Archiv:2010/Bundesparteitag 2010.1/Antragsfabrik/Bildung/Computerspiele sind keine Waffe
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- Änderungsantrag Nr.
- TE135
- Beantragt von
- unbekannt
- Programm
Computerspiele sind keine Waffe / Bildung
- Schlagworte Pro
- Schlagworte Contra
- Beantragte Änderungen
Die Piratenpartei ist gegen die Stigmatisierung von Action-Computerspielen als "Killerspiele".
Wir lehnen ein generalisierndes Verbot von Computerspielen und LAN-Partys ab.
Nicht Verbote, sondern präventive Maßnahmen und die Stärkung medienkompetenten Handelns fördern den verantwortungsvoller Umgang mit elektronischen Medien.
Deshalb unterstützen wir die derzeitigen Konzepte zur Gewaltprävention durch die verstärkte Einstellung pädagogisch-psychologischer Berater an Schulen.
- Begründung
Die Piratenpartei unterstützt präventive Ansätze zum verantwortungsbewussten Umgang mit elektronischen Medien..
Ein generalisierendes Computerspiel-Verbot kann bei den grundlegenden Problemen -vor allem Jugendlicher die in der Auseinandersetzung mit elektronischen Spielumgebungen Entspannung vor den Ansprüchen der gesteigerten Leistungsgesellschaft suchen- nicht helfen.
Durch den vermehrten Einsatz von Schulpsychologen, Beratungslehren in Kombination mit Anti-Aggressionstraining, Aufklärung und verstärkter Vermittlung von Medienkompetenz an Schulen, ist die Entstehung von Gewaltpotential eher zu erkennen.
Wir wehren uns gegen die Herstellung eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Computerspielen und Gewalt an Schulen.
Quellen
- Peter Langmann "Amok im Kopf" Beltz Verlag 2009
- Siegfried Bäuerle, Gewalt in der Schule, Auerverlag 2001,
- Helga Theunert, Jugend-Medien-Identität, Kopaed Verlag 2009
- Stefan Welling, Computerpraxis Jugendlicher und medienpädagogisches Handeln, Kopaed Vlg. 2008
- ürgen Schwab, Die Windows Generation, Profile-Chancen-Grenzen jugendlicher Computeraneignung, Hoschschulschriftenreihe 1999
- Günther Anfang, Erlebniswelt Multimedie-Computerprojekte mit Kindern und Jugendlichen, Materialien zur Medienpädagogik 2001
- H-J Plme, Von den Computerfreaks zur Mediengeneration, Kopaed Vlg. 2009
- Bernward Hoffmann, Geteilter Bildschirm-getrennte Welten, Konzepte für Pädagogik und Bildung, Kopaed Vlg.2009
- Miriam Schäfer, Internet und Bildungschancen-Die soziale Realität des virtuellen Raumes, kopaed Vlg.2007
- Kreativ und kritisch mit Medien leben "GMK"
- Fachgruppe Kinder und Jugendliche -Gewalt in den Medien
- Informationssystem Medienpädagogik
- Medien und Kommunikationswissenschaften NOMOS
- PM zu Gealt in BW
- PM Landtag BW
- Bericht des Expertenkreises Amok
- Die Folgen von Medienberichterstattung
- Themenbereich Medien
- Forschungsprojekt Scheithauer zu Gealtentstehung
- Vorlage Bannenberg
- Prävention Expertenkreis Amok
- Problem Amok
- offener Brief
Inhaltsverzeichnis
Unterstützung / Ablehnung
Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen
- Webrebell 00:23, 19. Apr. 2010 (CEST)
- ...
- ...
Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen
- Harry
- Jochen Löblein 17:40, 19. Apr. 2010 (CEST). Mehr Berater machen es nicht besser, sondern erhöhen den Konformitätsdruck und steigern die Hysterie.
- Hans Immanuel Der Titel täuscht, es geht nicht um Computerspiele sondern um Stellen für psych. Berater an Schulen
Piraten, die sich vrstl. enthalten
- Disi 14:06, 19. Apr. 2010 (CEST)
- ?
- ...
Kommentar
Soweit die Antragstellerin, Jasenka Wrede, im letzte Satz des 1. Abs. der Antrags http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Pr%C3%A4ambel und im letzten Satz des Antrags http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bildungsstandards behauptet: „Leider war eine Abstimmung in der AG-Bildung in der kurzen Zeit nicht mehr möglich, sodass ich den Antrag persönlich einbringe.“, muss darauf hingewiesen werden, dass diese Abstimmung ausweislich des Protokolls (http://piratenpad.de/AG-Bildung-Mitgliederversammlung-15042010) der Mitgliederversammlung der AG-Bildung vom 15.04.2010 erfolgt ist. Offenbar will die Antragstellerin, Jasenka Wrede, mit ihrer Falschbehauptung den Eindruck erwecken, ihre Anträge seien von der AG-Bildung legitimiert.
So wie die Anträge (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Grundrechtseinschränkungen_in_Schulgesetzen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Reform_der_Schulpflicht und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Schulpflicht_statt_Bildungspflicht), gut veranschaulichen, wie die (religiös- und esoterisch motivierte) homeschooler-Lobby die Arbeit der AG-Bildung blockiert hat durch den permanenten Versuch, dass in Deutschland überwiegend als „staatstragend“ empfundene Thema „Schulpflicht“ auf niedrigem und damit lächerlich erscheinendem Niveau in die Abstimmung zu peitschen, veranschaulichen die Anträge (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Erg%C3%A4nzung_Programmpunkt8_Bildung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Pr%C3%A4ambel, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bildungsstandards, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Medienkompetenz, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Erweitertes_Bildungsangebot_zu_Medienkompetenz, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schulfach_Lebenskunde, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Betreuungsschl%C3%BCssel, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Variable_Schulsysteme, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schultyp%C3%BCbergreifendes_Kurssystem_-modulares_Schulsystem, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Ganztagsbetreuung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Kindergarten_/_Kinderkrippen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bolgnareform, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Verfasste_Studierendenschaften_bundesweit, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Barrierefreies_Lernen_-Inklusionsregelung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Studiengeb%C3%BChren, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Finanzierung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Fortbildung_von_p%C3%A4dagogischen_Fachkr%C3%A4ften, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Aufhebung_des_Beamtenstatus_bei_Betreuern_und_Lehrern, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Evaluation_von_p%C3%A4dagogischen_Fachkr%C3%A4ften, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/p%C3%A4dagogisch-psychologisches_Fachpersonal_an_Bildungsinstitutionen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Internetverf%C3%BCgbarkeit_im_Bildungssystem, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schulspeisung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Einsatz_von_Lehrmaterial_unter_freien_Lizenzen und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Computerspiele_sind_keine_Waffe) gut, wie die Pädagogen-Lobby die Arbeit der AG-Bildung blockiert hat durch den permanenten Versuch, das Thema Bildung mit nichts sagenden Wortschwällen aus endlos untereinander kombinierbaren, nicht signifikanten Quellen zu entpolitisieren und zu einem Thema genau der „Fachleute“ zu machen, die für die heutige katastrophale Bildungssituation verantwortlich sind.
Gegenüber diesen Lobbyisten-Anträgen, mit denen das bildungspolitische Verhalten der Altparteien in der Piratenpartei etabliert werden würde, basieren die Einzelanträge von Mitgliedern der AG-Bildung (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung:_Die_Belange_der_Lernenden und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Individueller_und_gesellschaftlicher_Bildungserfolg) selbsterklärend auf dem Parteiprogramm sowohl hinsichtlich des jeweiligen engeren Bezugs, als auch hinsichtlich der Gesamtauslegung und Richtung des Parteiprogramms. Dabei ergänzen sich diese beiden Anträge sehr gut, denn im ersten Antrag werden die Belange der Schüler als zu beachtende Größe benannt, und im zweiten Antrag wird hinsichtlich dieser Belange ein bürgerrechtliches Schutzrecht benannt, das adäquat der mit Beginn des 15. Lebensjahrs einsetzenden Religionsmündigkeit ab dann vom Schüler selbst einklagbar würde, wenn seine Belange rechtswidrig missachtet werden. Wie bereits im ersten Antrag erwähnt, entsteht bei einer solchen bürgerrechtlichen Fortführung des Parteiprogramms auch ein bildungspolitisches Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Parteien.
Sowohl gegen dieses Alleinstellungsmerkmal im Allgemeinen als auch gegen die bürgerrechtliche Betrachtungsweise der Situation der Schüler im Besonderen richtet sich das nunmehrige Antragssperrfeuer der Pädagogen-Lobby. Man macht sich noch nicht einmal die Mühe, die Antragsköpfe auszufüllen, und so beantragt man auch streng genommen gar nichts. Harry
Diskussion
Bitte hier das für und wider eintragen.
Satzbau/ Inhalt
Ein generalisierendes Computerspiel-Verbot kann bei den grundlegenden Problemen -vor allem Jugendlicher die in der Auseinandersetzung mit elektronischen Spielumgebungen Entspannung vor den Ansprüchen der gesteigerten Leistungsgesellschaft suchen- nicht helfen. Ich denke es ist keine gute Erklaerung, das man Computerspiele "nur" zum Abreagieren benutzt. Ist das Schulsystem nun schuld daran?
Durch den vermehrten Einsatz von Schulpsychologen, Beratungslehren in Kombination mit Anti-Aggressionstraining, Aufklärung und verstärkter Vermittlung von Medienkompetenz an Schulen, ist die Entstehung von Gewaltpotential eher zu erkennen. Also sind die Psychologen schuld am Gewaltpotential?
Persoenlich halte ich es fuer falsch, Computerspiele mit Amoklaeufen in Zusammenhang zu bringen. Nahezu alle Jugendlichen spielen etwas auf dem Computer in ihrer Freizeit, es wird sich einfach zu leicht gemacht. Den Suendenbock wuerde ich eher im Fernsehen suchen, je blutiger die Nachrichten desto mehr Zuschauer... Disi 14:03, 19. Apr. 2010 (CEST)
Argument 2
Pädagogik mit Computerspielen, Aufklärung und Beratung http://www.gamepaed-edutainment.de/
Mit diesem Verein haben wir uns in Augsburg recht gut gestellt und hoffen auf enge Zusammearbeit. :) --Webrebell 14:40, 19. Apr. 2010 (CEST)
- (i) .. genau dieses Vorgehen entspricht dem Antrag:
- (i) .. genau dieses Vorgehen entspricht dem Antrag:
Einsatz von Schulpsychologen, Beratungslehren in Kombination mit Anti-Aggressionstraining, Aufklärung und verstärkter Vermittlung von Medienkompetenz an Schulen, ist die Entstehung von Gewaltpotential eher zu erkennen --Jasenka17:42, 19. Apr. 2010 (CEST)