BW:Arbeitsgruppen/Landespolitik
Inhaltsverzeichnis
Beschreibung
Diese Seite dient als Ausgangspunkt für aktuelle Diskussionen zu landespolitischen Themen, Fragen und anstehenden Aufgaben. Um die Mailingliste des Landesverbandes etwas zu entlasten, sollten die spezifischen Diskussionen über den "kleinen" Mailverteiler dieser Arbeitsgruppe geführt werden - (Zwischen-)Ergebnisse und Vorschläge sollten dann regelmäßig über die Mailingliste kommuniziert werden. Piraten, die gern aktiv an der Arbeitsgruppe mitwirken möchten, können sich wahlweise in die untenstehende Teilnehmerliste eintragen oder per Mail bei x-ray oder einem der anderen Teilnehmer melden.
Die Tätigkeit der AG ruht bis nach der Bundestagswahl 2009, um sich auf den Bundestagswahlkampf konzentrieren zu können. Sofort nach der Bundestagswahl sollte die aktive Arbeit in der AG beginnen, so dass bis zum Landesparteitag 2010 Vorschläge für ein Landeswahlprogramm zur Verfügung stehen.
Organisatorisches
Laut unserer Wiki-Struktur sollte eine Arbeitsgruppe sich einzelnen Projekten widmen. Momentan sind wir eigentlich nur eine Gruppe interessierter, die diskutieren. Wir sollten also folgende Fragen beantworten:
- Womit beschäftigten wir uns im Allgemeinen?
- Welche Projekte können wir festlegen? Wollen wir am Programm mitwirken?
- Welche Infos benötigen Neueinsteiger, um helfen zu können? (Wie bediene ich Programm x? Wo finde ich nötige Ressourcen? etc.)
Mailingliste
Seit dem 07.10.2009 existiert eine Mailingliste für die AG Landespolitik, auf der die Diskussionen zur aktuellen Arbeit geführt werden können:
Mailingliste: AG Politik-BW
Die Liste ist derzeit nur zur internen Kommunikation der AG-Piraten gedacht.
Zusammenfassungen und Zwischenstände der Diskussionen werden regelmäßig auf der allgemeinen BaWü-Liste gepostet, um alle Piraten und andere Interessierte auf dem Laufenden zu halten.
Abstimmung zur Mailingliste: Offen oder geschlossen?
Bitte nur AG-Teilnehmer abstimmen!
- Offen:
- Konze
- nine
- Jonas
- Jens
- Bernd 'eckes' Eckenfels
- Kfurter
- Andre aka Navigator
- Tobiasmueller
- -Sven-
- Thomas Laubel aka brg (E-Mail dazu auf Bawue-ML) (gültig?)
- xxr
- Thomas Weber
- Benutzer:Pudo - Kein Mitglied der Gruppe, erkenne dies allerdings nicht als Ausschlusskriterium von der Abstimmung an, möchte mich schließlich informieren können!
- Geschlossen:
- Stefan aka Orca
- Kristian
- Lisa
- Constantin aka ConZee
- Jörg aka Jsem
- Jonathan Best aka Jonny (außerdem FÜR ein Archiv!)
- SirSeimen
- Stefan aka Dwark
- Larry aka Morpheus
Offene Fragen / Anstehende Aufgaben
Zu welchen Politikfeldern sollten/müssen/können wir uns am ehesten äußern? Welche Positionen vertreten wir?
Bisherige Nennungen aus der Mailingliste:
- Überwachungskameras in Schulen
- Städtische Ordnungsdienste
- zentrales Krebsregister
- Hochschul- und Schulpolitik(Ablehnung der Schüler-ID, KApirat) (Antrag_Programm_bundeseinheitliche_Lehrpläne_und_Abschlussprüfungen_an_Schulen sollte diskutiert werden Käptn Blaubär)
- Familienpolitik
- Gesundheitspolitik
- Internetversorgung im ländlichen Raum
- Versammlungsrecht
- Informationsfreiheit
- Polizeirecht
Außerdem:
- Datenschutz in den Verwaltungen des Landes und der Kommunen
- Transparenz in der Verwaltung
- Polizeiwillkür gegen Fussballfans. Was genau ich damit meine kann ich auf Wunsch gerne mal niederschreiben
- Innere Sicherheit (auf Piratenart)
Aufbau des Landesparteiprogramms
Analyse der Parteiprogramme der Mitbewerber (Themen, Tiefe, Ergebnisse, Kernaussagen)
Über welche Kompetenzen verfügen wir derzeit?
Informationen zum Land(tag)
Allgemeine Informationen
Haushalt
Der Landes-Haushalt ist 2009 in der Planung nahezu ausgeglichen und liegt bei 35,94 Milliarden. Die folgenden Zahlen sind gerundet und bieten lediglich einen groben Überblick darüber, wieviel Geld ungefähr pro Haushalsjahr ausgegeben und eingenommen wird.
- Gesamteinnahmen:
- Steuern und steuerähnliche Einnahmen: 25,7 Mrd. €
- Verwaltungseinnahmen: 1,5 Mrd. €
- Sonstige Einnahmen: 8,7 Mrd. €
- Gesamtausgaben:
- Personalkosten: 13,7 Mrd. €
- Sächliche Verwaltungsausgaben u. Schuldendienst: 3,4 Mrd. €
- Zuweisungen und Zuschüsse: 14,4 Mrd. €
- Investitionen: 4,5 Mrd. €
- Gesamteinnahmen:
Die Ausgaben verteilen sich auf die 10 baden-württembergischen Ministerien wie folgt:
| Ministerium | Einnahmen (Tsd. EUR) |
Ausgaben (Tsd. EUR) |
davon Personalkosten (Tsd. EUR) |
Anteil Personalkosten |
|---|---|---|---|---|
| Staatsministerium | 1.928 | 42.027 | 23.029 | 55 % |
| Wirtschaftsministerium | 210.944 | 635.608 | 71.086 | 11 % |
| Innenministerium | 1.122.555 | 3.948.883 | 1.964.196 | 50 % |
| Ministerium für Kultus, Jugend und Sport | 30.744 | 8.127.426 | 7.089.402 | 87 % |
| Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst | 544.928 | 3.835.215 | 1.443.773 | 38 % |
| Justizministerium | 687.632 | 1.391.042 | 968.671 | 70 % |
| Finanzministerium | 237.317 | 1.084.591 | 809.729 | 75 % |
| Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum | 222.264 | 770.487 | 288.218 | 37 % |
| Ministerium für Arbeit und Soziales | 131.840 | 1.263.510 | 82.097 | 6,5 % |
| Umweltministerium | 129.671 | 356.550 | 88.951 | 25 % |
| Allgemeine Finanzverwaltung | 32.620.987 | 14.417.117 | 848.787 | 5,9 % |
Kompetenzen der Länder
In die (potentielle) Gesetzgebungskompetenz der Bundesländer fallen alle Sachgebiete der konkurrierenden Gesetzgebung (im Gegensatz zur ausschließlichen Gesetzgebung, die einzig und allein dem Bund obliegt). Die Betonung liegt hier auf konkurrierend, denn dank Artikel 31 GG (Bundesrecht bricht Landesrecht), können die Länder immer dann Gesetze erlassen, wenn es aus Bundessicht hier keine Regelungen gibt. Bereinigt um piratenferne oder derzeit wenig diskutierte Themen wie das Jagdwesen und den Wasserhaushalt bleiben einige Politikfelder über:
- das bürgerliche Recht, das Strafrecht, die Gerichtsverfassung, das gerichtliche Verfahren
- das Polizeirecht
- das Personenstandswesen
- das Vereinsrecht
- das Aufenthalts- und Niederlassungsrecht der Ausländer
- die Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen
- die öffentliche Fürsorge (ohne das Heimrecht)
- das Recht der Wirtschaft (Bergbau, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Handel, Bank- und Börsenwesen, privatrechtliches Versicherungswesen)
- das Arbeitsrecht einschließlich der Betriebsverfassung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsvermittlung sowie die Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung
- die Regelung der Ausbildungsbeihilfen und die Förderung der wissenschaftlichen Forschung
- das Recht der Enteignung, soweit sie auf den Sachgebieten der Artikel 73 und 74 in Betracht kommt
- die Überführung von Grund und Boden, von Naturschätzen und Produktionsmitteln in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft
- die Verhütung des Mißbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung
- die Förderung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung, die Ein- und Ausfuhr land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse
- das Wohngeldrecht
- das Recht des Apothekenwesens, der Arzneien, der Medizinprodukte, der Heilmittel, der Betäubungsmittel und der Gifte
- relevante Gesetze: BtMG (Bundesrecht)
- derzeitige Brennpunkte: Heroinabgabe an Schwerstabhängige (sog. heroingestütze Behandlung)
- Anmerkung: hier könnten sich die Piraten durchaus progressiv positionieren, seriöse Studien befürworten derzeit die HGB, trotzdem gibt es in den etablierten Parteien weiterhin Vorbehalte
- Fachpirat:
- das Recht der Lebensmittel, das Recht der Genussmittel, Bedarfsgegenstände und Futtermittel sowie den Schutz beim Verkehr mit land- und forstwirtschaftlichem Saat- und Pflanzgut, den Schutz der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge sowie den Tierschutz
- den Straßenverkehr, das Kraftfahrwesen, den Bau und die Unterhaltung von Landstraßen für den Fernverkehr sowie die Erhebung und Verteilung von Gebühren oder Entgelten für die Benutzung öffentlicher Straßen mit Fahrzeugen;
- die Abfallwirtschaft, die Luftreinhaltung und die Lärmbekämpfung (ohne Schutz vor verhaltensbezogenem Lärm)
- die medizinisch unterstützte Erzeugung menschlichen Lebens, die Untersuchung und die künstliche Veränderung von Erbinformationen sowie Regelungen zur Transplantation von Organen, Geweben und Zellen
- den Naturschutz und die Landschaftspflege
- die Hochschulzulassung und die Hochschulabschlüsse
- Das Glücksspielrecht bzw. der Staatsvertrag zum Glücksspielwesen, Glücksspielsuchtprävention insb. bei Glücksspielen im Internet.
- Relevante Gesetze: §§ 284, 285 StGB (Bundesrecht) ansonsten zum Glücksspielmonopol: "Der Begriff des Monopols für das Glücksspiel ist staatsrechtlich irreführend, da die Gesetzgebungskompetenz im Glücksspielrecht in der Bundesrepublik Deutschland durch die Länder ausgeübt wird und föderalistisch vielfältige Regelungen bestehen."
- Derzeitige Brennpunkte: Nahezu unregulierter Wildwuchs von Spielhallen und Automatenspiel. Angedachte Eindämmung von Glücksspiel-Werbung durch den Staatsvertrag zum Glücksspielwesen von 2006, um das "Staatsmonopol" beibehalten zu können (Ergebnis: Gerade die staatlichen Anbieter werben oft penetrant). Sehr unterschiedliche Regelungen der Länder zu Sachpreis-Pokerturnieren, die teilweise willkürlich erscheinen. Unterschiedliche Urteile, ob Poker nun als Glücksspiel anzusehen ist -- oder nicht. Verträglichkeit des Monopols mit der EU-Dienstleistungsfreiheit.
- Anmerkung: Hier könnten sich die Piraten durchaus bürgerrechtlich positionieren: Die etablierten Parteien befürworten (mit Ausnahme der FDP) eine Beibehaltung des Glücksspielmonopols -- wohl, um sich die staatlichen Einnahmen daraus zu sichern. Die FDP steht für eine Öffnung des Glücksspielmarktes -- allerdings wohl eher auf Grund ihres wirtschaftsliberalen Flügels. Eine Partei, die sich mit der Thematik aus Sicht des Bürgers beschäftigt -- fehlt bisher. Einerseits wäre eine stärkere Regulierung nötig, um den Bürger zu schützen (vor allem beim stark suchtgefährdeten Automatenspiel und beim "Schwarzmarkt" im Internet). Andererseits sollte der Bürger aber nicht zu sehr bevormundet werden -- erst recht nicht nur aus fiskalen Interessen.
- Fachpirat: fenhir (dazu zur Diskussion: Stellungnahme / PDF)
- Rettungsdienst und Katastrophenschutz
- bin gerade dabei eine Stoffsammlung zu erstellen. Näheres folgt innerhalb bis zum 10.10.2009
- Fachpirat: SirSeimen
Plenarsitzungen
- Dienstag, den 13. Oktober 2009: Der Finanzausschuss des Baden-Württembergischen Landtags lädt zu einer öffentlichen Anhörung zum Thema "Glücksspiel". TO dazu: http://www.landtag-bw.de/aktuelles/tagesordnungen/ToA/2009-10-13_Oeffentliche_Anhoerung_Finanzausschuss.pdf
- Info dazu: Die niedersächsische FDP hat ja angekündigt, den Staatsvertrag zum Glücksspielwesen ändern zu wollen. Ich bin gespannt, wie die sich das hier in unserem Landtag so vorstellen -- die CDU wird da IMHO ganz schön mauern. --Fenhir 15:11, 8. Okt. 2009 (CEST)
- Weitere aktuelle Hintergrundinfos dazu:
- http://www.isa-guide.de/articles/27106_olg_koblenz_verpflichtet_lotto_rheinland_pfalz_zur_annahme_von_online_lottoscheinen_der_tipp24_ag.html
- http://www.isa-guide.de/gaming/articles/27078_illegales_gluecksspiel_im_internet_experten_befuerworten_legale_angebote_mit_nicht_signifikantem.html
- http://www.isa-guide.de/gaming/articles/26788_fdp_fuer_neuregelung_des_gluecksspielstaatsvertrages_experten_aus_den_bereichen_sucht_wirtschaft.html
- Die nächsten Plenarsitzungen finden am 08./09. Juli und am 29./30. Juli statt, danach gehts erstmal in die Sommerpause, die ersten Plenarsitzungen danach finden erst am 07./08. Oktober (also nach der Bundestagswahl) statt. Die Tagesordnungen der Plenarsitzungen stehen ca. eine Woche im Netz bereit.
- Welche Entscheidungen stehen derzeit im Landtag an?
- Bildungspolitik: Umsetzung der Integrationsrichtlinien der EU, "G8 plus" Pilotversuch in Mosbach, Mehr Geld für G/H-Lehrkräfte, und weitere, Besetzungsschwierigkeiten offener Stellen in den Schulleitungen
- Hochschulpolitik: strukturelle und finanzielle Sicherheit der Hochschulmedizin und Universitätsklinika,
- Wirtschaft: Energiepreise (Strom und Gas)
- Verwaltung: Verschlankung des Fuhrparks (Antrag steht übrigens seit 2007)
- Was wird debattiert?
- Steuerpolitik ("Glaubwürdigkeitsdebatte")
- Innere Sicherheit ("Selbsbeweihräucherung")
- Konfessioneller Religions-Unterricht (Großen Anfrage)
- soziokulturellen Zentren (Anfrage der FDP und Antwort des Staatsministeriums)
- ÖPP Projekte im Hochbau
- Organisationsuntersuchung bei den Regierungspräsidien des Landes
- Datenschutz und Datensicherheit in der EU (Stellungnahme des Europaausschusses zum Antrag der Grünen: Man solle den Antrag als erledigt betrachten) [1]
- Kleine Anfragen
Ressourcen
Aktive Piraten
- konze
- Tirsales
- Jonny
- NineBerry
- bl4ck
- Jsem
- Jonas M.
- KApirat
- Tobiasmueller
- Stefan
- SirSeimen
- fenhir (Erst einmal nur spezialisiert auf Glücksspielrecht.)
- s3sebastian
- Echter Demokrat
- Morpheus
- MonaLiisa
- Bernd 'eckes' Eckenfels
- Tessarakt (Jens Müller)
- Thomas Weber
- -Sven-
- xxr