Bürgerdatennetze
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Version vom 1. Juli 2009, 12:02 Uhr von Sla (Diskussion | Beiträge)
Inhaltsverzeichnis
Freie Bürgerdatennetze
Was sind Bürgerdatennetze
Bürgerdatennetze, auch Free Wireless Community Networks sind auf Wlan basierende vermaschte Datennetze, welche Dörfer und Städte abdecken und hauptsächlich für freien Internetzugang und die Vernetzung der Teilnehmer untereinander genutzt werden.
Prominente Beispiele sind Freifunk (Deutschland), Funkfeuer (Österreich) oder Djurs.net (Dänemark)
Das besondere ist, das die Infrastruktur fast vollständig dezentral ist, durch die Teilnehmer selbst beschafft und betrieben wird und jeder Teilnehmer das Netz durch seine eigene Partizipation erweitert und verstärkt.
Die Grundlage der Zusammenarbeit ist das Pico Peering Agreement, welches fundamentalen Konsens definiert:
- Freier Transit
- Offene Kommunikation
- Keine Garantie (Haftungsausschluss)
- (faire) Nutzungsbestimmungen
- Lokale (individuelle) Zusätze
Warum sind solche Netze förderungswürdig?
Entwurf 1
- Freifunknetze ermöglichen die Demokratisierung der Kommunikationsmedien durch freien ungehinderten Zugang zum öffentlichen digitalen Raum. Dieser Zugang ermöglicht es auch einkommensschwachen Schichten am digitalen öffentlichen Leben zu partizipieren und wirkt so der vorhandenen digitalen Spaltung entgegen.
- Durch lokale Informationssysteme können Freifunknetze lokale Sozialstrukturen fördern und stärken.
- Der dezentrale Aufbau der Netze schafft Ausfallsicherheit und Schutz vor Sanktionen durch Staat und Privatwirtschaft.
- Von den Nutzern betriebene Kommunikationsnetze orientieren sich in Aufbau, Struktur und Schwerpunkt an den Interessen der Nutzer, statt an Unternehmensstrategien bzw. Subventionsschwerpunkten. Dies führt zum bevorzugten Aufbau von Netzen in vernachlässigten und unterversogten Gebieten, welche für die Wirtschaft uninteressant sind.
Entwurf 2
- Freifunknetze ermöglichen eine Demokratisierung der Kommunikationsinfrastrukrur, unabhängig von den Interessen kommerzieller Anbieter.
- Sie wirken der digitalen Spaltung etgegen, von der besonders sozial schwache Bürger sowie Regionen mit schwacher Infrastruktur betroffen sind bzw. in Zukunft betroffen sein werden.
- Ziel ist die Schaffung eines öffentlichen digitalen Raumes mit ungehindertem Zugang zu herkömmlichen und alternativen Informationsquellen fuer jeden.
- Zudem werden lokale und globale selbstbestimmte Sozialstrukturen gefördert.
- Der dezentrale Aufbau der Netze schafft Ausfallsicherheit und steht den Monopolstrukturen im Software und Telekommunikationssektor gegenüber, ermöglicht jedoch die freie ungehinderte Verbreitung von Wissen und Ressourcen.
Förderungsmöglichkeiten
Bundes/EU Ebene
- Durch vermehrte Nutzung des 2.4GHz ISM Bandes durch private Accesspoints, Videofunkstrecken, Babyphones, etc ist der Betrieb von Freifunknetzen bereits stark beeinträchtigt, dies hat in den letzen Jahren stark zugenommen. Eine Vergabe des bisher nur in Japan genutzten Kanal 14 (2,484 GHz) an freie Bürgerdatennetze würde dringend benötigte Bandbreite schaffen, um die Dienstqualität im Netz stark zu verbessern.
- Die Vergabe von Kanälen im 3GHz band (3.40-3.65GHz) ermöglicht es, das "Rückgrat" der Netze zu stärken, eine Zuteilung ist anzustreben.
- Einen Teil der "Digitalen Dividende", um dörfliche Funknetze mit Internet zu versorgen.
- Open spectrum (hier noch Text einfügen)
Landes/Gemeinde Ebene
- Zugang zu Städtischer Infrastruktur wie Gebäude, Strassenlaternen, Ampeln, etc.
- Betrieb von Netzknoten durch die Gemeinde.
Stadt
- Athen
- Berlin (Freifunk)
- Wien (Funkfeuer)
- Leipzig
- Weimar
- ...
Land
- Freifunk Gadow (22 Node und nur eine Straße, 100% Freifunk in einer kleinen Gemeide in Brandenburg)
- Freifunk Zootzen (25 Nodes, als Nachbardorf von Gadow ebenfalls vom Freifunk-Fieber flächendeckend erfasst)
- Freifunk Blumenthal und Chistdorf (i.G.)
- Freifunk Leisnig (40 oder mehr Node im Sächsischen Burgenland)
- Freifunk Sundhausen
- Freifunk Urleben
Links
- Freifunk "manifest": http://freifunk.net/idee/was_ist_freifunk
- Pico peering: http://picopeer.net/PPA-de.html
- digital commons, network commons: http://wiki.freifunk.net/Vom_Digital_Commons_zum_Network_Commons
- Freifunk Urleben geht online: http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=28133
- Diverse Netzbereiche von kleinen Freifunknetzen: http://wiki.freifunk.net/Bereich59
- europäische initiative für open spectrum: http://www.openspectrum.eu/
- Parteiprogrammpunkt zu open spectrum: Parteiprogramm#Das elektromagnetische Spektrum
- Breitband auf dem Land: Parteiprogramm/Änderungsanträge/InternetInfrastruktur