnet werden (bsp. Fremdsprachen, Naturwissenschaftliche Fächer). Nicht in allen Pflichtfächern müssen dabei die gleichen Leistungsstufen angefordert werden - es könnte beispielsweise gefordert werden, die Mehrheit der Kurse auf einem bestimmten Niveau zu haben, eine Minderheit aber auf einem niedrigeren Niveau zu erlauben.
Zusatzleistungen
Neben den klassischen Fächern könnten zusätzliche Leistungen problemlos eingebunden werden. Dies könnten beispielsweise sein
- Soziale Leistungen wie Nachhilfeunterricht/Betreuung jüngerer Schüler
- Sportliche Leistungen in Sportvereinen oder Schulübergreifenden Kursen
- Bisherige Orchideenfächer wie Informatik, Literatur, Theaterkurse
- Einzelkurse wie Erste Hilfe
Gleichzeitig erlaubt das System auch eine flexiblere Gestaltung des Inhalts. Beispielsweise könnte das Fach Lebenskunde integriert werden, Schulexterner oder erweiternder Religionsunterricht könnte aber als Kurs mit anerkannt werden.
Weiteres
Durchfallen
Was aber wenn einer Schüler die Leistungsanforderungen eines Kurses nicht erreicht? Er besteht den Kurs nicht. Im Falle eines optionalen Kurses kann dies unerheblich sein - der Schüler hat den Kurs eben nicht bestanden und kann ihn bei Bedarf wiederholen. Bei Pflichtkursen sieht dies Anders aus: Der Schüler muss den Kurs wiederholen. Dabei muss der Schüler, anders als bei einer Klassenwiederholung, nur die durchgefallenen Kurse wiederholen. Dabei hat er Schüler viele Optionen, je nachdem welche Anforderungen er hat.
- Er kann den Kurs auf einem niedrigeren Niveau wiederholen oder auf dem gleichen Niveau.
- Er kann andere Kurse regulär weiterführen, er kann statt dessen zusätzliche Kurse belegen oder er kann andere Kurse auf einem niedrigeren Niveau fortführen (dies würde es ihm im nächsten Jahr erleichtern, die Kurse auf einem höheren Niveau fortzuführen und gleichzeitig mehr Zeit/Energie in seine schwachen Fächer stecken.
Betreuung
Das System muss zudem ermöglichen, dass Schüler zusätzliche Betreuungsangebote in Anspruch nehmen können. Diese Angebote können teilweise verpflichtend gestaltet werden - beispielsweise in Form von Förderkursen oder schulischem Nachhilfeunterricht - und teilweise Freiwillig. Für Ideen zur Betreuung und zu Zusatzkursen verweise ich auf das Konzept zur Ganztagesbetreuung (dass allerdings explizit kein Teil des Kurskonzeptes ist).
Probleme
Das Kurssystem verlangt eine extreme Flexibilität - an Stelle von x Klassen pro Jahrgang muss eine Schule mehrere unterschiedliche Kurse managen. Die Anzahl der Schüler pro Jahr ist im begrenzten Mass variabel - Durchfaller in einem Kurs können beispielsweise dafür sorgen, dass in manchen Kursen mehr und in anderen weniger Schüler sind.
Quellen
Historie
Jedes Mal, wenn der Status geändert wird, hier bitte Eintragen.
| Datum | Status | Begründung |
|---|---|---|
| 06.02.201 | In Arbeit | Erster Entwurf veröffentlicht |