Archiv:2010/Bundesparteitag 2010.1/Antragsfabrik/Bildung/Aufhebung des Beamtenstatus bei Betreuern und Lehrern

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Pictogram voting wait blue.svg Dies ist ein eingereichter/eingereichtes Programmantrag für den Bundesverband.
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Bitte diskutiere den Antrag, und bekunde Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Der Antragstext darf nicht mehr verändert werden! Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der Antragsfabrik.

Änderungsantrag Nr.
TE129
Beantragt von
unbekannt
Programm

Aufhebung des Beamtenstatus bei Betreuern und Lehrern / Bildung

Schlagworte Pro
Schlagworte Contra
Beantragte Änderungen

Der Beamtenstatus von Lehren soll aufgehoben werden.

Neueinstellungen nur noch im befristeten Angestelltenverhältnis auf max. 5 Jahre, Verlängerung und Neueinstufung entsprechend der Evaluationsergebnisse zur Qualität von Lehre und Betreuung vorgesehen.

Begründung

Die Maßnahme zur Streichung des Beamtenstatus` erscheint notwendig, um die Bereitschaft konkurrierenden Qualitätspotentials" für die Bildung zu reaktivieren. Durch die Einführung einer Probezeit mit Evaluationsphase, soll die Bereitschaft Qualität und Inhalte in den Dienst der Bildung von Schülern zu stellen, gewährleistet werden (siehe auch Erklärungen zu Fortbildung und Evaluation). Somit wird das Engagement für Schüler und das Bildungssystem durch entsprechende Leistungsanpassungen gezielt unterstützt.

  • Probezeit mit Evaluationsstatus durch Kollegen, Eltern und Schüler
  • befristetes Angestelltenverhältnis, um "Gewöhnung und Desinteresse" zu vermeiden
  • dadurch notwendige regelmäßige erneute Evaluation nach spätestens 5 Jahren

Die Abschaffung des Beamtenstatus soll zum einen die Staatskasse direkt entlasten, zum anderen gewährleisten, dass Fort- und Weiterbildung von Lehrern auch tatsächlich stattfinden, da der befristete Arbeitsvertrages, neben der Bereitschaft zum Qualitätsmanagement die Bereitschaft zur Fortbildung zu den angebotenen Lehrinhalte beinhaltet.
Neueinstellungen Um den Betreuungsschlüssel und die Qualität des Bildungssystems zu gewährleisten, sowie den Lehrermangel und schlechten Erziehungsstatus auszugleichen, sind Neueinstellungen unumgänglich.

Bund, Länder, Kreise, Kommunen und Städte müssen zusätzliche Gelder zur Verfügung stellen, um den Mangel an Lehrkräften, Erziehungs- und Bildungsmaterial zu garantieren (siehe Forderung zum BIP mit 10%).

Quellen

Studien:
Artikel:
  • weiterführende Quellen unter den Punkten Betreuungsschlüssel, Fortbildung, Evaluation






Unterstützung / Ablehnung

Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen

  1. ...
  2. ...

Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen

  1. Webrebell
  2. Thomas-BY (die Abschaffung der Beamten bringt oft sehr viele große Nachteile für alle mit sich)
  3. Steto123 13:28, 19. Apr. 2010 (CEST)
  4. Harry
  5. Jochen Löblein 17:43, 19. Apr. 2010 (CEST). Grundforderung sinnvoll, aber mit Detailforderung nach 5 Jahren vermischt.
  6. Hans Immanuel reine Länderkompetenz -> Landesprogramme. Hire & Fire erhöht psychische Belastung immens
  7. Jonathan Gruner 06:17, 21. Apr. 2010 (CEST) Abschaffung des Beamtenstatus ja, restliche Detailforderungen nein!
  8. Boris Turovskiy
  9. RicoB CB 07:22, 24. Apr. 2010 (CEST) Zum Bereich Bildung hat unser Parteiprogramm ja bereits Aussagen, Programmänderungsanträge sollten darauf Bezug nehmen und darstellen, an welcher Stelle was eingefügt werden soll. Bei einer solchen Vielzahl an Einzelanträgen sollte außerdem ersichtlich sein, in welcher Reihenfolge diese im Anschluss im Programm stehen werden.
  10. datenritter 00:07, 26. Apr. 2010 (CEST)

Piraten, die sich vrstl. enthalten

  1. Korbinian 13:46, 19. Apr. 2010 (CEST) noch unsicher.
  2. MrHan zu detailliert für ein Grundsatzprogramm
  3. ...

Kommentar

Soweit die Antragstellerin, Jasenka Wrede, im letzte Satz des 1. Abs. der Antrags http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Pr%C3%A4ambel und im letzten Satz des Antrags http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bildungsstandards behauptet: „Leider war eine Abstimmung in der AG-Bildung in der kurzen Zeit nicht mehr möglich, sodass ich den Antrag persönlich einbringe.“, muss darauf hingewiesen werden, dass diese Abstimmung ausweislich des Protokolls (http://piratenpad.de/AG-Bildung-Mitgliederversammlung-15042010) der Mitgliederversammlung der AG-Bildung vom 15.04.2010 erfolgt ist. Offenbar will die Antragstellerin, Jasenka Wrede, mit ihrer Falschbehauptung den Eindruck erwecken, ihre Anträge seien von der AG-Bildung legitimiert.

So wie die Anträge (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Grundrechtseinschränkungen_in_Schulgesetzen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Reform_der_Schulpflicht und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Schulpflicht_statt_Bildungspflicht), gut veranschaulichen, wie die (religiös- und esoterisch motivierte) homeschooler-Lobby die Arbeit der AG-Bildung blockiert hat durch den permanenten Versuch, dass in Deutschland überwiegend als „staatstragend“ empfundene Thema „Schulpflicht“ auf niedrigem und damit lächerlich erscheinendem Niveau in die Abstimmung zu peitschen, veranschaulichen die Anträge (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Erg%C3%A4nzung_Programmpunkt8_Bildung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Pr%C3%A4ambel, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bildungsstandards, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Medienkompetenz, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Erweitertes_Bildungsangebot_zu_Medienkompetenz, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schulfach_Lebenskunde, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Betreuungsschl%C3%BCssel, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Variable_Schulsysteme, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schultyp%C3%BCbergreifendes_Kurssystem_-modulares_Schulsystem, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Ganztagsbetreuung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Kindergarten_/_Kinderkrippen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Bolgnareform, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Verfasste_Studierendenschaften_bundesweit, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Barrierefreies_Lernen_-Inklusionsregelung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Studiengeb%C3%BChren, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Finanzierung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Fortbildung_von_p%C3%A4dagogischen_Fachkr%C3%A4ften, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Aufhebung_des_Beamtenstatus_bei_Betreuern_und_Lehrern, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Evaluation_von_p%C3%A4dagogischen_Fachkr%C3%A4ften, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/p%C3%A4dagogisch-psychologisches_Fachpersonal_an_Bildungsinstitutionen, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Internetverf%C3%BCgbarkeit_im_Bildungssystem, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Schulspeisung, http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Einsatz_von_Lehrmaterial_unter_freien_Lizenzen und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung/Computerspiele_sind_keine_Waffe) gut, wie die Pädagogen-Lobby die Arbeit der AG-Bildung blockiert hat durch den permanenten Versuch, das Thema Bildung mit nichts sagenden Wortschwällen aus endlos untereinander kombinierbaren, nicht signifikanten Quellen zu entpolitisieren und zu einem Thema genau der „Fachleute“ zu machen, die für die heutige katastrophale Bildungssituation verantwortlich sind.

Gegenüber diesen Lobbyisten-Anträgen, mit denen das bildungspolitische Verhalten der Altparteien in der Piratenpartei etabliert werden würde, basieren die Einzelanträge von Mitgliedern der AG-Bildung (http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Bildung:_Die_Belange_der_Lernenden und http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Individueller_und_gesellschaftlicher_Bildungserfolg) selbsterklärend auf dem Parteiprogramm sowohl hinsichtlich des jeweiligen engeren Bezugs, als auch hinsichtlich der Gesamtauslegung und Richtung des Parteiprogramms. Dabei ergänzen sich diese beiden Anträge sehr gut, denn im ersten Antrag werden die Belange der Schüler als zu beachtende Größe benannt, und im zweiten Antrag wird hinsichtlich dieser Belange ein bürgerrechtliches Schutzrecht benannt, das adäquat der mit Beginn des 15. Lebensjahrs einsetzenden Religionsmündigkeit ab dann vom Schüler selbst einklagbar würde, wenn seine Belange rechtswidrig missachtet werden. Wie bereits im ersten Antrag erwähnt, entsteht bei einer solchen bürgerrechtlichen Fortführung des Parteiprogramms auch ein bildungspolitisches Alleinstellungsmerkmal gegenüber den anderen Parteien.

Sowohl gegen dieses Alleinstellungsmerkmal im Allgemeinen als auch gegen die bürgerrechtliche Betrachtungsweise der Situation der Schüler im Besonderen richtet sich das nunmehrige Antragssperrfeuer der Pädagogen-Lobby. Man macht sich noch nicht einmal die Mühe, die Antragsköpfe auszufüllen, und so beantragt man auch streng genommen gar nichts. Harry

Diskussion

Bitte hier das für und wider eintragen.

Kurz und knapp: Evaluierung ja, Abschaffung des Beamtenstatus nein! Sollte die Evaluierung ein schlechtes Ergebniss ergeben, soll es Fortbildungs/Belehrungsmapnahmen geben. Ein angehender Lehrer studiert nicht erst bis zu 6 Jahren um dann nach dem 1. Staatsexamen in der Referendariatszeit bestätigt wird um dann scheinbar freimarktwirtschaftlichen Interessen angestellt und wieder abbestellt zu werden. Wir Piraten fordern inzwischen, dass mehr Lehrer eingesetzt werden. Allen voran jene die auf's Abstellgleis entsorgt wurden. Lehrer sind Staatsdiener und das soll auch so bleiben! --Webrebell 00:20, 19. Apr. 2010 (CEST)

Stimme Webrebell voll zu. Der Ausbau des staatlichen Monopols auf Bürgerbildung muss bei den Piraten an erster Stelle stehen.

1000Sunny


Zukünftig sollten Lehrer nicht mehr verbeamtet werden, da der beamtenstatus so viele Vorteile mit sich bringt, dass das in einem solchen Beruf nicht haltbar ist. Beamte sind dafür da, dem Staat in bestimmten Bereichen, langfristige Ressourcen zu sichern, deshalb sollen sie nicht streiken, bekommen dafür aber Arbeitsplatzgarantien und mehr Geld. Bei Lehrern ist dies nicht nötig, denn wenn der Staat auseinander bricht, dann sind fehlende Lehrer unser geringstes Problem. Hinzu kommt, dass verbeamtete Lehrer nicht streiken dürfen und deshalb grundsätzlich Streikbrecher sind, wenn angestellte Lehrer z.B. für ein höheres Gehalt streiken. Lehrer müssen besser gestellt werden, Lehrer müssen auch überprüft werden, aber wir brauchen keine Lehrer, welche die Previlegien genießen, die heutige Beamte genießen, in diesem Bereich sollte der Staat Geld sparen. Jedoch, kann der Beamtenstatus nicht gestrichen werden, hat ihn ein Lehrer einmal erhalten, kann er ihn nur durch Straftaten etc. verlieren und wer jetzt verbeamtet ist, der muss es, auch aus Gründen der Lebensplanung, auch bleiben dürfen. Schon deshalb bin ich gegen deinen Antrag. --YoungSocialist 16:52, 19. Apr. 2010 (CEST)


Argument 1

Dein Argument?

Argument 2

...