BW:Antragsfabrik2013/Vielfalt von Rollenbildern statt Bevorzugung von Konformität
| Dies ist ein Entwurf eines Programmänderungsantrages für den Landesverband Baden-Württemberg von Kpeterlka. Bitte hilf mit diesen Antrag zu verbessern und zu erweitern. Bitte bekunde auch Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der Antragsfabrik. |
Titel: Vielfalt von Rollenbildern statt Bevorzugung von Konformität
Kurzbeschreibung: Die Piratenpartei Baden-Württemberg steht für die Vielfalt von Rollenbildern und will dies auf gesellschaftlichen weg, ohne Quoten, Erreichen.
Programm
Inhaltsverzeichnis
Antrag
Programmanträge an den Landesparteitag sollten für LV-Themen gestellt werden. Es können aber durchaus auch Anträge einer Art sein, welche Bundes- oder EU-Angelegenheiten zum Thema haben. Bei Annahme werden diese dem Bundesparteitag vorgelegt, Antragsteller ist dann der Landesverband Baden-Württemberg.
- Änderungsantrag Nr.
- (offen)
- Beantragt von
- Kpeterlka
- Programm
Programm BW
- Schlagworte Pro
- Schlagworte Contra
- Beantragte Änderungen
Der Landesparteitag möge an geeigneter Stelle folgenden Punkt in das Landesparteiprogramm aufnehmen:
Die Piratenpartei Baden Württemberg erkennt an, das in der heutigen Gesellschaft noch immer Menschen bevorzugt werden , die sich konform zu den klassischen Rollenbildern verhalten, denen sie anhand ihres Geschlechts oder anderer Merkmale zugeordnet werden. Menschen, die dem nicht entsprechen oder nicht entsprechen wollen, werden dadurch diskriminiert. Wir setzen uns für ein gesellschaftliches Umdenken ein, derartige Bevorzugung abzubauen.
Die Piratenpartei setzt sich für die Dekonstruktion archaischen Präferenz ein, um Geschlechtergerechtigkeit in allen Belangen, seien sie familiär, wirtschaftlich oder politisch, herzustellen.
„Geschlechtergerechtigkeit “ beinhaltet nicht, wie oft in der Piratenpartei behauptet, die Verneinung der Differenz von „Mann“ und „Frau“ und anderen, sondern die Überwindung derselben.
Nur wer akzeptiert, dass Geschlechter Soziale Kategorien und Zuweisungen sind, kann darüber nachdenken, die kulturelle Prägung, die „Geschlecht“ ausmacht, zu überwinden.
Dieses gesellschaftliche Umdenken fordert eine neutrale Plattform, auf dessen Grundlage sich alle Menschen anhand ihrer vielfältigen und mitnichten binären Geschlechter- und sozialen Rollenbilder frei entfalten können.
Solange autoritäre und von Wettbewerbsgedanken geprägte Diskurse, Arbeits- und Verhaltensweisen das öffentliche Leben prägen, haben alle Menschen einen Nachteil, die sich dieser Methoden und Verhaltensweisen nicht bedienen können oder wollen. .Es ist erklärtes Ziel der Piratenpartei Baden Württemberg, eine Gesellschaft zu bauen die keinen normierten Menschen benötigt.Unser Ziel ist Vielfalt und Freiheit, dazu brauchen wir neutrale gesellschaftliche Räume, in denen sich jeder frei entfalten kann. Diese Räume zu schaffen ist unter anderem Aufgabe der Politik.
Eine Frauenquote als Top-Down-Instrument ist nur dann erfolgreich, wenn sich Frauen die als "männlich" geltenden Verhaltens- und Arbeitsweisen aneignen und diese weitertragen.
Die Piratenpartei Baden Württemberg fordert hingegen die Entwicklung einer neutralen Plattform als Grundlage einer Modernen Gesellschaft.
Dazu braucht es ein weitreichendes Umdenken in den Prozessen, die momentan das öffentliche Leben bestimmen: wir fordern konkret einen Abbau von Hierarchien, eine Demokratisierung von Arbeitsprozessen, transparente Berufungs- und Einstellungsverfahren, eine Erziehung zur Konsenskultur und eine Neubewertung des Leistungsgedankens.
Als konkrete Maßnahmen fordern wir unter anderem:
Abbau von Hierarchien
Die Piratenpartei Baden Württemberg stellt fest, dass steile Hierarchien und eine damit einhergehende Werteinschätzung arbeitender Menschen einer neutralen Werteplattform diametral entgegenstehen und aus der Zeit der Industrialisierung und Vollbeschäftigung herrühren. Wir fordern eine Verflachung von Hierarchien und eine damit einhergehende Demokratisierung von Arbeitsprozessen, die längst überfällig ist für eine moderne, vielfältige Gesellschaft. Arbeitsprozesse, die keine steilen Hierarchien kennen, sind freier von Dominanz und Machterhaltungstrieben, die Menschen aussen vor lassen, die nicht der momentanen Norm entsprechen.
Transparente Berufungs- und Einstellungsverfahren
Wenn Berufungs- und Einstellungsverfahren nicht mehr hinter verschlossenen Türen, sondern öffentlich einsehbar und damit transparent gestaltet werden, werden Bewertungskriterien, die auf normiertes Verhalten oder Sein zurückgehen sichtbarer und können dementsprechend eingeordnet werden.
Anonyme Bewerbungen
Bewerbungen, in denen Name, Familienstand und Geburtsdatum nicht mehr auftauchen, verleiten Arbeitgeber dazu, Menschen, die sich um eine Stelle bewerben, nach ihrer Qualifikation auszuwählen, und nicht sofort nach Sympathie auszusortieren. Die Piratenpartei Baden Württemberg spricht sich deshalb für eine Umsetzung anonymisierter Bewerbungsverfahren bei allen Unternehmen in öffentlicher Hand ein.
Erziehung zur Konsenskultur
Die Piratenpartei Baden Württemberg stellt fest, dass Machtausübung über andere und dessen Erhalt und Ausbau veraltete Muster einer patriarchalen, industrialisierten Arbeitsgesellschaft sind, die es zu überwinden gilt.
Dazu ist es vonnöten, neutrale Denkmuster zu etablieren und uns von einer Kultur der Macht hin zu einer Konsenskultur zu bewegen. Das bedeutet mitnichten Friede-Freude-Eierkuchen, sondern vielmehr die Abkehr von Diskursen und Methoden, die auf Durchsetzung eigener Interessen, Machterhalt und struktureller Gewalt beruhen. Stattdessen sollten Diskurse eingeübt und präferiert werden, die auf Gemeinsamkeit und der Umsetzung gesellschaftlicher Innovationen zielen.
Neubewertung des Leistungsgedankens
Der Abschied von der Idee der Vollbeschäftigung, wie er beim Bundesparteitag 2012.2 beschlossen wurde oder die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens deuten ein grundsätzliches Umdenken an: wir wollen, dass Menschen sich in Zukunft nicht über ihren wirtschaftlichen Wert definieren, sondern durch ihren gesellschaftlichen.
Der gesellschaftliche "Wert" eines Menschen bemisst sich nicht an der Leistungsfähigkeit im Wirtschaftssystem, sondern allein daran, welche Werte für die Gesellschaft geschaffen und erhalten werden können. Dieses generelle Umdenken ist massgeblich für die Errichtung einer neutralen Plattform, auf dessen Grundlage freie Entwicklungsmöglichkeiten erst geschaffen werden können.
- Begründung
Der Landesparteitag sollte diesen Antrag behandeln und idealerweise auch annehmen, weil er richtungsweisende Gedanken zur Gleichstellungspolitik liefert, die eine Quotendiskussion in Zukunft überflüssig machen. Mit Annahme dieses Antrages sprechen wir uns für die Änderung eines gesellschaftlichen Systems aus und gegen das Herumdoktorn an Symptomen.
Anmerkung: Die Liste soll, wenn sie nicht vollständig angenommen wird, einzeln abgestimmt werden.
Der Antrag basiert auf dem Beschluss des LV Bayern Gamechanger: Förderung der Vielfalt von Geschlechter- und sozialen Rollenbildern im öffentlichen Leben anhand einer neutralen gesellschaftlichen Plattform.
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die voraussichtlich FÜR diesen Antrag stimmen
- Monarch 14:54, 4. Mär. 2013 (CET)
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Piraten, die voraussichtlich GEGEN diesen Antrag stimmen
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Piraten, die sich voraussichtlich enthalten
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Diskussion
Bitte hier das für und wider eintragen.
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