Archiv Diskussion:2010/SN:Abstimmung/Vertrauensentzug Aaron König
Herr König darf (und soll meinetwegen) seine Meinungen weiter auf seinem privaten Blog äußern. Damit ist der viel zitierten Meinungsfreiheit Genüge getan. Meinungsfreiheit ist IMHO nicht gleichbedeutend mit "Kein Widerspruch erlaubt". Das "Faß ist voll" wenn Herr König als offizieller Vertreter der PIRATEN der taz ein Interview gibt und dort Positionen vertritt die zwar durch die Meinungsfreiheit, aber nicht durch Satzung/Programm und (wahrscheinlich/hoffentlich) auch nicht durch den Rückhalt der "Basis" gedeckt sind und dieses Interview einen Tag nach der BV-Sitzung erscheint in der Herr König Besserung/Zurückhaltung gelobt hat. Man mag dafür sterben wollen das jemand eine Meinung äußern darf die man selber verabscheut, das heißt IMHO aber nicht dass man sich verarschen lassen muss bzw. nicht widersprechen darf. tarzun 13:02, 25. Feb. 2010 (CET)
Ein privates Blog und eine private Meinung als Anlaß zu nehmen, jemandem in seinem Amt das Vertrauen zu entziehen, ist offenbar auch in unserer Partei traurige Wahrheit.
Ich teile Aarons Meinung nicht, bin jedoch nach den Grundsätzen unserer Partei der Überzeugung, daß er diese Meinung (sofern sie auf dem Boden des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland fußt) äußern kann und darf.
Nur so kommt überhaupt ein demokratischer Meinungsbildungsprozeß in Gang. Nur so können sich innerhalb unserer Partei neue Standpunkte bilden. Nur so können wir anderen ein Vorbild an Basisdemokratie sein.
Wenn jedoch in der obersten "Führungsriege" unserer Partei Abweichler keinen Platz haben, nicht geduldet werden, nicht ausdrücklich dazu ermutigt werden, auch ihre Minderheitsmeinung kundzutun - was sind wir dann für Piraten?
Abgesehen vom Obigen finde ich es absolut lächerlich, eine solche Kampagne, die rufschädigend und in höchstem Maße undemokratisch ist, so kurz vor dem Bundesparteitag und damit vor dem satzungsgemäßen Ende der Amtszeit unseres Bundesparteivorstandes zu fahren. Es sollte sich doch auch ohne solche Sperenzchen jedes wählende Mitglied ein Bild davon machen können, ob Aaron für eine zweite Amtszeit in Frage kommt oder nicht.
Wie sollen sich die Mitglieder, die auf dem BPT anwesend sein werden, eine freie, unbeeinflußte Meinung bilden können, wenn hier die Landesvorstände mißliebige Meinungen wegbeißen?
Ich bin sehr enttäuscht, daß der Vorstand unseres Landesverbandes überhaupt in Betracht zieht, bei einer solchen Rufmord-Kampagne federführend zu sein und sich noch daran beteiligt, fleißig am Stuhl eines gewählten Mitgliedes des Bundesvorstandes zu sägen.
Hier bekommt leider das Wort "Königsmord" eine neue Dimension.
Lily 13:26, 25. Feb. 2010 (CET)
Mir ist der geschriebene Text zu undifferenziert. Von dem von tarzun oben erwähnten Interview mit der TAZ weiß ich bisher noch nichts. Pauschal gegen alle Äußerungen Stefan Königs vorzugehen halte ich für den falschen Weg. Wenigstens beispielhaft könnten ein paar Pointer gesetzt werden, auf welche Aussagen man sich konkret bezieht. --Robert M. 13:43, 25. Feb. 2010 (CET)