BE:Parteitag/2013.1/Bewerber/Upohl32
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| Kandidatur auf | ||
| LMV Berlin 2013.1 | ||
| Name | Ulrike Pohl | |
| Name im Wiki | Upohl32 | |
| Geburtsjahr | 407 Jahre nach Galileo Galilei | |
| Crew | Zuse | |
| Squads/AGen | Integration, Inklusion, Partizipation | |
| Mitglied seit | November 2011 | |
| Beruf | Sozialpädagogin, Projektleiterin, Bildungsbegleiterin | |
| Kandidatur für | ||
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Inhaltsverzeichnis
Wie ich wurde, was ich bin
Manchmal werde ich gefragt: "Ist Ihre Behinderung angeboren oder erworben?" (übrigens auch von Krankenschwestern und die müssten es eigentlich besser wissen). Wenn dann meine Antwort "angeboren" lautet, kommt oft die Antwort "Na, dann sind Sie ja daran gewöhnt, dann ist es ja nicht so schlimm!"
Ich finde, das ist eine ziemlich einfältige Antwort. Sicher, es gab nie diesen Tag X, aber ich bin mir der Grenzen, die mir die Behinderung auferlegt, durchaus bewusst.
Ich bin geboren in einer Zeit (in den 70ern), in der der Weg eines behinderten Kindes vorbestimmt war, vorbestimmt von Sondereinrichtungen, Therapien und Experten, Experten in weißen Kitteln, Psychologen, Therapeuten, Sonderpädagogen.
Und so kam es dann auch:
Schule, Internat und beinahe noch Berufsbildungswerk - alles familien- und wohnortfern.
Viel Kinderklinik, wenig Kindheit. Laufen wie alle anderen, funktionieren wie alle anderen - das war das Ziel.
Fast 30 Operationen, ca. 60 Krankenhausaufenthalte zeugen von dem zum Teil verständlichen Wunsch nach Heilung und Verbesserung. Nicht in allen Fällen war es mein Wunsch, sondern auch der von Ärzten und Therapeuten, die der medizinische Ehrgeiz packte.
Das war es, was ich "gewöhnt" war.
Das alles ist zum Glück lange her und wird auch nie wieder so sein! Für hoffentlich bald niemanden mehr.
Deshalb kandidiere ich!
Dafür brenne ich:
- I wie intelligente, unperfekte Lösungen zum Nutzen möglichst vieler
- N wie neugierig auf unterschiedliche Menschen und Lebensentwürfe
- K wie kompetente, barrierefreie Informationen und Beratung
- L wie lebenslanges, barrierefreies, gemeinsames Lernen
- U wie unabhängige Lebensführung und unabhängige Mobilität
- S wie selbstbestimmt leben können, auch mit Assistenz und Kindern
- I wie individuelle, respektvolle, hochwertige Pflege bis zum Lebensende
- O wie ortsnahe, individuelle, passgenaue Hilfsangebote
- N wie nachvollziehbare, unabhängige Begutachtung als Richtlinie, nicht als Muss
Piratin in Aktion
- unterstützt die Fraktion in Mitte als Bürgerdeputierte im Frauenbeirat Stadtplanung und im Beirat von und für Menschen mit Behinderung
- Themen: Ferienwohnungen, Kinder- und Jugendbeteiligung, Weltmädchentag,barrierefreier Kiezspaziergang, Leichte Sprache, barrierefreie Dokumente,behinderten- und altersgerechte Wohnungen, Barrierefreiheit in der BVV und im Bezirksamt
- unterstützt die Fraktion in Pankow als Bürgerdeputierte im Frauenbeirat und im Fireteam Soziales
- Themen: Internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen, Hilfe zur Pflege, Altenhilfe, Trägerübergreifendes Persönliches Budget
- initiiert im Liquid Feedback [1]
- Themen: Gesetzentwurf zur Sozialen Teilhabe
- bereitet Kleine Anfragen vor
- Informationelle Barrierefreiheit in Berlin-Mitte
- Zukunft der Integrationsfachdienste im Land Berlin [2]
- berlinweit: bietet Workshops zur Barrierefreiheit an (Keinzelfall und Antragskonferenz), setzt sich für die Beibehaltung des automatischen Kneelings bei BVG-Bussen ein, sorgt mit vielen gemeinsam für barrierefreie Landesmitgliederversammlungen, reflektiert die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Land Berlin und insbesondere die "Initiative Inklusion" [3]
- weltweit: ;) bloggt über Barrierefreiheit und Inklusion (sogar Menschen in Australien lesen mit)
Wenn ich im Bundestag wäre
- würde ich, entsprechend der Bielefelder Studie [4] Gewalt gegenüber behinderten Menschen und insbesondere Frauen und Mädchen zum Anlass nehmen, Notrufe, Beratungsstellen, Zufluchtswohnungen und Frauenhäuser barrierefrei zu gestalten.
- würde ich Patientenrechte stärken und in ein echtes Patienten-Rechte-Gesetz [5] umwandeln, unter anderem durch ein barrierefreies Gesundheitswesen, Schulung von Menschen in Gesundheitsberufen und gleichberechtigten Zugang zu Prävention, Behandlung und Rehabilitation für alle. Gleiches gilt für die Erneuerung des Pflegeneuausrichtungsgesetzes. [6]
- würde ich den Gesetzentwurf [7] des Forums behinderter Juristinnen und Juristen unterstützen, der das Recht der Sozialen Hilfe in ein Recht der Sozialen Teilhabe überführt, die Eingliederungshilfe nach § 54 SGB XII reformiert, Persönliche Assistenz als Teilhabeleistung einführt und physische, informationelle und kommunikative Barrierefreiheit umsetzt.
- würde ich gemeinsam mit anderen die strukturellen Voraussetzungen schaffen, damit das Trägerübergreifende Persönliche Budget [8] nach § 17 SGB IX nach 8 Jahren Dornröschenschlaf als echte Teilhabeleistung wirksam umgesetzt wird.
- die Umsetzung der inklusiven Bildung vorantreiben durch geschultes pädagogisches und sonstiges Personal und barrierefreie Kindergärten, Schulen, Ganztagseinrichtungen, Berufsschulen und Weiterbildungseinrichtungen
- für eine menschlichere Arbeitsmarktpolitik eintreten, ohne Sanktionen, aber auch ohne Zwangsberentung oder die Abschiebung in eine Werkstatt für behinderte Menschen
- Lösungen erarbeiten, um die durchschnittliche Erwerbsquote erwerbsfähiger behinderter Menschen von derzeit ca. 30 % [9] signifikant zu erhöhen und für eine nachhaltige, inklusive Teilhabe an Erwerbstätigkeit möglichst vieler zu sorgen. Durch Barrierefreiheit, einen durchlässigen Übergang Schule-Beruf, Unterstützte Beschäftigung und Arbeitsassistenz. Alles andere ist Verschwendung von Arbeitskraft und Kompetenzen in Zeiten des Fachkräftemangels!
- würde ich den pauschalen und menschenrechtswidrigen Wahlausschluss [10] bestimmter Gruppen öffentlich machen und - wenn möglich - beenden. Politische Teilhabe möglichst vieler Menschen in unserer Gesellschaft voranbringen durch Wahlrecht für Menschen mit Migrationshintergrund, barrierefreie Wahllokale, barrierefreie Wahlen und Wahlunterlagen. Politische Teilhabe kann und soll mehr als beratende Beiratstätigkeit sein für alle Menschen, die hier leben!
Meine wichtigsten Ziele in Leichter Sprache
- Alle Menschen sollen ohne Gewalt leben können.
- Alle Menschen sollen auch Hilfe in Leichter Sprache bekommen, wenn sie bedroht werden oder geschlagen werden.
- Alle Menschen sollen gesund bleiben. Alle Menschen sollen verstehen, was der Arzt oder die Ärztin ihnen sagt.
- Alle Menschen sollen mit anderen Menschen zusammen gut leben. Sie können Hilfen bekommen und dort leben, wo sie es möchten.
- Alle Kinder sollen gemeinsam in eine Schule gehen. Auch wenn manche Kinder im Rollstuhl sitzen oder Lern-Schwierigkeiten haben.
- Alle Menschen können zusammen arbeiten, wenn sie es möchten. Alle Menschen sollen zum Leben genug Geld haben.
- Alle Menschen sollen wählen dürfen. Auch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
- Dafür werde ich mich im Bundes-Tag einsetzen.
Mein Netzwerk
- Maureen
- Pirat ff 17:10, 1. Dez. 2012 (CET)
- Nene 17:35, 1. Dez. 2012 (CET)
- Maltejk 17:46, 1. Dez. 2012 (CET)
- Alusruh 17:55, 1. Dez. 2012 (CET)
- Wehrend 19:04, 1. Dez. 2012 (CET)
- Siri_Liho Doreen Kröber 19:45, 1. Dez. 2012 (CET)
- Ulrike Mayer @grimmelschje 01.12.12, 19:54
- Christian Lucht @ch_lucht 01.12.2012, 20:37
- Michael K (@icke2AIDA)
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- E-laine 09:08, 2. Dez. 2012 (CET)
- WoTac 10:27, 2. Dez. 2012 (CET)
- Andrej 11:27, 2. Dez. 2012 (CET)
- Harmonie 10:35, 2. Dez. 2012 (CET)
- Ann-Kristin Dittmar @textlieferanten, 13:13, 2. Dez. 2012 (CET)
- Doro @ling_rush
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- Fabio
- H0rst 17:47, 2. Dez. 2012 (CET)
- Nora 21:06, 3. Dez. 2012 (CET)
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- Silura 21:19, 4. Dez. 2012 (CET)
- Etienne 23:51, 10. Dez. 2012 (CET)
- ingwerbaer 23:51, 10. Dez. 2012 (CET)*
Wer Inklusion will, findet Wege. Wer nicht, Begründungen.
Danke für diese Chance!







