Antrag Diskussion:Bundesparteitag 2012.2/Antragsportal/PA153
Klingt wie gute Idee, bleibt aber an der Oberfläche
Auf den ersten Blick wirkt die Antragsbegründung, auch wenn sie später nicht im Programmtext stehen würde, wie eine gute Idee: "Mit einer freiwilligen Bildungsabgabe würde ein Instrument geschaffen, mittels diesem von z.B. vermögenden Bürgern und Unternehmen gezielt in die Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit sozial schwacher Kinder investiert werden könnte, anstatt wie heute, ein solches Vorgehen zu blockieren, weil die Spender Ihre Mittel nicht im System verpfuffen sehen wollen".
Allerdings sind "Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit" ein schier unendlich weites Feld. Wie soll das also konkret aussehen mit der Förderung? Sollen die Spender konkret Mittel bereitstellen können, deren Zweck sie selbst festlegen? Also direkt die Anschaffungen vorgeben? Das müsste es eigentlich schon sein, denn wenn die Spenden einfach im allgemeinen Bildungsbudget des Bundes oder eines Landes landen, gibt es ebenfalls zahllose Möglichkeiten, wie das Geld "verpuffen" könnte. Jede Menge Geld wird auch hier zweifellos für Dinge aufgewendet, die dem Mäzen womöglich nicht besonders sinnvoll vorkommen.
Und welche Zwecke dienen dann der "Förderung von Chancengleichheit"? Müsste man schon recht konkret definieren, denn ansonsten würde beispielsweise die aktuelle Regierungskoalition schnell auf den Gedanken kommen, diese Spenden in die Finanzierung des Betreuungsgelds aka "Herdprämie" zu stecken.--Seymour 15:35, 5. Nov. 2012 (CET)
Nicht definierte Kampfrhetorik
Der Antrag verwendet den bereits auf der Diskussionsseite zum PA146 kritisierten, weil völlig unbestimmten Begriff der "gesellschaftlichen Rendite". Solange nicht klar ist, was genau damit überhaupt gemeint ist, kann man auch keinen Antrag befürworten, der sich das zum Ziel setzt.--Seymour 15:35, 5. Nov. 2012 (CET)