Bürgerdatennetze

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Freie Bürgerdatennetze

Was sind Bürgerdatennetze

Bürgerdatennetze, auch Free Wireless Community Networks sind auf Wlan basierende vermaschte Datennetze, welche Dörfer und Städte abdecken und hauptsächlich für freien Internetzugang und die Vernetzung der Teilnehmer untereinander genutzt werden.

Prominente Beispiele sind Freifunk (Deutschland), Funkfeuer (Österreich) oder Djurs.net (Dänemark)

Das besondere ist, das die Infrastruktur fast vollständig dezentral ist, durch die Teilnehmer selbst beschafft und betrieben wird und jeder Teilnehmer das Netz durch seine eigene Partizipation erweitert und verstärkt.

Die Grundlage der Zusammenarbeit ist das Pico Peering Agreement, welches fundamentalen Konsens definiert:

  • Freier Transit
  • Offene Kommunikation
  • Keine Garantie (Haftungsausschluss)
  • (faire) Nutzungsbestimmungen
  • Lokale (individuelle) Zusätze

Warum sind solche Netze förderungswürdig?

Entwurf 1

  • Freifunknetze ermöglichen die Demokratisierung der Kommunikationmedien durch freien ungehinderten Zugang zum öffentlichen digitalen Raum. Dieser Zugang ermöglicht es auch einkommensschwachen Schichten, am digitalen öffentlichen Leben zu partizipieren und wirkt so der vorhandenen digitalen Spaltung entgegen.
  • Durch lokale Informationsysteme können Freifunknetze lokale Sozialstrukturen fördern und stärken.
  • Der dezentrale Aufbau der Netze schafft Ausfallsicherheit und Schutz vor Sanktionen durch Staat und Privatwirtschaft.
  • Von den Nutzern betriebene Kommunikationsnetze orientieren sich in Aufbau, Struktur und Schwerpunkt an den Interessen der Nutzer, statt an Unternehmensstrategien bzw. Subventionsschwerpunkten. Dies führt zum bevorzugten Aufbau von Netzen in vernachlässigten und unterversogten Gebieten, welche für die Wirtschaft uninteressant sind.

Entwurf 2

  • freifunknetze ermoeglichen eine demokratisierung der kommunikationsinfrastrukrur, unabhangig von den interessen kommerzieller anbieter.
  • sie wirken der digitalen spaltung etgegen, von der besonders sozial schwache buerger sowie regionen mit schwacher infrastruktur betroffen sind bzw in zukunft betroffen sein werden.
  • ziel ist die schaffung eines oeffentlichen digitalen raumes mit ungehindertem zugang zu herkoemmlichen und alternativen informationsquellen fuer jedermann.
  • zudem werden lokale und globale selbstbestimmte sozialstrukturen gefoerdert.
  • Der dezentrale Aufbau der Netze schafft Ausfallsicherheit und steht den Monopolstrukturen im Software und Telekommunikationssektor gegenüber, ermöglicht jedoch die freie ungehinderte Verbreitung von Wissen und Ressourcen.

Förderungsmöglichkeiten

Bundes/EU Ebene

  • Durch massive Nutzung des 2.4GHz ISM Bandes durch private Accesspoints, Videofunkstrecken, Babyphones, etc ist der Betrieb von Freifunknetzen stark beeinträchtigt, dies hat in den letzen Jahren stark zugenommen. Eine Vergabe des bisher nur in Japan genutzten Kanal 14 (2,484 GHz) an freie Bürgerdatennetze würde dringend benütigte Bandbreite schaffen, um die Dienstqualität im Netz stark zu verbessern.
  • Die Vergabe von Kanälen im 3GHz band (3.40-3.65GHz) ermöglicht es, das "Rückgrat" der Netze zu stärken, eine Zuteilung ist anzustreben.
  • Einen Teil der "Digitalen Dividende", um dörfliche Funknetze mit Internet zu versorgen.
  • Open spectrum (hier noch Text einfügen)

Landes/Gemeinde Ebene

  • Zugang zu Städtischer Infrastruktur wie Gebäude, Strassenlaternen, Ampeln, etc.
  • Betrieb von Netzknoten durch die Gemeinde.

Stadt

  • Athen
  • Berlin (Freifunk)
  • Wien (Funkfeuer)
  • Leipzig
  • Weimar
  • ...

Land

  • Freifunk Gadow (22 Node und nur eine Straße, 100% Freifunk in einer kleinen Gemeide in Brandenburg)
  • Freifunk Zootzen (25 Nodes, als Nachbardorf von Gadow ebenfalls vom Freifunk-Fieber flächendeckend erfasst)
  • Freifunk Blumenthal und Chistdorf (i.G.)
  • Freifunk Leisnig (40 oder mehr Node im Sächsischen Burgenland)
  • Freifunk Sundhausen
  • Freifunk Urleben

Links