Archiv:2010/Bundesparteitag 2010.1/Antragsfabrik/Positionierung der weiblichen Piraten zur Gender-Debatte
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- Sonstiger Antrag Nr.
- (offen)
- Beantragt von
- unbekannt
- Titel
- Positionierung der weiblichen Piraten zur Gender-Debatte
- Antrag
Der Bundesparteitag möge beschliessen, dass er zwei getrennte, geschlechtsspezifische Abstimmungen unter den anwesenden weiblichen Piraten durchzuführen wünscht. Die erste Abstimmung soll zum Ziel haben, demokratisch für weitergehende Anträge festzustellen, ob sich die weiblichen Piraten selbst mehrheitlich innerparteilich ungleich behandelt fühlen und ob eine Gender-Debatte deshalb verhältnismäßig ist. Ebenso möge der Bundesparteitag in einer weiteren Abstimmung unter den weiblichen Piraten feststellen, ob diese mehrheitlich im parteiinternen Sprachgebrauch auf die Bezeichnung „Piratinnen“ wertlegen oder ob weiterhin Piraten geschlechtsneutral bezeichnet werden sollen.
- Begründung
Da in der Vergangenheit einige weibliche Piraten behauptet haben, dass sie sich u.a. durch die geschlechtsneutrale Bezeichnung „Pirat“ innerparteilich benachteiligt fühlten, dienen diese Abstimmungen dazu, die Gender-Debatten abschließend demokratisch zu entscheiden und eine Aussage darüber zu treffen, wie die weiblichen Piraten selbst mit dieser Frage zukünftig umgehen möchten. Dieses Thema kann nur von den weiblichen Piraten selber beantwortet werden, unabhängig davon, wie der Bundesparteitag dann ggf. damit weiterverfahren möchte. Unter Umständen entfällt hier jedoch bereits jede weitere künftige Diskussion.
Inhaltsverzeichnis
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
- Korbinian 00:33, 6. Apr. 2010 (CEST)?
- Andena 01:41, 6. Apr. 2010 (CEST)
- eckes Wäre zwar möglichen den Beschluss zu fassen, Meinungsbild mit freiwilliger Enthaltung sieht aber weniger diskriminierend aus.
- Thomas F
- Jonathan Gruner
- Julia Reda schlechte Idee, Begründung siehe unten.
- Matthias Zustimmung zu eckes' Begründung, fände ein Meinungsbild sinnvoller.
- Piratenweib Begründung siehe unten, wie Senficon/Julia Reda.
- Nplhse 11:03, 6. Apr. 2010 (CEST)
- Torch siehe Begründung Senficon
- Webrebell Begründung siehe unten, wie Senficon/Julia Reda.
- Leena Begründung siehe unten, wie Senficon/Julia Reda.
- Arte povera 13:37, 6. Apr. 2010 (CEST) Begründung siehe Julia
- TheRonin 13:59, 6. Apr. 2010 (CEST) Begründung siehe Senficon/Julia Reda
- Bernd-Udo Koslowski Dagegen, weil die Gendermädels sich sonst andere Themen suchen, von denen sie noch weniger verstehen!
- Elohim 17:51, 6. Apr. 2010 (CEST) Geschlechtertrennung ist ebenso sinnig wie Rassentrennung, Haarfarbentrennung oder andere Diskriminierungen aufgrund von Äußerlichkeiten. Schade, dass das kein selbstverständlicher progressiver Konsens in der Piratenpartei ist.
- Potzblitz 22:21, 6. Apr. 2010 (CEST) Schließe mich Senficons Argumenten an.
- Suat Kasem 11:01, 7. Apr. 2010 (CEST)
Piraten, die sich vrstl. enthalten
- ?
- ?
- ...
Diskussion
Bitte hier das für und wider eintragen.
Schlechte Idee. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...
- Man kann nicht per Mehrheitsbeschluss entscheiden, ob es ein Diskriminierungsproblem bei den Piraten gibt oder nicht. Selbst wenn die Mehrheit der Piratinnen keinen Handlungsbedarf sieht, ist diese nicht qualifiziert, für andere Piratinnen zu sprechen. Schutz vor Diskriminierung ist fast immer Minderheitenschutz - wie sollte eine Frau qualifiziert sein, darüber zu urteilen, ob eine andere Frau sich diskriminiert fühlt?
- Gerade weil das Thema bei den Piraten insgesamt ziemlich unpopulär ist, äußern sich einige Frauen ablehnender gegenüber der Genderdiskussion, als sie sie eigentlich bewerten, um zu unterstreichen, dass sie keine "Sonderbehandlung" wünschen. Woher ich das weiß? Weil ich das selbst gemacht habe, bis es mir irgendwann mal aufgefallen ist.
- Aus der Begründung des Antragstexts geht hervor, dass die Antragssteller weniger eine Momentaufnahme der Meinung der Piratinnen einholen wollen, sondern vielmehr ihre eigene Meinung, dass kein Bedarf an einer Genderdebatte besteht, mit Zahlen untermauern wollen. Die Zahlen sind hier aber nicht entscheidend: Wenn sich einige unserer Mitglieder aufgrund von Genderfragen unwohl bei uns fühlen, dann sollten wir das ernst nehmen und diskutieren - unabhängig davon, ob sie die Mehrheit oder die Mehrheit einer Subgruppe darstellen.
- Ziel des Antrags ist es, die Debatte zu beenden. Derzeit findet aber in diversen Gruppen eine sehr produktive Debatte zu dem Thema statt, es gibt sogar bereits einen Vorschlag zu einer denke ich konsensfähigen Veränderung des Status quo, der offensichtlich auf breite Zustimmung stößt. Die Debatte jetzt unterbinden zu wollen, wäre äußerst kontraproduktiv und würde den Eindruck hinterlassen, dass die Piraten bzgl. dieses Themas zerstritten sind. Und das, wo doch gerade viele konstruktive Diskussionen daraus entstehen.
- Das Geschlecht wird beim Mitgliedsantrag und der Akkreditierung nicht erfasst, ich nehme an, dass dann per Gesichtskontrolle entschieden werden soll, wer an der Abstimmung teilnehmen darf? Ich denke, wir machen da keinen Unterschied? --Senficon 10:27, 6. Apr. 2010 (CEST)
- Ich stimme Senficon in den genannten Punkten zu. --Piratenweib 10:35, 6. Apr. 2010 (CEST)
- Schließe mich hiermit Senficon an und teile seine Begründung. --Webrebell 12:20, 6. Apr. 2010 (CEST)
- Ihre. ;-P --Senficon 14:14, 6. Apr. 2010 (CEST)
- ebenso Leena 12:27, 6. Apr. 2010 (CEST)
- dto. --Annette 01:08, 7. Apr. 2010 (CEST)
- ebenfalls --Suat Kasem 11:03, 7. Apr. 2010 (CEST)
Eine Gender-Debatte der Gender-Debatte willen?
Meine Meinung dazu ist, dass innerparteilich geklärt werden sollte, wie das die weiblichen Piraten nun mehrheitlich selbst sehen wollen. Wir sind eine basisdemokratische Partei. In dieser sollte auch entsprechend entschieden werden, ob dieses Thema nun ein Problem ist, mit dem sich die gesamte Partei beschäftigen sollte/muss oder ob dies nur eine Diskussion von Einzelpersonen ist. Der Bundesparteitag ist das höchste Gremium der Partei, insofern ist eine Entscheidung der weiblichen Piraten dort sehr wohl repräsentativ, bindend und in dieser Form auch angebracht, da diese Frage ja nun in erster Linie die Frauen in der Partei betrifft. Insofern sollten diese auch die Gelegenheit zur demokratischen Entscheidung des Themas haben. Sofern der Bundesparteitag diesem Antrag stattgeben möchte, wäre diese Frage jedenfalls durch die "Piratinnen" selbst beantwortet und es können daraus die entsprechenden Schlüsse gezogen werden.
Wenn jemand diese Entscheidung des BPT anders sehen möchte, ist das dann jedenfalls seine Privatmeinung und nicht die der Partei. Ich kann niemanden ernst nehmen, der etwas als Pirat thematisiert, sich dann aber einer demokratischen Entscheidungsfindung dazu entziehen versucht - ob nun Pro oder Contra "Piratinnen".
Die Abstimmung hält sicher niemanden davon ab, dies für sich selbst anders sehen zu wollen. Dennoch ist ja nun die Frage, ob dies nun auch ein Thema ist, dem sich die gesamte Partei annehmen sollte oder nicht und ob die Partei dann auch entsprechend den bisherigen Sprachgebrauch überdenken muss. Wer könnte diese Frage besser beantworten als die weiblichen Piraten auf dem Bundesparteitag? Das Meinungsbild unter den Frauen in der Partei hilft sicherlich dabei, die Frage zu klären, welche Relevanz dieses Thema denn nun für die gesamte Partei hat oder nicht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Ich persönlich finde die bisherige Regelung sehr gut und empfinde sie als selbstbewußte Positionierung der Frauen in der Partei, möchte aber ebenfalls nicht, den Frauen in der Partei eine andere Form der Positionierung unmöglich machen, sollte sich eine Mehrheit dazu anders stellen wollen. Daher ist es nmM sehr wichtig, dass wir den weiblichen Piraten die Möglichkeit zu einer getrennten Abstimmung geben, denn nur die weiblichen Piraten auf dem Bundesparteitag können für sich reklamieren im Namen der Frauen in der Partei zu sprechen und niemand sonst.
Dennis78 12:06, 6. Apr. 2010 (CEST)
Argument 2
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