Archiv:2009/AG Bildung/Entwurf

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Tango-text-x-generic with pencil.svg Dieser Artikel ist keine offizielle Aussage der Piratenpartei Deutschland, sondern hier findet/fand eine offene Diskussion des Themas statt.

Wenn Du meinst, diese Idee erweitern zu können, tu es, aber bitte beachte die Diskussionsregeln. Ist die Idee tragfähig und mehr als eine Einzelmeinung, so kann man das Ganze auch als Entwurf kennzeichnen.

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Inhaltsverzeichnis


Ziele der Ag Bildung

Inhaltliche Diskussion

Definitionen

Die Definitionen wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit auf eine eigene Seite ausgelagert. Und sind jetzt hier zu finden. Zu den Definitionen

Offizieller Programmvorschlag zur Bundestagswahl 2009

Der Programmvorschlag ist zu finden unter Bundestagswahl 2009/Programmvorschlag Kernthemen/Bildung


Bildung in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft

Jeder Mensch hat das Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung. Dies ist in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft essentiell, um jedem Menschen, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Mit diesem Ziel ist das Hauptanliegen institutioneller Bildung die Unterstützung bei der Entwicklung zur mündigen, kritischen und sozialen Person.

Der freie Zugang zu Information und Bildung ist jedoch nicht nur im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung notwendig, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft. Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen der deutschen Volkswirtschaft, da nur durch den Erhalt, die Weitergabe und die Vermehrung von Wissen Fortschritt und gesellschaftlicher Wohlstand auf Dauer gesichert werden können.

Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft.

Die öffentliche Bildungsinfrastruktur

Der freie Zugang zu Bildungseinrichtungen ist im Interesse aller. Deshalb ist es Aufgabe der gesamten Gesellschaft, in Form des Staates, eine leistungsfähige und ihrem Zwecke angemessene Bildungsinfrastruktur zu finanzieren und frei zur Verfügung zu stellen. Private Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen ist grundsätzlich zu begrüßen, solange sie keinen Einfluss auf die bestehenden Lehrinhalte hat.

Bildungsgebühren jeglicher Art schränken den Zugang zu Bildung ein und sind deshalb kategorisch abzulehnen. Aus diesem Grund ist auch die Lehrmittelfreiheit zu befürworten. Diese ist am besten dadurch herzustellen, dass die Verwendung und das Schaffen von freien Werken zur Vermittlung von Wissen unterstützt und ausgebaut wird. Diese freien Werke sind nicht nur kostenfrei im Unterricht einsetzbar, sondern ermöglichen dazu dem Lehrenden ohne rechtliche Hürden die Lernmittel auf seinen Unterricht anzupassen.

Trotz des staatlichen Bildungsauftrages soll die Erziehung in Bildungseinrichtungen die Erziehung durch die Eltern nicht ersetzen. Zur umfassenden Bildung gehört, dass sich beide Formen der Erziehung gegenseitig ergänzen und fördern.

Bildung als individueller Prozess

Jeder Mensch ist ein Individuum mit persönlichen Neigungen, Stärken und Schwächen. Institutionelle Bildung soll daher den Einzelnen unterstützen seine Begabungen zu entfalten, Schwächen abzubauen und neue Interessen und Fähigkeiten zu entdecken. Neben starren Lehr- und Stundenplänen, werden vor allem einige Formen der Leistungsbewertung diesen Forderungen nicht gerecht. Insbesondere die Bewertung von Verhalten nach einem vorgegebenen Normenraster z.B. bei den sogenannten Kopfnoten lehnen wir ab.

Die Bildungsinhalte haben auf fundierten und belegbaren Erkenntnissen zu basieren und müssen von einem möglichst neutralen Standpunkt aus vermittelt werden. Dies beinhaltet vor allem eine sachliche Darstellung, die Ausgewogenheit der Standpunkte und eine kritische Quellenbewertung.

Demokratisierung der Bildungseinrichtungen

Die Bildungseinrichtungen sind für die dortigen Schüler und Studenten ein prägender und umfassender Bestandteil ihres Lebens. Sie sind deswegen als Lebensraum der Lernenden zu begreifen, dessen Gestaltung und Nutzung ihnen stets offen stehen muss. Eine demokratische Organisation der Bildungseinrichtungen soll den Lernenden, genau wie den anderen Interessengruppen der Bildungseinrichtungen, eine angemessene Einflussnahme ermöglichen. Auf diese Weise werden demokratische Werte vermittelt und vorgelebt, die Akzeptanz der Entscheidungen erhöht, sowie das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Bildungseinrichtungen gestärkt.

Bildung ein Menschenrecht

Der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte folgend, ist kostenlose Bildung ein Menschenrecht. Bereits zu beobachtende Tendenzen, die diesem Menschenrecht entgegenwirken sind zu bekämpfen.

  • ‡? Die Stelle, wo kostenlose Bildung zu den Menschenrechten gehört, würde ich gerne sehen. Elcon 16:11, 24. Jan 2007 (UTC)
    +Artikel 26: Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Der Unterricht muss wenigstens in den Elementar- und Grundschulen unentgeltlich sein. --Icehawk 17:40, 25. Jan 2007 (UTC)
    (i)Menschenrechte nach Amnesty International:
    "Artikel 26
    1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
    2. Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muss zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
    3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll."
    Wenn ich bedingungslosen Gehorsam der Kinder beim Besuch einer Bildungseinrichtung nach Wahl der Eltern fordere, kann ich mich genauso auf die Menschenrechte Artikel 26 berufen und euch in eine Schule werfen, in der Lehrer körperlich züchtigen dürfen. --Elcon 21:25, 26. Jan 2007 (UTC)
    körperliche Züchtigung widerspricht anderen Menschenrechten --Jamasi 23:46, 28. Jan 2007 (UTC)
    ‡? Erwartest du etwa, dass ein 10 Jahre altes Kind selbständig, für sich auf lange Sicht sinnvoll, entscheiden kann, welche Schule/Schulform die richtige für ihr/sie ist? Folgendes (fiktives) Scenario: Hans-Peter ist gerade mit der Grundschule fertig. Er war in der Schule immer recht gut und seine Lehrerin und auch seine Eltern glauben, dass er auf einem Gymnasium gut aufgehoben wäre. Allerdings geht der beste Freund von Hans-Peter aufgrund von schlechteren Noten nicht auf ein Gymnasium, sondern auf eine Hauptschule, deshalb entscheidet sich Hans-Peter auch auf diese Hauptschule zu gehen... Keine allzu schöne tolle Vorstellung wie ich finde. --Vexrath 11:07, 31. Mär. 2009 (CEST)
  • ‡? Warum leitet Ihr aus einem Recht auf Bildung auch deren Kostenfreiheit ab? Amnesty ist da ja auch nur ein Interessensverband! Ich sehe gerade bei Bildung einen zahlenden Kunden in einer viel besseren Position! Das Geld dafür sollte man ihm aber in die Hand geben per nachrangigen Bildungskredit oder per Transfer (CAP 19:04, 19. Apr. 2009 (CEST))
    • a) Siehst Du keinen Konflikt/Widerspruch, wenn es Menschen gibt, die zwar theoretisch ein Recht auf Bildung haben, sie aber praktisch nicht haben koennen da sie Geld kostet, welches sie nicht haben? "Recht" impliziert, dass mir etwas in jedem Falle zusteht. Wenn mir etwas in jedem Falle zusteht, kann es nicht u.U., wie wenn ich kein Geld habe, wegfallen.
      b) Dies ist eine politische Organisation, die veraendern will. Sprich sogar wenn das Recht auf Bildung bis jetzt nicht verankert ist, ist dies kein Grund, ein Bestreben danach aufzugeben. Dann ist es eher diskutabel, ob so etwas eingefuehrt werden sollte. (Fs83hso 23:22, 06. Mai. 2009)
      • +Ich stimme dir zu, wenn Bildung nicht Jedem kostenfrei zugänglich gemacht wird, dann können sich nicht Alle bilden oder müssen sich dafür langfristig belasten (was davon abschreckt). Unser Ziel sollte es aber sein Jedem, unabhängig von seinem finanziellem Hintergrund, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. (TuDios 17:30, 22. Mai. 2009)


Verletzungen der Menschenrechte, Bürgerrechte

Ich schlage vor diesen Punkt mit aufzunehmen, denn entgegen der Praxis dürfen Schulen kein Bürgerrechtsfreier Raum sein - von Menschenrechten ganz abgesehen. --1000Sunny 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST)

Streikrecht für Lehrer - warum wird dieses nicht gewährt?

Lehrer haben das Streikrecht, wenn sie Angestellte sind. Beamte haben (angeblich - ist umstritten) kein Streikrecht. Als Beamter habe ich ein paar Vorteile (Geld am 1. des Monats, Pension statt Rente, Unkündbarkeit ...), die ich mit der Aufgabe einer Reihe von Rechten bezahle. [1] Als Beamter habe ich trotzdem gestreikt und habe eine "Mißbilligung" vom Dienstherren bekommen, ein böser Brief. Und Gehaltsabzug, klar. Keine rechtlichen Konsequenzen, weil sich der Staat scheut, das Streikrecht vor dem Verfassungsgericht oder Eur. Gerichtshof prüfen zu lassen. --Rolf Steinort 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST)

Im Verlauf des Bildungsstreiks 2009 wurde deutlich, wie wenig Schüler als Menschen und Bürger betrachtet werden. Deswegen haben sich die Organisationen jetzt zu eine AG-Antirepression gegründet.

Auch auf diversen Foren war zu lesen, dass Klassenzimmer abgesperrt wurden und Polizisten postiert wurden.

Quelle? Das halte ich für sehr zweifelhaft. Klassenzimmer abschließen ist rechtlich schwierig und bestimmt nicht wegen Streikverhinderung durchsetzbar. Polzei hätte keine Rechtsgrundlage zur Anwendung von unmittelbarem Zwang - sowohl der Lehrer als auch die Polizisten würden sich strafbar machen. Außerdem haben alle Lehrer und Lehrergewerkschaften, die ich kenne, mit dem Streik sympatisiert. Sogar der Philologenverband. --Rolf Steinort 10:19, 16. Jul. 2009 (CEST) )

http://www.bildungsstreik.net/ak-antirep/

Barrierefreie Bildung als Grundvorraussetzung

Barrierefreiheit ist die Basis für gleichberechtigtes Lernen, da jeder Mensch das gleiche Recht auf Bildung hat. Sie ermöglicht es Menschen mit besonderen Anforderungen (z.B. Behinderte oder Menschen, die eine andere Sprache sprechen (weiter einfügen)) gleichberechtigt Bildung zu bekommen. Viele Lösungsansätze beinhalten neue Methoden und Techniken oder haben auch etwas mit Open Access zu tun. Das schnelle Aufgreifen solcher technischer Neuerungen soll möglichst vielen Menschen den Zugang zur Bildung ermöglichen.

Die Grundlagen hierzu findest du unter Barrierefreiheit. An einer Ausarbeitung für das Thema Bildung speziell wird noch gearbeitet. Hilf mit.


Private und Staatliche Bildungseinrichtungen

kostenloses Bildungssystem

Auch kostenlose Bildung ist nicht „for free“. Sie wird – öffentlich - durch allgemein erhobene Steuern oder zweckbezogene Beiträge sowie – privat – durch eingeworbene Drittmittel (z.B. Fundraising an Hochschulen) finanziert.

Zu fordern wären z.B. eine allgemeine unbeschränkte Lehr- und Lernmittelfreiheit, die vollständige Steuerfinanzierung der schulischen Bildung sowie eine klarere Trennung bzw. ggf. auch Beendigung einer Finanzierung von Bildungseinrichtungen durch Drittmittel.

Anmerkung: Hier sollte man irgendwie Transparenz schaffen. Aktuell kostet ein Kind pro Monat ca. 400-500 €. Bei 30 Kindern pro Klasse wären das 15.000 € Bei den Lehrern scheint dieser Betrag nicht anzukommen. Wo bleibt er?

1000Sunny

Alternativen zur intransparenten Direktverteilung:

-Bildungsgutschein (Vouchers) direkt an Schüler

-System Microchoice (Geld statt Gutscheine) 1000Sunny

Studiengebühren

  • Abschaffung bzw. Verhinderung von Studiengebühren, da diese im Gegensatz zu freiem Wissen stehen und das Studieren zum Privileg finanzstarker Bürger machen.
    (i)http://www.abs-bund.de/argumente (einzelne Argumente können bei Bedarf hier eingebaut werden) --Jamasi 02:40, 26. Jan 2007 (UTC)
    ‡? soll jeder sein Leben lang eingeschrieben bleiben können? Oder Klausurzwang und Ausnahmen nur bei ärztlichen Attesten von zwei unabhängigen Ärzten? Elcon
    (i)Langzeitstudenten Kosten den Staat nur sehr wenig. Hauptsächlich fallen die Kosten bei den Eltern oder einfach bei den Studenten selber an, die dementsprechend jobben. Mehr Info: http://www.abs-bund.de/argumente/langzeit/ --Jamasi 02:40, 26. Jan 2007 (UTC)
    Langzeitstudenten kosten mehr als Alg II Empfänger und sind somit ein hoher (nicht unnützer) Kostenfaktor (nicht nur Lebensunterhalt, auch Laborplätze, Räumlichkeiten, Lehrkörper, Lehrmaterial in Form von Klausurzettel, die gleich wieder recycelt werden können etc.).
    Langzeitstudenten belegen diese Ressourcen eben nicht! Wenn sie entsprechend bei den Veranstaltungen/Praktika wären, würde sich in Sachen Studium auch mehr bei ihnen tun. Es gibt viele Klausuren, wo ohnehin nach dem 3. Versuch Schluss ist und bei nicht erfolgter vorheriger Abmeldung zählt der Versuch als vertan. --Jamasi 22:23, 26. Jan 2007 (UTC)
    teilweise beliebig häufige Anmeldung zu Praktika möglich. --Elcon 22:50, 26. Jan 2007 (UTC)
    dies ist dann aber ein organisatorisches Problem der Hochschulen. --Jamasi 23:46, 28. Jan 2007 (UTC)
    ~ Alternative: Es wär z.B. möglich, eine Maximalstudienzeit festzulegen. Sobald man darüber kommt muss man zahlen. Die Höhe dieser Gebühr sollte abhängig davon sein, wie weit der Student über die Zeit hinaus ist. Die Maximalstudienzeit sollte abhängig von der Regelstudienzeit seines Fachs sein. Gremientätigkeit (Fachschaft, Hochschulpolitik etc.) sollten auch berücksichtigt werden. --Vexrath 12:07, 31. Mär. 2009 (CEST)
    Für das Studienkontenmodell fehlt ebenfalls die argumentative Grundlage, da Langzeitstudenten den Staat nicht mehr kosten. --Jamasi 07:49, 1. Apr. 2009 (CEST)
    {alternativ|Wie wäre es, ganz einfach vom Erst oder Zweitstudium auszugehen?} --Loralitilli 14:39, 31. Mär. 2009 (CEST)
    ‡? Unter welchen Bedingungen besteht die Forderung "Gegen Studiengebühren"? --Elcon 22:50, 26. Jan 2007 (UTC)
    +Studiengebühren könnte zu weniger Nachwuchs bei Akademikern führen (http://www.presseportal.de/story_rss.htx?nr=931210) --Jamasi 15:08, 5. Feb 2007 (UTC)
    +Das Erststudium sollte grundsätzlich innerhalb der Regelstudienzeit (+ ein zu definierender Offset von ein paar Semestern) frei sein, darüber hinaus dan Gebühren. Der Offset deshalb, weil es u.U. technisch nicht möglich ist die Regelstudiendauer einzuhalten (z.B. nicht angebotene Labore/Praktika) oder viele Studis nebenbei noch arbeiten müssen. --Hoogi 21:37, 11. Jun. 2009 (CEST)

~ Alternative: Einführung von Studiengebühren! Damit wird der Student zum wichtigen, zahlenden Kunden! Man muss ihn nur refinanzieren, so dass es keine Zugangshürden gibt! (CAP 19:27, 19. Apr. 2009 (CEST))

(i)Freies Wissen und Studiengebühren schließen einander nicht aus. Studium sollte aktive Wissenvermittlung sein! Die Analogie wäre ein Beratungsunternehmen, das Open Source Software implimentiert.(CAP 19:27, 19. Apr. 2009 (CEST))

~ Alternative: Kombination der Vorteile von von Pro und Contra! Ich habe dazu in der Piraten-Denkstube einen Beitrag mit dem Thema Eine Alternative zur aktuellen Studiengebühr geschrieben. --Piratenkauz 14:20, 2. Jul. 2009 (CEST)

Schule als Aktiengesellschaft

Hier mal als Diskussionsgrundlage erwähnt: die Phorms AG . Das bedeutet im nächsten Schritt, dass der Staat sich nur noch um die Kontrolle kümmert. Die Ausbildung und Erziehung übernehmen Firmen. Proofy 00:47, 23. Apr 2007 (CEST)

Bildung ist Aufgabe von Eltern und Staat, die Privatwirtschaft hat in den Bildungsstätten nichts zu suchen. --Jamasi 04:25, 23. Apr 2007 (CEST)
‡? Wie steht es hier mit den Mitspracherechten der Betroffenen (Eltern/Schüler) über Elternbeirat/Schülerverwaltung? Und wer zahlt? --foxi 15:51, 27. Oct 2007 (CEST)
Das klingt fast wie Scientology. Zumindest ist mir das als erstes in den Kopf gekommen. Der zweite Gedanke: Abschöpfen des besten Potentials mit der Möglichkeit die Schüler nach eigenem Wunsch formen zu können. Das einzige positive, was ich gefunden habe: "Wir sind überzeugt, dass der Schulerfolg eines Kindes maßgeblich von der Qualität der Lehrkräfte abhängt." Aber daran wird inzwischen gearbeitet. (Einführung der selbstverantwortlichen Schule mit QM). Zumindest in Nds.--Jasocul 10:58, 23. Apr 2007 (CEST)
‡? Das ist jetzt Ist-zustand! Eltern und Staat versagen und die Wirtschaft will die Lücke gewinnbringend stopfen. Soll dies nun verboten werden oder besser kontrolliert? Proofy 21:47, 23. Apr 2007 (CEST)
‡? Inwiefern versagen Schule und Staat? An welchen Stellen genau? Konkret? Was genau macht denn die Wirtschaft da und wohin führt das? --Herr schrat 22:43, 21. Jan. 2008 (CET)
+ Auch, wenn es recht plakativ klingt, kann ich den Gedanken durchaus nachvollziehen. Heute gibt es viele private Bildungseinrichtungen (Nachhilfe, Museen, Führungen, Zoos, Theater, Ganztagsangebote, Klassenfahrten, Ferienlager, Vereine) die durch die Privatisierung der staatlichen Bildung aufgewertet werden. Außerdem entsteht ein gesunder Wettbewerb zwischen Bildungseinrichtungen. Schlechte Schule werden heute vom Staat unterstützt, gute (vor Allem Privatschulen) bekommen weniger Geld (in Sachsen 70% der Staatsschulen), als sie Wert sind. Gesunder Wettbewerb (Marktwirtschaft) bringt Fortschritt und Innovation. Dies kann Staatsschule nicht leisten, die immer noch im 20. Jh. leben.--Hoyer.th 13:11, 14. Jun. 2009 (CEST)

Parteien-Schulsystem vs. Schulautonomie

Oft kommen Forderungen wie "Abschaffung Hauptschule", "Dreigliedrigkeit", "Informatik als Pflichtfach" usw.

Diese Dinge sind für mich Micromanagement. Die Politik überlegt sich ein mehr oder weniger gutes System und die Leute, die an den Schulen sind setzen es dann um.

Ein anderer Vorschlag wäre (hier auch schon oft gekommen) den Menschen an den Bildungsorten die Möglichkeit zu geben diese Entscheidungen selbst zu treffen.

Dies hätte verschiedene Vorteile:

  • 1. Regionale Bedürfnisse würden stärker berücksichtigt
  • 2. Umsetzer = Konzeptionist
  • 3. Demokratisierung
  • 4. Statt des langen Umweges über Politik, Parteien, Bild-Zeitung, Consensus-Omniae würde ein kurzer Weg beschritten werden (Kosten+Effizienz)
  • 5. Fehlentwicklungen könnten vor Ort und sehr schnell entgegengewirkt werden
  • 6. Diskussionen werden nun auf der Metaebene geführt. Die Parteien, die sich gerade um kleine Wuzel-Dinge streiten (IT-Unterricht als Pflichtfach oder Wahlpflichtfach) betreiben Kontroll-Politik, die ihren Lehrern(!), Schülern(!) und Eltern(!) anscheinend nicht das geringste Maß an Selbstverantwortung zutraut.
  • 7. Ein eigenes Schulsystem ist sehr komplex, meistens landet man bei einer Art der Reformpädagogik

Überblick über Schulkonzepte/Systeme:

http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_code=qs&field-keywords=Schulsysteme&sourceid=Mozilla-search

und

http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_code=qs&field-keywords=Schulkonzepte&sourceid=Mozilla-search

und zur Reformpädagogik

http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_code=qs&field-keywords=Reformp%C3%A4dagogik&sourceid=Mozilla-search



Contra Schulautonomie

1.) Wie verhindert man, dass sich ein kleiner Rektor groß aufspielt?

Vorschulische Bildung

Kinderkrippe & Kindergarten

Als ein wichtiger Punkt in der sozialisation von Kindern werden die frühen Jahre zwischen Babyalter und Einschulung gesehen. Gerade in diesem Bereich werden viele Grundlagen für das spätere Lernen gelegt. Die Möglichkeit, seinem Kind einen kostenlos Platz in einer vorschulischen Bildungseinrichtung wie der Kinderkrippe oder viel mehr noch dem Kindergarten bieten zu können, sollten alle Eltern haben. Bildung findet nicht allein in der Schule, der Ausbildung oder den Universitäten statt. Bildung ist ein ganzheitlicher Prozess für dessen "Durchführung" Grundlagen geschaffen werden müssen.

Die aufnahme in das Parteiprogramm (Abschnitt Bildungspolitik), kostenlose Kindergartenplätze für alle Kinder im Vorschulalter anzubieten, für absolute Pflicht. Hinzu muss noch überlegt werden, ob nicht ein grundsätzliches Rahmenbildungprogramm für die Kindergärten ausgearbeitet werden sollte, welche grundlegende Ziele definiert die ein Kind beim verlassen des Kindergartens erfüllen muss. BobBarker 21:27, 20. Jul. 2009 (CEST)

Privatschulen

Privatschulen haben in Deutschland meiner Erfahrung nach einen schlechten Ruf.

Vorurteil über Privatschulen: Sie werden oft als elitär, nur für die betuchteren Kreise angesehen. Als Möglichkeit sich seinen Abschluss durch finanzielle Aufwendungen teilweise zu erkaufen.

Gründe: Die Gründe sind meiner Meinung nach, dass die Hürden einer Schulgründung sehr hoch sind.

1.) Hierzu zählen pädagogischen Hürden (diese sind so schwammig formuliert, z.B. pädagogischer Sonderbedarf, dass sie keine wirkliche Rechtsgrundlage besitzen).

2.) Insbesondere aber die finanziellen Hürden (Personalbedarf, Gebäude, Physiksaal kostet z.B. 50.000 €, sich selbst behindernde Anforderungen: Finanzierungszusage bekommt man erst mit Genehmigung, Genehmigung bekommt man erst nach Finanzierungszusage, ähnliches bei Mietgebäude). Dadurch kommen nur sehr große Investoren (z.B. Kirche, Phorms) in Frage. In München ist es fast unmöglich, so sagte der PHORMS-Vorstand: "If we can make it here (in München), we can make it anywhere."

3.) Kleinere Gründungen (ähnlich der Sudbury-Gründung in Jerusalem durch den Schüler Michael Sappir) sind unmöglich.

4.) Viele Konzepte, die darauf beruhen erst einmal mit einer kleinen Anzahl von Schülern zu beginnen, sind ausgeschlossen - da "size matters" groß geschrieben wird (siehe Mittelschulen-Einführung mindestens 300 Schüler).

5.) Besonders durch die finanziellen Hürden und die strikten Vorgaben werden viele Neuerungen unmöglich gemacht (z.B. Lehrer sind Online-Verfügbar, nur speziell ausgebildete Pädagogen sind vor Ort).

6.) Besonders durch die finanziellen Hürden und die hohen laufenden Kosten sind Schulen dazu verdammt teuer zu sein - auch wenn es billiger ginge.

7.) Durch die finanziellen Hürden werden insbesondere kleine ehrenamtlich tätige Vereine gehindert (die eine Privatschule der Sache wegen) gründen wollen, dafür werden aber Großinvestoren hofiert (ich glaube Studienkreis hat einen Zuschuss von 250.000€ bekommen - kann ich aber noch heraussuchen).

8.) Besonders idealistische und innovative Projekte werden so aufgehalten und unterdrückt, während strikt gewinnorientierte Unternehmen (z.B. PHORMS) für schlechte Presse und Misstrauen gegenüber Privatschulen sorgen dürfen aber politisch hofiert werden.

So wird insgesamt dafür gesorgt, dass Privatschulen ein elitäres und unsoziales Öffentlichkeitsbild bekommen und (obwohl sie in vielen Ländern Chancengleichheit bedeuten) genau von denen bekämpft werden, die für Chancengleichheit sind.

  • Wer hat andere Erfahrungen, Links?

--1000Sunny 13:07, 17. Jul. 2009 (CEST)

Contra Privatschulen

In einem funktionierendem, flexiblen, ordentlich ausgestatteten und von Mitbestimmung der Beteiligten geprägten Bildungssystem gibt es für Privatschulen keinerlei Bedarf. Folgende Gründe:

1.) Begreift an Bildung zudem als öffentliches Kollektivgut ("frei" für alle) wären Privatschulen sogar kontraproduktiv, da sie eher dem Gedanken der Bildung als individuell zu bezahlende Handelsware und Konsumgut entsprechen.

2.) Würde man sie trotz ihrer Systemfremdheit zulassen oder ihre Gründung sogar durch Deregulierung weiter begünstigen, hätte im Umkehrschluss aber ihre steuerliche Förderung zu verschwinden. Und diese Mittel dem öffentlichen Schulsystem zugeführt zu werden.

3.) Privatschulen wären als Ergänzung, nicht als Ersatz für öffentliche Schulen zu verstehen. (diesen Satz verstehe ich nicht ganz, gehört er zu Punkt 2? oder ist er ein extra Punkt - meinst Du die Teilung Ergänzungsschule/Ersatzschule, so wie sie heute im Gesetz ist, oder etwas anderes? Bitte präzisieren. -- 1000Sunny

4.) Private Schulen sind letztlich nur der Ausdruck dafür, dass mit der Qualität des öffentlichen Bildungswesens was nicht stimmt. Also eine "Abstimmung mit den Füßen und dem Geldbeutel".

5.) Sie lösen das Problem nicht sondern verschleppen es nur.

6.) Gäbe es keine Privatschulen als Alternative, würde der politische Druck zugunsten echter Bildungsreformen drastisch zunehmen. So wie das Schließen von "Steuerschlupflöchern" den politischen Druck auf das kranke Steuersystem weiter zunehmen lässt.

7.) Zudem können (nicht müssen) Privatschulen "Parallelkulturen" i.S. ihrer Betreiber fördern (vgl. auch Friedrichs, "Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen").

8.) Statt Elitisierung können aber auch Erziehungskonzepte der Scientologen, rechtsradikaler Gruppen (die machen eine sehr aktive Jugendarbeit, vgl. Verbot der "Heimattreuen Deutsche Jugend" Ende 08) oder religiöser Minderheiten mit problematischen Einstellungen gegenüber unserer Kultur realisiert werden.

Wie leicht oder schwer es solchen Gruppen fällt, ihre Inhalte in eigenen Schulen zu transportieren und Kinder aus dem Bildungs- und Wertesystem der Mehrheit auszukoppeln, ist unmittelbar abhängig von Regulierungsgrad des Privatschulwesens.

(Aufteilung in Punkte: 1000Sunny)

--Guido

Anmerkung Punkt 5

Eine Abstimmung mit den Füßen ist ein Euphemismus für das Wort "Flucht". Solange Eltern oder Lehrer eine Flucht für nötig erachten, darf diese niemandem verwehrt werden. Es sollte Signal für die Politik sein etwas zu verändern, anstatt eine Mauer zu bauen.

Anmerkung Punkt 6

Sie lösen das Problem für diese Eltern/Lehrer. Eine Verschleppung würde nur durch die Politik geschehen, wenn sie die neuen Impulse, die die Privatschulen bringen nicht beobachten und zu nützen wissen würde.

Anmerkung Punkt 7

1.) Dieses ist meines Erachtens eine Geiselnehmer-Philosophie. 2.) Man geht hier von dem Staat als Repressor aus, und von den Eltern als unterdrückter Masse (über das Faustpfand der Kinder und deren Kindheit), die sich zusammenrotten muss um Druck auf den Staat aufzubauen. 3.) Den meisten Druck bekommen in dieser Rechnung aber die Kinder ab, und die Familien ruinieren sich, da sie Spielball politischer Interessen werden.

Anmerkung Punkt 4

Ja. Die Politik sollte dieses als Signal verstehen, sich die Neugründungen anschauen und sichten, was für die aktuellen Schulen verwertbar ist. Ein Verbot privater Gründungen engt die Möglichkeiten der Neuerungen auf die Ideen des bestehenden Systems ein.

Anmerkung Punkt 2

1.) Bildung ist Aufgabe der Gemeinschaft. Sie muss die Mittel gerecht zur Verfügung stellen.

2.) Viele Privatschulgründungen werden speziell von benachteiligten Teilen der Bevölkerung, die sich in öffentlichen Schulen (oft ausgerichtet auf die politisch dominante Schicht) benachteiligt fühlen. Hier noch die Mittel zu entziehen wäre widersinnig. "Zum Schaden kommt der Spott"

3.) Mit einer ähnlichen Argumentation müssten eigentlich nur Beamten Steuern zahlen. Da anscheinend private Unternehmen systemfremd sind.

4.) Die Argumentation klingt ein bisschen nach: "Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst, machst Du es wie ich sage" - also extrem patriarchisch.

5.) Etatismus Elisabeth

Anmerkung Punkt 1

1.) Bildung ist frei für alle. Wieso müssen dann Schulen unbedingt in staatlicher Hand sein. Das ist eine Form der Unfreiheit.

2.) Frei für alle bedeutet auch, dass alle sie gestalten dürfen, wie sie wollen, solange rechtsstaatliche und verfassungsrechtliche und pädagogische Normen (reguliert durch die Regierung) beachtet werden.

3.) Ob ich etwas konsumiere oder es Handelsware ist, hängt nicht von dem Hersteller ab (staatliche Schule/private Schule) sondern von der Form des Zugangs. So können auch staatliche Betriebe Konsumgüter herstellen, genauso wie private Unternehmen aufklärerische Funktionen erbringen können.

Abschließend Bemerkung

Die Zulassung von Privatschulen darf auf keinen Fall bedeuten, die staatlich geführten Schulen zu vernachlässigen. Das bedeutet "Bugfix" und zur gleichen Zeit neue "Programmmodule". Die Gefahr von privaten Parallelkulturen kann ich nicht erkennen. Bitte präzisieren, was dieser Begriff bedeutet.

Universität für Alle

Idee

Freier Zugang zu Universitäten - keine Zulassungsbeschränkung mehr: Begründung:

Bildung für alle zu jeder Zeit war in früheren Zeiten aufgrund von Knappheit nicht möglich. Am Anfang der Aufklärung waren Bücher teuer und Bildungsagenten knapp. Viele Verbesserungen haben die Welt hier verändert, z.B. stark gestiegenen Bildungsgrad der Bevölkerung, neue pädagogische Erkenntnisse, verbesserte Didaktik (Vergleich Eulers Briefe an die Prinzessin mit aktuellen Mathematikbüchern wie Mathe Macchiato oder Pearson Studium), neue Technologien und den gesellschaftlichen Reichtum und die daraus entstandenen, für alle erreichbaren Bildungseinrichtungen (z.B. Bibliotheken, Internet inklusive kostenfreier Enzyklopädien oder sehr billiger Plattformen wie www.sofatutor.com ), Kundenorientierung durch Verlage, Blogs von Nachhilfelehrern (wie oberprima) bis zu Forschern (wie z.B. erlebt von Francois Bry), fast kostenlose Bücher, Webcam-Aufnahmen von Vorlesungen. Diese Veränderungen bieten erstmalig in der Weltgeschichte die Chance, dass alle Menschen zu jeder Zeit Zugriff und die Möglichkeit zur Bildung haben.

Zulassungsbeschränkungen waren damals aufgrund von räumlichen Beschränkungen manchmal notwendig. Obwohl es auch damals großartige Menschen gab, die ihre Vorlesungen für alle hielten (z.B. Georg Forster). Heute sind sie jedoch nicht mehr mit einem humanistischen Menschenbild zu vereinen (außer in bestimmten Fachgebieten, die einen hohen materiellen Aufwand bedeuten und sich dadurch begrenzen - wobei hier meist nicht das ganze Fach betroffen ist, sondern oft nur einzelne Praktika).

Konkretisierung: Diese Neuerung soll kostenneutral sein - es soll nur die Infrastruktur verbessert werden und somit mehr Menschen der Zugang ermöglicht werden, als es heute der Fall ist. Wenn man eine Vorlesung aufnimmt (wie es z.Z. in USA geschieht) so kann diese auf Youtube eingestellt werden (viele Unis haben dort mittlerweile einen eigenen Kanal, manche Professoren sind schon Web2.0-Stars) und kann dort dann von jedem Lernwilligen angesehen werden. Ähnliches gilt für Übungsblätter. In vielen Fächern - müssen eigentlich nur die Prüfungen wirklich vor Ort stattfinden - hier könnte man sich aber das oben erwähnte Test-On-Demand Verfahren anschauen oder ein Mentorensystem andenken.

Aktuelle politische Umstände: Die Möglichkeit dieser Optimierungen sollte auch unabhängig davon angedacht werden, da es mit der Wirtschaftskrise und den Ausfällen an Steuergeldern zu drastischen Budgetkürzungen kommen kann. Diese können sich letztendlich sehr schädlich für Forschung und Lehrer auswirken, sollte man die aktuelle kostenintensive Organisation beibehalten.

Alternative Idee

Was man alternativ machen kann, ist folgendes: Ich beschränke die Anzahl der staatlichen Stipendien je Studiengang und nicht die der Hörer. Die Stipendien werden nach einer Aufnahmeprüfung (Stipendienprüfung) vergeben. Damit hätte man einen lenkenden Part aber keinen diskriminierenden. (von Steffen Thomas)

Ich finde diese Idee auch sehr gut - sie erklärt wie die Auswahl derer, die dann bei Überbesetzung "Ressourcen-Vorrang" (s.u.) haben zustande kommt. 1000Sunny

Zu den Prüfungen anmelden darf sich aber dann jeder (sonst kann er ja keinen Schein erwerben), oder?

Somit würden auch reine Autodidakten gewürdigt, die im aktuellen System keinen Platz haben.



Zum Thema Platzmangel, Videoaufzeichnungen.

An sehr vielen Universitäten , Hochschulen und Fachhochschulen werden die E-Learning Portale ausgebaut, bleiben aber durch Lizenzmodelle bis auf eine handvoll den Studenten vorbehalten. Wobei einige der Portale schon so gut in einzelnen Fächern sind das die Studenten die Universität gar nicht mehr besuchen müssen. Würden diese Portale der Allgemeinheit zugänglich gemacht so könnte jeder sein Wissen erweitern, Schwangere, allein erziehende Mütter, Behinderte und Sozial-Benachteiligte könnten so von zuhause lernen und müssten nur noch für die Prüfung an die Uni kommen.

(Kosten der E-Learning Portale könnten über eine Prüfungsgebühr erbracht werden. Verhindert auch das geprüft wird wenn die Prüflinge noch nicht richtig vorbereitet sind.)

--SvenS 01:32, 17. Jul. 2009 (CEST)

Offene Fragen

1. Was passiert, wenn jeder studieren kann, was er will? Bringt die Gesellschaft die Disziplin auf, sich auf alle notwendigen Berufe von alleine zu verteilen? Wird also jemand freiwillig Bauer, wenn er auch z. B. Agrar- Ökonom werden könnte?

2. Kann sich der Staat das leisten? Egal zu welcher Bildungspolitik wir mal kommen, sie wird mehr kosten als heute. Und wir müssen die Geldfrage stellen. Wer soll das bezahlen und rentiert sich dass im Laufe der Jahre? Es muß uns klar sein, das man mit der Bezahlung de Bildung auf viele Jahre in Vorkasse geht (als Staat)

3. Da z. B. ein ausgezeichnetes Abitur kein Garant dafür ist, das der gewählte Berufsweg auch zum Erfolg führt, ist da Beratung grundsätzlich falsch?

4. Was haben wir davon, wenn wir jetzt 100.000 Juristen ausbilden, bei einem bedarf von 30.000? Wir nehmen 70.000 jungen Menschen die Chance auf eine Zukunft. Oder anders, wir müssen sie umschulen und die jungen Menschen verlieren 4-5 Jahre ihres Lebens. das ist nicht sinnvoll und kostet extra Geld.

5. Ohne irgendeine Form von Knappheit geht im Endeffekt der "Marktwert" der Bildung dann gegen Null.

6. Die Wirtschaft braucht sie der Staat bildet sie daraufhin aus. Na ja, ich halte das generell für ein problematischen Punkt, wie bildet der Staat sich die Menschen die er braucht? und wer entscheidet darüber wer was studieren darf. Dann sind wir ziemlich schnell dabei jungen Menschen Träume kaputt zu machen, aber natürlich ist es nicht sinnvoll 70.000 Taxifahrenden Juristen zu haben. NC und Abitur sind wohl nicht optimal geeignet zur ausslese. Was stellst Du Dir unter staatlichen Stipendien vor? Bafög?

7. Schüler auf dem Gymnasium würden benachteiligt da sie den schwereren Stoff lernen müssen um gute Noten zu bekommen. Schüler der Hauptschule könnten mit einem niedrigeren Bildungsniveau studieren gehen. --SvenS 09:40, 17. Jul. 2009 (CEST)

8. Wenn die Hochschulen zur besseren Volkshochschule umgebaut werden, werden ihre Abschlüsse zum x-beliebigen austauschbaren Massenprodukt.

9. Schon heute lässt sich beobachten, dass *alle* Abschlüsse - vom Hauptschulabschluss bis zum Diplom oder Master - erheblich weniger Wert sind als noch vor 10-20 Jahren. (i.S.d. ihrer Akzeptanz "draußen im realen Leben"). (Sogenannte Inflation)

10. Als Folge davon werden privatwirtschaftliche Zertifizierungen deutlich an Bedeutung gewinnen. Der gute Abschluss als Informatiker an einer "Hochschule für alle" reicht dann nicht mehr für den Einstiegsjob in die IT. Daneben müssen dann noch mehrere Praktika (verschenkte Lebenszeit, heute schon üblich) und teure Herstellerzertifizierungen treten. Im IT-Bereich ist das heute bereits absehbar, s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IT-Zertifikate

Anmerkung: Bedarf durch Wirtschaft (Punkt 10)

1.) Zertifikate sind eine Bescheinigung, dass jemand praktisch mit einem System oder Programm umgehen kann. Es sagt nichts über das theoretische Wissen aus.

a.) Ein guter Informatiker bringt Wissen über Probleme der Berechenbarkeit, NP-Vollständigkeit und wie man da approximieren kann, etc. JBoss oder Joomla sind konkrete Software-Systeme auf die er sich zertifizieren lässt. Die theoretischen Fähigkeiten (Patterns, ACID-Modell) helfen ihm bei der Erlangung der Zertifikate - sie sind Systemübergreifend

b.) Anderes Beispiel dazu: Ein Arzt musste einmal lernen, wie die Blase funktioniert. Er kann aber noch ein Zertifikat machen, wie man mit einem bestimmten Gerät eine Blasenspiegelung durchführt.

Anmerkung: Umbau der Universitäten zur Volks"hochschule" (Punkt 8)

1.) Es geht nicht darum das Studium einfacher zu machen, sondern zugänglicher. Es würden nur marginal mehr Leute einen Abschluß machen, nur eben viel mehr überhaupt mit dem Studium anfangen.

2.) Da nun auch Menschen, die erst einmal einen anderen Lebensweg gegangen sind, mit ihren zusätzlichen Erfahrungen und realen Wünschen ins Studium eintreten können, kann es ebenfalls zu einer Niveausteigerung kommen. a.) Bsp.: Eine Mutter möchte sich in Pädagogik qualifizieren b.) Bsp.: Ein Bauer will Agrarwissenschaften studieren um Forschung vor Ort zu betreiben. All diese Menschen werden mit fertigen Fragen und konkreten Vorstellungen an die Universität gehen. Heutzutage werden sie davon abgehalten erst mal ihr Abitur machen zu müssen (2 Jahre irgendwas lernen - mit ungewissem Erfolg) bevor sie dann vielleicht richtig einsteigen können.

Anmerkung: Inflation der Noten/Abschlüsse (Punkt 9)

1.) Diese Schreckensvision wird nur eintreten, wenn das Niveau gesenkt wird.

2.) Diese Inflation tritt eher wegen den geschlossenen Universitäten auf. Erklärung: Da ein Universitätsabschluss das Ziel fast aller Eltern für ihre Kinder ist ergibt sich daraus die Notwendigkeit mit allen Mitteln gute Noten zu erkämpfen. (wenn nötig mit Rechtsanwälten) Dadurch steigt das Notenniveau, da auch Lehrer oft nicht wollen, dass sie einem Kind die Zukunft verbauen.

3.) In den USA gibt es diese Inflation. Dort werden die Leistungen einmal von den Lehrern bewertet (Zeugnisse) und dann noch einmal von einer unabhängigen Stelle für Schulevaluation (ähnlich einem nationalen PISA). Die Leistungergebnisse sinken seit Erfassung kontinuierlich (laut unabhängiger Stelle). Die Zeugnisnoten steigern sich dagegen im Durchschnitt kontinuierlich.

Bei uns geschieht diese Inflation zuerst über die Schulsysteme. So wird die Hauptschule verschwinden, danach die Realschule. Im Anschluss werden im Gymnasium die schlechten Noten dünner (wenn es so weitergeht wie bisher, wird sich diese Übertragung der amerikanischen Entwicklung hier wiederholen).

4.) Zusätzlich entdecken Politiker oft die Hoffnungen junger Eltern für sich und legen Programme auf, die diese Inflation begünstigen. Dieses wurde besonders deutlich mit der "No Child left behind" Initiative.

5.) Da man vielleicht mehr Studienanfänger gewinnen kann, kann es sogar zu einer Niveausteigerung kommen.

7.) Die Inflation staatlicher Abschlüssen gibt es nur, wenn das Niveau sinkt, wie ich bereits erwähnt habe. Das Abitur hat damit aber ein Problem, da heute jeder ohne Abitur "nichts wert" ist. Da es an Schulen unausgesprochene Quotenregelungen gibt, wie viele bestehen müssen... solange man sich also nicht an einer Quote orientiert.

Anmerkung: Bedarf durch Wirtschaft (Punkt 6)

Der Bedarf an Akademikern wird in Punkt 6 an der Wirtschaft gemessen (+10% für Unis). Den Bedarf an Forschern/Akademikern nach seiner Kaufkraft zu bewerten (also am Geld) halte ich für falsch, und will das im folgenden darlegen.

1.) Eine akademische Ausbildung hat den Sinn eine gewisse Tätigkeit nicht nur durchzuführen - e.g. Kartoffeln aussähen, sondern auch die Vorgänge dahinter zu verstehen, ihren Sinn und auch neue kosten- und ressourcensparende Wege zu finden. Ein Bauer, der Biologie und Technik studiert könnte auf die Idee kommen die Pflanzen direkt an der Wurzel zu bewässern (somit Dünger, Wasser und Arbeit zu sparen)

2.) Geld regiert leider nicht die Welt. Jeder, der einmal an einem Krankenbett von einem unheilbar kranken Menschen gestanden ist, oder ein traumatisiertes Kind erlebt hat, oder einen Tsunami wird dieses "leider" verstehen. Es wäre schön, wenn man einfach einen gewissen Betrag auf den Tisch legen könnte und der Patient oder das Kind wäre geheilt, oder man wäre vor dem Tsunami gewarnt gewesen. Geld hilft nur da, wo die Forschung schon war. Nur Wissen und Forschung kann dem Geld und der Wirtschaft überhaupt einen Sinn geben. Sie entschärft nicht nur die Missstände (z.B. neue Energien) sondern sie bringt auch neues (z.B. Internet) wobei sich soziale Neuerungen ergeben, die sich kein König jemals für alles Geld der Welt kaufen hätte können.

3.) Universitäten und die Forscher/Akademiker, die sich dort ausbilden haben die Aufgabe das Wissen zu fördern. Jeder Mensch, der etwas dazugelernt hat, verstärkt die Basis für soziale, technische, medizinische und künstlerische Neuerungen in der Gesellschaft. So stärkt das Erlernen von Physik die Technik, das Erlernen von Rechtswissenschaften die Gerechtigkeit und jedes andere Erlernen stärkt einen anderen Teil in unserer Gesellschaft. Sollte dies in einem Fall nicht so sein (was wahrscheinlich manche dem Fach Jura vorwerfen würden, so sind das die Versäumnisse der Universitäten oder derjenigen Wissenschaft und sie bedarf desto mehr Bildung um wieder positiv zur Gesellschaft beizutragen).

Aus all den oben genannten Gründen, halte ich es von hoher Dringlichkeit die universitäre Ausbildung so gut wie möglich auszubauen, und mit den aktuellen Ressourcen und durch die Hilfe neuer Technologien möglichst vielen Menschen (unabhängig von Alter oder Vorbildung) einen Zugang zur Universitären Bildung zu ermöglichen. Dabei muss immer bedacht werden, dass Menschen mit höherer und geeigneterer Vorbildung nie benachteiligt werden gegenüber Menschen mit geringerer Vorbildung. Sollten die Ressourcen nicht vorhanden sein, so müssen die mit geringster Vorbildung zurücktreten. Werden aber nicht schon per se ausgeschlossen.

Anmerkung: Marktwerkt geht gegen 0, je mehr Bildung im Volk (Punkt 5)

Nach einiger Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass eher das Gegenteil eintreten müsste, und ich versuche das nun darzulegen:

1.) Je mehr Verständnis für eine gewisse Materie (z.B. Kunst, Gerechtigkeit, pädagogische Erkenntnisse) in der Bevölkerung vorhanden ist, desto mehr Bedarf nach noch hochwertigeren "Produkten" und "Herstellern" besteht. Dieses klingt Paradox. Am Beispiel Kunst. Wäre kein Kunstverständnis in der Bevölkerung, so würde niemand Kunstwerke kaufen. Auf einem ganz niedrigen Kunstniveau würden also alle mit ihrer eigenen Schmiererei zufrieden sein. Erst wenn ein gewisses Kunstverständnis vorhanden ist, kann Kunst geschätzt und "konsumiert" werden. Ähnliches bei Gerechtigkeit. Menschen mit einem geringen Rechtsverständnis begnügen sich dem Anderen einfach physisch zu antworten. Erst mit höherem Rechtsverständnis werden die Bedürfnisse subtiler - so dass es am Ende in einen philosophischen Streit ausarten kann.

Anmerkung: Kann sich der Staat das leisten? (Punkt 2)

Da immer mehr hochgebildete Personen Firmen gründen und ihr Glück mit der eigenen Firma versuchen müsste das gestiegene Bildungsniveau dazu führen das mehr Arbeitnehmer gebraucht werden und so die Arbeitslosenzahlen sinken. --SvenS 00:42, 17. Jul. 2009 (CEST)


Statistiken zeigen das in den nächsten 10 Jahren die Geburtenrate weiter abnehmen wird, sollte sich daran nichts verändern wird sich das Angebot an die Nachfrage angleichen und wir sollten dafür sorgen ,dass die jungen Bürger auf die Situation so gut wie möglich vorbereitet sind. --SvenS 00:42, 17. Jul. 2009 (CEST)

Anmerkung: Verteilungsproblem (Punkt 1)

In Punkt 1 wurde angesprochen, dass es zu schlechten Verteilungen kommen kann, sollte jeder das studieren können, was er will.

1.) Das Modell der heutigen "Ein-Abschluss-Und-Dann-Arbeit"-Welt ist überholt. Viele Menschen, die in der Jugend technische Berufe erlernt haben, wollen später etwas geisteswissenschaftliches Beginnen. Auch der Umkehrfall tritt häufig ein und Geisteswissenschaftler begeistern sich plötzlich für technische Berufe. Hier kann über einen Lebenslauf eine Wissensakkumulation stattfinden, die in bahnbrechenden Erkenntnissen und Produkten münden kann. Das eindimensionale Fachidiotentum, bei dem jeder nur in seinem Bereich denkt und die Produktivität lähmt oder widersinnige Ergebnisse liefert, kann durch eine neue Mehrdimensionalität überwunden werden. Diese Mehrdimensionalität würde das Problem zumindest entschärfen.


Da aus Sicht der Volkswirtschaftslehre studieren nur der Selektion von Hoch- und Unterqualifizierten dient und das Studienfach egal ist, wird die Uni für alle nur dazu führen das es zu einer Selektion kommt. --SvenS 00:57, 17. Jul. 2009 (CEST)

Anmerkung: Ungerecht gegenüber Gymnasiasten, die sich die Universität schwerer verdienen müssen (Punkt 7)

1.) Jeder hat nach diesem Vorschlag das Recht zu jeder Zeit ein annähernd kostenneutrales Studium zu betreiben. Also auch schon vor dem Erreichen des Abiturs.

2.) Das Abitur gibt später immer noch ein Vorrecht auf die begrenzten Ressourcen.

3.) Das Gymnasium bereitet natürlich am besten auf die Universität vor. Damit wird der Fokus des Gymnasiums wieder zurück auf diese Vorbereitung gelegt und der aktuelle Fokus "Abitur als Eintrittskarte", welcher rein formal ist, verliert. So wird das Abitur wieder "sinnvoll".

Rückwirkung im System

Diese Neuerung hat zusätzlich Rückwirkungen im System.

1.) Durch einen Realschulabschluss, Hauptschulabschluss wird die Chance auf eine höhere Ausbildung nicht mehr verbaut. Man kann sich beruhigt für den Schulzweig, den man für sich als richtig erachtet entscheiden und kann dennoch studieren.


-- Ein Grund mehr die 3 verschiedenen Schulabschlüsse einzustampfen und einen Zentralen Schulabschluss zu erstellen.


2.) Da für viele Eltern heutzutage die Schule der Kampf um die "Universitätsberechtigung" ist und sich dort sozusagen entscheidet ob es ihr Kind mal genauso gut oder besser hat als sie, verschärft dieses die Erziehungssituation. Besonders in den Übertrittsjahrgängen scheint oft Krieg zu herrschen (siehe Sabine Czerny, oder Übertrittsübungsliteratur in Buchgeschäften). Durch die Neuerung würde die Erziehungssituation entschärft werden und Druck von Eltern und Kindern genommen.

3.) Durch die Neuerung würden die Diskussionen um die Gliedrigkeit entschärft werden.

4.) Durch die Neuerung würde die sozioökonomische Herkunft und die frühe Selektion entschärft werden.

5.) Durch die Neuerung würden die Schulen sich mehr auf die Vorbereitung der Schüler auf die Uni konzentrieren können (Metafähigkeiten). Aktuell wird mehr auf die Zulassung zur Uni "gebüffelt" und stark auf die Abschlussnote vorbereitet.

6.) Durch die Neuerung würden die Vorteile mancher privaten Schulen entfallen, die "ganz besonders" auf das Abitur vorbereiten, damit auch der NC für das Wunschfach kein Problem ist. Private Schulen würden somit wieder ihre Idee als Stätte sozialer und pädagogischer Neuerungen gerechter werden können.

7.) Ohne den Wettkampf um die Gymnasialempfehlung und später Hochschulreife würde für viele Eltern der Druck und die Motivation wegfallen ihre Kinder zu ritalinisieren. Dieses würde viel menschliches Leid vermeiden. Hier ein sehr gutes und auch faires Interview mit Georg Feuser: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-26/artikel-2009-26-ritalin-ist-ein-verbrechen.html

Maßnahmen

1. Schritt: Jeder (egal welchen Alters) kann einen Studentenausweis für sich beantragen. Dieser bekommt ein Kürzel (in absentis - ia), das bedeutet er darf sich nur für Prüfungen anmelden, aber hat kein Recht auf sonstige Ressourcen der Universität. Auf seine Matrikelnummer kann er Prüfungen ablegen und Scheine sammeln, bis er sich zu einem Diplom anmelden kann. Die Anmeldung ist jederzeit möglich. Sie berechtigt auch zur Benutzung der Bibliotheken und ihrer Präsenzbestände.

Eliteunis Pro / Contra

Elite-Unis führen dazu, dass man in Deutschland einen zweitrangiges Studium machen kann. Jeder wird doch versuchen an einer Elite-Uni zu studieren, um bessere Chancen auf dem Berufsmarkt zu erhalten. Dies führt dazu, dass die Elite-Unis zu dem vielen Geld, das sie ohnehin bekommen, noch die Studiengebühren beliebig raufsetzen können. Jetzt können es sich nur noch die Reichen leisten dort zu studieren. Sicherlich wird es Förderprogramme geben, die aber nur begrenzte Gelder haben und nur einzelne Studenten aus armen Familien fördern können. Der Durchschnittsstudent wird es sich nicht mehr leisten könne an einer Elite-Uni zu studieren. Mit Elite-Unis wird also eine 2. Klassen Gesellschaft gefördert und er Zugang zu Wissen weiter verteuert. Dies Widerspricht den Piratenprogramm entschieden. Unsere Forderungen sollten in dem Bereich sein: Keine Elite-Unis sondern lieber eine breite Förderung aller Universitäten und einen kostenlosem Zugang zu Wissen. Wenn schon Elite-Unis, dann sollen die doch bitte schön ihre Vorlesungen und ihr Vorlesungsmaterial kostenlos ins Netz stellen, damit alle Unis davon profitieren können. Schließlich bekommen die ja genug Geld aus der Steuerkasse, was der Allgemeinheit wieder zu gute kommen sollte! --Rambodieschen 17:54, 31. Okt. 2007 (CET)
+Vorweg: Ich nehme an, dass wir beide perfekt ausgestattete Unis auf Weltspitzen Niveau als allgemeingültigen und allgegenwärtigen Standard in Deutschland als das erstrebenswerte Ideal betrachten? Salopp gesagt also: Elite ja, aber bitte für alle. Es geht also nicht darum, dass wir im Ziel auseinander gehen, sondern im Weg. Eine zeitgleiche Entwicklung aller Unis ist nur mit erheblichen Aufwand (finanziell aber auch organisatorisch (lokale Hochschulpolitik)) möglich. Die Effekte sind bei maximalem Mittelaufwand nur minimal sichtbar und so langwierig, dass mehrere Generationen von Studenten nicht in den Genuss der Vorzüge kommen werden. Ich befürchte sogar, dass bei diesem Gieskannenprinzip ein großer Teil der Hilfe gar nicht wirkt, sondern versickert bevor Erfolge absehbar sind. Im Gegensatz dazu steht das Modell der "Elite Uni". Es stärkt mit kontrolliertem Einsatz von Mitteln in einem überschaubaren organisatorischen Rahmen punktuell Hoffnungsträger, die in der Lage sind, Weltspitzenniveau in einer kurzen Zeit zu erreichen (wenige Studentengenerationen). Dabei überwiegen meiner Meinung die positiven Effekte die negativen. Für die nicht "eliten-geeigneten" Studenten wird sich nur wenig zum schlechten wenden. Die geförderten Unis (bzw. oft ja sogar nur einzelne Fachbereiche) jedoch werden durch die Kombination von Geldmitteln und Konzentration führender Köpfe sehr schnell voran kommen. Konzentriert man die Investitionen auf Bereiche, wo mit den geleisteten Forschungsergebnissen sofort wieder Refinzierung möglich ist (Drittmittel, Ausgründungen), können die Förderungen sehr schnell zurückgefahren oder eingstellt werden und dann für das nächste Mobilisierungsprogramm verwendet werden. Es ist ja bei alledem nicht so, dass es die Elite Unis nicht schon gäbe. Die Welteliten (ja, auch gepuscht durch Papas Geldbeutel, dass lässt sich in einer kapital. Gesellschaft nicht ausblenden) der Forschung und Ausbildung streben längst zu einzelnen herausragenden Leuchten. Doch die stehen nunmal nicht in Deutschland, sondern in USA und UK. Elite Unis in Deutschland würden, einerseits die deutschen Top Hirne im Land halten, andererseits aber nach etwas Vorlauf auch ausländische Vordenker ins Land locken. Gepaart mit einer vernünftigen Einwanderungslösung für diese Menschen, würde das allg. Wachstum die Ausgaben amortisieren. Man merkt wahrscheinlich, dass ich nicht nur Informatiker sondern auch Ingenieur bin ... ich kenne das Zusammenspiel von NIT und TUHH nochaus dem Studium und habe nicht das Gefühl gehabt, zur zweiten Klasse zu gehören. --Jan G.
In einer idealen Welt würde ich dir recht geben, in der leben wir aber leider nicht.

Bitte lese dir folgenden Artikel durch:

Die Sache sieht doch folgendermaßen aus, dass jetzt ohne hin schon gute Unis mit viel Geld gefördert werden und dadurch dann auch mehr Bewerbungen von angehenden Studenten erhalten, die natürlich lieber ihren Abschluss an einer Elite Uni machen wollen. Der gute Fachbereich an der Uni in der Nachbarstadt kann dann bald einpacken, weil ihm die Studenten ausgehen oder er nur noch mittelmäßige Studenten erhält, die an der Elite-Uni abgelehnt werden. Die Fachbereiche an der Elite Uni die super waren werden mit dem Geld weiter ausgebaut und die nicht so guten Fachbereiche aufgebaut. Jetzt wissen wir natürlich das Geld bequem und abhängig macht. Man kauft sich das teuerste und beste Ausrüstung um auch zu zeigen, dass man Elitestatus hat. Das kostet dann wieder viel Geld im Unterhalt, weswegen man über kurz oder lang auf das Geld angewiesen ist. Leider gibt es in Deutschland immer diese blinde Förderung und Subventionen. Da werden zum einen die Steinkohlearbeiter gefördert, obwohl es billiger wäre sie nach Hause zu senden und 3000 prestigeträchtigen Arbeitsplätze bei Benq entlässt man einfach so in die Arbeitslosigkeit. Ich fürchte, dass es genauso bei der Elitenförderung ablaufen wird. Dann doch lieber eine gezielte Förderung in guten Fachbereichen in den meisten Unis, aber nicht in Elite-Unis. das könnte die anderen Fachbereiche in den Unis vielleicht motivieren sich mehr anzustrengen und auch förderwürdig zu werden. Aber so wird es meiner Meinung nach das Aus für viele Unis bedeuten und zu einem Überlauf und damit anstieg der Studiengebühren bei den Elite Unis. Hinzufügen möchte ich das viele Elite Unis in den USA ihren Spitzenplatz in Forschung und Wissen nur dadurch halten, dass sie für viel Geld Wissenschaftler und Studenten im Ausland einkaufen. Wollen wir wirklich, dass unser Fördergeld dahin fließt? --Rambodieschen 17:54, 31. Okt. 2007 (CET)

(i)Stichwort "Förderungswürdig werden": Wie wird festgelegt, welche Aktionen Förderungswürdig sind und welche nicht? Das behindert die freie Entfaltung der Forschung, da diese immer sehen muss, wie sie zu (Förder-)Geld kommt. --icehawk 20:57, 31. Okt. 2007 (CET)

~ Alternative: Wir brauchen Ausbildungsstetten, die den verschiedenen Potenzialen gerecht werden und sie sinnvoll aufbauen können. Schon FH und Uni haben doch auch beide Ihren Sinn. Ist eine davon elitär? Ich würde es als spezialisiert bezeichnen. Alle Varianten sollten die gleiche Bedeutung haben und sich entsprechend ausrichten. In einem Gebührensystem würden sich alle Varianten auch durch eigene Preis/Leistungsverhältnisse auszeichnen. Dann hat jeder seine beste Wahl.(CAP 19:59, 19. Apr. 2009 (CEST))


Bildungspolitik unter den Gesichtspunkten des Allgemeinen Gleichgewichtsmodells

Ursprüngliche Motivation zu diesem Punkt

Ich denke es ist wichtig Wertprämissen explizit auszusprechen. (Gunnar Myrdal)


Die Frage sollten die Bildungsbescheinigungen (Diplome/Gymnasialempfehlung/Doktortitel) beschränkt werden kommt bei jeder Optimierung des Systems wieder auf. Und so wird dieses an diesem Punkt besprochen. Ihre Beantwortung bestimmt, ob wir ein Bildungssystem mit angezogener Handbremse (Bildungsbescheinigungen werden quotiert verteilt) oder eines das volle Geschwindigkeit (Diplome werden an jeden verteilt, der die Fähigkeiten nachgewiesen hat) bauen. Vor allem ist es aber auch wichtig für die Schüler. Denn so können sie wissen: "Wenn ich zur Diplomierung antrete, dann nehme ich niemand anderen die Diplomierung weg" (kein Rattenrennen) Oder: "Ich trete mit all meine Mitmenschen in Konkurrenz - nur drei in jeder Schulklasse können am Ende ein Diplom kriegen. Der Rest ist Öl fürs Getriebe" (Rattenrennen)


Betrachten wir Bildung als Produkt und legen das Allgemeine Gleichgewichtsmodell zu Grunde (Angebot und Nachfrage).

1.) Wird es niemals möglich sein das alle Menschen gleich gut gebildet sind. Da es in diesem Fall eine zu große Zahl an gebildeten Bürgern gibt und das Gleichgewicht zwischen Nachfrage(Offene Stellen) und Angebot(gebildete Bürger) nicht mehr besteht.

Vorschlag: Wir sollten also nicht danach streben alle Menschen auf das gleiche Bildungsniveau zu bringen, sondern das Bildungsniveau im ganzen anzuheben.

Offene Fragen zur These:

1.) Was ist mit "Bildungsniveau im ganzen anzuheben" gemeint? Sollen mehr Leute das Gymnasium schaffen? Oder sollen die Lehrpläne mehr fordern?

2.) Was ist mit "Wird es niemals möglich sein das alle Menschen gleich gut gebildet sind" gemeint. Ist das eine Frage oder die These und folgt daraus das Ungleichgewicht.

Formulierungsvorschlag:

Wenn ich das ganze formulieren würde (wie ich das obige verstanden habe), dann würde das so aussehen: "Wir dürfen nicht zu viele gut gebildete Bürger haben, denn sonst bedeutet gute Bildung nicht mehr 'Geld scheffeln'. Solange nur wenige Bürger eine gute Bildung haben, können diese wenigen unbesorgt Geld scheffeln und die vielen anderen als billige Arbeiter behalten" - aber das ist sehr überspitzt ausgedrückt. 1000Sunny

Ein gutes Beispiel zu diesem Punkt:

Pro (i.e. nur so viele Menscheneinheiten ausbilden, wie die Wirtschaft braucht + 10% für die Forscherkaste)

1.) Bis vor einigen Jahren war es noch möglich mit einem Hauptschulabschluss Verkäufer/ -in zu werden, bewirbt man sich heute als Verkäufer wird ein Real- oder Gymnasialabschluss verlangt. Da die gestiegenen Zahlen der Real- und Gymnasialabschlüsse dazu geführt haben dass das Angebot an hochqualifizierten Bürgern zugenommen hat. So ist es nicht mehr erforderlich das Unternehmen den unqualifizierten Bürgern die notwendigen Grundkenntnisse beibringen müssen da sie jetzt einfach hochqualifizierte Bürgern einstellen können.

2.) Das ist aber sehr überspitzt und beachtet zwei Tatsachen nicht. Erstens ist der ganze Sinn des Angebot-und-Nachfrage-Arguments, dass wenn zu viele Menschen eine gute Bildung haben all diese Gutgebildeten in die Kategorie "billige Arbeitskraft" kommen - ich weiß nicht, warum das bestrebenswert sein sollte.

3.) Sozusagen per Definition kann es nur relativ wenige mit guter Bildung in einer Gesellschaft geben, denn "gute Bildung" ist kein Absolutbegriff, sondern versteht sich im Vergleich mit Anderen. Grob gesagt, jetzt ist jemand, der Kernphysik studiert hat, "gut gebildet" - aber eben weil es wenige Kernphysiker gibt.Wenn jeder Zweite Kernphysik studiert und einen Abschluss macht, dann bedeutet so ein Abschluss eben nicht mehr "gute", sondern lediglich "durchschnittliche" Bildung - und "gute Bildung" wird dann z.B. nur auf die - wiederum wenigen - Menschen zutreffen, die einen Doktortitel in Kernphysik haben.

4.) Dein Fehler liegt darin, dass Du die Angebotsseite mit der Nachfrageseite verwechselst. Bei _gleichbleibender_ Nachfrage bedeuten mehr diplomierte Physiker nur, dass ein Physikdiplom weniger Wert ist (damit lassen sich z.B. weniger oder schlechter bezahlte Jobs finden). Und die Nachfrage ist nicht direkt von dem abhängig, was wir hier besprechen.

5.) Angebot und Nachfrage bestimmen nicht den Wert der Bildung an sich - dieser "Wert" kann nicht einmal vernünftig definiert werden - sondern vielmehr den Wert dieser Bescheinigung auf dem Arbeitsmarkt. Und in diesem Fall ist eine Orientierung an Industrie und Arbeitsmarkt meiner Meinung nach auch vollkommen berechtigt, denn Privatvergnügen ("Bildung für sich") sollte nicht vom Staat finanziert werden.

6.) Es ist so, dass - außerhalb des Bildungssystems an sich - die Konkurrenz existiert, in welcher Form auch immer. Zwei Menschen, die sich für einen Job bewerben (genauso wie zwei Selbstständige, die im selben Bereich tätig sind), stehen nunmal in direkter Konkurrenz zueinander, wobei das definitiv nicht unbedingt zu einem "Rattenrennen" führt.

Contra (i.e. so viele Menschen wie möglich so gut ausbilden wie möglich, ohne VWL/BWL-Rechnereien)

Ich glaube dass Bildung einen Wert für sich hat. Das bedeutet ich erkenne einen gebildeten Menschen, ohne ihn in einen Vergleichsrahmen zu stellen. Dies konnte ich ganz intensiv an Platons Staat oder Vygotskijs Denken und Sprechen sehen. Hingegen sah ich in Piaget einen Menschen der ein hohes Bildungsniveau erreicht hatte, aber sich nicht von seinen eigenen Gedanken trennen konnte. Auch in Dickens kann man einen gebildeten Menschen erkennen, ohne vorher Harry Potter zum Vergleich gelesen zu haben. Verschiedene Philosophen und Gelehrte haben uns einen Bildungsbegriff gegeben (z.B. an educated mind can entertain a thought without accepting it), der keinen Vergleich brauch - der allein für sich steht.

Ich denke, wenn man in einem Raum mit lauter ungebildeten Menschen steht, dann fühlt man das auch sehr schnell. Es entsteht eine oberflächliche Kommunikation, die Menschen haben keine Interessen und brennen für nichts, für das nicht auch der Rest ihres Kulturkreises brennt.

Dieser Wert der Bildung trägt sich selbst. Er braucht keine Firma, keinen Chef, kein Fließband, kein Labor in dem er wirken kann und das ihm vorschreibt, wie er zu wirken hat. Ein gebildeter Mensch definiert so auch seinen eigenen Marktwert. Wird er zu einem Hungerlohn ein Arbeitsangebot bekommen, kann er sich eine eigene Arbeit schaffen (im Gegensatz zu einem ungebildeten Menschen, der diesen Hungerlohn annehmen muss, oder nichts machen kann).

Gebildete Menschen tragen zur Gesellschaft bei, je mehr eine Gesellschaft hat, desto reicher ist sie. Wir lernen alle, dass Forschung Milliarden-Budgets braucht. Wir lernen, dass Forschung nur in riesen Teams stattfinden kann, die Fabrikmäßig Erkenntnisse und Studien produzieren. Werfen wir aber einmal einen Blick auf die Menschen, die wirklich zur Zivilisation und Forschung beigetragen haben, und werfen wir einen Blick auf die Mittel, die sie hatten, so bestätigt sich das nicht. Das braucht mir keiner glauben, aber der Flow-Forscher Csikszentmihalyi hat sich die Mühe gemacht und sich damit umfassend auseinandergesetzt und man kann es in seinen Büchern nachlesen.

Beobachtet man aber die aktuellen Schulen, Universitäten und Nachrichten, so kommt man zu der Annahme, es gäbe wirklich eine Bestrebung diese Quotierungen durchzuführen und nur wenige Diplome zuzulassen - im Hinblick auf das Gehalt dieser wenigen. Forscht man ein bisschen tiefer, so entlarven sich diese Mechanismen aber als Systemfehler. Hier ein paar Beispiele:

1.) Vergleich und Gauss-Kurve -> Der "Vergleich" wird in Kurzeinführungen zur Pädagogik als Motivator beschrieben (er ist auch der, der am einfachsten funktioniert - sogar Sysiphos würde heute noch den Stein schieben, wenn er nur einen zweiten Sysiphos gehabt hätte, mit dem er sich jeden Tag hätte vergleichen können); Gauss-Kurve ist eigentlich gesetzlich untersagt, dennoch gibt es die Aufforderung Tests dem Klassenniveau anzupassen (so dass die Gauss-Kurve herauskommt) Zusätzlich "glauben" viele Lehrer, dass es so sein muss (und auch ihre Vorgesetzten, mit denen sie sich nicht anlegen wollen) 2.) Der Fall Sabine Czerny, der Grundschullehrerin, deren Klassen einen Schnitt von 1,3 hatten. Sie wurde versetzt. -> Eltern anderer Kinder konnten es nicht verstehen, warum ihre Kinder nicht bei Frau Czerny waren. Dieses störte den Schulfrieden. Alle Eltern wollen nämlich eine Gymnasialempfehlung (Eltern wollen sich beweisen, dass sie gute Eltern sind) 3.) Fehlende Phantasie. "Alles was erfunden werden kann, ist erfunden worden" so äußerte sich ein Direktor eines amerikanischen Patentamts um das Jahr 1890. So denken die meisten heute auch noch. Und so denken sie, dass mehr ausgebildete Leute, um die gleichen Jobs konkurrieren und somit nach Manchester-Kapitalismus Art die Löhne sinken. Dennoch ist es Bildung, die zu neuen Erkenntnissen, Erfindungen, Arbeitsplätzen führt. Eine "Bildung für sich" (als Privatvergnügen) gibt es also nicht - es gibt nur zu wenig Bildung, oder keine echte Bildung, die dann unfruchtbar bleibt und keine neuen Erkenntnisse bringt.


Echte Bildung kann man bei einem Handwerker sehen (siehe willowtoys.com) sowie auch bei universitärer Bildung.

Der ungebildete Handwerker/Arbeiter bleibt ein Leben lang Sklave in einem Beruf aus dem er sich nicht von selbst befreien kann. Der gebildete kann seinen Weg heraus finden, und durch eine sinnvolle Arbeit sich aus den Fabriken/Konzernen/Großbanken usw. lösen und seiner Arbeit selber Sinn verleihen.

4.) Zunftmentalität - durch Zünfte beschränkt man die Leute, die einen Beruf ausüben kann. So kann man eine Art Monopol schaffen und die Preise diktieren. Allerdings bringen Zünfte innere Erstarrung und waren meistens der Untergang und nicht die langfristige Sicherung einer Berufssparte. Nach der franz. Revolution wurden die Zünfte aufgehoben und die Handels- und Gewerbefreiheit eingeführt. Durch limitierte Diplome wäre diese Handels- und Gewerbefreiheit wieder abgeschafft. 5.) Esoterik - der Begriff Esoterik bezeichnete ursprünglich eine Geheimwissenschaft, die nur von Eingeweihten praktiziert wird. Das bedeutet, wenn man seine Kenntnisse vor anderen verbirgt und ihnen im selben Maße erzählt, sie brauchen diese Kenntnisse und bekommen sie nur von der diplomierten (eingeweihten) Gruppe, dann macht man sich unabkömmlich. In Wirklichkeit sondert man sich aus der Gesellschaft aus und schadet derjenigen Wissenschaft indem man sie dem Volk entfremdet. Zusätzlich läuft man Gefahr sich von äußeren Einflüssen abzuschotten (Außenstehende gibt es per Definition nicht) und somit einen intellektuellen Inzest zu betreiben, der nicht mehr fähig Fehler zu erkennen, da er betriebsblind ist. (Bei Diplomen gelten hier analog nur Diplomierte als qualifiziert über die Materie mitzureden) 6.) Die Erfolge aktueller Bauernfänger führe ich auf die "didaktische Reduktion" zurück. Sie ist ein pädagogisches Mittel, das die Unwissenschaftlichkeit zum Prinzip erhebt. Ursprünglich war sie nur für den Chemieunterricht gedacht. In Verbindung mit der Schule und den Lehrplänen ist sie ein explosives Gemisch, das die Schulen zu einer gesellschaftsgefährdenden Institution macht. (Hier besteht Handlungsbedarf für uns). Die Möglichkeit einen Diplomabschluss zu erlangen würde den "aufgeklärten Aberglauben" in der Bevölkerung verringern und "Wissenschaftler" nicht mehr zu einer Art "Hohepriester" erheben. So würden Wissenschaften aufgeklärt hinterfragt und zugleich auch die Blender entlarvt.


Man kann verschiedene Beispiele in der Geschichte finden, wo solche Abschottungen (wie Limitierung der Diplome eine darstellt) zu einem Untergang führten. Genauso kann man Beispiele finden wo eine Aufklärung, also eine unlimitierte Qualifizierung zu einem neuen Level der Bildung führte. Hier will ich die Einführung der Rechtschreibung anführen. Zuerst galt es als Eintrittskarte in die höheren Dienste, die Rechtschreibung zu beherrschen. Dieses wurde dann allen beigebracht. Dadurch konnten die Menschen schneller lesen lernen und auch das Schnelllesen kam. Durch die Rechtschreibung sind solche Dinge wie Enzyklopädien möglich - daraus entwickelten sich Wikis. Am Ende tritt die Rechtschreibung in den Hintergrund (sie ist aber mit knapp 60% das worauf die meisten Eltern in der Bildung ihrer Kinder Wert legen) und es können sogar Menschen ohne korrekte Rechtschreibung in die Universitäten und gehobene Laufbahnen erklimmen. Zusätzlich entstehen Programme, die die Rechtschreibung automatisch korrigieren. Texterkennungssoftware, Diktatesoftware usw.

Auch wenn eine Öffnung der Bildung an den Besitzständen der aktuellen Eliten rüttelt, so können sich diese doch weiterhin meist einen adäquaten Platz sichern, aber sie erlaubt der Zivilisation als Ganzes fortzuschreiten. Sie erlaubt einen höheren Wohlstandsgrad für alle - und einen neuen Ankerpunkt, von dem man aus noch höhere Gefilde erklimmen kann.

Bringt man also durch eine Veränderung im System eine drastische Steigerung der Bildung hervor, so sollte man nicht zögern dies zu tun. Können nun auf einmal die zehnfache Menge an Diplomen vergeben werden, so ist das ein Gut.

Deswegen gewinnen solche Projekte auch Preise: http://www.hertie-school.org/content.php?nav_id=2059 http://www.bildungsrepublik.de/

Und deswegen rufen Staatsoberhäupter auch regelmäßig die Bildungsrepublik aus. (Es ist aber kein böser Wille, dass es nie gelingt, sondern einfach nur, weil sie auf das falsche Pferd setzen (nämlich auf institutionelle Bildung - wo Bildung doch individuell ist (*kopschüttelnder stichelnder Unschooler* :) ) )

Ich denke wir können durch konsequente Anwendung unserer Stärken (Web2.0, OpenAccess, Transparenz, wissenschaftlicher Diskurs) eine Bildungsrevolution ermöglichen. Wir müssen nur die Handbremse lösen - die in meinen Augen heißt: Zu viel gut gebildete Menschen senken die Löhne für gut gebildete Menschen - da die Nachfrage begrenzt ist. Das gilt für heiße Würstchen oder Weberzeugnisse, aber nicht für Bildung.

Folgender Punkt aus "Universität für alle":

2.) Geld regiert leider nicht die Welt. Jeder, der einmal an einem Krankenbett von einem unheilbar kranken Menschen gestanden ist, oder ein traumatisiertes Kind erlebt hat, oder einen Tsunami wird dieses "leider" verstehen. Es wäre schön, wenn man einfach einen gewissen Betrag auf den Tisch legen könnte und der Patient oder das Kind wäre geheilt, oder man wäre vor dem Tsunami gewarnt gewesen. Geld hilft nur da, wo die Forschung schon war. Nur Wissen und Forschung kann dem Geld und der Wirtschaft überhaupt einen Sinn geben. Sie entschärft nicht nur die Missstände (z.B. neue Energien, Medizin) sondern sie bringt auch neues (z.B. Internet) wobei sich soziale Neuerungen ergeben, die sich kein König jemals für alles Geld der Welt kaufen hätte können.


Die Inflation der Bildung ist ein guter Punkt. Die aktuelle Bildung hat sich stark von der ursprünglichen Bildung entwickelt. So auch die Abschlüsse. Vor 170 Jahren war eine gute Rechtschreibung der Zutritt zu besseren Jobs und gesellschaftlicher Teilnahme. Dann war der Grundschulabschluss Eintrittskarte zu höheren Jobs, und vor 30 Jahren war es das Gymnasium. Heute gehört für mich aus Gründen der Inflation die Uni dazu. Was in 30 Jahren ist kann ich nicht sagen.


Beispiele

Nehmen wir das Beispiel der 30.000 Juristen. Im neuen Modell werden 100.000 Juristen ausgebildet (dieses ist extrem illusorisch). Davon werden 29.000 in der Wirtschaft gebraucht. Die restlichen 71.000 müssen sich eigene Arbeiten finden. Der Staat hat zusätzlich das Problem, dass sie 71.000 gut ausgebildete Juristen über Bedarf hat und eine schlecht funktionierende Justiz (teuer, langwierig, risikoreich). Man könnte nun anregen, dass kleine Prozesse durch "Freie Gerichtshöfe" geführt werden. Je 3 Juristen, Ankläger,Verteidigung, Richter können ein Mini-Gericht eröffnen und durch einen Vertrag verpflichten sich beide Parteien dazu dieses Urteil anzuerkennen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt (das habe ich im Punkt Fantasie schon beschrieben).

Was aber wiederum Fakt ist, ist das die Angebot und Nachfrage Regel nicht wirklich gut auf das Studium angewendet werden kann. Würden die Studenten gleich nach dem Studium eine Firma gründen wie es viele im Ausland machen würde in dem Fall das Produkt mehr Nachfrage schaffen. In Deutschland gründet aber ich glaube nur 1/100 eine Firma. Jeder hochqualifizierte Firmengründer schafft ca 8 Arbeitsplätze, was Deutschland wenn nur 10% der studierten eine Firma gründen, schon 2 Millionen weniger Arbeitslose bringen würde. Das Angebot und Frage Model nur mit 2 variablen aufzustellen ist also fehl am Platz.

Dieses ist eine sehr betriebswirtschaftliche Herangehensweise - siehe David Ricardo (Bestimmung des Gleichgewichtspreises) http://de.wikipedia.org/wiki/Marktgleichgewicht#Bestimmung_des_Gleichgewichtspreises

Das allgemeine Gleichgewichtsmodell sagt doch aber aus: Man muss so viele wie möglich gut ausbilden, dann können diese effizienter arbeiten und wir profitieren alle davon - weil "Forschungsware" billiger wird oder in größeren Mengen hergestellt werden kann. Also mehr Juristen bedeutet mehr Gerechtigkeit, mehr Physiker bedeutet Anti-Schwerkraft-Anzüge für alle und mehr Chemiker bedeutet bessere Medikamente und billigere Waffen für die Bundeswehr.

ich habe die Diskussion nicht von anfang an verfolgt. Trotzdem ist die Diskussion doch eigentlich müssig, oder? Bildung ist kein Produkt, dass sich an irgendeinem Markt orientieren sollte. Jede Art der Bildung (Information) sollte doch für alle frei zugänglich sein sein - das ist das Grundprinzip der Piraten. Bildung ist zunächst etwas individuelles. Und wenn einem die Möglichkeit gegeben wird, sich nach seinen Interessen zu bilden, kommen auch am Ende auch fähige und engagierte Fachleute dabei raus, die im Markt schon irgendeine Funktion erfüllen werden.


Es ist richtig, dass die Gesellschaft heute als Rattenrennen (Konkurrenzkampf) oder 6-Tage-Rennen angelegt ist (Goodman benützt dafür das Modell des geschlossenen Raumes, in dem ein 6-Tage-Rennen stattfindet und kein Mensch kann hinaus). Will man auf dieses im Bildungssystem vorbereiten, so sollte man dies in Form eines Lehrplans und vielleicht eines Unterrichtsfaches "Hauen und Stechen" machen. Wenn man es aber in das System einbaut und nur Menschen durchkommen lässt, die dieses Fach beherrschen, dann haben Menschen keine Chance ehrliche Kooperation kennenzulernen. Bei jeder Hilfestellung, die sie geben verändern sie die Quote zu ihren Ungunsten. Diese Beschränkung der Bildungsbescheinigungen ist ein sog. heimlicher Lehrplan und manipulativ.


Die Selektion in einem solchen System läuft nicht mehr über rationale Kriterien ab (wie Qualität der Bildung, Lernfähigkeit) sondern über die erfolgreiche Anwendung von Konkurrenztechniken.

Bildungsziele

Einem eng gefassten Kanon von Bildungszielen stehen der individuelle Charakter jeglicher Bildung, die plurale Verfasstheit menschenrechtlich begründeter Demokratien und das breite kulturelle Spektrum der sich ausbildenden Weltgesellschaft entgegen. Daher sind die unten genannten Ziele nicht als allgemeinverbindliches Bildungsideal aufzufassen, sondern eher als elementare Richtungsweiser. Auch stehen sie in einer gewissen Spannung zur vorherrschenden Funktion des Bildungs- und Ausbildungssystems, auf die Berufstätigkeit vorzubereiten, in der oft ganz andere Fähigkeiten und Einstellungen verlangt werden. Wenn aber die freie Entfaltung der Persönlichkeit, wenn Brüderlichkeit der Menschen untereinander und ein gleiches Recht für alle als Daseinsnormen der menschenwürdigen Existenz zur Geltung gebracht werden sollen, ergeben sich für Erziehung und Bildung mannigfache Ziele, etwa:


  • Aufgeschlossenheit für die Sphären des Wahren, Guten und Schönen (im Sinne bereits der antiken Philosophie mit ihren drei Zweigen Logik, Ethik und Ästhetik);
    • Anteilnahme am kulturellen Leben, an Kunst und Musik;
  • Kreativität und Selbstbeherrschung
  • selbstbestimmtes Handeln, Urteils- und Kritikfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, politische Kompetenz;
  • Kompromiss- und Friedensfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt, Ehrfurcht vor allem Lebendigen, dessen Teil wir sind.
    • Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeitssinn und Fähigkeit zu solidarischem Handeln;
    • Toleranz, besonders als Achtung vor der Individualität und Überzeugung des anderen;
  • Mannigfache Fähigkeiten der Lebens- und Alltagsbewältigung einschließlich praktischen und für das Arbeitsleben qualifizierenden Könnens sowie der Beherrschung elementarer Kulturtechniken;
    • Gesundheitsbewusstsein und entsprechende Körperpflege, Sportlichkeit;





Unterichtsfächer

Der Unterricht wird im Allgemeinen in unterschiedlichen Fächern von verschiedenen Lehrkräften erteilt. Es gibt auch Ansätze zu fächerübergreifendem Unterricht. Außerdem werden häufig verschiedene klassische Unterrichtsfächer zu einem integrierten Fach zusammengelegt, etwa "Naturwissenschaften" oder "Welt-Umweltkunde". Der Fächerkanon untescheidet sich je nach Schulform und Bundesland deutlich.

(Der Sinn der folgenden Einteilung erschließt sich mir nicht - ich habe trotzdem mal aufgräumt. Rolf)

Grundfächer

Grundfächer werden mit einer hohen Stundenzahl (4-6 WS) unterrichtet und sind bei Notenzeugnissen besonders relevant.

Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache (oft Wahlpflicht), Mathematik


Anmerkung: Hier wäre ich für eine Dazunahme von Biologie. Henning

Nebenfächer

Die Unterteilung in Haupt- und Nebenfächer ist historisch gewachsen und wird von vielen abgelehnt. Die Kriterien für die Einordnung als Kern- oder Nebenfach ergeben sich z.T. aus den Prüfungsordnungen. Bei Notenzeugnissen kommt Kernfächern mehr Gewicht bei der Entscheidung über eine Nichtversetzung zu. An Gesamtschulen werden die Naturwissenschaften differenziert unterrichtet und gehören daher zu den Kernfächern.

Musik, Kunst, Naturwissenschaften (oder Biologie, Chemie, Physik), Welt-Umweltkunde WUK(oder Politik, Geografie, Geschichte, Sozialkunde), Arbeitslehre (Werken, Hauswirtschaft, Technik, Berufskunde), Sport,

Wahlpflichtfächer

sind Fächer, bei denen zwischen verschiedenen meist zeitlich paralellen Angeboten gewählt werden muss. Der Besuch eines der Angebote ist Pflicht. Häufig findet der Unterricht in der zweiten oder dritten Fremdsprache im WP-Bereich statt.

Die Liste ist unvollständig und zum Teil unsinnig. Technik, Mechanik, Kochkurs, Informatik, VWL, Elektrotechnik, Wirtschaft, Recht, Computerkurs, Theater, Rhetorik,

Wahlfächer

Wahlfächer können freiwillig gewählt werden, der Unterricht erfolgt zusätzlich zur Stundentafel.

Religion ( Katholisch ), Religion ( Evangelisch ), Religion ( Islamisch ), Religion ( Judentum). Religionsunterricht kann auch für alle verpflichtend sein (Biblische Geschichte in Bremen z.B.) oder als Wahlpflichtfach mit Ethik angeboten werden.

Bilinguale Fächer

In einer zunehmend globalisierten Welt haben Fremdsprachenkenntnisse eine besondere Bedeutung bekommen. Durch bilinguale Schulfächer werden die Sprachkenntnisse einer oder mehrerer Fremdsprachen maßgeblich gefördert. Der Stoff selbst bleibt davon jedoch weitgehend unbeeinflusst. Die Piratenpartei setzt sich daher für eine Förderung bilingualer Unterrichtsfächer ein, um die Fremdsprachenkenntnisse verstärkt zu fördern.


Erweiterung des Sprachangebots auf Sprachen der Nachbarländer

+Das Sprachangebot auf deutschen Schulen sollte auf Sprachen unserer Nachbarländer erweitert werden. Insbesondere Sprachen, wie niederländisch, dänisch und polnisch sollten angeboten werden, da es naheliegend ist, dass ein Schüler seine schulische oder berufliche Laufbahn in einem dieser Länder fortsetzen könnte. Ebenso könnte das den gesellschaftlichen Kontakt zwischen Deutschland und den Nachbarländern positiv beeinflussen. Sprachen, wie türkisch, die aus Integrationsgründen stattfinden würden und keinerlei Mehrwert für den Schüler hätten, sollten jedoch nicht in allgemeinbildenden Schulen vorkommen. --RandyFisher
‡? Was hat Türkischunterricht mit Integration zu tun? Ich glaube nicht, dass die (vielen) Deutschen dann plötzlich anfangen, mit den (wenigen) Türken türkisch zu sprechen.. Und Türken würden sicherlich nicht Türkisch als Fremdsprache nehmen, es sei denn, sie sprechen es selbst nicht sehr gut. Onkelfritz 14:23, 30. Nov. 2007 (CET)
+Insgesamt sollte sich meiner Meinung nach im Sprachunterricht das Angebot an der Nachfrage orientieren – und dabei werden die Nachbarsprachen automatisch besser abschneiden. Man sollte außerdem, zumindest in Bildungswegen mit mehreren Fremdsprachen – und insbesondere in Grundschulen – dem Englischen die primäre Rolle, die es oft hat, nehmen. Onkelfritz 14:23, 30. Nov. 2007 (CET)
Dem Englisch seine primaere Rolle zu nehmen schafft nichts anderes als uns wieder weiter weg von einer halbwegs universellen Sprache zu bringen. Englisch ist deutlich weiter als jede andere Sprache auf dem Weg dahin, dass sie 'jeder' versteht. Das sollte man im Gegenteil eher weiter foerdern.sgift 14:50, 4.1.2008
Englisch ist vergleichsweise leicht zu lernen und kann auch in höheren Klassen noch begonnen werden. In der Grundschule sollte die bessere (Sprach-)Lernfähigkeit dahingehend genutzt werden, eine Sprache zu lernen, die eine umfassendere grammatikalische Komplexität mit sich bringt und die nicht ganz so eng mit dem Deutschen verwandt ist. Man stelle sich nur die Frage: Ist es leichter, für jemanden, der Deutsch und Englisch spricht, Französisch zu lernen, oder für jemanden der Deutsch und Französisch spricht, Englisch zu lernen? Ich sage nicht, dass Englisch nicht gelehrt werden soll, ich sage nichtmal, dass nicht jeder Englisch lernen sollte – wie du sagst, es ist die Lingua Franca unserer Zeit – doch mit Englisch zu beginnen, wenn man mehr als eine Fremdsprache lernen sollte, und das sollte man in globalisierten Zeiten, halte ich für einen Fehler. --Onkelfritz 01:26, 8. Jan. 2008 (CET)
+Prinzipiell keine schlechte Idee. Allerdings sollte das Angebot sich nicht nur an Nachbarländern orientieren, sondern auch Kinder mit Migrantenhintergrund mit einbeziehen. Die "Muttersprache" der Kinder sollte IMHO dann sogar noch vor dem Englischen gelehrt werden. Möglicherweise könnte man auch Eltern und Vereine in den Fremdsprachunterricht mit einbeziehen, wenn es zu wenige Schüler für einen extra Lehrer sind oder kein Geld da ist. Die erste "richtige" Fremdsprache sollte meines Erachtens aber weiterhin Englisch bleiben. --Derknilch 16:02, 17. Mär. 2008 (CET)
So sehr ich die Idee persönlich mag, zeigt die Erfahrung aus dem badischen Raum (http://bildungsklick.de/a/53494/suedbadener-eltern-gegen-zwangsfranzoesisch-am-gymnasium/) dass die Bevölkerung dagegen ist. Eltern sehen lieber, dass ihre Kinder eine Fremdsprache lernen, die ihnen auch außerhalb ihrer Region weiterhilft. Und dem Volkswillen ist da zu entsprechen. --BoRp 11.16, 07.Juli 2009

Sport

Sport ist im Sinne einer ganzheitlichen Bildung von enormer Bedeutung für Kinder und Jugendliche. Durch Sport können junge Menschen Lektionen lernen, die ihnen ihr Leben lang hilfreich sein werden.

Sport und Leibeserziehung vermitteln entscheidende Werte und Fertigkeiten, darunter Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Fairness, Integration, Disziplin, Respekt und Dialogfähigkeit. Sport mindert Depressionen. Sport und Leibeserziehung erhöhen Lernfähigkeit, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit von Kindern, denn beim Lernen durch Spaß und Interaktion fällt das Lernen leichter.

Der Unterricht bietet den Jugendlichen Schutz- und Entwicklungsraum, um Erfahrungen im Umgang mit ihrem Körper und ihren Gefühlen zu sammeln und zu lernen, mit diesen Erfahrungen konstruktiv umzugehen.

Sport ist ein enorm wichtiger Bestandteil qualitativ hochwertiger Bildung und Erziehung und des lebenslangen Lernens. Dem Sport und der Leibeserziehung wird in vielen Bildungssystemen aber nicht die angemessene Bedeutung zuteil. In Zeiten knapper Kassen wird oft am Sport gespart. Daher steht besonders der Breitensport großen Herausforderungen gegenüber.

Eine stärkere Sportförderung wäre aber auch deshalb von Bedeutung, weil die Grundlagen und Wertschätzung für Sport im Schulalter gelegt werden. Positive Erlebnisse und Erfahrungen mit und durch Sport und Sportunterricht in eben diesem Zeitraum wirken sich nachhaltig aus und fördern somit auch den Freizeitsport im Erwachsenenalter.

Sport und Leibeserziehung sind besonders für Mädchen vor allem zur Entwicklung ihres Selbstvertrauens wichtig, da sie viel weniger Möglichkeiten zur sozialen Interaktion außerhalb ihres Zuhauses und ihrer Familienstruktur haben als Jungen.


Bildung, statt Sport

Wir alle kennen sicher den Stellenwert des Sportunterrichts in Schulen. In vielen Schulen ist es üblich, dass Schüler bis zu 4 Stunden Sport pro Woche haben. Auf der anderen Seite mangelt es aber an wichtigen allgemeinbildenden Fächern, was sich negativ auf den Bildungsstand auswirkt. Es mag zwar richtig sein, dass die Gesundheit der Schüler nicht optimal ist und Sport daher wichtig ist, doch sollte klar sein, dass es sowohl an guter Gesundheit, als auch an Bildung mangelt. In einer Schule jedoch sollte die Bildung vorrangig sein, denn es handelt sich nunmal um eine Bildungseinrichtung, nicht um eine Sporteinrichtung. Es kann nicht angehen, dass Schüler der Sekundarstufe I 4 Stunden Sport in der Woche, aber nicht eine Stunde Politikunterricht haben. Ich bin daher für die Begrenzung des Sportunterrichts auf maximal 2 Stunden/Woche, die wegfallenden Sportstunden sollten hier für andere Fächer, wie Politik eingesetzt werden, um dem Bildungsdefizit entgegenzuwirken.

  • ich weiss nicht, über welches Bundesland Du sprichst; ich sehe, dass Sportunterricht jetzt schon gestrichen wird bzw. wegen Lehrermangel ausfällt....außerdem ist die Entwicklung und Förderung körperlicher Fitness auch ein Teil von Bildung; für mich geht Schule mit 2 Stunden Sport pro Woche gar nicht. --Kreta12:33, 27.Juni 2009
  • So sehr ich Schulsport hasse, angesichts einer Vielzahl an Gesundheitsproblemen unserer Gesellschaft, denen Sport entgegenwirkt(Fettleibigkeit, Kreislaufprobleme, Haltungsschaeden, usw. usf.), die dazu in steigender Tendenz auftauchen, sollten wir eher mehr Sportunterricht machen. Wenn wir uns an den Roemern und Griechen orientieren, die ja wohl fuer ihre Zeit vorbildliche Politiker, Kuenstler und Mathematiker waren; bei denen hat Sport eine grosse Rolle gespielt. (Eine gesunde Seele kann nur in einem gesunden Koerper leben usw.) Meine Schulerfahrungen im Ausland waren auch davon gepraegt, dass viel mehr Sportunterricht stattfand, und auf mich wirkte als, als haette das einen positiven Einfluss. Wenn man mehr Sportunterricht einfuehrt, wird er auch sinnvoller, da dann tatsaechlich eine Leistungssteigerung stattfindet, und nicht nur Notenvergabe und Beschaeftigungstherapie. Schulsport bietet einen guten Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule, macht den Kopf frei und gibt nicht zuletzt weniger intelligenten Schuelern die Moeglichkeit, auch etwas soziale Anerkennung zu erhalten. Wenn Du mehr Unterricht in einem Fach willst, ist es absolut unsinnig, ein anderes zu streichen! Dann fuehr laengere Schule ein (ich meine sowohl Ganztagsschule als auch mehr Schuljahre), das waere sinnvoll! Ich hatte an einer englischen Schule gleichzeitig guten Informatik-, Erdkunde-, Politik-, Textil-, Werken-, Englisch fuer Inlaender-, Latein-, Spanisch-, Englisch fuer Auslaender-, Kunst-, Musik-, Chemie-, Biologie-, Physik-, Mathematik- und Kochenunterricht, und dazu drei Mal die Woche ernsthaften Sportunterricht, und das in jedem Term, nicht nur abwechselnd! Ich war in den wissenschaftlichen, gesellschaftswissenschaftlichen, kuenstlerischen usw. Faechern den Schuelern in Deutschland Jahre vorraus, als ich wiederkam, und hatte dazu noch einen guten Gegenpol an handwerklichen, nuetzlichen und sportlichen Faehigkeiten erlernt. So etwas ist also machbar. Solche Schulbildung hat mich beeindruckt. Nicht Einzelaspekte unseres Bildungssystems sollten zuungunsten anderer ausgebaut werden, sondern alle Aspekte haben Veraenderungsbedarf. Und bevor hier jemand: "woher das Geld nehmen" schreit; Bildung rentiert sich immer. Wen wir heute ausbilden, der ist morgen Politiker, Kuenstler, Forscher, Fachkraft. In der Bildung kuerzen ist langfristig katastrophal; was wir jetzt nicht investieren, muessen wir spaeter viel viel bitterer zahlen. --Fs83hso 23:42, 06. Mai 2009
  • ~ Alternative: Man könnte den Sportunterricht auch umgestalten: zwei Stunden verpflichtender Sportunterricht für alle und zusätzlich Wahl- oder Wahlpflichtstunden in verschiedenen Sportarten. Bei Ganztagsschulen könnte der Sport generell direkt vor oder nach der Mittagspause stattfinden, damit die Schüler auch mal den Kopf frei kriegen und sich am Nachmittag wieder konzentrieren können Onkelfritz 18:25, 29. Nov. 2007 (CET)
  • Ich würde den Sportunterricht eher ausbauen (in Ganztagesschulen), angesichts der "Verdickung" der Bevölkerung. Wie Onkelfritz sagt, einen kleineren Teil allgemeinen Sportunterricht für alle und zusätzlich in Zusammenarbeit mit Vereinen ein großes Angebot an Wahlpflicht-Sport. Da hätte dann jeder die Wahl, welchen Sport er machen will. Nach der Mittagspause fände ich auch gut ... --Derknilch 15:56, 17. Mär. 2008 (CET)
  • +Wenn man in Sport Noten machen will, dann sollte man wahrscheinlich auch viele Unterrichtsstunden dafür aufwenden (ansonsten ist es nur eine Bestandsaufnahme, ohne Leistungssteigerung durch den Unterricht selbst). Allerdings halte ich Sport für kein Fach, das man auf Hauptfach-Niveau betreiben sollte. Vielmehr sollte den Schülern im Sportunterricht gezeigt werden, was man alles machen kann (d.h. man könnte im Unterricht immer mal wieder eine andere Sportart ausprobieren), damit die Schüler sich selbst interessieren. Dazu sollte dann eine Zusammenarbeit mit den Vereinen geschaffen werden, damit die Schüler gleich informiert werden. Ich z.B. kam über die Schule in meinen ehemaligen Tischtennis-Verein - allerdings wurde im Sportunterricht leider nie Tischtennis gespielt (das in Kombination mit der bereits üblichen Werbung hätte uns sicherlich vor dem Aus durch zu wenige Mitglieder bewahrt). Tischtennis-Platten wären in der Halle meiner ehemaligen Schule vorhanden gewesen. Ich denke, man könnte die Sportfaulheit durchaus bekämpfen, wenn man hier vonseiten der Vereine mehr an Schulen präsent wäre und die Schüler die Sportart gleich im Unterricht ausprobieren könnten. Vielleicht würde sogar ich dann wieder einem Verein beitreten. Taikano 11:07, 15. Mär. 2009 (CET)

Fahrschulunterricht an Schulen ( Roller)

Damit jeder Schüler und späterer Arbeitnehmer mobil sein könnte. Die Kosten würden zu jeweils 50% von den Eltern und dem Staat getragen werden.

Begründung: Wer Harz4 Empfänger ist und keinen Führerschein hat der bekommt ihn in den meisten fällen vom Staat bezahlt. Weniger Arbeitslose da rein theoretisch jeder Schüler mobil sein könnte durch den Führerschein.

E-Learning

E-Learning wird immer beliebter


Sortieren und Selektieren von Information

Da wir alle immer mehr mit Informationen überflutet werden, sollten Kinder und Jugendliche schon sehr früh lernen, wie man Informationen filtert. Vielleicht sollte sogar ein extra Schulfach geschaffen werden, wo das behandelt wird. In diesem Schulfach könnte schon von Klein auf auch EDV Kenntnisse vermittelt werden.


Informatik als Pflichtfach

+Aktuell ist es so, dass der Informatikunterricht in vielen Schulen zu kurz kommt, oder gar nicht angeboten wird. Doch in vielen Berufen ist die Informatik unumgänglich. Desweiteren gibt es viele Schüler, die besonderes Interesse und viel Talent in diesem Bereich besitzen, das gefördert werden sollte. Ich bin der Ansicht, dass der Informatikunterricht als Pflichtpfach ab der 5. Klasse eingeführt werden sollte und erst mit Ende der Schulausbildung enden sollte. In diesem Zeitraum könnte der Informatikunterricht mit den Grundkenntnissen in den niedrigen Klassen beginnen und bis zum Ende der Schullaufbahn könnten auch in den Bereichen der Programmiersprachen gute Kenntnisse erzielt werden. Hieran sollten Ausbildungen und Studiengänge im Bereich Informatik ansetzen und vertiefen. Durch entsprechende Vorkenntnisse könnte die Bildung in diesem Bereich wesentlich effektiver vertieft werden und es wäre nicht mehr nötig, innerhalb der Ausbildung/Studiengänge mit den Grundkenntnissen zu beginnen. Am Ende der Laufbahn wäre ein wesentlich höherer Wissensstand im Fach Informatik gewährleistet. --RandyFisher / Rene D..
Informatik als Pflichtfach ? Sorry, aber mein Eindruck, ist dass Du die Bedeutung des Faches Informatik doch leicht über bewertest.Kreta 23:28, 20. Jul. 2009 (CEST)
‡? Bist du sicher, dass du Informatikunterricht (also Algorithmen) meinst und nicht Computer-Kunde (also Tabellenkalkulation, Textprogramm, Hardware, Betriebsystem,... , also Computernutzung)? --Jamasi 15:34, 16. Nov. 2007 (CET)
(i)Genaugenommen meinte ich beides und zwar ineinander übergehend. In den unteren Klassen Computer-Kunde, die dann in den höheren Klassen in Informatikunterricht (Algorithmen, etc..) übergeht. --RandyFisher 19:25, 16. Nov 2007
+Der Umgang mit Rechnern ist bereits heute sehr wichtig und wird in Zukunft immer stärker in das Leben der Menschen treten. Die allgemeine „Programmierfähigkeit“ in der Jugend hilft, dieser Entwicklung die Fokussierung auf große Monopolisten zu nehmen, und in die Hand des Volkes zu geben. Quelloffene Projekte würden einen riesigen Aufschwung bekommen, was im Grunde jedem hilft (außer Micro$oft). Onkelfritz 14:40, 30. Nov. 2007 (CET)
Informatik als Pflichtfach zu haben würde bei vielen Schülern in Unmut umschlagen. Das Fach Computerkunde macht für eine gewisse Zeit absolut Sinn, für das Ausbilden von Programmierfähigkeiten muss man schon ein gewisses Eigeninteresse zeigen. Auch quelloffene Projekte werden nicht von einem demotivierten Schüler profitieren, der einfach keine Lust auf dieses Fach hat - die anderen Wählen es (Falls das Angebot besteht). --Tobi 23:04, 28. Nov. 2008 (CET)
+Das Schüler Pflichtunterricht nicht moegen, kommt immer wieder vor. Deswegen kommt noch lange keiner auf die Idee, Deutsch, Englisch oder Sport abzuschaffen. Fakt ist, dass der Unterricht in Schulen überhaupt nicht auf das vorbereitet, was man heutzutage in fast jedem Beruf und viel im Privaten im Computerbereich benoetigt, Tendenz steigend. Wenn ich ueberlege, wie oft ich im Leben meine Mathekenntnisse der 13 Klasse, meine Gedichtanalyse oder meine Kenntnis der Hockeyregeln brauche, und dann ueberlege, wie aufgeschmissen ich waere, wenn ich mir eine Menge PC-Kenntnisse nicht selber erarbeitet haette, kommen da schon Zweifel auf. Fs83hso 23:33, 06. Mai 2009
Jedem Schüler sollten unterschiedliche (und das passiert ja auch schon) Grundkompetenzen vermittelt werden. Das dies sowohl das interpretieren von lyrischen Texten als auch das Grundverständnis von technisch abstrakten Modellen wie einem Computer betrifft ist wohl unumstrittern. Nur weil eine Person etwas in seinem leben nicht nutz, heißt es nicht das es nutzlos ist. Deswegen ist es wichtig, je nach Altersstufe und Lernfähigkeit bestimmte Grundfähigkeiten zu vermitteln. BobBarker 14:53, 21. Jul. 2009 (CEST)
+/-Computerkenntnisse sind für fast alle Berufe genauso wie für das eigene Leben unentbehrlich geworden. Informatik im Sinne von Computerkunde als Pflichtfach ab Klassenstufe 5 ist daher sinnvoll. Für die Sekundarstufe II ist Informatik im Sinne von Programmierung von Algorithmen wahrscheinlich ebenso wichtig wie die klassischen Naturwissenschaften (Physik, Chemie und Biologie), allerdings nicht so bedeutend wie die Grundfächer (Deutsch, Mathematik, Englisch). Daher sollte man Informatik ebenso wie Naturwissenschaften in der Sek II abwählen können.--Jaminspace 16:45, 12. Jun. 2009 (CEST)
‡? In den meisten Berufen braucht man keine Computerkenntnisse sondern Betriebssystemkenntnisse bzw. Softwarekenntnisse ( Win, Linux, office, openoffice etc. ) Bei einer kompetenten Einführung und fehlenden Berührungsängsten kann man die Kenntnisse in 1-2 Jahren erwerben. Ich denke, es ist zunächst wichtiger, dass Schüler in den Grundfächern Deutsch und Mathe sowie Englisch abhängig von ihrer Auffassungsgabe die entsprechende Förderung erhalten -> da die Unterschiede bei den Schülern bei Eintritt in die Grundschule so gross wie noch nie sind, gilt es hier an zu setzen....--Kreta 19:38, 28. Juni 2009
‡? Statt Informatik sollten in einem IT-Unterricht lieber die entscheidenden Felder im täglichen Umgang mit Computern abzudecken. In anbetracht der Entwicklungen der letzten Monate finde ich hier vor allem Datenbanken und deren Verwaltung wichtig; dazu noch eine Einführung in Netzsicherheit. Wer liest warum und wo mit sind wichtige Fragestellungen, mit denen sich Schüler auseinandersetzen sollten. Dass dafür gewisse Grundlagen in den Kenntnissen von Code und Algorithmen notwendig sind, ist klar. Aber Zentrum dieses Unterrichts muss das Benutzen von Rechnern und Netzwerken mit seinen Möglichkeiten und Risiken sein. Das kann man in AWT/PW/Sozialkunde einbauen, muss aber vorher im Lehrplan landen (was Landespolitik ist) BoRp 11:07, 07. Juli 2009

IT an Schulen

Verbesserung des Einsatzes von IT im Schulbetrieb - in allen Fächern, nicht nur in Informatik.

+/-Vorschlag zur Finanzierbarkeit dieser Forderung muss dazu. Meint ihr nicht die Schulen würden gerne ihre IT-Bereiche aufstocken? --freethought 09:33, 29. Jan 2007 (UTC)
(i)Statt den Büchern werden die Computer eingesetzt, dann muss man erstere nicht mehr kaufen --Icehawk 17:16, 30. Jan 2007 (UTC)
(i)Dito. Buecher, Poster, Kopien, Fernseher, flipcharts, Filzstifte, Diaprojektor, Folien, Tafel, Kreide usw. koennten durch einen Computer mit beamer oder ein smartboard sowie digitale Dateien nach Hause ersetzt werden. Die Schulungen fuer die Lehrer sind noetig, und es kommen die Anschaffungskosten dazu, aber ich denke das koennte sich auf Dauer rentieren. Dazu kommen die Profite durch die moegliche - wenn auch nicht zwangweise - hoehere Qualitaet des Unterrichts. Aber das ist nur eine Idee. Mit diesen considerations sollten wir uns, mit Wissen um die Kosten der einzelnen Materialien, deren Laufzeit usw. hinsetzen und ausrechnen, wieviel exakt das kostet. Diese Partei soll ja eben nicht nur leere Versprechen sein die wirtschaftlich unmoeglich sind. --Fs83hso 00:30, 07. Mai 2009
(i)Es müssen nicht nur neue Computer gekauft werden, sondern auch die Lehrkräfte entsprechend geschult werden. --Icehawk 17:16, 30. Jan 2007 (UTC)

Inhalte für sinnvollen IT-Unterricht:

  • Grundlagen (Komponenten eines Rechners, einfache Boolsche Algebra)
  • Wie halte ich mein System sauber? (Stichworte: Sicherheitspatches, Updates, Antiviren/Sicherheits-Programme und denen Grenzen, Schädlingskunde, Benutzerrechte, ...)
  • Internet allgemein (Recherche, kritische Quellenbewertung, ...) und die Gefahren (persönliche Daten, Stalking, Phishing, Malware, "Gratis"-Angebote, AGB, ...)
  • Datenschutz allgemein sollte auch vorkommen
  • Monopolkunde (WGA-Prüfung, (De-)Aktivierung von Windows, proprietäre Dateiformate, DRM, ...)
  • Einsatz freier Software (z. B. OpenOffice.org, Firefox, Linux)
    +Einsatz freier Software ist meiner Meinung nach sinnvoll - sicherlich nicht ganz "ideologisch neutral", aber besser, als zu irgendeinem kommerziellen Softwarepaket Farbe zu bekennen. Es ist nicht die Aufgabe des Staates, kostenlose Werbung für kommerzielle Interessen zu betreiben. --Blackhole89 20:03, 19. Apr. 2009 (CEST)
    Monopolkunde, und Einsatz freier Software würde ich nicht zu Unterrichtsstoff machen. Aus dem einfachen Grund, das in der Schule Wissen vermittelt werden soll, und keine Ideologie. Und gerade in diesen Punkten ist es denke ich für den Lehrer /die Lehrerin schwer, die Distanz zu wahren. --Vexrath 13:09, 31. Mär. 2009 (CEST)
    Schule auf Wissensvermittlung zu reduzieren ist nicht OK. Es geht viel mehr darum Kulturtechniken zu vermitteln. Hierzu gehören dann z.B. Lernstrategien.
    +/-Die Frage nach den Grundlagen ist denke ich nicht wirklich interessant/relevant für jeden. Sowas gehört imo in den Informatik-Unterricht, da die meisten Nutzer wohl eher ihren Computer als Plattform von Programmen nutzen, und es einem Großteil der Leute egal sein dürfte, warum das so funktioniert wie es funktioniert. Vielen reicht es schließlich auch zu wissen, dass ihr Auto fährt, wenn sie es regelmäßig tanken... --Vexrath 13:09, 31. Mär. 2009 (CEST)
    +Was ich allerdings noch hinzufügen würde wäre ein EDV-Block, bei dem die Schüler den Umgang mit einem Office-Paket lernen. Die Wahl dieser Software sollte aber der Schule überlassen bleiben, und nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben werden, wobei hier natürlich freie Software gefördert werden sollte. --Vexrath 13:09, 31. Mär. 2009 (CEST)
  • nur noch open-source-software an Bildungseinrichtungen verwenden. Spart Steuergelder, macht unabhängig, fördert lokale IT, offene Lernsoftware kann aufgebaut werden. AlexBu 19:02, 8. Jul. 2009 (CEST)

Bewertung von Lehrern und den Lerninhalten

Öffentliche Bewertung von Lehrkräften im Netz

taz Artikel zu Urteil zu "Spickmich" - Bewertung durch Schüler im Internet

taz Artikel zu Schulradar - Spickmich für Eltern.

Umfrage zum Thema unter 1000 Personen. Zur Umfrage

Klassen- oder Schulinterne Bewertung - Feedbackkultur

Ein Fragebogen der meiner Meinung nach die Bewertung von Lehrern genauso gestaltet ich es mir vorstellen würde.

Das einzige was mich ein bisschen stört ist, warum am Ende nach dem Geschlecht gefragt wird. -- Finde ich OK, weil J und M sich ja doch deutlich unterscheiden und der Unterricht beide erreichen soll. In normalen Klassen sollte die Anonymität gewahrt beleiben.

Kommt drauf an wie viel Mädchen in der Klasse sind. --SvenS 13:57, 10. Jul. 2009 (CEST)

Stimmt, aber in den meisten Fällen sind ausreichend von beiden Sorten da. Und da ist es wichtig, zu unterscheiden. Wenn eine starke Geschlechtsdisparität besteht, muss man eh mit der Minderheit öfters reden. Rolf


Wer den Kindern zu viel beibringt der wird versetzt.

Interview mit Sabine Czerny.

"Ich kenne kein Kind, das nicht lernen will"

Auszug: "Die Münchener Lehrerin Sabine Czerny wurde bundesweit bekannt, weil ihre Grundschulklassen im Vergleich zu Parallelklassen bei Vergleichsarbeiten bessere Leistungen erzielte, woran sich eine Debatte über Notengebung und Notenspiegel entzündete. Die Pädagogin erläutert im Interview, mit welchen Methoden sie gearbeitet hat und welche Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen geschaffen werden sollten."

Neuere Ansätze zum Thema Bildung

Homeschooling / Unschooling

Beim Homeschooling werden die Eltern in die Lage versetzt ihren Kindern die Bildung zukommen zu lassen (analog zur staatlichen Schule). Beim Unschooling unterstützen Eltern ihre Kinder in ihren Interessen, werden aber schon bald von ihren Kindern übertroffen und sind nur noch beratend tätig - oder helfen Ressourcen (z.B. Lehrer) zu finden (analog zu reformpädagogischen Schulen).

Homeschooling/Unschooling sind nach einem Rechtsgutachten rechtlich abgesichert. http://www.recht.uni-giessen.de/wps/fb01/home/reimer/ (Allgemeine nicht absolute Schulpflicht) (Text leider nicht mehr frei verfügbar, aber ich habe noch eine Kopie aus der Zeit, wo er verfügbar war). (hier analysiert er auch die Vorurteile, die aus den Anfängen des Homeschoolings in den USA vor 40 Jahren stammen - Fundamentalisten, usw.)

Auch führende Pädagogen haben sich dafür ausgesprochen: Dieter Lenzen, Präsident der freien Universität Berlin http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Schule-Heimunterricht;art304,2805788

Volker Ladenthin http://www.welt.de/welt_print/article773744/Die_Kriminalisierung_der_Eltern_ist_ein_Skandal.html


Ersetzung der Schulpflicht durch eine Bildungspflicht

Modell 1: Lernfortschritts-Kontrollen

HS/US ist eine weitere Möglichkeit das Recht auf Bildung für jeden Menschen durchzusetzen. In diesem Modell versuche ich auch Kindern von "unqualifizierten" Eltern das Recht auf HS/US zu ermöglichen.

HS/US wird anfangs beantragt - dies geschieht in einem persönlichen Gespräch vor Ort (also im Haus der Familie),das mitprotokolliert wird oder schriftlich mit Darlegung der Gründe. Um eventuelle Fälle des Missbrauchs, durch fundamentalistische Indoktrination, oder Volksverhetzung auszuschließen, jedoch auf der anderen Seite vor der Willkür zu schützen, wird dann ein Schlichter angerufen, der sich die näheren Umstände noch einmal genauer anschaut. Sollte auch der Schlichter zu dem Eindruck kommen, dass hier eine reelle Gefahr besteht, so wird das Recht auf HS/US aberkannt.

Um den Wissenstand festzustellen werden am Jahresende Prüfungen durch die örtliche Schulbehörde/Schule durchgeführt. Hierfür besucht ein Lehrer die Familie und macht sich ein Bild von dem Bildungsstand/Sozialverhalten des Kindes/Jugendlichen. Sollte dieser Bildungsstand altersgemäß sein, so gilt das Jahr als bestanden.

Sollte dieser Bildungsstand darunter liegen, so muss man die Probleme zusammen besprechen und ggf. eine Ursachenforschung beauftragen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie).

Sollten keinerlei Bemühungen festgestellt werden können, also weder Kind noch Eltern sich um die Bildung kümmern, so verlieren die Familie für dieses Kind das Recht auf HS/US. Dieses kann nach einem Jahr Schulbesuch wieder beantragt werden - dieses Mal aber mit einer engmaschigeren Kontrolle (z.B. anfangs alle 2 Wochen).

Wenn Familien über mehrere Jahre hinweg gute Arbeit leisten und die Kinder gedeihen und es ihnen sichtlich gut geht, kann man die Abstände der Kontrollen erweitern. Nach 2 Jahren guter Arbeit wird nur noch jedes 2te Jahr geprüft.

Kinder haben ein Recht darauf einzelne schulische Veranstaltungen zu besuchen, sobald sie selber/oder die Eltern Probleme in diesen Fächern erkennen. Die Beschulungspflicht des Staates wird zu keinem Zeitpunkt aufgehoben.

Das Kind ist einer wohnortnahen öffentlichen Schule zugeordnet, die für Beratung, Überprüfung und eventuelle Beschulung zuständig ist. Der Schule werden die dafür notwendigen Mittel (Lehrerstunden) zugewiesen, HS führt nicht zur Unterfrequenz. (Konkreter Grund für diese Reglung: Bei einem Kind weniger als der Richtfrequenz in einem Jahrgang werden unserer Schule 10 Lehrerstunden weniger zugewiesen. Ein HS Kind mit Anspruch auf einen Schulplatz würde dann einerseits Arbeit machen, andererseits die Resourcen der Schule verringern.) --Rolf Steinort 18:46, 15. Jul. 2009 (CEST)

Das Recht auf HS/US kann vom Kontrolleur auch nur für einzelne Fächer aberkannt werden, sollten sich bei allgemeiner guter Entwicklung einzelne Fächer schlecht entwickeln.

Die Jugendlichen können dann am Ende den Abschluss machen, auf den sie sich vorbereitet haben, und für den sie glaubwürdige Lernvorbereitungen dokumentieren können. Sie können das auch mit ihrem Kontrolleur beraten.

Modell 2 - regelmäßiger Austausch über Blogs

Die Familie hält statt der Kontrollen ihre Lernfortschritte und Aktivitäten in einer Form Blog-Tagebuch fest. Dieses wird anonym geführt, aber den Lehrern der örtlichen Schule oder den Schulbehörden wird es mitgeteilt, so dass hier eine regelmäßige Kommunikation möglich ist. Auch kann man am Computer leicht erkennen, ob das nur Copy-Paste ist (über Suchmaschine) oder eine Gefahr wie oben dargelegt besteht. Dieses liegt daran, dass Blogs sehr offen geführt werden und die Hemmschwelle gegenüber Computern sehr gering ist.

Schulabschlussprüfungen "on demand"

Großbritannien: Schulabschlussprüfungen "on demand"

Artikel auf Heise zu Großbritannien: Schulabschlussprüfungen "on demand"

Credit Point System

Wenn ich die Zeit finde werde ich das Konzept nochmal online stellen.

--SvenS 20:19, 15. Jul. 2009 (CEST)

Idee eines Schulkonzeptes von Stefan Gue und Ria

Unsere Idee findet ihr auf der Wiki-Seite: Schulkonzept Ria & Stefan - im Aufbau

Bildungsreform hin zu freierem und individuellerem Lernen

  • ‡? Sorry, aber auch dies ist eine aussagelose Floskel, die sich in jedem Didaktikband findet. Was genau ist freies Lernen? Weiterhin muss ich dies auch anhand entwicklungdynamischer Gesichtspunkte rechtfertigen. --freethought 09:33, 29. Jan 2007 (UTC)
  • +/-Es sollte die Möglichkeit zu freiem Lernen geben, etwa durch Unterrichtspflicht statt Schulpflicht, sodass Heimunterricht gegeben werden kann. Man sollte aber nicht von jedem Schüler verlangen, individuell zu lernen. Tatsache ist zwar, dass Schüler, die individuell lernen, erfolgreicher sind, allerdings sehe ich das eher als Folge dem größeren Interesse an individuellem Lernen bei erfolgreichen Schülern. Individuell zu lernen sollte kein Zwang, sondern eine Möglichkeit sein. --Onkelfritz 01:11, 8. Jan. 2008 (CET)
  • +/-Privatunterricht passt hier ja irgendwie nicht rein, oder? Außerdem sollte der Staat schon die Bildungshoheit behalten. Ich denke Gesamtschulen mit verschiedenen Leistungsstufen pro Jahrgang und Fach (ähnlich den USA ...) sind kein schlechter Ansatz. So kann jeder in jedem Fach in einem für ihn angemessenen Tempo lernen. Daneben wäre vielleicht die Auslagerung mancher Fächer in Wahlpflicht kein Fehler. Wer kein Musik machen will, kann beispielsweise schreinern usw. Falls Kapazitäten, fehlen würde ich gegebenenfalls Vereine, Musikschulen und Co mit einzubeziehen. So sollte dann auch das Angebot ausreichend vielfältig sein, dass für jeden was dabei ist, was ihn interessiert. --Derknilch 16:12, 17. Mär. 2008 (CET)
  • +/-Eine der wenigen Sachen, die mir in den USA sehr gut gefallen, ist deren Schulsystem (zumindest den Teil, den ich da in der Highschool mitbekommen habe). Durch die Möglichkeit bereits relativ früh (9. Klasse) einen breiten Wahlbereich zur Verfügung zu haben, hat man (wenn man möchte) die Chance sich bereits recht früh zu spezialisieren, aber vor allem auch schon wären der Schulzeit u.U. zu merken, das die bisherige Vorstellung des Fachs vlt. eine andere war. --Vexrath 12:55, 31. Mär. 2009 (CEST)
    (i)Aufbau des Amerikanischen Schulsystems: Um ein gewisses Grundwissen zu gewährleisten muss man bestimmt Kurse zwingend belegen, allerdings ist nicht vorgeschrieben, in welcher Klasse dies geschehen muss. Durch diese weniger starke Trennung der Jahrgangsstufen, ist es möglich ein erheblich breiteres Spektrum an Fächern anzubieten, da man aus 4 Jahrgängen mehr Interessenten an "Sonderfächern" (z.B. technisches Zeichnen, oder Fernsehkunde) findet, und diese so auch sinnvoll anbieten kann. Die Aufteilung nach Schwierigkeitsgraden erlaubt es einem Schüler, der vtl. schlecht in Sprachen ist, dennoch eine gute bis sehr gute Ausbildung im natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich zu bekommen. --Vexrath 12:55, 31. Mär. 2009 (CEST)
  • +Ich halte die Ueberschrift zwar fuer eine Floskel ohne Konkretes, aber zu dem Ideal kann man sich viel Konkretes denken. Und das Ideal ist klasse. Ich glaube wir koennen in dem Bereich sehr viel aus dem Ausland lernen. Siehe post zu USA ueber mir und mein Post zu "Hauptschule abschaffen": "Ich war ein Jahr an einer englischen Schule, an der eine Vielzahl an Faechern, sowohl Sprachen, Wissenschaft, Gesellschaft, Handwerk und Sport, angeboten wurden. Ab der 9 Klasse konnte man hier sehr frei ab- und anwaehlen, und es so auf eigene Beduerfnisse abstimmen. Dadurch entstandene Freistunden wurden als verpflichtete Lernzeiten genommen. Das hat super funktioniert, aber da koente man sicher auch noch andere gute Konzepte entwickeln. In jedem Fach gab es drei Kurse, a - c, die immer gleichzeitig liefen. B ging nach normalen Niveau vor, in c wurde sehr viel geuebt und wiederholt, a machte mehr Stoff. Vor allem haben sie sich wirklich unterschieden (wenn ein Konzept aehnlich auf Deutschland uebertragen wurde, taten sich die Kurse nichts untereinander) und man konnte sehr schnell flexibel wechseln. Wir uebernehmen hier die Vorteile des Gesamtschulkonzepts und des Dreigleisigen Konzepts; die Faecher und ihr Schwierigkeitsgrad ist extrem speziell auf den Schueler abgestimmt. Sprich wer beispielsweise in Sprachen sehr gut ist, und da gerne gefordert werden moechte, aber in Mathe Probleme hat, und dort Hilfe braucht, bekommt exakt, was er benoetigt. Schueler werden gefoerdert und gefordert, wo es noetig ist. Vor allem werden Schueler nicht nach Schulen diskriminiert, da sie sich immer wieder treffen und in verschiedenen Staerken und Schwaechen sehen, aber ohne unter diesen leiden zu muessen. Also koennten die Schueler beliebig aufsteigen - der Stempel Hauptschule verschwindet - und gleichzeitig halten sie sich nicht gegenseitig auf. Bei der Umsaetzung muesste beachtet werden, dass die Schulen groesser oder die Klassen kleiner werden muessen, oder eine Kombination aus beidem. Ich finde zweiteres eh wuenschenswert, und eine groessere Schule zugunsten hoeherer Faechervielfalt empfinde ich auch noch als reizvoll." --Fs83hso 00:25, 06. Mai 2009
  • +Warum heißt die Überschrift denn nicht ".. hin zu freiem und individuellem Lernen"? Deutschland steht mit seinem Schulzwangssystem, (das übrigens in dieser Form aus dem dritten Reich stammt) ziemlich alleine da. Ich fände es angesichts der Ausrichtung der Piratenpartei naheliegend, auch im Bildungsbereich für Selbstbestimmmung einzutreten. Warum soll denn der Staat die Bildungshoheit behalten? Damit er sich die Bürger/innen so bilden kann, wie er sie gern hätte? Je eher die Schulbesuchspflicht durch das Recht der freien Wahl des Bildungswegs abgelöst wird desto besser. Warum sollen wir nicht endlich selbst entscheiden, wie, wo und worin wir uns bilden wollen? Ich bin für eine Aufnahme des Punktes "Ausdrückliche Genehmigung und Förderung des Homeschoolings" in alle Länderprogramme der Piratenpartei.--Bildungsfreiheit 13:02, 27. Mai 2009 (CEST)
  • +Da sich die Piratenpartei besonders für Open Source und Creative Commons einsetzt ist es nur logisch auch im Bildungsbereich mehr Freiheit und Selbstverantwortung zu verlangen. Das Vertrauen, dass Menschen sich frei bilden, also jeder ein natürliches Interesse hat Wissen zu erwerben sollte als Grundlage jeglicher Bildungspolitik gegeben sein. Dieses Vertrauen in ein freies, selbstständiges, lebenslanges Lernen spricht auch gegen eine Schulbesuchspflicht. Lernen findet überall und immer statt. Ich denke vor Allem an die Kenntnisse, die wir alle über die Technologien des Internets erworben haben. Die Meisten haben diese nicht in der Schule, sondern hauptsächlich aus eigenem Interesse erworben. Daraus ergibt sich meiner Meinung nach, dass Interesse zum Lernen ein besserer Antrieb ist, als das jeder Lehrplan und Bildungszwang leisten kann. Homeschooling ist eine Möglichkeit, die ich allerdings auch kritisch sehe, da dadurch fanatische Eltern durchaus Möglichkeiten gegeben wird, wieder fanatische Kinder hervorzubringen. Eine viel weitreichendere Vorderung, die ich mir für die Piratenpartei vorstellen kann, ist ein Recht auf lebenslanges Lernen. Jeder Mensch sollte also das Recht haben sich lebenslang frei zu Bilden. Jeder sollte das Recht haben Informationen aus Bibliotheken und Universitäten zu erhalten, egal, ob er/sie die Zugangsvoraussetzungen erfüllt. Jeder Mensch sollte das Recht haben einen Lehrer mit dem er nicht zurecht kommt zu wechseln. Dieses Recht auf Bildung sollte die Partei besonders für diejenigen fordern und kontrollieren, die in der Pädagogik als die "sozial Benachteiligten" benannt werden. Jedem Menschen muss bewusst sein, dass er für sein Lernen immer selbst verantwortlich ist und wer das nicht weiß, muss man ihn darauf aufmerksam machen. Da Lernen immer statt findet, ist Lernzwang, dem junge Menschen wir heute ausgesetzt sind fragwürdig (So wie es keine Esszwang oder Schlafzwang gibt). Dass Lernen Spaß macht wissen vor Allem von Kindern von 0-6 Jahre und Menschen über 20 Jahre. Dieser Zusammenhang müssen wir durch die Pädagogik hinterfragen. Der Unterrichtszwang, der nicht für alle, aber einige junge Menschen problematisch ist (vor Allem "sozial Benachteiligte", die von Schule meist in der 4 Klasse genug haben und frustriert sind) sollte durch ein Vertrauen auf ein lebenslanges glückliches Lernen ersetzt werden. Zu diesem Thema empfehle ich mal das Wort unschooling, unerzogen zu suchen. Es gibt unwahrscheinlich viel alternative pädagogische Literatur, die ich bei Bedarf hier posten kann.--Hoyer.th 13:01, 14. Jun. 2009 (CEST)

Schule 2.0

Eine interessante Idee der Weiterentwicklung von Schule im Informationszeitalter. Mehr Infos: http://tinyurl.com/oyzvnv plus interaktives Mindmap: http://tinyurl.com/ljq6hx --Paddy 00:27, 20. Jul. 2009 (CEST)

Gegen die Enteignung des Wissens (Open Access)

Verschärftes Urheberrecht, Patente und das Markenrecht bedrohen den freien Zugriff auf das Wissen der Menschheit. Wissenschaftliche Veröffentlichungen verschwinden immer mehr in Datenbanken, für deren Zugang selbst die Autoren bezahlen müssen. Universitäten und andere Bildungseinrichtungen verkaufen immer mehr das in Jahrtausenden angesammelte Wissen der Menschheit. Die Piratenpartei unterstützt die Forderung nach Open Access zu allen wissenschaftlichen Daten und Aufsätzen. Die Kommerzialisierung der Bildung ist zu stoppen.

Patente auf Lebewesen oder Teile von Lebewesen, insbesondere aber von Menschen dürfen nicht zulässig sein. Damit wird nicht nur die weitere Forschung monopolisiert, sondern auch der Zugang zu medizinischen und landwirtschaftlichen Ressourcen eingeschränkt und verteuert. Im Extremfall kann das dazu führen, dass Menschen Lizenzgebühren für ihre Existenz bezahlen müssen.

Das Urheberrecht wird immer mehr zu einer Waffe der Enteignung der Menschen von ihren kreativen Leistungen. Geistiges Eigentum ist eine Beschränkung der Kreativität aller. Jeder, der eine kreative geistige Leistung vollbringt, tut dies auf den Schultern von Riesen, von den Generationen, die vor ihm Wissen zusammengetragen haben. Dies verpflichtet ihn, seine eigene Leistung ebenfalls allen anderen zur Verfügung zu stellen. Statt über den rechtegestützten Verkauf kann er über Dienstleistungen Geld verdienen. Nirgendwo ist die geistige Verödung durch das Urheberrecht mehr zu spüren als in der Musikindustrie. Musikalische Kreativität kann nicht mehr wie in vorherigen Jahrhunderten frei aufeinander aufbauen.



Sitzenbleibenzwang abschaffen

Angenommen ein Schüler hat eine 6 in Französisch und Gesellschaftskunde, aber in jedem anderen Fach eine 1. Dann bleibt er sitzen, nicht wahr? Und sitzenbleiben heißt, er muß Französisch und Gesellschaftskunde wiederholen. Aber es heißt auch:

Er muss den Mathekurs wiederholen, obwohl er dort eine 1 bekommen hat und Wissenszuwachs in Mathe wird ihm vorenthalten, bis ein Jahr vergangen ist. Er muss Physik wiederholen, obwohl er dort eine 1 bekommen hat und Wissenszuwachs in Physik wird ihm vorenthalten, bis ein Jahr vergangen ist. Er muss Biologie wiederholen, obwohl er dort eine 1 bekommen hat und Wissenszuwachs in Bio wird ihm vorenthalten, bis ein Jahr vergangen ist.

Und so weiter für die ganzen anderen Fächer in denen er eine 1 bekommen hat.

Schlimme Sache, nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Schön und gut, stellen wir uns also vor, er hat eine 6 in Französisch und Gesellschaftskunde, aber in allen anderen Fächern eine 3. Ich finde das Ganze mit dem Sitzenbleiben macht immer noch nicht wirklich Sinn.

Deshalb: Sitzenbleiben abschaffen. Ersetzen durch:

a) Aufgebrummte Extrazeit in der Schule nach dem normalen Unterricht (und evtl. Samstag), in der er für die JEWEILIGEN FÄCHER IN DENEN ER SCHEISSE IST pauken muss.

Oder:

b) Wiederholen der nichtbestandenen Kurse (und nur dieser). Die Kurseinheiten können auch kürzer sein als ein Jahr.

Oder eine Kombination von beiden.


Und nun zur ELITENSUPERARIERFÖRDERUNG!11111

a) Wer ein bestimmtes Notenniveau erreicht, darf eine Klasse überspringen. Diese Entscheidung kann er auch ohne Zustimmung der Eltern machen. Den Kram der zu überspringenden Klasse paukt er in der Extrazeit, zusammen mit den Doofies aus der Klasse, für die das Pflicht ist. Ist das nicht supi, zwei Fliegen mit einer Klappe? Stell dir mal vor, einer überspringt während der Schulzeit regelmäßig Klassen. Er ist also

im Alter von  6 Jahren in der  1. Klasse
im Alter von  7 Jahren in der  3. Klasse
im Alter von  8 Jahren in der  5. Klasse
im Alter von  9 Jahren in der  7. Klasse
im Alter von 10 Jahren in der  9. Klasse
im Alter von 11 Jahren in der 11. Klasse
im Alter von 12 Jahren in der 13. Klasse
im Alter von 13 Jahren auf der Universität.

Elitär genug? Wenn die Schule groß genug ist, könnte es statt Jahrgängen auch Halbjahrgänge oder so geben. In so einem Fall wären Sprünge einfacher.

b) Nehmen wir mal an, jemand hat in allen Kursen eine 1 bis auf Französisch (eine 4). Soll der dann nicht Klassen überspringen dürfen? Das Überspringen von Klassen ist das Gegenstück zum Sitzenbleiben. Wenn ich das erzwungene Wiederholen ALLER Kurse eines Jahres bei Versagen in einigen wenigen nicht gut finde, wie kann ich dann die Wahl zwischen "Überspringe ein Jahr (oder ein halbes) in allen Kursen oder überspringe gar nichts" gut finden? Es sollte generell weniger Pflichtfächer (Deutsch, Mathe und... hmm, das war's) und mehr FREIWILLIGE zusätzliche Kurse geben, vor allem im Bereich der Fremdsprachen und das schon in der Grundschule. Langfristig wird die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Jahrgang mehr und mehr verwischt. Der selbe Schüler kann dann in einem Kurs pappen bleiben und in anderen Kursen "Klassen" überspringen.

Es sollte erlaubt sein, bei den jeweiligen Fächern auch ohne formelle Vorbildung in die fortgeschrittenen Lerneinheiten zu kommen und auch sehr große Sprünge über mehrere Lerneinheiten auf einmal zu machen. Wenn zum Beispiel jemand ein Jahr in Spanien gelebt hat, muss der ja nicht unbedingt die Aussprache lernen, oder? Ganz allgemein sollte außerschulisches Lernen nicht mit Langeweile bestraft werden. Darum sollte der Zugang zu einer jeweiligen Lerneinheit überhaupt nicht von Noten in vorherigen Lerneinheiten abhängigen, sondern von einer Art schriftlichen kursspezifischen Einstellungstest. Jeder sollte sehr ausgiebige Möglichkeiten haben, bei solchen Tests mitzumachen, das heißt ohne an ihn gestellte Vorbedingungen und auch, Tests für den Zugang für die selbe fortgeschrittene Lerneinheit sehr oft verhauen zu dürfen.

Elternunabhängiges BaföG als Kredit

  • BaföG sollte unabhängig vom Einkommen der Eltern als Kredit gezahlt werden.
    +Die Tatsache, dass die Eltern reich sind bedeutet nicht zwangsweise, dass sie Geld fuer die Bildung ihrer Kinder ausgeben wollen, mit den Studienwuenschen ihrer Kinder einverstanden sind etc. Das Kind soll dann halt die Firma oder Praxis uebernehmen oder etwas studieren, dass den Wuenschen der Eltern entspricht, auch wenn es sich eigentlich politisch engagieren, in die Kunst oder Forschung gehen will. Haben die Kinder Kontakt zu ihren Eltern abgebrochen, Konflikte mit ihren Eltern oder einen Studienwunsch, mit dem die Eltern nicht übereinstimmen, wird ihnen aber auch diese staatliche Hilfe versagt. Sie bleiben abhaengig von Personen, mit denen sie ausser Genen moeglicherweise nichts gemein haben, Personen, die sie missbraucht haben koennen. Reiche Eltern bedeuten nicht reiche Kinder. Fs83hso 23:12, 06. Mai 2009
    Reiche legen evtl. Bafög hoch verzinslich an, weil sie es so aufstocken können, dass optimale Zinsen bei fester Laufzeit herauskommen. Zum Fälligkeitstermin wird der Kredit dann aus anderen anfallenden Geldern bezahlt. --Elcon 16:11, 24. Jan 2007 (UTC)
    also wenn das BaföG nicht STARK erhöht wird, wird man das Geld kaum hoch verzinst anlegen können. Ralph 16:30, 24. Jan 2007 (UTC)
    (i)Annahme: Bafög 30Teuro. Die Eltern legen bei Studienbeginn 150Teuro für 4 Jahre an. Student schreibt einen Dauerauftrag: "Bafög auf Konto der Eltern" und lebt selber von der Kreditkarte, der Eltern. Nach 4 Jahren bekommt der Student dann die 30Teuro + Zinsen von den Eltern. --Elcon 15:50, 25. Jan 2007 (UTC)
    +Verringert bürokratischen Aufwand Ralph 16:30, 24. Jan 2007 (UTC)
    +Planungsklarheit für Leute, die nicht wissen, ob sie sich das Studium leisten können und Nebenjobs sind nicht in jedem Fach zeitlich machbar Ralph 16:30, 24. Jan 2007 (UTC)
    zu meiner Zeit schafften nur 10% der Studienanfänger der Informatikstudiengänge den Abschluss. Die Frage ist nicht nur, wovon man leben soll, sondern zusätzlich die Frage: Wie soll ein Studienabbrecher das jemals zurückzahlen? --Elcon 15:50, 25. Jan 2007 (UTC)
    ‡? also da bei Informatik gnadenlos ausgesiebt wurde, sollen Leute, die kein Geld haben erst recht nicht studieren dürfen? --Ralph 22:59, 25. Jan 2007 (UTC)
    zinsloses, staatliches Darlehen in unbestimmter Höhe für jeden Bürger für eine Firmengründung (Provokation von --Elcon)
    +verringert Arbeitslosigkeit --Elcon
    ‡? wie soll dieser Kredit zurückgezahlt werden? --Elcon
    +Gute Sache, Missbrauchspotential besteht hier zwar, aber das sehe ich eher als gering an. Im Gegenzug fällt viel bürokratischer Aufwand weg.TuDios 17:35 22.05.2009
~ Alternative: Nachrangiger Sozialkredit für alle, der Grundeinkommen, Ausbildungsgebühren und alle anderen Transfers refinanziert. Das wäre eine Transferumstellung von Horizontal (alle monentan lebenden) auf Vertikal (eigenes Leben). Mich reizt die Transparenz, die Verständlichkeit und die fühlbare Verantwortung. Wenn der Sozialkredit mit der Einkommenssteuerzahlung o.ä. getilgt wird, würde man ja auch nicht schlechter da stehen.(CAP 19:09, 19. Apr. 2009 (CEST))
Und durch diese Umlagerung hast du dann faktisch den Sozialstaat bzw. die Solidargemeinschaft abgeschafft. --Jamasi 17:27, 22. Apr. 2009 (CEST)
  • Ich lehne Bafög als Kredit ab, das ist es doch heute schon teilweise (je nach Bildungsform)! Bei Arbeitslosigkeit steht jedem Transfer zu, wieso nicht auch bei Bildung und zwar in selber Höhe? --Magicalfruit 14:09, 29. Jun. 2009 (CEST)
  • bedingungsloses Grundeinkommen: Bafög Problem entfällt, weil Bafög durch Grundeinkommen ersetzt wird, das jeder erhält. AlexBu 18:59, 8. Jul. 2009 (CEST)

Sinn von Bildung

  • Jeder sollte eine optimale Bildung erhalten, die befähigt, das Leben zu meistern und eine Ausbildung, die ihn zu den besten im internationalen Vergleich macht.
    +die Rohstoffe in Deutschland sind fähige Menschen. --Elcon 22:08, 26. Jan 2007 (UTC)
    (i)Grundlagen müssen schon in der Schule gelegt werden, denn alle Probleme lassen sich auf die Einstellung der Menschen zurückführen und somit ist der Schlüssel die Wissensvermittlung und Bildung in der Vorschulstufe. --Elcon 22:08, 26. Jan 2007 (UTC)
    ‡? "beste im internationlen Vergleich" macht keinen Sinn. Es geht doch um die Optimierung des eigenen Lebenstandards. Da brauch ich das beste Verhältnis von Input und Output und nicht den absolut besten Input.(CAP 19:40, 19. Apr. 2009 (CEST))
  • Die Schüler sollten darüber aufgeklärt werden warum sie etwas lernen.
    Liegt an den Lehrern und soll eigentlich auch gemacht werden. Also unsinnige Forderung. --freethought 09:33, 29. Jan 2007 (UTC)
    ~ Alternative: Dann müssen wir dafür sorgen das die Lehrer das machen --Icehawk 17:16, 30. Jan 2007 (UTC)
    ‡? Dem kann ich zustimmen, bleibt die Frage wie? Und darüber hinaus: Es sind mit Sicherheit nicht ausschließlich die Lehrer dafür (Bildung/Charakterbildung) verantwortlich; man sollte vielmehr meinen, auch Eltern hätten (ebenso wie "das Umfeld", was dann wohl wir alle sind) einen Erziehungsauftrag--Herr schrat 22:28, 21. Jan. 2008 (CET)
    ‡? Wissen die Lehrer denn überhaupt, warum man das lernen soll, was sie unterrichten? Also ich erinnere mich da an einige Lehrer auf meiner Schule, die absolut keine Ahnung hatten, warum sie das tun... Gerade in den Pflichtfächern ist das in der Oberstufe vermutlich auch schwer (Erklär mal einem Schüler der Richtung Sprachen tendiert, dass er Integralrechnung braucht, oder einem naturwissenschaftlich Interessierten, warum er "Der Vorleser" analysieren muss!!!). --Vexrath 12:27, 31. Mär. 2009 (CEST)
    (i)Schule dient allgemein dem Erwerb von Kulturtechniken (zumindest sollte es so sein). In Deutsch lernst du also Texte logisch zu zerlegen und aufzubauen, in Mathe lernst du, wie man diverse Dinge berechnet und Integralrechnung ist dabei nunmal eine (höhere) Kulturtechnik, die man grundsätzlich beherrschen sollte. Die Gewichtung, welche Kulturtechniken besonders wichtig sind, erfolgt entsprechend über die Lehrpläne. --Jamasi 07:55, 1. Apr. 2009 (CEST)

~ Alternative: Sollte nicht die Verankerung von Wissen und Kompetenz bei den Schülern das Ziel der Schule sein. Das "überschütten" mit Wissen macht doch keinen Sinn, wenn es gleich wieder raus fließt! Wenn die Verankerung nicht zum Ziel wird, wird Bildung weiterhin eng mit der sozialen Herkunft korreliert sein.(CAP 19:40, 19. Apr. 2009 (CEST))

  • Hier fehlen in meinen Augen noch sehr, sehr viele Punkte. Die Schule soll uns ja nicht nur befähigen, später in diesem Land einen Job auszuüben! Das vermitteln von Allgemeinwissen(Geschichte, Welt(!)religionen, Literatur), Moralvorstellungen (Werte und Normen, Philosophie), Kenntnisse über Politik, Alltagswissen (Kochen, Haushalt, Sexualaufklärung), körperliche Ertüchtigung usw. sind weitere Aufgabenfelder. Dies ist keinesfalls eine vollständige Liste, die benoetigt sicherlich längeres Reflektieren und brainstorming unter mehreren hier, aber das was wir bis jetzt hier haben reicht sicher nicht! Ansonsten koennte hier noch viel über Praxisbezug, Anwendung und Strukturen erkennen statt schlichtem Fakten auswendig lernen gesagt werden. --Fs83hso 00:55, 07. Mai 2009
  • ~ Alternative: Die primäre Aufgabe von Bildung hat zwei Schwerpunkte. Einerseits die Schaffung von Handlungskompetenz (hier ist auch das Fachwissen mit eingeschlossen, denn ohne Fachwissen ist man nicht kompetent), andererseits die Schaffung von Eigenständigkeit (Man kann hier auch von der Schaffung des mündigen Bürgers sprechen). In den Lehrplänen für die Oberstufe sind Faktoren wie Eigenständigkeit und Mündigkeit zwar verankert, es fehlt jedoch an einer Vermittlungsstruktur. Es Fehlt an einem Fach, dass sich direkt mit dem Problem der Bildung befasst, anstatt diese Themen nur als Nebenfaktoren anzureißen. Man muss sich darüber im klaren sein, dass Schule hier einem scheinbaren Paradox unterliegt: der Schaffung von Mündigkeit durch Fremdbestimmung (Unterricht). Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die Einrichtung von Pädagogikunterricht. In diesem Fach sollen die Schüler nicht ausschließlich auf das wissenschaftliche Studium der Erzeihungswissenschaft vorbereitet werden sondern auch dazu ausgebildet, zu hinterfragen, zu analysieren und entsprechend zu handeln (genaueres dazu z.B. von Klaus Beyer). Die Schüler erfahren, welchen Erziehungsmechanismen sie unterworfen sind und wie man sie anwenden kann. Es ist also eine Erweiterung des allgemeinen und pädagogischen Handlungsrepertoires. Fakt ist, das Pädagogikunterricht der Schnittpunkt sein könnte, wo die Fremdbestimmung abgebaut und Selbstbestimmung gestärkt wird, bei zeitgleicher Verbesserung der pädagogischen Kompetenz in den Rollen als zu Erziehender, Erzieher und Mitbeteiligter in Erziehungssituationen. Schüler können im PU mehr über diese drei Rollen lernen und so ein tieferes Verständnis ihrer Aufgabe zur Selbstbildung entwickeln als in anderen Fächern. Ein positiver Nebeneffekt wäre auch, dass zukünftige Eltergenerationen ein erweitertes Repertoire an pädagogischen Handlungsweisen haben und es ihnen eher möglich ist, Kinder mit den basalen Kulturtechniken auszustatten, die in den Beiträgen zuvor bereits erwähnt wurden und die heute vielfach bei Schülern nicht oder nur mangelhaft vorhanden sind. Es wäre also Ratsam Pädagogik als Schulfach schon in der Mittelstufe zu etablieren, um dem Bildungsauftrag von Schule eher gerecht werden zu können.--Buri 13:23, 1. Jul. 2009 (CEST)



freien Lehrmaterialien

Lehrmaterialien sollten unter einer freien Lizenz stehen und frei im Netz zur Verfügung gestellt werden. Vorhandene Projekte müssen gefördert und ausgebaut werden, für von Lehrern in ihrer Arbeitszeit selbst erstellte Materialien muss dieses Konzept verpflichtend werden. --Icehawk 17:16, 30. Jan 2007 (UTC)

  • (i)Teilweise stehen Lehrmaterialien frei zur Verfügung, die von Lehrern für ihre Kollegen bereit gestellt worden sind. Allerdings müssen Lehrmaterialien zertifiziert werden, damit die Richtigkeit der Inhalte garantiert werden kann. --freethought 09:33, 29. Jan 2007 (UTC)
  • nur noch open-source-software an Bildungseinrichtungen. AlexBu 19:03, 8. Jul. 2009 (CEST)






Zusammenarbeit mit Bildungsorganisationen

  • http://www.bildungsstreik2009.de : Ich kenne einige Jugendliche aus diesem Bündnis, die sich mit vielen Zielen der Piratenpartei identifizieren können. Mitentscheidend ob sie (wir) der Piratenpartei beitreten, ist, wie sie sich zum Thema Bildung stellt. Zum anderen liegt die Piraten-Forderung nach "freier Zugang zu Information" und die Hauptforderung des Bildungsstreikbündnisses "freie Bildung für alle" gar nicht so weit auseinander. Oile 10:13, 3. Jul. 2009 (CEST)

Verbeamtung von Lehrern

Lehrer sollten verschiedene Versicherungen vom Staat erhalten da Sie sie in der Privatwirtschaft nicht mehr erhalten, z.B. Berufsunfähigkeitsversicherung um nur eine zu nennen aber den Beamtenstatus brauchen wir nun wirklich nicht mehr bei Lehrern.


Links zum Thema:

Der Grund besteht seit Ewigkeiten nicht mehr - hat er je bestanden? Welche hoheitliche Aufgabe übernehmen Lehrer?

Der Beamtenstatus hat für den Staat eine Menge Vorteile. Finanzielle und organisatorische.

Lehrer sollten ganz normale öffentliche Angestellte sein. Da brauchst du keine Extras. Wenn dann auch noch die Rechte eines normalen öffentlich Angestellten dazu kommen, sehr gerne.

Allerdings wirst du mit den jetzt vorhandenen Beamten und ihrem Status leben müssen. Es heißt nicht umsonst "auf Lebenszeit". Hält besser als jede Ehe.  ;-)

Vor einigen Jahren gab es eine Bewegung in den Ländern, nicht mehr zu verbeamten. Hat sich schnell totgelaufen, weil Angestellte akut teurer sind und bei der Konkurenz um Lehrer zwischen den Ländern das "verbeamten" ein guter Trumpf ist.

Pro & Contra Verbeamtung von Lehrpersonal in staatlichen Schulen

Pro’s:

1. Beamte sind Staatsdiener. Sie dienen dem Staat in staatlichen Schulen und nehmen dort hoheitliche und verwaltungsrechtliche Aufgaben (insbes. Vergabe von Noten und staatlichen Abschlüssen) wahr.

2. Beamte haben eine weitergehende Loyalitätspflicht ihrem Dienstherren gegenüber, als dies Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber gegenüber haben. Sie dürfen u.a. nicht für ihre Beschäftigteninteressen streiken.

3. Beamte sind für den Staat zunächst „billiger“ als in etwa gleich hoch bezahlte angestellte, da Sozialversicherungsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung und zur Rentenversicherung entfallen. Dem stehen andere / zusätzliche beamtentypische Sozialleistungen wie etwa die Beihilfe gegenüber.

4. Die Arbeitsplatzsicherheit des Beamtenstatus ist ein Wert an sich. Sie ermöglicht es dem Staat geringere Entgelte zu bezahlen, als er es bei Angestellten tun müsste. Zudem bindet der Beamtenstatus das Lehrpersonal, da ein Wechsel in die Wirtschaft zu einem Verlust dieses Status führt.

Contra’s:

1. Die Schule hat primär dem Volk, weniger dem Staat zu dienen. Daher sind Staatsdiener dort unangebracht.

2. Die Verbeamtung von Lehrpersonal türmt zusätzliche Lasten für künftige Generationen auf, da deren Pensionen aus dem laufenden Staatshaushalt finanziert werden (Problem der stetig zunehmenden Pensionslast). In einigen Bundesländern hat man deswegen mit dem Aufbau von kapitalgedeckten Pensionsfonds für Beamte begonnen.

3. Der Beamtenstatus von Lehrkräften trägt zu einer Negativauslese beim Lehrkräftenachwuchs bei. Es werden hauptsächlich sicherheitsorientierte Minderleister angezogen, die den Herausforderungen des Lehrberufs nicht gewachsen sind und vorzeitig verschleißen (was zur Erhöhung der Pensionslast für den Steuerzahler beiträgt). Dadurch nimmt der Lehrberuf insgesamt Schaden.

4. Eine allgemeine Unzufriedenheit mit Staatstätigkeit und Staatsinstitutionen in der Bevölkerung wird auf die Beamtenlehrkräfte übertragen, obwohl diese i.d.R. nichts dafür können. Das schreckt ebenfalls potentielle Nachwuchskräfte vom Ergreifen des Lehrberufes ab.


5. Die politischen Bürgerrechte eines Beamten sind eingeschränkter als die eines Arbeitnehmers. Oft spielt seine politische Weltanschauung eine Rolle bei Beförderungsentscheidungen. Oder sie kann eine Weiterbeschäftigung im Staatsdienst verunmöglichen.

6. Die Mitbestimmungsrechte von Personalräten (Kollektivvertretung von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst) sind geringer als die von Betriebsräten.


--Guido 21:04, 20. Jul. 2009 (CEST)

Schulsystem/ Partei-Entwürfe

Literatur zu Schulsystemen

Es gibt ja hier schon einige Arbeiten:

und

und zur Reformpädagogik


Idee eines Schulkonzeptes von Stefan Gue und Ria

Unsere Idee findet ihr auf der Wiki-Seite: Schulkonzept Ria & Stefan - im Aufbau

Kurssystem

  • ~ Alternative: Ein alternativer Schulsystementwurf:

1) Abschaffen von Schularten, Abschaffen von Abi, Mittlere Reife, Quali etc.
2) Abschaffen von Klassen (Vorrückungsstufen)
3) Abschaffen des klassischen Lehrplans (dieser dient nur noch zur Orientierung )
Stattdessen:
Grundschule erweitern bis ca. Klasse 6 mit Ausbildung in den Basisfächern (die man im täglichen Leben braucht) (Deutsch, Englisch, Mathe, Geschichte, Recht, Technik+Werken, Computerhandhabung) und Wahlfächer (Erdkunde,Sozi,Wirtschaft,Bio,Chemie,Physik,Sport,Kunst,Musik,Informatik,Diverse) um Grundwissen zu schaffen - zusätzlich denkbar wäre ein Projekt/Jahr, bei dem die Schüler ein soziales Projekt erfüllen (von Müll wegräumen bis alten Menschen besuchen, hier ist Kreativität Trumpf)
Danach: reines Kurssystem, d.h. Schüler wählen zwischen angebotenen Kursen, welche sowohl Basisfächer als auch Wahlfächer umfassen BELIEBIG aus - Kurse gibt es jeweils in verschiedenen Levels (in der Diskussion 1-n). Eine Mindestkursbelegungszahl/Jahr ist vorgegeben (Nr. noch nicht fix) Kurse werden wie üblich bewertet (benotet), Streichung eines Kurses/Ergebnisses ist möglich für Schüler (gilt dann: wie nicht belegt).
Das Qualifikationslevel (Abi, Mittlere Reife, Quali etc) gibt es nicht länger, sondern nur ein gewichtetes Ergebnis aus Kurslevel, Teilnehmernote, Kursanzahl (Formel noch nicht festgelegt). Neben dieser "Gesamtnote" gibt es noch Einzelbewertungen in diversen, festzulegenden Kategorien, wie:
Sprachlich-Naturwissenschaftlich-Gesellschaftlich-Wirtschaftlich-Sportlich-Künstlerisch-Handwerklich-Kreativ-Sozial-etc...
Unis legen für ihre Studiengänge die jeweilige Kategoriegewichtung fest. Bei zuwenig Plätzen zählt Gewichtung*Kategorieergebnis Die Privatwirtschaft entscheidet anhand des Zeugnisses, wie sie will. Mindestschuldauer: 9 Jahre, max. 13 Jahre
Sich somit ergebende, wichtigste Änderungen:
1) Kein Zwang, bestimmte Fächer ewig zu ertragen (Bsp. altes Verfahren: Kunststudium erfordert Abi, Abi erfordert Mathe Kurvendiskussion - wozu?)
2) Kein Zwang, sich zu langweilen oder zu überfordern (Kurse bauen zwar auf, jedoch ist die Belegung jedes Kurses in jeder Schwierigkeitsstufe zu jedem Alter erlaubt, kein Kurs ist Pflicht), Frühreife & Spätzünder kommen beide zu ihrem Recht
3) Abschied vom klassischen Fächerqualifizierungskanon (Mathe muss, D muss etc) - Für Maschbau Studium zählt dann auch evtl Kathegorie "handwerklich" mit...
4) Keine Absitzdauer zum Erwerb eines Schulabschlusses, man kann nach 9, 10 ... oder 13 Jahren sein Zeugniss (mit den jeweils entsprechenden Punkten) stets für den weiteren Ausbildungsweg einsetzen.
5) Unsinnige Quereinsteigerproblematik (z.B. Real->Gymmi) beseitigt
6) Aufweitung: Unser Schulsystem bewertet derzeit fast nur Kopffertigkeiten - Wichtiges wie Kreativität, handwerkliches/künstlerisches Geschick, Fleiß, soziales Engagement etc. finden im neuen System endlich einen Platz --ritschmanhard 13:00, 30. Jun 2009 (UTC)

Aktuelle politische Diskurse

Abschaffung der Hauptschule

  • ‡? Und was ist mit der Realschule und dem Gymnasium? Wie begründest Du ein Zweigliedriges System? Warum keine integrative und kursdynamische Stufe? --freethought 09:33, 29. Jan 2007 (UTC)
  • +In der Hauptschule fehlen starke Schüler und damit positive Vorbilder. --icehawk 22:46, 21. Mai 2007 (CEST)
  • +Die Hauptschule ist durch ein Stigma belastet, sie kann so gut oder schlecht sein wie sie will, die Schüler haben aufgegeben. --icehawk 22:46, 21. Mai 2007 (CEST)
    ‡? Hier stellt sich dann wohl auch die Frage, wie die Hauptschulen zu ihrer "Stigmatisierung" gekommen sind (und erlaubt mir die Anmerkung dass auch "Piraten" in gewisser Weise stigmatisiert sind ;) ) Fakt ist, dass ein dreigliedriges Schulsystem zu optimaler Förderung ALLER Beteiligten führen sollte, und wohl auch kann, falls sie konsequent durchgeführt wird. --Herr schrat 22:38, 21. Jan. 2008 (CET)


  • +Bildungsziel ist auf praktisch begabte Schüler zugeschnitten, dies entspricht nicht der Realität. In Wirklichkeit sind dort nur Pechvögel. --icehawk 22:46, 21. Mai 2007 (CEST)
  • Ich kenne viele ehemalige Hauptschüler, die durchaus keine „Pechvögel“ sind. Es sollte auf jeden Fall – ob dreigliedriges Schulsystem oder nicht – einen Hauptschulabschluss geben, da er vielen Menschen die Möglichkeit eröffnet, schnell in die Arbeitswelt einzusteigen und dort ihre Begabungen voll auszuspielen, statt in der Realschule unnötig lange, womöglich als „dumm“ oder „faul“ missverstanden, ein weiteres Schuljahr abzusitzen. Onkelfritz 17:46, 29. Nov. 2007 (CET)
  • ‡? muss später dann nach Leistung getrennt werden, um die Leistung anderer nicht zu bremsen? dann geht Sinn der Abschaffung verloren
  • ~ Alternative: Besser gleich eine Gesamtschule einführen mit Abschluss nach 10 und 12 Jahren Schulzeit. Auflösung der starren "Klassenstrukturen" durch unterschiedliche Leistungsgrade pro Jahrgang und Fach, für optimale Förderung des Schülers in jedem Fach. --Derknilch 16:20, 17. Mär. 2008 (CET)
    +in Verbindung mit größeren Schulen: höhere Fächervielfalt --Vexrath 12:30, 31. Mär. 2009 (CEST)
  • (i)Wenn ihr einfach die Hauptschule, und vielleicht dann im gleichen Schwung noch die Realschule abschafft, und das momentane Schulsystem sich erhaelt, ist das ein einziges Grauen. Ich gehoere zu den Schuelern, die in die Orientierungsstufe gesteckt wurden (for die von Euch, denen das nichts sagt; da wird die Grundschule auf die 5 und 6 Klasse erweitert, und noch nicht nach Schulen geteilt, also quasi eine Gesamtschule auf Zeit) Fazit: 40 % der Schueler haben sich zu Tode gelangweilt, gestoert, abgeschaltet, weil sie nicht gefordert wurden, haben die Freude an der Schule und am Lernen verlernt, wurden als arrogant verschimpft. 40 % der Schueler waren hoffnungslos ueberfordert, haben geweint, weil sie nicht gefoerdert wurden, es zu schnell ging, sie nichts verstanden haben, haben die Freude an der Schule und am Lernen verlernt, wurden als dumm verschimpft. Die restlichen 20 % waren mittig und kamen folglich mit dem Lerntempo klar. Chancen fuer die unteren 40 % kamen da nicht bei raus, es war ein einziger quark. Das Gleiche fuer alle ist eben nicht das Beste fuer alle. Ich war ein Jahr an einer englischen Schule, an der eine Vielzahl an Faechern, sowohl Sprachen, Wissenschaft, Gesellschaft, Handwerk und Sport, angeboten wurden. Ab der 9 Klasse konnte man hier sehr frei ab- und anwaehlen, und es so auf eigene Beduerfnisse abstimmen. Dadurch entstandene Freistunden wurden als verpflichtete Lernzeiten genommen. Das hat super funktioniert, aber da koente man sicher auch noch andere gute Konzepte entwickeln. In jedem Fach gab es drei Kurse, a - c, die immer gleichzeitig liefen. B ging nach normalen Niveau vor, in c wurde sehr viel geuebt und wiederholt, a machte mehr Stoff. Vor allem haben sie sich wirklich unterschieden (wenn ein Konzept aehnlich auf Deutschland uebertragen wurde, taten sich die Kurse nichts untereinander) und man konnte sehr schnell flexibel wechseln. Wir uebernehmen hier die Vorteile des Gesamtschulkonzepts und des Dreigleisigen Konzepts; die Faecher und ihr Schwierigkeitsgrad ist extrem speziell auf den Schueler abgestimmt. Sprich wer beispielsweise in Sprachen sehr gut ist, und da gerne gefordert werden moechte, aber in Mathe Probleme hat, und dort Hilfe braucht, bekommt exakt, was er benoetigt. Schueler werden gefoerdert und gefordert, wo es noetig ist. Vor allem werden Schueler nicht nach Schulen diskriminiert, da sie sich immer wieder treffen und in verschiedenen Staerken und Schwaechen sehen, aber ohne unter diesen leiden zu muessen. Also koennten die Schueler beliebig aufsteigen - der Stempel Hauptschule verschwindet - und gleichzeitig halten sie sich nicht gegenseitig auf. Bei der Umsaetzung muesste beachtet werden, dass die Schulen groesser oder die Klassen kleiner werden muessen, oder eine Kombination aus beidem. Ich finde zweiteres eh wuenschenswert, und eine groessere Schule zugunsten hoeherer Faechervielfalt empfinde ich auch noch als reizvoll. --Fs83hso 00:16, 07. Mai 2009

Die Hauptschule abzuschaffen mag auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Blicken wir jedoch einige Jahre in die Zukunft wird sich zeigen, dass sich nicht die Qualität der ehemaligen Hauptschüler verbessert hat sondern, dass die heutigen Realschüler vor großen neuen Problemen auf dem Arbeitsmarkt stehen. Ich glaube, dass die Lösung nicht in mehr guten Abschlüssen zu finden ist, Im Gegenteil. Ich glaube, dass Problem ist, dass Heute viel zu viele Abitur machen. Gäbe es weniger Abiturienten(ich denke wir sind uns alle einig wenn ich sage, dass das Abitur in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat)würde der Wert des Real- und dadurch auch der des Hauptschulabschlusses steigen. Noch vor einigen Jahren war der Hauptschul-Abschluss nicht begleitet von Perspektivenlosigkeit wie heute. Das Problem, ist dass überangebot von nicht ausreichend kompetenten Abiturienten. Folglich halte ich einen Einstellungstest für angehende Aiturienten für Sinnvoll. Ich habe meine Schullaufbahn selbst auf der Hauptschule begonnen und mit Abitur beendet. Und ich kann mir überzeugung sagen, dass die Schüler auf den Hauptschulen angemessen gefordert und gefördert werden. Ich denke eine Verbesserung der derzeitigen Lage könnte unter anderem auch durch eine Verlängerung der Grundschul Zeit erreicht werden. Die Idee größere Schulen für eine größere Fäschervielfalt gefällt mir übrigens sehr gut. Mojo 21:40, 21. Jun. 2009 (CEST)

  • Das Problem des mehrgliedrigen Schulsystems besteht darin, dass nicht etwa die Leistung, die Talente, Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen entscheidet, sondern vor allem die soziale Herkunft. Kinder nach sozialer Herkunft auf ungleichwertige Schulformen zu verteilen ist in etwa so sinnvoll, wie wenn man sie nach Hautfarbe selektieren würde. Das mehrgliedrige Schulsystem verstößt gegen Artikel 3 Absatz 3 des GG, der beinhaltet, dass niemand aufgrund seiner Herkunft benachteiligt werden darf. Die soziale Selektion hat zudem zur Folge, dass Menschen aus sogenannten "bildungsfernen Schichten" weniger Aufstiegsmöglichkeiten haben, sprich: die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander, was mit einer höheren Unzufriedenheit sowie höherer Kriminalität und beidseitiger Vorurteilsbildung einhergeht. Bildung und Wissen muss für JEDEN zugänglich sein, unabhängig von sozialer, geographischer und kultureller Herkunft. "Eine Schule für alle" bedeutet NICHT, alle Jugendlichen zu einem Einheitsbrei zu degradieren, sondern dass jeder individuell seine Stärken und Potenziale nutzen, seine Schwächen bekämpfen und seine Interessen verfolgen kann. Oile 10:06, 3. Jul. 2009 (CEST)


Bildung X.0: Interaktive Erarbeitung einer weborientierten Bildungsvision

Die bisherigen Beiträge im Wiki befassen sich in erster Linie mit der Weiterentwicklung bestehender Bildungsysteme und bekannter Denkmuster. Meine Anregung: Wenn schon die Piratenpartei in ihrer Grundausrichtung technologieorientiert ist, warum nicht mal grundsätzlich eine eigene Bildungsvision entwickeln, statt bestehende Systeme und Einzelthemen kleinschrittig verbessern zu wollen. Web 2.0/3.0 sind bekannt; hier könnte eine neue Bildungsvision andocken, zum Beispiel als Bildung X.0 (ist von mir neu definiert).

Wer Lust hat, eine weborientierte Bildungsvision mitzuentwickeln, gerne. In dem interaktiven Mind Map können Ideen einfach angehängt, bestehende verändert werden. Die Nutzung des Mind Map ist selbsterklärend. Macht auch Spaß!

http://www.mindmeister.com/24741953/bildung-x-0

--Paddy 01:09, 22. Jul. 2009 (CEST)

Links zum Thema Bildung

Bildungsstandards & Kerncurricula:

PISA Untersuchung & Evaluation:

Lernforschung & Lernprozesse:

Nachhaltigkeit von Lernprozessen & Bildung für eine nachhaltige Entwicklung:

Ganztagsschule & Schultypen:

Alternative Schulkonzepte:

Digitale Kluft

Literatur

  • Uli Lorenz: Definition Bildung (1998):(online).
  • Patrick Haas: Lernen ein Leben lang? 2008, Artikel,(online).
  • Definition Staat, Exika (de) vom 23.04.2009: (online).
  • Definition Klasse , Wikipdeia (de) vom 09.07.2009: (online).
  • Definition Gesellschaft , Exika (de) vom 19.11.2008: (online).
  • Definition Lernen, Pädagogische Psychologie, Teil V: Lernen; Weinheim und Basel, 1976, S. 2
  • Sport und Bildung , UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) (online).
  • Bildungsziele übernommen von Wiki Bildungsserver (de) vom 10.07.2009: (online).

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