BE:Parteitag/2010.1/Kandidaten/Klaus Kaufmann

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Kandidatur auf
LMV Berlin Parteitag LV Berlin 2010.1
Name Klaus Kaufmann
Name im Wiki Baiano
Geburtsjahr 1960
Crew Tiberia
Squads/AGen
Mitglied seit
Beruf
Kandidatur für
Beisitzer im Vorstand


Persönlich

  • Name: Kaufmann
  • Vorname: Klaus
  • Nickname: Baiano
  • Wikiname/Benutzerseite: http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Baiano
  • Geburtsdatum:1960, verheiratet
  • Mitglied im LV Berlin seit: 20.09.2009
  • Beruf: Student der Politikwissenschaft
  • Bezirk:

Politisch

Motivation

Im Laufe meines Lebens habe ich festgestellt, dass um politisch etwas zu verändern es nicht genügt brav bei Wahlen sein Kreuz irgendwo zu setzen, sondern dass es erforderlich ist, sich aktiv zu engagieren. Weiter fiel mir auf, dass die bis dato vorhandenen politischen Parteien aufgrund ihrer internen Macht- und Herrschaftsstrukturen genau dies verhindern, etwas zu verändern. Dann kam die Bewegung der Piraten auf, die sich zum Ziel gesetzt hat, mit basisdemokratischen Strukturen, mit Transparenz und ohne große innere Hierarchien dem Bürger wieder mehr Einflussnahme auf politische Entscheidungen zu geben, indem er an denselben beteiligt wird. Diese Idee hat mich fasziniert und zum Mitmachen bewegt. Nach meinem Politikverständnis müssen Parteifunktionäre Werkzeuge der Parteibasis sein und nicht umgekehrt, denn diese gibt die Richtung vor und trifft Entscheidungen in einer wirklich demokratischen Gesellschaft.

Was sind deine Ziele für Berlin?

Berlin steht vor großen Herausforderungen für die nächsten Jahre, die es zu meistern gilt, und dies ganz besonders vor dem Hintergrund einer anhaltend katastrophalen Finanzlage. Die Liste der Politikfelder oder Bereiche, die sich durch große Defizite auszeichnen, ist lang. Einige wichtige möchte ich herausgreifen: Zu den Herausforderungen zählen Probleme wie Integration der ausländischen Mitbürgergruppen, ganz allgemein der Bevölkerung mit Migrantenhintergrund, um daraus entstehende soziale Konfliktlinien, wie sie in anderen Großstädten der Welt heute schon Alltag sind, zu vermeiden. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) muss zuverlässig und stabil sein. Unregelmäßigkeiten, wie sie in der letzten Zeit aufgetreten sind, wären vermeidbar gewesen, wenn die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet worden wären. Die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze für alle Bevölkerungsgruppen halte ich für eine der grundlegendsten Maßnahmen, die ganz oben auf der Agenda stehen muss, damit unsere Stadt den Menschen bessere Perspektiven für die Zukunft bietet. Das weitere Zusammenwachsen von Ost und West ist auch eine fundamentale Aufgabe zur Verhinderung sozialer Unruhen und Verbesserung der Lebensqualität in beiden "Teilen" der Stadt. Mehr Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen, damit ein "Hinwegregieren" über die Köpfe der Betroffenen vermieden wird und FÜR alle Bewohner Berlins Politik gemacht wird, nicht nur für eine bestimmte Klientel. Umsetzung von Frauen- und Minderheitenrechten, und ganz besonders von Gruppen, die nur allzu gerne an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, z.B. aufgrund von ihren Einstellungen, ihrer Herkunft oder ihren Neigungen. Würde ein Manager eines Unternehmens erklären, dass ab sofort mindestens 50% der Kapazitäten des Unternehmens nicht mehr genutzt werden, würde er noch bevor er diesen Satz zu Ende gesprochen hätte seines Amtes enthoben sein und zurecht. Doch eine Gesellschaft scheint es sich erlauben zu können eben genau derart paradox zu handeln, indem sie Frauen, Lesben, Schwule, Transsexuelle, Ausländer und noch viele andere Bevölkerungsgruppen benachteiligt und sogar ausschließt. Damit muss Schluss sein. Wir können und dürfen nicht länger auf den Beitrag dieser Menschen verzichten. Sie gehören zu unserer Gesellschaft, sind ein Teil des Ganzen. Zuguterletzt mehr Verteilungs-, Zugangs- und Partizipations-Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens, da diese Forderung unabdingbar für eine funktionierende und gerechte Gesellschaft ist.

Was sind deine politschen Grundüberzeugungen?

Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit sind für mich die erstrebenswertesten Güter einer Gesellschaft. Ist z.B. die Gerechtigkeit nur diejenige Gerechtigkeit einiger Weniger, dann existiert auch keine Gleichheit in der Gesellschaft und somit haben wir auch keine Freiheit. Keines der drei genannten Grundprinzipien kann für sich allein stehen. Sie bedingen sich gegenseitig und müssen in einem gut ausbalancierten Verhältnis in einer Gesellschaft vorhanden sein. Diese Paradigmen bestimmen meine Grundüberzeugung und damit all mein politisches Denken und Handeln.

Wo hast du dich bisher engagiert?

Lange Jahre war ich ehrenamtlicher Jugendleiter der Tischtennisabteilung des Sportvereins in meiner Geburtsstadt. Von 1995 bis 2006 habe ich die Organisation des aus Deutschland unterstützten Sozialprojektes "Escolinha de Futsal dos Futuros Craques" (EFFC) für Straßenkinder in Brasilien in der Stadt Porto Seguro im Bundesstaat Bahia geleitet und habe auch dort gelebt. Dabei habe ich die wertvollsten Erfahrungen meines Lebens gemacht, wofür ich sehr dankbar bin. Ich bin Gründungsmitglied der Piraten-Hochschulgruppe der Freien Universität Berlin, wo wir uns seither gemeinsam für eine bessere Hochschulpolitik einsetzen. Als ersten Erfolg konnten wir hier den Einzug mit 2 Sitzen ins Studierendenparlament der FU in der vergangenen Woche feiern. Vor kurzem wurde ich in die Antragskommission zum diesjährigen Landesparteitag der Berliner Piraten berufen zur Koordinierung und Aufbereitung der durch Euch eingegebenen Anträge zur Versammlung.

Posten

  • Posten 1

Ich bewerbe mich für den Posten eines Beisitzers im Landesvorstand.

    • Motivation

Im kommenden Jahr haben wir hier in Berlin Wahlen zum Senat. Dazu benötigen wir ein auf Berlin abgestimmtes Wahlprogramm. Unsere tradtionellen, piratentypischen Standpunkte allein reichen dafür nicht mehr aus. Wir brauchen also zu vielen verschiedenen Politikfeldern berlinspezifische Aussagen, zu denen wir Piraten stehen können. Dabei kommt eine Menge an Arbeit auf uns zu. Ein Landeswahlkampf erfordert noch mehr Einsatz von uns allen, als das der letztjährige Bundestagswahlkampf tat, allein schon, wenn man berücksichtigt, dass wir mit Direktkandidaten antreten wollen. Hier möchte ich mein in meinem Politikstudium erworbenes Fachwissen in den verschiedenen Politikfeldern und in Parteienorganisation einbringen, um so zu einem guten Gelingen beitragen.

    • Welche Ziele für Berlin

Ich stehe für die Einhaltung der piratigen Prinzipien wie Basisdemokratie, Transparenz in politischen Gremien und Entscheidungen, Bürgerbeteiligung und Stärkung sowie Schutz der Bürgerrechte. Dass dies auch in Zukunft so bleibt, und diese Prinzipien wie schon zuvor bei anderen Parteien geschehen nicht auf dem Altar der Macht geopfert werden, dafür werde ich mich mit all meiner Kraft einsetzen und Euch auch immer ein kompetenter Ansprechpartner dafür sein. Den persönlichen Kontakt der Parteispitze zur Basis halte ich für extrem wichtig. Kein noch so gutes elektronisches Medium kann diesen ersetzen. Die Wenigsten haben regelmäßig die Zeit, im Breipott oder auf den Sitzungen des Landesvorstandes vorbeizuschauen. Dazu möchte ich im Falle meiner Wahl zusagen, dass ich regelmäßig die verschiedenen Crews besuche, um einen gegenseitigen Austausch zu haben, wohlwissend, wie schwierig es sein wird, dieses Versprechen zu erfüllen. Darauf dürft Ihr mich dann auch "festnageln", mein Piratenehrenwort. Wir wollen in den Berliner Senat einziehen. Dazu bedarf es eines aussagekräftigen Wahlprogramms, zu dem ich beitragen möchte. Da wir zu vielen Themen noch keinen Standpunkt/Programm haben, halte ich es für unsere dringlichste Aufgabe ein solches zu erarbeiten. Ein Jahr ist schnell vorüber und der Arbeitsaufwand immens. In meinem Studium beschäftige ich mich hauptsächlich mit dem Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Dabei geht es in erster Linie um die Innenpolitik und klar, auch um Parteien, was neben "Internationale Beziehungen" und "Politisches System der EU" meine beiden Spezialgebiete sind. Heute ist eine nationale oder auch nur regionale Politik nicht mehr ohne Einbindung in einen europäischen Kontext möglich. Ob dies gut oder eher abträglich ist bleibt erst einmal dahin gestellt. Daher befasse ich mich auch sehr eindringlich mit den Problemen der Europäischen Integration.

    • Wie willst du die Position ausfüllen?

Das Erstellen eines Wahlprogramms bedarf einer guten Koordination der verschiedenen Gremien, die daran beteiligt sind. Genau an dieser Stelle möchte ich ansetzen. Ich sehe viele gute Ansätze zu verschiedenen politischen Themen, die darauf warten als fertiges "Produkt" ans Licht des Tages gebracht zu werden. Dabei will ich mithelfen, auch durch mein organisatorisches Talent und die hier schon erwähnten politischen Fachkenntnisse, denn Politik muss auch machbar sein, nicht nur hinsichtlich praktischer sondern auch hinsichtlich rechtlicher Umsetzbarkeit, weil sie sonst niemandem nützt. ...

  • Fragen an den Kandidaten

Gerne werde ich Eure Fragen hier beantworten. Ihr könnt mich auch jederzeit per Email ansprechen unter: lino2077(ät)yahoo(dot)com(dot)br Macht regen Gebrauch davon, Politik lebt vom Austausch. Wen ich überzeugen konnte, dass ich der Richtige für den Posten eines Beisitzers bin, den möchte ich bitten, mir seine Stimme zu geben. Ich danke Euch allen für Eure Aufmerksamkeit.

Piraten fragen - Kandidat antwortet

In diesem Bereich stellst du dich den Fragen deiner Wähler. Bitte sei ehrlich und lösche keine unbequemen Fragen.

  • Hi. Ich hätte gern ein "richtiges" Foto von Dir hier gesehen, um zu wissen, ob ich Dich kenne im RL.

LG Inken 22:14, 22. Jan. 2010 (CET), Kapitän der free.booter und Sprecherin von KIM

  • Antwort: Das Foto ist jetzt hochgeladen, danke für den Hinweis.


Ahoi,
die Mitglieder des BGE-Squads würden gern mehr darüber erfahren, wie Dein Standpunkt zum Thema des bedingungslosen Grundeinkommens aussieht.
--Wop

Wie stehst du zu den Themen "Liquid Democracy" und "Einführung von Bezirksverbänden"? --Apflux 10:50, 3. Feb. 2010 (CET)