Antragsfabrik/Stiftung zur Förderung des Investigativer Journalismus in Deutschland

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Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Sonstiger Antrag (im Entwurfsstadium) für den Bundesverband.
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Sonstiger Antrag Nr.
(offen)
Beantragt von
unbekannt
Titel 
Stiftung zur Förderung des Investigativen Journalismus in Deutschland
Antrag

Der Bundesparteitag der PIRATEN möge beschliesen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche es den investigativ arbeitenden Journalisten ermöglicht ihre Arbeit unabhängig von wirtschaftlichen Interessen der Verleger, der Politik sowie finanzieler Abhängigkeit zu betreiben.

Begründung

Viele dieser investigativ arbeitenden Journalisten erfüllen als sogenannte Vierte Gewalt im Staat eine wichtige Funktion bei der Kontrolle der Staatsorgane und Wirtschaftskonzerne in Demokratien. Leider existiert in Deutschland wenig bis keine Untestützung dieser Gruppe von Journalisten, was wiederum zu einer hohen Abhängigkeit von wirtschaftlich und politisch orgientierten Verlegern führt. Aber genau hier liegt das Problem dem entgegengewirkt werden muss, investigativ arbeitenden Journalisten muss durch eine von diesem Antrag geforderte Stiftung ermöglicht werden unabhängig von diesen Einschränkungen zu arbeiten, das heisst es muss ihnen ab Beginn ihrer Arbeit der finanzielle Rahmen geschaffen werden diese auch umzusetzen sowie veröffentlichen zu können. Damit kommen wir auch zur zweiten Aufgabe dieser Stiftung: Sie soll dafür Sorge tragen das Artikel und Publikationen von investigativ arbeitenden Journalisten wertneutral und ohne Einfärbung von Wirtschaft sowie Politik veröffentlicht werden. Dies könnte die Stiftung durch ein eigenes Monatlich erscheinendes Magazin ermöglichen.

Gerade wir als PIRATEN haben uns der Informationsfreiheit und Transparenz verschrieben, alle diese Punkte fordern uns in dieser Sache zum handeln auf, denn gerade investigativ arbeitenden Journalisten sind ein Eckpfeiler unserer Demokratie, denn sie liefern uns den PIRATEN die nötigen Informationen auf denen unsere politische Arbeit aufbauen kann. Investigativ arbeitenden Journalisten bilden somit eine essentielle Grundlage unserer Parteiarbeit, aber leider und das ist das Problem dem diese Stiftung entgegenwirken soll, ist es nur einem Bruchteil dieser Journalisten möglich ihre Arbeit zu finanzieren, gerade durch die massive Abhängigkeit von Verlegern etc. dem müssen wir entgegenwirken und die geforderte Stiftung ist der richtige Weg.

Für die Einrichtung einer Stiftung für investigativen Journalismus spricht:

‎1. Wichtige Bedeutung des investigativen Journalismus (IJ) für die Demokratie:‎ Eine funktionierende Demokratie ist nur in einer Gesellschaft denkbar, in der eine freie und ‎neutrale Presse gewährleistet werden kann. …‎ Der investigative Journalismus spielt eine wichtige Funktion bei der Kontrolle der ‎Staatsorgane und Wirtschaftskonzerne in Demokratien und ist eine wichtige Stütze ‎bürgerlicher Rechte und Freiheiten. (AUSFÜHRLICHER Noch ausarbeiten!)‎

‎2. Problem: Investigativer Journalismus ist mit hohem zeitlichem und intensivem ‎Arbeitsaufwand verbunden, ist damit geldaufwändig. Finanziert wird IJ gewöhnlich von ‎kommerziellen Medien- und Verlagsunternehmen.‎

‎3. Abhängigkeit des IJ von privatwirtschaftlichen Unternehmen, Bewertung und ‎Auswahl nach ökonomistischen Kriterien:‎ Der investigative Journalismus ist damit von privatwirtschaftlichen Medienunternehmen ‎abhängig, die die Auswahl und Durchführung von Projekten sowie die anschließende ‎Aufbereitung, Präsentation und Distribution der Ergebnisse nach den Prinzipien der ‎Gewinnmaximierung organisiert und durchführt. Die verlegten Projekte werden damit vor ‎allem nach Maßstäben der wirtschaftlichen Verwertbarkeit ausgewählt. ‎ Zugleich unterliegen damit Anzahl und Qualität der angestrengten Projekte von IJ den Höhen ‎und Tiefen des Marktes. So sinkt gerade in Zeiten wirtschaftlicher Knappheit bei vielen ‎Medienunternehmen die Bereitschaft, in diese zu investieren. Viele verstehen IJ inzwischen ‎als Luxus, den man sich nicht mehr leisten kann. Nicht aber ökonomistische Kriterien, sondern vielmehr das Ideal zur Bewahrung und ‎Förderung der demokratischen Ideale sowie der Menschen- und Bürgerrechte sollten ‎über die Durchführbarkeit von solchen Projekten entscheiden. Um aber sein ‎demokratie- und freiheitsförderndes Potential vollständig entfalten zu können, muss der ‎IJ aus seiner Unterwerfung unter die Gesetze des Marktes befreit werden, d.h. von ‎privatwirtschaftlicher Finanzierung unabhängig gemacht werden.‎

Lösung des Problems: Wirtschaftsunabhängige Finanzierung auf Spendenbasis durch eine ‎Stiftung

‎4. Erfolgsmodell „Pro Publica“ = Bereits existierende Stiftung nach diesem Prinzip in ‎den USA:‎ In den USA gründete 2007 (?) der Journalist Paul Steiger, ehemals Chefredakteur des „Wall ‎Street Journal“ eine Stiftung, die investigativen Journalismus fördern und vor allem ‎finanzieren soll. Die Einrichtung, die den Namen «Pro Publica» erhielt, fördert seitdem ‎erfolgreich Journalismus, der Politik und Wirtschaft beobachtet, Skandale und unsaubere ‎Machenschaften aufgedeckt und positive Veränderungen anstoßen möchte. Mitte April 2010 ‎‎(?) wurde sie mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. ‎

Das Modell macht Schule. Inzwischen gibt es vergleichbare Unternehmungen in England und ‎der Schweiz, dem „Pro publica“ als Vorbild diente. ‎

‎«Pro Publica» arbeitet nach dem Open-Source-Prinzip: 32 festangestellte Journalisten ‎recherchieren und schreiben Geschichten und bieten sie dann solchen Zeitungen und ‎Magazinen an, in denen sie die größte Wirkung entfalten können – zum Nulltarif. 138 Artikel ‎sind so allein im Jahr 2009 in mehr als 50 verschiedenen Medien in den USA veröffentlicht ‎worden – darunter eben auch in der «New York Times», die mit Sheri Finks Artikel zum ‎ersten Mal eine Titelgeschichte von «Pro Publica» veröffentlicht und sich nun ebenfalls über ‎den Pulitzer Preis freut. «Die Zusammenarbeit mit anderen Zeitungen, Bloggern, Online-‎Medien, Fernseh- und Radiosendern funktioniert gut», resümiert Steiger das vergangene Jahr.‎

Die Stiftung finanziert sich aus Spenden, ist aber dennoch unabhängig. ‎

‎5. Reiche Stiftungslandschaft in Deutschland:‎ In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Stiftungen. Viele von ihnen sind regierungs- und ‎wirtschaftsunabhängig und unterstützen Forschungsprojekte jenseits von ideologischer oder ‎ökonomischer Verwertbarkeit, wie dies ja vor allen für den Bereich der Geisteswissenschaften ‎der Fall ist.‎ Eine Stiftung zur Förderung des investigativen Journalismus gibt es in Deutschland ‎noch nicht.‎

‎6. Modell einer solchen Stiftung: Orientierung am amerikanischen Modell mit ‎entsprechender Umgestaltung für hiesige Verhältnisse und Anpassung auf die deutsche ‎Stiftungslandschaft:‎ mögliche Kriterien:‎ ‎- die Stiftung ist partei- und unternehmensunabhängig‎ ‎- sie finanziert sich aus Spendengeldern oder öffentlichen Mitteln ‎- gemäß dem journalistischen Ideal, beobachtend über Politik und Wirtschaft zu wachen, als ‎unabhängige Instanz für Transparenz zu sorgen und informativ zwischen dem Volk und den ‎Mächtigen zu vermitteln … sollen Projekte gefördert werden, die … (-> INSERT ‎Kriterienkatalog: Bewahrung der Menschen- und Bürgerrechte, Aufdecken von „üblen ‎Machenschaften“ in Politik und Wirtschaft etc…)‎ ‎- es erfolgt eine finanzielle Förderung, die die finanzielle Unabhängigkeit der Journalisten ‎ermöglicht, so dass sie sich vollständig ihrem Projekt widmen können; darüberhinaus: Geld ‎für Recherchearbeiten, Reise etc.‎ ‎- die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt nach dem Open-Source Prinzip (AUSF., siehe ‎Verfahren bei Pro Publica)‎

QUELLE für infos zu Pro Publica: ‎ http://www.medienheft.ch/de/nc/14/date/0000/00/00/pro-publica-stiftet-‎journalismus/article/8.html

Weitere Infos zur Stiftung:‎ http://www.gulli.com/news/pressefreiheit-milliard-r-gr-2008-12-10/‎

http://www.message-online.com/93/kleinsteuber.html‎

http://www.tagesspiegel.de/medien/die-wohlgesinnten/1807406.html

Seite der Stiftung: ‎ http://www.propublica.org/‎


Art. Qualitätsjournalismus im Internetzeitalter:‎ http://www.freitag.de/community/blogs/thomas-euler/qualitaetsjournalismus-im-‎internetzeitalter






Unterstützung / Ablehnung

Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen

  1. Gerd Grüttner 12:52, 26. Sep. 2010 (CEST)
  2. Fritz Effenberger 13:25, 26. Sep. 2010 (CEST)
  3. Manuel Wiedner 15:20, 26. Sep. 2010 (CEST)
  4. ...

Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen

  1.  ?
  2.  ?
  3. ...

Piraten, die sich vrstl. enthalten

  1.  ?
  2.  ?
  3. ...

Diskussion

Bitte hier das für und wider eintragen.

Argument 1

Wie hoch schätzt du denn die Kosten ein?

Argument 2

...